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Vacation
Eins kann man gleich deutlich machen:
Vacation ist zwar eine offizielle Fortsetzung der Chevy Chase-Reihe und nimmt zeitweise auch direkten Bezug darauf (entweder durch Cameos oder das Aufgreifen zentraler Szenen der Klassiker), hat ansonsten aber rein gar nichts damit zu tun. Die alten Filme sind zeitlos, charmant-bescheuert und damit verdiente Genreklassiker.
Vacation ist hingegen eine austauschbare, meist weit unter der Gürtellinie angesiedelte Geschmacklos-Komödie. Irgendwas zwischen
Wir sind die Millers, Kill the Boss und
Stichtag - nur noch flacher.
Etwas, das ich dem Film aber gar nicht vorwerfen kann und will. Er wurde schließlich an heutige Sehgewohnheiten angepasst und die basieren, natürlich nicht immer, aber häufig und nicht selten erfolgreich, eben auf oben genannten Komödien.
Einstellen muss man sich daher auf: keinen Sinn, keinen Verstand und platten Holzhammerhumor. Mit den obligatorischen Geschlechtsteil-Sprüchen, politisch unkorrekten Gags und peinlichen "Ich schmiere mir Kacke ins Gesicht"-Momenten. Nein, noch beknackter geht es eigentlich nicht. Aber, ja es gibt ein "aber"

: ich habe mich dennoch gut amüsiert, weil einige Einfälle dann doch gezündet haben oder wenigstens so dermaßen bescheuert waren, dass man köstlich darüber lachen konnte. Der albanische Mietwagen beispielsweise - was für eine Fehlkonstruktion.

Oder auch Rusty als missverstandener Wingman.
Also: Wer nichts mit dieser sehr zotigen, primitiven und belanglosen Art von Humor anfangen kann, sollte einen seeehr großen Bogen um
Vacation machen. Ich kann hingegen gut über so was lachen.

Auch wenn vieles in ähnlicher Form schon mal da war und dem Film in der zweiten Hälfte ein wenig die Luft ausgeht.
6/10 Benzintanks