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JeruZalem

Der größte Scheissdreck den ich seit Jahren gesehen habe....
 
Wieder mal Reign of Fire im Heimkino reingeknallt. Mag ihn einfach weiterhin extrem gut. Hat eine tolle Stimmung und bringt meiner Meinung nach die Endzeit-Dystopie glaubhaft in bewegten Bilder auf die Leinwand. Quasi Mad Max mit Drachen. Und dann wäre da noch der hervorragende Cast (McConaughey, Bale, Butler). Klar, das Drehbuch passt auf ein Blatt Toilettenpapier und die vielen Logiklöcher hieven den intellektuellen Anspruch auf das Niveau einer Neuschwabentreff-Runde. Nichtsdestotrotz, ich mag den Streifen. Einer meiner guilty pleasure. :D
 
Ich guck grad Inside Out und muss mich echt beherrschen, um den nicht vorzeitig abzubrechen. Die depperte Sadness ist ja mal der dümmste, nervigste Charakter ever... Ich hasse solche Figuren.
 
Mir egal. Ich kann so dumme Charaktere nicht ausstehen und habe den Film erstmal abgebrochen.

Wird drölfzig Mal darauf hingewiesen, die Dinger nicht anzufassen und tut es dennoch immer wieder.
 
Kann sein. Die Idee ist ja auch cool, aber die Figur wirkt viel zu abtörnend auf mich, sodass ich momentan keine Lust mehr auf den Rest habe.
Animationsfilme haben aber eh einen sehr schweren Stand bei mir (und von Pixar mag ich auch fast nichts).
 
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Legend

Ein Tom Hardy ist gut. Zwei sind besser. Gnadenlos gute Doppelrolle von Hardy in einem gelungenen Gangsterfilm nach wahren Begebenheiten. Die 50er bzw. 60er Londoner Jahre wurden gut eingefangen, die Dialoge sind treffsicher, die lizenzierte Musik ist spitze und das Schauspiel aller beteiligten einwandfrei. Dazu ist der Film über weite Strecken erstaunlich kurzweilig. Ich will nicht sagen lustig, aber doch spritzig und zynisch.

Negativ ist jedoch das Fehlen eines vernünftigen Story-Überbaus, einer Rahmenhandlung, die durch den Film führt. Hat eher was von "Geschichten aus dem Leben der Kray-Brüder". Da werden im Grunde nur einzelne, natürlich chronologische, aber nicht immer direkt aufeinander aufbauende Etappen abgearbeitet. Macht es einerseits zwar kurzweilig, andererseits fehlt dadurch aber der übergreifende Spannungsbogen. Fängt irgendwo an, hört überhastet wieder auf. Die einzelnen "Episoden" schwanken zudem, was den Unterhaltungswert angeht. Den lockeren Einstieg des Films und Aufstieg der Brüder fand ich beispielsweise super. Die eher emotionalen und dramatischen Momente hingegen eher vorhersehbar. Aber ok, wahre Begebenheiten eben, da gibt es nun mal auch bodenständiges Familien-Gangsterdrama und nicht immer nur cool geklopfte Sprüche und Schlägereien - die meiner Meinung nach eindeutig zu den Highlights gehören, was nicht zuletzt an Hardys Performance liegt.

Dafür, dass der Film eine reale Geschichte ausschnitthaft erzählt, finde ich ihn wie gesagt aber überraschend lässig und unterhaltsam. Wer Lust auf die doppelte Portion Hardy oder britische Gangster hat und sich nichts aus einer zerfahrenen, realen Story macht, sollte reinschauen. Tom Hardy ist King, der Rest fällt dagegen etwas ab.

7/10 Tassen Tee
 
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