FlashForward - Season 1, Part One (Folgen 01 - 10)
Die gesamte Weltbevölkerung verliert gleichzeitig, für genau 137 Sekunden, das Bewusstsein. Währenddessen sehen sie ihre eigene Zukunft. FBI Agent Mark Benford und sein Team versuchen den mysteriösen Zwischenfall, der den ganzen Planeten in Panik versetzt hat, aufzuklären ...
FlashForward ist mein neuer Stern am Serienhimmel. Ähnlich wie bei LOST werden hier Mystery, Drama, Sci-Fi und Thriller gekonnt miteinander vereint. Gerade der zu Beginn hohe Mystery-Anteil sorgt für reichlich Spannung und LOSTastische "Wieso? Weshalb? Warum?"-Momente, inkl. packender Wendungen. Bei LOST gibt es Rückblicke, bei FlashForward die namensgebenden Sprünge in die Zukunft, welche die einzelnen Personen während ihrer Blackouts gesehen haben. Diese Erzählweise trägt viel zum hohen Spannungslevel bei, denn nicht nur die Charaktere, sondern auch die Zuschauer werden dadurch mit allerlei Fragen konfrontiert: Wird es genau so kommen, wie in den Flashforwards? Kann man die Zukunft ändern? Oder ist alles vorherbestimmt?
Zwischenzeitlich verlagert sich der Schwerpunkt der Handlung vom Blackout auf die Einzelschicksale verschiedener Personen. Die Hauptstory verliert hier leider etwas an Wichtigkeit und bewegt sich über 2 oder 3 Episoden hinweg auf der Stelle. Zum Glück fängt sich die Serie in den letzten Folgen wieder und überrascht mit einigen feinen Wendungen, welche das Staffelhalbfinale schlussendlich mit einem fiesen, aber Lust auf mehr machenden, Cliffhanger enden lassen.
An der Inszenierung und den Schauspielern gibt es ebenfalls kaum etwas zu kritisieren.
Dass die Darsteller zu Beginn noch etwas blass wirken, liegt dabei nicht unbedingt an ihren Leistungen, sondern an den zunächst eindimensionalen Figuren. Recht schnell lernt man jedoch ihre Stärken und Schwächen kennen. Nachdem dies geschehen ist dürfen die, aus Film und Fernsehen bekannten, Darsteller dann auch mal richtig schauspielern - was sie überzeugend tun.
Aufwändige Sets und, gerade für eine Serie, gelungene Effekte sorgen für eine hübsche Optik. Regie, Schnitt und Kamera gehen in Ordnung, bieten aber nichts, was man in anderen Serien nicht schon besser gesehen hätte.
Insgesamt bin ich von FlashForward sehr angetan. Die Handlung ist die meiste Zeit über sehr spannend und mitreißend, die Charaktere sind interessant und die schauspielerischen Leistungen, sowie Inszenierung können sich sehen lassen.
Mal sehen wie sich die Serie in der zweiten Staffelhälfte weiterentwickelt. Eventuell haben wir es hier tatsächlich mit einem würdigen LOST-Nachfolger zu tun. Ganz so perfekt wie die J.J. Abrams-Produktion ist Part One der ersten Season jedenfalls noch nicht, aber das könnte durchaus noch werden.
Für die ersten 10 Episoden gibts
8/10 Punkte.
