Auch mal wieder ein paar Filme gesehen (schon vorletzte Woche, aber was solls)...
The Revenant
Der Trapper Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) und sein Sohn Hawk (Forrest Goodluck) sind Teil einer Gruppe, die im Norden Amerikas auf einer Expedition unerwartet von Indianern angegriffen wird und sich stark dezimiert in der rauen Wildnis verstecken muss. Als Glass alleine loszieht, um die Lage abzuschätzen, wird er von einem Bären angegriffen und schwer verletzt.
Seine Kollegen, unter anderem der Rüpel und Söldner John Fitzgerald (Tom Hardy), der rechtschaffene Captain Andrew Henry (Domhnall Gleeson) und der junge Jim Bridger (Will Poulter) sehen für Glass kaum Überlebenschancen. Trotzdem versuchen sie, ihn zu transportieren. Doch die Kräfte lassen nach. Hawk, Bridger und Fitzgerald bleiben mit dem Verletzten zurück, während der Rest weiterzieht. Als es zum Streit zwischen Hawk und Fitzgerald kommt, wird Hawk vor den Augen seines leidenden Vaters getötet. Fitzgerald trickst den ahnungslosen Bridger aus und lässt Glass zurück. Doch Glass stirbt nicht, und er hat nun nur noch eines im Sinn: Er will Rache.
Die Bilder sind der Hammer, die soundtechnische Untermalung war ok, hat mich aber nicht von den Socken gehaut. Und DiCaprio ist ein Brett. Nur wars dann das auch schon. Man hat im Verlaufe des Films eher das Gefühl, dass sie einfach ein paar (wirklich tolle) Kameraeinstellungen und Close-Ups von Leo drehen wollen. So à la "damit haben wir den Oscar in der Tasche". Leider bleibt dadurch die Geschichte etwas auf der Strecke. Es ist nie wirklich spannend, da Di Caprio mehr aushält als dies Batman je tun könnte. Schon heutzutage hätte man mit solchen Verletzungen schlechte Karten, aber was da manchmal abgezogen wird, ist schon fast lächerlich. Da hat man den Bogen zu sehr überspannt.
Das ist natürlich Kritik auf einem hohen Niveau, denn vom Handwerklichen her, ist er wirklich genial gemacht. Alles in allem, habe ich aber mehr erwartet. Notiz an mich: Lass dich nicht so schnell vom KT-/ Internethype anstecken. Du wirst am Schluss nur enttäuscht.
8/10
Kindsköpfe 2
Habe am Wochenende kurz in den Film reingezappt. Der erste Teil war bei weitem kein guter Film, aber für Sandler Verhältnisse konnte man ihn zumindest ansehen (das heisst: schwacher Film. Das reicht aber um wohl zu seinen Top 3 zu gehören). Jedenfalls dachte ich, dass der zweite Teil ja auch nicht so schlecht sein könnte. Weit gefehlt.
Der Film war gerade dort, als sie bemerkten, dass die Reifen ihres Van zerstochen wurden. Danach habe ich noch ca. 2 Minuten weitergeschaut und habe weitergeschaltet. Meine Fresse war das schwach. Jeder der sich diesen Film ansieht und ihn zumindest OK findet, sollte sich untersuchen lassen.
Keine Wertung/10
Honig im Kopf
Tilda (Emma Schweiger) ist ein junges Mädchen, das seinen Opa Amandus (Dieter Hallervorden) abgöttisch liebt. Seine lustige Art, der Schalk in seinen Augen und die Tatsache, dass dieser Freigeist das pure Gegenteil von Tildas ewig kontrollierendem Vater Niko (Til Schweiger) ist, hat aus dem ungewöhnlichen Duo eine Einheit geformt. Nun aber bekommt diese Verbindung Risse, als Amandus immer wieder Sachen vergisst und Aussetzer hat. Warum pinkelt er mitten in der Nacht in den Kühlschrank? Warum jagt er Muttis Gartenparty wortwörtlich in die Luft? Und wieso erkennt er nicht mal mehr sich selber, wenn er sich im Spiegel sieht?
Der Fall ist klar: Amandus leidet an Alzheimer und muss deswegen in ein Seniorenheim gebracht werden, wo sich ausgebildete Fachkräfte um ihn kümmern können. Diesen Zustand mag Tilda nicht akzeptieren, und so "entführt" sie ihren Opa auf eine aussergewöhnliche Reise, die nicht nur dem alten Mann die Möglichkeit geben soll, Venedig das letzte Mal zu sehen, sondern die auch Tilda bewusst machen wird, dass das Leben manchmal unbarmherzig sein kann.
Der Film hat zwar erstaunlich gute Kritiken erhalten. Auch viele Bekannte von mir lobten den Film. Was ich nicht verstehen kann. Die Filme vom Schweiger kann man gut mit jenen von Sandler vergleichen: Egal wie man es dreht, sie sind einfach nicht gut. Jedenfalls habe ich die DVD von einem Kollegen erhalten. Nach 40 Minuten aber wieder ausgeschaltet. Vielleicht tue ich dem Film unrecht, aber das war einfach eine Aneinanderreihung von (unlustigen) Slapstickeinlagen auf dem Niveau der schwachen Comedytruppen, welche auf den Privatsendern manchmal zu sehen sind.
Keine Wertung/10
Patriot Games
Bei einem London Aufenthalt verhindert der ehemalige CIC Agent Jack Ryan (Harrison Ford) einen terroristischen Anschlag auf ein Mitglied des britischen Königshauses. Jack Ryan tötet einen der Attentäter - und zieht damit den mörderischen Zorn dessen Bruders, Sean Miller (Sean Bean), auf sich. Als Miller verhaftet wird, schwört er vor laufenden Kameras Ryan ewige Rache. Kaum ist Ryan mit seiner Familie nach Washington zurückgekehrt, erfährt er von der Flucht seinen gefährlichen Verfolgers aus dem britischen Staatsgefängnis. Wenig später kann Ryan selbst dem Angriff eines Attentäters knapp entgehen, doch seine Frau wird auf der Autobahn beschossen und in einen Unfall verwickelt, bei dem Ryan's Tochter schwer verletzt wird. Ryan entschließt sich, die Organisation des CIC zu nutzen, um den Attentäter zu fassen ...
Endlich mal wieder was Gutes. Spannender Verschwörungsthriller aus den 90ern. Spannend und unterhaltsam. Gefiel mir sehr gut und war eine willkommene Abwechslung zu den beiden Schundfilmen, die ich vorher gesehen habe…
8/10