Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread! (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • road_tt_packshot_1024hoch.jpg.3495004.jpg


    Habe mir den Film gestern mal angeguckt da ich ein grosser Fan der Isle of man bin(Tourist Trophy).
    Es gab vor ca. 2 Jahren schon einen, den ich auch sehr gut fand.
    Packshot-IoM-BR3D-web.jpg.1716736.jpg

    Ich möchte nicht zu viel verraten... Es ist eher wie eine Dokumentation aufgebaut mit realen Szenen. Das gefällt mir besser als dieses nachgespielte Zeugs.
    Es geht um die irische Familie Dunlop und ihre Faszination der Strassenrennen.

    Für Fans von Motorsport oder Motorräder sicher zu empfehlen.
     
    Ich habs nach seiner T2 Kritik aufgegeben bzw. erst gar nicht den Versuch unternommen ihm zu helfen. :D

    Also T2 UND Aliens scheiße zu finden verdient schon einen Bad Taste Award. :ugly:

    Ist selten genug der Fall, wo ein Nachfolger ebenbürtig oder gar besser ist als der erste Teil. Aliens fühlt sich komplett anders an als Alien, und dennoch funktionieren beide Filme auf perfekte Art und Weise, auch nacheinander am Stück geschaut. Cameron hat nicht einfach nur eine Kopie gedreht, sondern eine eigene Version, und die rockt auch heute noch.
     
    Aliens - Sentry Guns Szenen

    Ich bekomme immer noch Herzrasen bei den Szenen, spätestens, als die ersten Sentry-Guns ammo-seitig auf Status "Critical" gehen :waah:
    Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
    Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

    Das wichtigste fehlt hier aber, das die Aliens kurz bevor die letzte Kanone leer geballert ist Ihren Vormarsch abbrechen, also einen gewissen Grat an Intelligenz zeigen und einen anderen Weg suchen.
     
    das-finstere-tal-youtube-600x249.jpg


    Das finstere Tal

    Das finstere Tal is des leiwandste, wos ma si nur vuastan kann! Für unsere Nicht-Österreicher: Das finstere Tal ist das tollste, was ich mir nur vorstellen kann! Jedenfalls im deutschsprachigen Filmbereich.

    Während wir Deutschen andauernd versuchen unsere kriegerische Vergangenheit in lahmen Dramen aufzuarbeiten oder belanglos-peinliche Komödien produzieren, steigen unsere österreichischen Nachbarn mit einem Heimat-Western von ihren Bergen herab, der gerade in Sachen Atmosphäre und Bildgewalt mit nahezu jedem deutschsprachigen Film der letzten Jahre den Boden aufwischt.

    Dabei bietet Das finstere Tal auf die Handlung heruntergebrochen eigentlich nur altbekannte Standardkost. Mitte des 19. Jahrhunderts besucht ein fremder Amerikaner ein, von einer alteingesessenen Familie tyrannisiertes, Dorf in den Alpen. Betört von seinem magischen Kasten - einem Fotoapparat - lassen ihn die Dorfbewohner bei sich überwintern. Bis sich im frostigen Schneetreiben plötzlich die Tode häufen.

    Eine Geschichte, die schon unzählige male verfilmt wurde und die so alt ist wie die menschliche Zivilisation, aber trotzdem oder gerade wegen ihrer klaren und irgendwie nachvollziehbaren Motive immer wieder funktioniert. Erzählt wird sie in atemberaubenden Bildern der schneebedecken Alpen. Sehr still und auf das wesentliche reduziert, ohne viele Worte und filmischen Kitsch. Die Atmosphäre ist kühl, rau und bedrohlich - und untermalt das schwierige Leben der damaligen Bergbewohner damit gekonnt. Zwischendurch wird sie aufgebrochen durch hypnotisierende Zeitlupenaufnahmen voller Gewalt, die fast schon über-stilisiert und damit konträr zur zuvor erzeugten Stimmung wirken, deswegen aber auch eine gewisse inszenatorische Wucht mit sich bringen.

    Ich habe es ja nicht für möglich gehalten, aber Das finstere Tal ist ein deutschsprachiger Film, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Ein Rachedrama vor Alpenpanorama, ein echter Western, nur anstatt in der staubigen Prärie, vor verschneiter Bergkulisse. Gut gespielt, authentisch ausgestattet und hervorragend gefilmt. Wenn sie im Film nicht österreichisch sprechen würden (teilweise habe ich mir Untertitel gewünscht :D), könnte man meinen, eine amerikanische Produktion zu sehen - so hochwertig wurde hier gefilmt, ohne aber seine europäische Seele im Hollywood-Kitsch zu verlieren. Lediglich der Inhalt ist ein alter Schuh und damit kaum überraschend.

    8/10 Spiegel mit Gedächtnis

    Gestern gesehen und kann das hier eigentlich nur unterschreiben. Würde sogar ne 9/10 zücken. Bis auf die etwas deplaziert wirkende Musik zu Beginn und zum Ende hab ich absolut nichts auszusetzen. Bester "Western" der letzten Jahre. :dhoch:

    Edit: Danke nochmal an @MiXeR und natürlich auch @Paypack für den Tip. :D
     
    Zuletzt bearbeitet:
    orphan-black-ladies.jpg


    Orphan Black
    Staffel 1

    Die Kanadier können es einfach! Auch Orphan Black ist wieder feinste TV-Kost aus dem Land des Ahornsirups. Worum es geht?
    Na, viel möchte ich nicht verraten, daher nur ein grundlegender Handlungsabriss: Sarah Manning erlebt hautnah mit, wie sich eine Frau vor einen Zug wirft. Eine Frau, die genau so aussieht wie sie selbst. Ohne zu überlegen nimmt die mehr oder weniger obdachlose Punkerin die Identität der Verstorbenen an und lügt sich planlos durch ihr nun anscheinend perfektes Leben als Polizistin namens Beth, inkl. teurer Wohnung, reichlich Geldreserven und Sixpack-Freund. Doch schnell muss sie feststellen, dass es nicht nur eine Doppelgängerin gibt.

    Orphan Black ist eine Sci-Fi-Serie, genauer gesagt ein - ich nehme es mal einfach vorweg, weil der deutsche Serienuntertitel es eh schon auf dem Cover verrät und diese Storyweichen bereits in der ersten Folge gestellt werden - Klon-Thriller. Sarah ist nämlich nur eine von vielen genetischen Kopien. Das Ergebnis ist eine spannende Geschichte über Identitätsdiebstal und Rollentausch. Eine Idee, die schon häufiger in Film und Fernsehen verarbeitet wurde, jedoch noch nie in einem derartigen Umfang. Orphan Black ist geheimnisvoll, klärt uns Zuschauer nur langsam über die Geschehnisse auf, setzt aber immer wieder überraschende Storypointen, die begeistern und fast schon süchtig machen. Man möchte schließlich wissen, wieso dort eine Klonarmee von hübschen Frauen umherwandert und wer dafür verantwortlich ist.

    Doch ist es nicht nur dieser klassische Mystery-Spannugnsbogen, der bei Laune hält, sondern auch die unglaubliche Vielfalt an Charakteren und damit verbundenen Geschichten, die Orphan Black erzählt. An dieser Stelle bleibt mir auch nichts anderes übrig als den Hut vor Hauptdarstellerin Tatiana Maslany zu ziehen, die hier eine wahnwitzige Wandelbarkeit an den Tag legt und gleich eine ganze Schar an Klonen mimt, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Erscheinen diese zunächst noch durchweg klischeebehaftet (die freche Punk-Braut, die schnieke Vorstadtmutti, die nerdige Wissenschaftlerin, etc.), entfalten sie sich im Verlauf merklich und brechen gekonnt mit ihren Stereotypen, was interessant, spannend und zeitweise sogar amüsant ist. Selbst im ersten Moment unausstehliche Figuren - wie beispielsweise Felix, ein homosexueller Künstler und Freizeit-Stricher, der für Lipgloss und Netzhemden lebt: noch mehr verkrustetes Klischee geht eigentlich nicht - wandeln sich zum Positiven und werden irgendwann sogar liebenswert.

    Orphan Black weiß mit seinem Handlungsfundament umzugehen. Von einigen konstruierten Situationen und Klischees mal abgesehen, haben wir es hier mit einem hervorragenden Sci-Fi-Krimi zu tun, der vor allem eins ist: mysteriös und damit fesselnd. Ich liebe Geschichten, bei denen ich nicht sofort weiß, worum es geht und das ist so eine. Wer böse und wer gut, wer vertrauenswürdig und wer verlogen ist und was hier überhaupt passiert, das ist nicht sofort ersichtlich, führt immer wieder zu schweißtreibenden Momenten und macht diese Serie unheimlich sehenswert. Nicht zuletzt wegen Tatiana Maslany in einer unglaublichen Mehrfachrolle, die ihre Klone in jeder Beziehung (Aussehen, Körpersprache, Aussprache) derart facettenreich darstellt, das man schnell vergisst, nur eine Schauspielerin vor der Kamera zu sehen. Häufig sagt man es, aber hier passt es ausnahmsweise perfekt: Sie trägt diese Serie nahezu im Alleingang, weil sie schlicht und ergreifend den Großteil der Figuren spielt. Wer mit starken Frauen in Hauptrollen nichts anfangen kann, sollte also besser Abstand nehmen. Einige Storystolperer und dezent nervige Charaktere zu Beginn verhindern eine höhere Wertung. Trotzdem eine absolute empfehlenswerte Serie, in der noch einiges an Potential schlummert.

    8/10 Kiesgruben
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Zurück
    Oben