Freezi schrieb:
Genau das ist der Punkt. Die ersten drei Indy Teile sind mal abgesehen von den Aliens genauso abgedreht wie der vierte Teil, nur bezeichnet man die alten Teile als Klassiker, beim neuen Indy kann man den Fantasy Aspekt wohl einfach weniger akzeptieren. Wäre der vierte Indy 1991 erschienen, hätte man wohl weitaus weniger auf ihn eingedroschen.
Und wie du sagst, ein Bundeslade die Menschen zum schmelzen bringt, ein Mensch der ewig lebt sofern er den heiligen Gral bewacht, und allein der Gral an sich, trinkt man aus dem falschen Becher, löst man sich auf.
Dann die ganze Voodoo Geschichte vom zweiten Teill... die Original Trilogie ist mindestens genauso an den Haaren herbeigezogen wie der vierte Indy. Manche kapieren das aber nicht.
Das hat nichts damit zutun das ich es nicht kapiere, sondern einfach damit, dass die alten Teile in ihrem Verlauf der Story perfekt zusammengeschnitten wurden. Witz, Humor, Spannung und Ernsthaftigkeit mit geballten Actionszenen wechseln sich so flüssig und genial ab, dass es jedesmal aufs Neue begeistert.
Allen vorran merkt man bei Indy 4 das der gute Lucas das Publikum nicht ernst nimmt und einfach mal direkt verarscht, ohne auch nur zu 10% einem Indiana Jones treu zu bleiben und sich bei dem Aufbau der Spannung und dem Verlauf Mühe zu geben.
Der ganze Aufbau der alten 3 Teile ist so überzeugend und gut, dass man diese Übertreibungen aktzeptiert.
Bei Teil 4 wirst fast in jeder Minute verarscht.
EDIT: Ich seh grade, Zhadow hat das besser beschrieben.
Das was ich vergessen hatte und was imo ganz besonders wichtig bei einem Indiana Jones ist: Charme.