Jaa, MiXeR hat gerade 'nen Tanzfilm geschaut. Obwohl er tänzerisch ungefähr so begabt ist wie Sawbones als Autor. Soll heißen, dass ich, bis auf vereinzelte Runden Dance Central vorm heimischen Fernseher, absolut nichts mit der Materie zu tun habe. Trotzdem kann ich den
Step Ups einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen, was vor allem ihren grandiosen Choreographien und hübschen Mädels zu verdanken ist.
Auch
Step Up 4 mischt wieder unter den besseren Tanzfilmen mit und kann, trotz nahezu nicht vorhandener Handlung, kurzweilig amüsieren. Kurz zur "Story": Lässiger Sunnyboy und Vortänzer bei The Mob, einer Tanztruppe, die (Wer erräts?) regelmäßig flashige Tanzmobs veranstaltet, trifft auf sexy und ebenfalls tanzbegabten Eliza Dushku-Kristen Stewart-Genesis Rodriguez-Verschnitt. Beide verlieben sich und ziehen in den Tanzkampf gegen einen schmierigen Unternehmer, der zu alledem noch der Vater unserer Protagonistin ist und den mittelschichtigen Heimatort unserer Tänzer in einen modernen Hotelkomplex umbauen will.
Als wäre diese total banale Geschichte nicht schon genug, schlägt sie auch noch regelmäßig mit der kitschigen Klischeekeule um sich. Bäh. Wer diesen Film also nach seiner Story beurteilt, wird ganz bestimmt nicht glücklich damit werden. Gott sei Dank ist
Step Up aber ein Tanzfilm, den man normalerweise auch nicht wegen seines Drehbuches schaut. Getanzt wird hier nämlich unglaublich genial und mitreißend. Wer auch nur ein bisschen Rhythmus im Blut hat (Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es bereits reicht ab und zu vor Kinect abzuzappeln.

), wird hier köstlich unterhalten werden. Vor allem, da diesmal nicht nur altbekannter Streetdance, sondern fast schon künstlerische Tanznummern vorgetragen werden, denen durch den Flashmob-Faktor noch zusätzlich Power verliehen wird.
Lustig (oder eher armselig für die 3D-Filmemacher) finde ich übrigens, dass da doch tatsächlich ein Tanzfilm (!) kommen muss, der zeigt wie imposant und vereinnehmend die dritte Dimension sein kann und mit nahezu jeder Blockbusterproduktionen der letzten Zeit (
Zorn der Titanen,
Spider-Man, etc.) den dreidimensionalen Boden aufwischt. Die Tiefenwirkung ist referenzwürdig, vereinzelte Popouts begeistern und, trotz rasanter Kamera- und Tanzarbeit, ist das Bild zu jeder Zeit gestochen scharf und angenehm "ruhig". So macht 3D Spaß!
Zusammenfassend kann ich sagen: Banale, lächerlich konstruierte Klischee-Story, die vorhersehbarer kaum sein könnte. Sobald jedoch getanzt wird, gehts auch bei
Step Up: Miami Heat wieder heiß her. Wunderschöne Menschen, die sich vor malerischer (3D-)Kulisse auf beeindruckende Weise durch die Luft werfen und ihre verschwitzten Prachtkörper aneinanderreiben. Ja, das hat durchaus was.

Für Tanzbegeisterte sicherlich ein Pflichtfilm, ebenso für 3D-Fetischisten. Bewegungslegastheniker ohne Rhythmusgefühl werden hingegen nur wenig Spaß an diesem dynamischen Tanzspektakel haben. Aber das dürfte ja jedem klar sein. Mir hats gefallen, wobei ein bisschen mehr Handlung schon schön gewesen wäre.