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Sie schießt scharf aka She shoots straight aka Lethal Lady

Was für ein behinderter deutscher Titel! :fp:

Gutes altes HK Actionkino mit einer glänzend aufgelegten Joyce Godenzi! Blutige Shoot-Out's und superb choreografierte Fights machen diesen Film sehenswert! Daneben gibt es Auftritte von Samo Hung (der im Real Life im übrigen mit Joyce Godenzi verheiratet ist), Tony Leung Ka Fai oder als Bösewicht Yuen Wah! Für den "Oldschool HK Film Fan" absolut sehenswert, aber diese werden ihn wohl eh schon kennen! :D
 
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Gefährten

Devon, 1914: Wenige Monate vor Beginn des Ersten Weltkriegs kauft Farmer Ted Narracott (Peter Mullan) ein prächtiges junges Pferd - sehr zum Ärger seiner Frau Rose (Emily Watson), denn die arme Familie kann sich das Tier weder leisten, noch ist es für die schwere Arbeit auf dem Feld geeignet. Ihren Sohn Albie (Jeremy Irvine) verbindet jedoch bald eine tiefe Freundschaft mit dem Pferd, das er Joey nennt. Joey stellt sich als intelligentes, willensstarkes Tier heraus, das mit Albies Hilfe alles zu schaffen scheint. Aber die Familienschulden werden immer grösser, und als der Erste Weltkrieg ausbricht, verkauft Ted das Pferd an die Armee.
Joeys neuer Besitzer Captain Nichols (Tom Hiddleston) nimmt das Pferd mit an die Front. Sein Versprechen, Albie seinen geliebten Joey bald zurückzubringen, kann er jedoch nicht einhalten. Denn der Krieg dauert nicht wie erwartet nur wenige Monate, sondern wird zu einem grausamen Stellungskrieg, der sich über Jahre hinzieht und viele Tote fordert. Während Joey auf feindlichem Gebiet verlorengeht und die traurigen Schicksale vieler Menschen und Tiere miterlebt, muss auch Albie an die Front. Doch beide geben die Hoffnung nie ganz auf, den anderen irgendwann wiederzusehen.

Ich mag Tierfilme eigentlich nicht so. Dies aus einem einfachen Grund: Ich kann es nicht sehen, wenn die Tiere leiden müssen (und sei es auch nur in einem Film). Werden Dutzende Soldaten abgeschlachtet, gefoltert oder was auch immer, berührt mich das emotional weitaus weniger, als wenn etwas einem Tier zustösst… Trotzdem habe ich mir gestern den Film angesehen. Dieser handelt von einem Roman, der die Pferde im ersten Weltkrieg thematisierte (ca. 8 Millionen Pferde sollen im 1. Weltkrieg gestorben sein). Es ist also kein Wunder, dass man so einige Leichen sieht.
Der Film an sich ist solide gemacht. Die Schauspieler wissen mehrheitlich zu gefallen. Die Geschichte zieht sich etwas hin (z.B. der Anfang geht lange), aber ist immer spannend und manchmal auch brutal. Die Sentimentalität trieft förmlich vom Bildschirm. Schlussendlich geht aber alles noch, bis zu den Schlussminuten. Dort hat man es eindeutig übertrieben. Vor allem auch, weil man bis anhin eher realistische Farbgebung gesehen hat. Diese Farben… :ugly:

6/10
 
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Transcendence

An den Kinokassen und bei den Kritikern mächtig gefloppt, muss ich dann doch mal eine Lanze für den ersten Film von Christopher Nolans Haus und Hof Kameramann Wally Pfister brechen. Wenn auch nur mit Einschränkungen.

Als Sci-Fi-Thriller, die Genreausrichtung, die einem Trailer, Inhaltsangaben und Beteiligte vorgaukeln wollen, funktioniert Transcendence nämlich nur bedingt. Während die Geschichte noch flott und durchaus stark beginnt, flacht der Spannungsbogen recht schnell ab, zieht sich zwischenzeitlich sogar etwas und hinterlässt eine erstaunlich vorhersehbare Ereigniskette ohne nennenswerte Höhepunkte. Zu rund gelutscht ist die Inszenierung und der Handlungsverlauf, ohne herausstechende Ecken und Kanten, auf Hollywood-Hochglanz poliert und deswegen auch nur solide - immerhin, aber eben leider nicht herausragende - Thriller-Kost.

Meiner Meinung nach ist Transcendence aber nicht ausschließlich ein simpler Thriller, sondern noch etwas ganz anderes: nämlich ein Liebesfilm. Betrachtet man den Film von diesem Standpunkt aus, ist er auf einmal gar nicht mehr so mittelmäßig, sondern überrascht mit einer Romanze, die über den üblichen Genre-Verlauf hinausgeht und einige spannende, fast schon philosophische Fragen andeutet. Beispielweise nach dem (in Zukunft womöglich digitalen) Leben nach dem (körperlichen) Tod, über welche Grenzen hinweg die Liebe zweier Menschen besteht und wie weit die Wissenschaft eigentlich gehen darf. Leider bleibt es dann auch bei diesen Andeutungen. Zu Ende gesponnen werden die vielversprechenden Denkanstöße nämlich nie bzw. nur selten, weshalb, trotz vieler spannender Ideen, ein recht züchtiges Handlungsgerüst zurückbleibt. Aus Liebesfilm-Perspektive sogar recht erfrischend, als Sci-Fi-Thriller eher überraschungsarm, insgesamt aber einfach zu oberflächlich und abstrus abgehandelt.

Da kann auch die einwandfreie filmische Umsetzung, die Kamera kann Pfister zweifelsfrei bedienen, und der überaus gute Cast nichts ändern, vor allem, da letzterer nur selten wirklich auftrumpfen kann und Zugpferd Johnny Depp, der hier endlich noch mal eine "bodenständige" Rolle ohne Schminke spielen darf, nach 30 Filmminuten nur noch als digitales, emotionsloses Abbild seiner Selbst auftritt.

Transcendence lässt sich wohl am ehesten als reichlich verschenktes Potential in gewohnt sauberer Blockbuster-Verpackung beschreiben. Für einen schweißtreibenden Thriller bei weitem nicht spannend genug, kann er als eigenwilliger Liebesfilm mit interessanten Motiven doch irgendwie überzeugen. Als Depp- und Genre-Fan drücke ich in Punkten dann noch 'ne ordentliche 6 ab. Außerdem ist das Blu-ray Steelbook verdammt edel. :D

6/10 Sonnenblumen
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Film war eigentlich ganz passabel, versinkt aber durch das schrottige Ende in der Bedeutungslosigkeit. Mit diversen Fehlern kann ich leben, auch damit, daß dem Zuschauer die Zeitabstände nicht plausibel vorgetragen werden. Aber das Ende geht gar nicht, das ist ein riesiger dampfender Haufen typischer Hollywood Scheiße.

Bei der Macht und den Möglichkeiten von Will, wäre es ein leichtes gewesen, die Olle zu entwaffnen. Selbst wenn es fehlgeschlagen wäre, hätte er seinen Freund durch die Nanites wiederbeleben können.
Außerdem ist es vollkommen unglaubwürdig, daß Will mit all seiner Rechenpower kein Mittel gegen einen Virus findet, echt lächerlich.

Für mich hätte es nur ein plausibles und logisches Ende bei dem Handlungsverlauf geben können, nämlich die komplette Übernahme allen menschlichen Lebens und die Schaffung eines Kollektivs. So sind bestimmt die Borg entstanden. :D

Ich bin eigentlich ein totaler Happy End Typ aber bei dem Film wäre ich mit einem düsteren Ende zufrieden gewesen.
 
Jup, das Ende war echt dezent dämlich. Überhaupt fehlte mir da eine echte Bedrohung.

Wie du schon sagst, das ist Will Almighty, der das Wissen der Welt vereint und über krasse, alles vernichtende bzw. alles erschaffende Nanoroboter verfügt und was macht er? Er macht ein paar Kleinstadtlangweiler zu seinen Handlangern.

Hätte mir gewünscht, dass der am Ende noch mal ordentlich auf die Kacke haut. Aber ne, seine Nano-Sklaven stehen doof in der Gegend rum und er selber wollte doch eigentlich nur die Welt retten, Wälder wachsen lassen, das Wasser reinigen, usw. Und für die Beseitigung des Virus' UND die Rettung seines Weibes reicht dann plötzlich die Energie nicht mehr aus, obwohl er vorher noch locker jeden Nobody zusammenflicken und mal eben die Welt mit Nanobots bestäuben konnte. :lol:
 
Das Ende war selten dämlich, der Film hat mich aber dennoch fast durchgehend unterhalten. Ich mag aber irgendwie auch immer fast alle Filme mit Depp. Eigentlich sogar alle.

Ich wurde ebenso gut unterhalten. Die Idee, sein Bewusstsein in eine Maschine zu transferieren und so über unvorstellbare Rechenkapazitäten zu verfügen, hat mich fasziniert. Mit einem besseren Ende wäre es ein guter bis sehr guter Film geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Story und Handlungsmuster der Charaktere waren total Banane und die Akteure bis auf Depp, von dem man visuell letztlich auch nicht viel mitkriegt, allesamt verschenkt. Reiner Style over Substance, Pfister wusste wohl selbst, dass das Drehbuch nicht viel hergibt und war dementsprechend gezielt auf eine optische Hochleistung aus. Die Aufnahmen sind eigentlich ausnahmslos beeindruckend.

Klingt negativ, aber ich mag den Film. Würde ihn dem Ottonormal und Nichttrayal weiterempfehlen, auch wenn man aus der Thematik sehr viel mehr hätte rausholen können, wenn unter dem Zeichen von Nolan und Inception nicht sogar müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Mieter

Ganz typischer Polanski mit seinem subtilen Spannungsaufbau und der seltsam-gruseligen Atmosphäre. Intelligent erzählt mit viel Interpretationsfreiraum. Vielleicht in der zweiten Hälfte etwas redundant oder ich übersehe da die Metaphern. Rosemary's Baby hat mich da stärker eingenommen. Für eine Wertung müsste ich mich etwas mehr mit dem Film auseinandersetzen. Vorläufig: 8.5/10
 
Wenn das Filmgeschmack ist habe ich lieber keinen :deal:
Ok, das stimmt. Dem Lego-Film hätte man auch 8/10 geben können. Denn er hat wirklich gute Momente. Aber im Allgemeinen kann man sagen, dass dieser Film einer der überbewerteten Filme der Gegenwart ist. Klar ist er gut und hat ein paar Lacher und tolle Anspielungen. Aber der ist niemals ein All Time Klassiker, der er mit diesen Bewertungen eigentlich sein sollte. In ein paar Jahren spricht niemand mehr darüber (die anderen grossen Filmen in diesen Wertungsgefilden sind noch heute ein Begriff und können auch 20 Jahre nach Erscheinen ohne Wenn und Aber angeschaut werden).
 
Der Mieter

Ganz typischer Polanski mit seinem subtilen Spannungsaufbau und der seltsam-gruseligen Atmosphäre. Intelligent erzählt mit viel Interpretationsfreiraum. Vielleicht in der zweiten Hälfte etwas redundant oder ich übersehe da die Metaphern. Rosemary's Baby hat mich da stärker eingenommen. Für eine Wertung müsste ich mich etwas mehr mit dem Film auseinandersetzen. Vorläufig: 8.5/10

Oh ich liebe den Film so sehr. Muss ich auch mal wieder schauen :)

Hab vor einiger Zeit zum ersten mal "Ekel" gesehen und fand den auch echt gut, aber hatte da glaub zu hohe Erwartungen weil ich doch irgendwie mehr erwartet habe.
 
Mal was Gutes zur Abwechslung nach dem ganzen Trash hier. :D

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Am Wochenende "Guardian of the Spirit" beendet und ausnahmslos begeistert. Der Anime hat genau meinen Nerv getroffen und mich in dieser Epoche versinken lassen. Traumhafte schöne Landschaften und geschmeidige Animationen verwöhnen das Auge, die Musik steht dem in nichts nach. Die ruhigen Passagen genauso wie die Action Szenen werden musikalisch perfekt untermalt. Einige Stücke haben sich direkt in meine Seele gebrannt und sorgen bei erneutem anhören für unmittelbare Gänsehaut. :fauli:
Die Story und Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, selbst in den ruhigen Episoden bleibt es interessant. Die Hauptcharaktere Balsa, Chagum und Tanda habe ich von Beginn an in mein Herz geschlossen, die spitzenmäßige deutsche Synchro hat auch ihren Verdienst daran. Wenn man es mit solch sympathischen Charakteren zu tun hat, fiebert man natürlich auf einem ganz anderen Level mit.
Die Action war zwar spärlich gesät dafür umso famoser inszeniert. Die Tage hab ich 4 Episoden eines Shounen Animes gesehen, da wurde zwar jede Folge gekämpft aber selbst wenn man alle Kämpfe zusammen nimmt, erreichen sie nicht einmal die Qualität eines Kampfes in Guardian of the Spirit. Qualität über Quantität. :D
Mir persönlich hat die Balance zwischen Action/Story/Charakter bezogenen Folgen gut gefallen, mehr Action hätte die Serie nicht besser gemacht.
Die finalen Folgen waren spannend und mitreißend, das Ende sehr gut aufgelöst. Dann noch eine ganze Episode als Epilog, was es viel zu selten gibt. Da wird man als Zuschauer behutsam auf den Abschied vorbereitet und bleibt befriedigt zurück.

Für dieses Meisterwerk kann es nur eine Wertung geben:

10/10
 
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