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Evil Dead

Schwaches Remake/Reboot, das so gut wie nie den richtigen Ton des Originals trifft und mit etlichen Logikschwächen und massiven Ideenklau verblüfft. Dazu gesellen sich farblose Darsteller, die man sofort wieder vergisst und ein überflüssiges Drehbuch, mit dem die Vorlage unnötig modernisiert wird. 2-3 nette Einstellung kann der Film dann doch noch bieten, aber die scheinen fast schon dem Zufall geschuldet zu sein, angesicht des zielsicheren Versagens des Regisserurs. Er hat 'nen Film gedreht, der sich komplett an dem orientiert, von dem man meint, dass der Zuschauer es heutzutage sehen möchte. Das Original hat dagegen Dinge gezeigt, die man sich bis dato nicht in seinen schlimmsten Alpträumen ausgemalt hatte. Insofern ein Film, den die Welt nicht gebraucht hat!

4/10
 
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Iron Man 3

Shane Black kann es einfach. Der Meister der Action-Komödien durfte bei Iron Man 3 das Drehbuch verfassen und Regie führen, was einen absoluten Glücksfall darstellt. Ja, er hält anscheinend nicht viel von der Comicvorlage und krempelt so einiges im Iron Man Universum um, was viele Comicfans sicherlich empören wird. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Mann sein Handwerk versteht und Tony Starks drittes Abenteuer so zu einem unheimlich gelungenen Genrevertreter macht. Sein Mitwirken spürt man dabei zu jeder Sekunde. Iron Man 3 ist irgendwie... anders: Persönlicher, nachdenklicher, zeitgleich aber auch überaus humorvoll, mit vielen pointierten Dialogen und der ein oder anderen Überraschung gespickt. Kein hirnloser Hau-drauf-Actioner, sondern vielmehr ein Buddy-Movie in Edel-Blockbuster-Optik. Wobei die Buddies nicht zwei verschiedene Personen, sondern Tony Stark und sein Alter Ego Iron Man sind. Man könnte sagen, dass wir Tony Stark hier bei einem Selbstfindungsprozess begleiten, in dem er sich mit den Konsequenzen des Superheldendaseins auseinandersetzen muss. Deswegen bietet Iron Man 3 auch sehr viel weniger Iron und mehr Man als seine Vorgänger. Es geht schlicht um die Person Tony Stark und weniger um die fliegende Blechbüchse. Wobei letztere spätestens im Finale dann auch wieder ihren verdienten Auftritt bekommt.

Eine Drehbuchentscheidung, die so einige Änderungen mit sich bringt. Sprich: Weniger überzeichnete Comicaction, mehr Gefühl und reichhaltigere Dialoge. Klingt im ersten Moment wie ein Rückschritt, ist meiner Meinung nach aber genau das Gegenteil. Genau das, nämlich die "Erdung" der übernatürlichen Ereignisse aus Iron Man 2 und The Avengers, hat die Filmreihe gebraucht. Anstatt einfach noch mehr aufzudrehen, nimmt man sich Zeit für Charaktere und Geschichte, entwickelt die Figuren weiter, spannt einen gekonnten Bogen zwischen den Ereignissen aus The Avengers und den Iron Mans und schafft eine neue Ausgangssituation für eventuelle Fortsetzungen. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht wieder ordentlich kracht, die geführten Gespräche und hinterfragenden Momente sind diesmal eben nur ausgeprägter.

Dazu packt Shane Black noch eine große Portion seines gewohnt genialen Humors, der weniger auf simplen Klamauk, sondern eher cleveren Wortwitz und eingestreute Situationskomik setzt und nimmt sich schlussendlich noch den Mandarin vor. Iron Mans Comic-Nemesis, den er jedoch komplett auseinandergenommen, vereinfacht, auf links gedreht, auf den Kopf gestellt und wieder neu zusammengesetzt hat. Vom Comicvorbild ist daher nichts mehr übrig, spannend ist die Neuinterpretation aber dennoch. Und sind wir mal ehrlich: Der Mandarin ist albern. Erzfeind, diabolisches Genie und Alientechnologiebesitzer hin oder her, ein ulkiger Asiate mit Zauberringen und Welteroberungsplänen zieht heute einfach nicht mehr. Welcher Call of Duty-suchtende, Killerspiele-spielende, 3D Blockbuster-liebende Durchschnittskinogänger würde den im Jahr 2013 noch ernst nehmen? Der Mandarin ist ein verstaubtes Relikt aus grauer Comicvorzeit und musste einfach an die heutigen Sehgewohnheiten angepasst werden. Was Black in meinen Augen auch hervorragend geschafft hat. Von daher: Hört auf zu weinen Fanboys, wischt euch die Krokodilstränen aus den Augen und seht ein, dass der Mandarin heutzutage nicht mehr funktioniert. Jedenfalls nicht in dem Superhelden-Universum, das die Marvel-Verfilmungen in den letzten Jahren aufgebaut haben.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir Iron Man 3 hervorragend gefallen hat. Shane Blacks Handschrift ist glücklicherweise deutlich erkennbar - vom Weihnachtsthema über die geschliffenen Dialoge bis hin zum grandiosen 80er Jahre Abspann - und macht den dritten Stahl Mann zu einem aufregenden, wie humorvollen Selbstfindungstrip eines angeschlagenen Superhelden. Das ist ein etwas anderer Ansatz, das mag daher auch nicht jedem gefallen, das ist aber genau die Phase, welche die Figur Tony Stark bzw. Iron Man unbedingt gebraucht hat, um nicht in die unglaubwürdigen Höhen der Weiter-schneller-höher-Entwicklung aufzusteigen. In der sich andere Filmreihen (bspw. Spider-Man oder auch Fast & Furious) nach einigen Teilen gerne verrennen. Daher würde ich sagen: Mission geschafft, Mr. Black. Toller Storyansatz, tolle Dialoge, tolle Schauspieler, tolle Action, toller Film. Ganz ehrlich, ich wüsste nicht, was ich hier kritisieren soll. Das Ding ist rund. Jedenfalls für einen großen Iron Man-Fan, der Comicvorlage und Verfilmung voneinander trennen und sich auf den Tony Stark-Schwerpunkt einlassen kann. Was soll ich da anderes geben als die Höchstpunktzahl? Nach der Enttäuschungswelle der letzten Seiten gibt's die 10/10 erst recht. Irgendeiner muss schließlich dagegen anschwimmen. :grins:

10/10 Glückskekse

... seit wann ist so ein Sport-BH eigentlich feuerfest? Total unglaubwürdig. :D
 
Gefühl und reichhaltige Dialoge? Wir scheinen nicht den selben Film gesehen zu haben, denn bis auf die gewohnt gute Downey Jr. One Man-Show bietet der Streifen nichts dergleichen, dazu ist er unfassbar langweilig und für mich somit definitiv der mit Abstand schlechteste Teil der Reihe. Wäre Elysium nicht, würde er sogar als meine Kinoenttäuschung des Jahres durchgehen, auch wenn das Finale zu Teilen entschädigt.
 
Ich sag ja immer jedem das seine aber 10/10? Ich glaub das haben bei mir in 25 Jahren Filmsucht nichtmal 10 Filme erreicht, aber ok.
 
Ich fand den zweiten und dritten Teil auch ziemlich scheiße. Ehrlich gesagt fand ich beide so belanglos, dass ich mich kaum an sie erinnere. Der Anfang war ganz okay beim dritten, glaube ich. Und am Ende kämpfe er gegen ganz viele Iron Men und dann ganz kurz gegen einen dicken Roboter, ne? Irgendwie so. Fand ich dumm und langweilig und ohne wirklichen Höhepunkt. Ohne mich richtig erinnern zu können, würde ich dem Film 4/10 oder so geben und die 4 Punkte kriegt auch allein Downey Jr.
 
dynosys schrieb:
Ich sag ja immer jedem das seine aber 10/10? Ich glaub das haben bei mir in 25 Jahren Filmsucht nichtmal 10 Filme erreicht, aber ok.

Ich habe auch viele 10ner Kandidaten, aber ich sehe das auch nicht so eng. Kein Film muss für eine 10 bei mir perfekt sein, es ist eher die Unterhaltungsschiene die mich dazu bringt einem Film die volle Punktzahl zu geben. Fühle ich mich perfekt unterhalten, tue ich mich nicht schwer so was zu vergeben. Und dann gibt es auch noch Filme, bei denen spielt die Nostalgie eine Rolle, das sind dann halt so eigene Emotionen im sentimentalen Bereich, die dann auch gern mal aus einer 8 eine 9 werden lassen, oder gar höher. ;)

Ich zweifle aber mal stark an, dass ich IM3 eine 10 geben werde, nicht mal der erste kommt bei mir über eine 8 hinweg.
 
Freezi schrieb:
dynosys schrieb:
Ich sag ja immer jedem das seine aber 10/10? Ich glaub das haben bei mir in 25 Jahren Filmsucht nichtmal 10 Filme erreicht, aber ok.

Ich habe auch viele 10ner Kandidaten, aber ich sehe das auch nicht so eng. Kein Film muss für eine 10 bei mir perfekt sein, es ist eher die Unterhaltungsschiene die mich dazu bringt einem Film die volle Punktzahl zu geben. Fühle ich mich perfekt unterhalten, tue ich mich nicht schwer so was zu vergeben. Und dann gibt es auch noch Filme, bei denen spielt die Nostalgie eine Rolle, das sind dann halt so eigene Emotionen im sentimentalen Bereich, die dann auch gern mal aus einer 8 eine 9 werden lassen, oder gar höher. ;)

So läuft das bei mir auch. 10/10 heißt nicht unbedingt "perfekt", wobei gerade Iron Man 3 meine Vorstellungen nahezu komplett und "perfekt" erfüllt hat, sondern einfach nur "arsch-unterhaltsam". :D Wenn ich keine Sekunde Langeweile verspüre, über die Witze lachen kann und bei der Action mitgerissen werde, dann ist es für mich eine 10/10. Auch wenn die Dialoge nicht die intelligentesten sind, die Story vorhersehbar ist oder die Schauspieler nur mäßig auftreten. Kommt halt immer drauf an, ob der Rest die Schwachpunkte auffangen kann.


@ Jehuty79:
Klar, Iron Man 3 ist weit weg von einem Drama, aber (Comic-)Emotionen und Konflikte stehen diesmal im Mittelpunkt. Und mit den "reichhaltigen Dialogen" meine ich jetzt nicht unbedingt intellektuell anspruchsvoll oder philosophisch, sondern pointiert, clever und für die Figur Tony Stark durchaus auch "bedeutungsschwanger". Anstatt simpler Aufreißersprüche, diskutiert er nun mit einem Jungen über den Sinn seines Superheldenlebens - um es mal überspitzt zu formulieren. Natürlich alles leicht verdaulich präsentiert (Als er dem Jungen einfach davonfährt. :lol: ) und nicht frei von Klischees, aber eben doch gehaltvoller als man es sonst von Iron Man kennt. Und gerade das hat mir sehr gut gefallen. Langweilig fand ich es, trotz reichlich Laberei, jedenfalls nicht.
 
Eigentlich waren doch bisher alle Enden schrecklich. Teil 3 übertrumpft aber prinzipiell alles und ist dann sogar an Lächerlichkeit kaum mehr zu toppen.
 
Teil 3 war eine einzige "höher-weiter-schneller"-CGI Geschichte, besonders das Ende...

Die Iron Mansche-Materialschlacht.

:FP:

Aber gut, Filme deren Hauptargument ihr CGI-Geschlachte ist stehen bei mir sowieso selten unter einem guten Stern.
 
Teil 3 war eine einzige "höher-weiter-schneller"-CGI Geschichte, besonders das Ende...

Die Iron Mansche-Materialschlacht.

:FP:

Aber gut, Filme deren Hauptargument ihr CGI-Geschlachte ist stehen bei mir sowieso selten unter einem guten Stern.
 
flexx schrieb:
Eigentlich waren doch bisher alle Enden schrecklich. Teil 3 übertrumpft aber prinzipiell alles und ist dann sogar an Lächerlichkeit kaum mehr zu toppen.

Findest du? Ich fand das gar nicht lächerlich, sondern nachvollziehbar und gelungen.

Und entscheidet euch mal: Der eine sagt "Langweilig, weil keine Action!" und der andere "Viel zu viel CGI-Action!". :D Fand die Gewichtung eigentlich sehr angenehm.

Wo bleibt meine Unterstützung? :D Kann mich noch dran erinnern, dass der Film hier beim Kinostart damals - zu Recht - sehr, sehr gut weggekommen ist.
 
Trayal schrieb:
Teil 3 war eine einzige "höher-weiter-schneller"-CGI Geschichte, besonders das Ende...

Die Iron Mansche-Materialschlacht.

:FP:

Aber gut, Filme deren Hauptargument ihr CGI-Geschlachte ist stehen bei mir sowieso selten unter einem guten Stern.


Dabei hast du das beim letzten Superman doch so gelobt - und der ist auch echt durchschnittlich :D.
 
Action ist nicht immer gleich Action, Mixer. Die kann nämlich durchaus auch zum Einschlafen sein, so wie im Falle von Iron Man 3. Ich bin während dem Film zwei mal eingenickt und sowas passiert mir eigentlich nie. :D
 
Der beste Iron Man Film ist und bleibt Avengers. Teil 3 versucht krampfhaft Humor und Drama zu balancieren und scheitert IMO in beiden Punkten. Dazu hat man in allen drei Filmen das Gefühl, dass die Hälfte der Drehbuchautoren damit beschäftigt ist, Stark aus seiner Rüstung zu schreiben.
 
@MKS
Ja, war einer der wenigen, reinen CGI Streifen der mich begeistert hat. Liegt an der extremen Wucht die Snyder hier inszeniert. Dessen Brachialität war beim Ansehen regelrecht spürbar, weshalb Snyders Action Szenen bei mir auch voll punkten konnten. Das war als hätte ich einen gut gemachten old school Action Film gesehen, nur halt in CGI und supermanhaft over the top. Das fehlt mir bei den meisten CGI Filmchen wie zB Iron Man oder dem neuem Star Trek, wo ich die CGI Action kein bisschen packend sondern eher langweilig fand.

Ich fand auch Sucker Punch als CGI Filmchen toll, aufgrund von Snyders Inszenierung und dem eigenen Look and Feel des Films.
 
drizzt schrieb:
Der beste Iron Man Film ist und bleibt Avengers. Teil 3 versucht krampfhaft Humor und Drama zu balancieren und scheitert IMO in beiden Punkten. Dazu hat man in allen drei Filmen das Gefühl, dass die Hälfte der Drehbuchautoren damit beschäftigt ist, Stark aus seiner Rüstung zu schreiben.

Wobei ich das gar nicht so schlimm finde. Im Gegenteil. Bei Iron Man fand ich immer sehr spannend, dass die Welt weiß, wer hinter der Superheldenmaske steckt. Zudem ist Tony Stark auch ein sehr charismatischer Charakter, den ich gerne erlebe. Daher freue ich mich über Starks Auftritte immer genau so sehr wie über seine actionreichen Rundflüge in voller Montur.

Peter Parker könnte mir beispielsweise egaler nicht sein. Spider-Man schaue ich nur wegen der Spinne und nicht dem lahmen Nerd hinter der Verkleidung.
 
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