John Carter (3D)
9/10 weiße Affen
Wow, was für ein Sci-Fi-Fantasy-Spektakel. John Carter ist meiner Meinung nach klassische Genrekost auf höchstem Niveau. Regisseur Andrew Stanton nimmt die rund 100 Jahre alte Romanvorlage von Edgar Rice Burroughs dabei überraschend ernst und überträgt die angestaubte, aber immer noch funktionierende Außenseiter-Krieger-Geschichte in eine moderne 250 Millionen Dollar Inszenierung, ohne auf Burroughs' Charme zu verzichten. Dementsprechend "wechselhaft" erscheint das Endprodukt dann auch und wirkt, trotz CGI-Bombast und rasantem Erzähltempo, überraschend altmodisch, teilweise fast schon trashig.
Eine Mischung, die sicherlich nicht jedem gefallen wird, meinen Geschmack jedoch genau getroffen hat. Die Handlung ist, obwohl sie als Inspiration für unzählige Sci-Fi-Vertreter der letzten Jahrzehnte diente und man daher immer das Gefühl hat, sie schon zu kennen, angenehm kurzweilig geraten und immer noch selbstständig genug, um auch in Zeiten seiner geistigen Nachkommen, wie etwa Avatar oder Star Wars, zu überzeugen. Dass sich die Charaktere in ihrer Entwicklung dabei genau so "sprunghaft" verhalten wie John Carter persönlich, ist ein wenig schade, diesmal jedoch nicht unbedingt das Verschulden der Drehbuchautoren, sondern eher das der episodenhaften Vorlage, die nicht gerade leicht zu bändigen ist (vor allem nicht bei einer kompakten Laufzeit von knapp über 2 Stunden). Da könnte ich mich viel mehr über die "Disneyfizierung", also die Verharmlosung der eigentlich sehr erwachsenen Story aufregen. Ein paar Eier mehr, hätten dem Film schon gut gestanden.
Unterbrochen wird die epische Sci-Fi-Geschichte regelmäßig von imposanten Actionszenen, die zwar häufig an ähnlich gelagerte Filme erinnern, jedoch immer zur rechten Zeit (und zwar kurz vor dem Einsetzen erster Ermüdungserscheinungen) auftreten und auch sehr anschaulich geraten sind. Zudem sorgt der wohldosierte Humor ("Schüttel mir die Hand."
) für leichte Verdaulichkeit und die nötige Portion Selbstironie im ansonsten doch sehr ernsten Action-Abenteuer.
In meinen Augen passt hier nahezu alles. Die Story ist klassisch-simpel, begeistert dabei jedoch mit einer interessanten, weltenübergreifenden Rahmenhandlung. Die wechselhafte Erzählweise, welche zwischen ernstem Sci-Fi-Epos, klassischem Abenteuer-Film und Bombast-Action hin und herspringt, wirkt ein wenig gewöhnungsbedürftig und unruhig, verhindert aber auch Langeweile. Dass bei einer Nettolaufzeit von knapp 130 Minuten einige Details und Storystränge der Vorlage unter den Teppich gekehrt bzw. abgeändert wurden, ist ebenfalls verständlich. Dennoch überzeugt das Gesamtbild. Und das nicht nur wegen der detailverliebten Visualisierung.
Schade, dass du nicht blau bist, John Carter. Mit einer anderen Hautfarbe und Öko-Botschaft, wäre an den Kinokassen sicherlich mehr drin gewesen. So wie es aussieht, werden wir wohl auf weitere Abenteuer verzichten müssen und das, obwohl der Grundstein erfolgreich gelegt wurde und es noch so viele ungelöste Mysterien gibt.
Wer altmodische Sci-Fi-Kost zeitgemäßen erleben möchte, sollte sich den Film ansehen.
Eine Mischung, die sicherlich nicht jedem gefallen wird, meinen Geschmack jedoch genau getroffen hat. Die Handlung ist, obwohl sie als Inspiration für unzählige Sci-Fi-Vertreter der letzten Jahrzehnte diente und man daher immer das Gefühl hat, sie schon zu kennen, angenehm kurzweilig geraten und immer noch selbstständig genug, um auch in Zeiten seiner geistigen Nachkommen, wie etwa Avatar oder Star Wars, zu überzeugen. Dass sich die Charaktere in ihrer Entwicklung dabei genau so "sprunghaft" verhalten wie John Carter persönlich, ist ein wenig schade, diesmal jedoch nicht unbedingt das Verschulden der Drehbuchautoren, sondern eher das der episodenhaften Vorlage, die nicht gerade leicht zu bändigen ist (vor allem nicht bei einer kompakten Laufzeit von knapp über 2 Stunden). Da könnte ich mich viel mehr über die "Disneyfizierung", also die Verharmlosung der eigentlich sehr erwachsenen Story aufregen. Ein paar Eier mehr, hätten dem Film schon gut gestanden.
Unterbrochen wird die epische Sci-Fi-Geschichte regelmäßig von imposanten Actionszenen, die zwar häufig an ähnlich gelagerte Filme erinnern, jedoch immer zur rechten Zeit (und zwar kurz vor dem Einsetzen erster Ermüdungserscheinungen) auftreten und auch sehr anschaulich geraten sind. Zudem sorgt der wohldosierte Humor ("Schüttel mir die Hand."
In meinen Augen passt hier nahezu alles. Die Story ist klassisch-simpel, begeistert dabei jedoch mit einer interessanten, weltenübergreifenden Rahmenhandlung. Die wechselhafte Erzählweise, welche zwischen ernstem Sci-Fi-Epos, klassischem Abenteuer-Film und Bombast-Action hin und herspringt, wirkt ein wenig gewöhnungsbedürftig und unruhig, verhindert aber auch Langeweile. Dass bei einer Nettolaufzeit von knapp 130 Minuten einige Details und Storystränge der Vorlage unter den Teppich gekehrt bzw. abgeändert wurden, ist ebenfalls verständlich. Dennoch überzeugt das Gesamtbild. Und das nicht nur wegen der detailverliebten Visualisierung.
Schade, dass du nicht blau bist, John Carter. Mit einer anderen Hautfarbe und Öko-Botschaft, wäre an den Kinokassen sicherlich mehr drin gewesen. So wie es aussieht, werden wir wohl auf weitere Abenteuer verzichten müssen und das, obwohl der Grundstein erfolgreich gelegt wurde und es noch so viele ungelöste Mysterien gibt.
Wer altmodische Sci-Fi-Kost zeitgemäßen erleben möchte, sollte sich den Film ansehen.
9/10 weiße Affen


Total überflüssiger Schmonsenz ohne auch nur den Hauch von etwas interessantem



