Resident Evil: Afterlife
Waah. Was war das denn?
Nach den - bis auf
Extinction, der immerhin noch als kurzweiliger Actionstreifen durchgehen kann - eher miesen Vorgängern, habe ich nun wirklich nichts erwartet, aber was Paul W.S. Anderson hier "gezaubert" hat, ist einfach nur schlecht.
Schon die unterirdische Eröffnungsszene, in der Milla - die seit der Geburt ihres Kindes wenigstens ein bisschen zugenommen hat und mittlerweile gar nicht mehr so übel aussieht - mit schlechten One-Linern um sich wirft, während sie, in nie enden wollenden Zeitlupeneinstellungen, beschämend choreographierte Drahtseil-Action veranstaltet und mies animierte Kugeln in Richtung Zuschauer verschießt (in 3D sicherlich ganz nett, für 2D-TV-Besitzer aber einfach nur unspektakuläre Effekthascherei), zeigt was einen erwartet.
Genau diese Elemente - nochmal zusammengefasst: schlechte Effekte, peinliche Dialoge, langweilige Charaktere, austauschbare Action und eine dröge Musikuntermalung - ziehen sich leider durch den gesamten Film. Selbst der ach so böse Obermotz Wesker ist die reinste Lachnummer und wird im 60-sekündigen Showdown kurzerhand abgewatscht. Einen beschissenen Cliffhanger gibts auch noch - Sozusagen die verschimmelte Kirsche auf der eh schon schlecht schmeckenden Sahnetorte. Der einzige Grund sich den Film anzuschauen ist, neben der überzeugenden Blu-ray-Qualität, ganz klar Ali Larter. Sie sieht gut aus und hat wenigstens ein klitzekleines bisschen Ausstrahlung.
Ach ja, ein paar postapokalyptische Panoramaaufnahmen sind auch noch ganz hübsch. Ansonsten bietet
Afterlife leider nichts, was man nicht schon tausendfach, meist in deutlich besserer Umsetzung, gesehen hat. Ja, ich glaube selbst Uwe Boll hätte diesen Film ansprechender gestalten können.
Wer gelungene 3D-Action mit vielen Zeitlupeneinstellungen erleben möchte, sollte sich lieber Zack Snyders
Die Legende der Wächter ansehen. Ja, die Eulen sind eindeutig cooler als Alice und ihre hirnlosen Freunde.
Immerhin ist das Blu-ray Steelbook - für das ich 12,95€ gezahlt habe - mittlerweile schon 50€ wert. Hat sich der Kauf doch gelohnt.
Wenn ich beide Augen zudrücke (Übrigens das beste, was man bei diesem Film machen kann.

) und einen gehörigen Ali Larter-Bonus mit in die Wertung einfließen lasse, gibts gerade noch:
3/10 Autos, die man zwei Meter vor ein Tor schiebt, um selbiges zu verschließen (was natürlich nichts bringt, liebe Protagonisten

)