The Prisoner
5/10 weiße Ballons
Ein Mann (Jim Caviezel) wacht ohne Erinnerungen in einer Wüste auf, wo er einen sterbenden alten Mann vorfindet, der ihm befiehlt, den anderen in der Stadt zu sagen, dass er entkommen sei. Kurze Zeit später findet unser zunächst noch namenlose Protagonist genau diese Stadt. Ein Ort, der einer amerikansichen Kleinstadt der 50er Jahre gleicht und in dem alle Bewohner friedlich zusammenleben. Merkwürdig ist nur, dass niemand die Stadt jemals verlassen hat und auch keiner weiß, was oder ob sich überhaupt etwas hinter den schier endlos erscheinenden Dünen befindet. Lediglich unser Neuankömmling, dessen Erinnerungen an sein Leben in New York, bruchstückhaft zurückkehren, hinterfragt die anscheinend heile Welt und beschließt aus selbiger zu fliehen ...
The Prisoner ist das Remake der gleichnamigen britischen Serie auf dem Jahre 1967. Ich selber kenne das Original jedoch nicht, kann also auch nichts zu eventuellen Überschneidungen sagen und daher unvoreingenommen an die Neuverfilmung herangehen.
Diese erweist sich im ersten Moment als überraschend packender Mystery-Thriller. In den beiden ersten (von 6) Folgen, entwickelt sich der geheimnisvolle Plot, rund um die isolierte Stadt und deren Zombie-haften Bewohner, angenehm flott und begeistert vor allem durch seine zwielichtigen Gestalten und das unverbrauchte 50er Jahre Setting. Der Zuschauer ist zu diesem Zeitpunkt noch genau so unwissend und verwirrt wie der Protagonist, was für reichlich Spannung und einen gewissen Suchtfaktor führt. Man möchte einfach wissen, was es mit diesem Ort auf sich hat.
Leider verliert sich die verheißungsvolle Ausgangssituation mit jeder weiteren Folge in belanglose, wirre und teilweise einfach nur langweilige Nebenhandlungsstränge. Die spannende Frage nach dem "Wo und wieso bin ich hier?" rückt zunehmend in den Hintergrund und beschämend schlecht ausgearbeitete Zwischenmenschlichkeiten, unglaubwürdige Entwicklungen und aufgesetzte Gesellschaftskritik, zerstören das zuvor aufgebaute Interesse nahezu komplett. Zudem hätte man es im Finale besser bei einer bodenständigen, nachvollziehbaren Auflösung belassen sollen, anstatt in verschiedene Metaebenen mit psychologischen Verweisen abzudriften. So bleibt ein überaus gelungener Einstieg, der schlussendlich unter seinem pseudo-anspruchsvollen, meist aber einfach nur konfusen und langweiligen, Inhalt zusammenbricht. Die sprunghafte Erzählweise stört das unausgearbeitete Gesamtbild zusätzlich.
Lediglich das bewusst künstlich erscheinende 50er Jahre Kleinstadtsetting und die durchaus guten Schauspieler können mich hier milde stimmen. So sind es vor allem Pro- und Antagonist Jim Caviezel und Ian McKellen, die überzeugen. Eine Schande, dass Caviezel meistens nur in unbekannten B-Movies oder mäßigen Serien verheizt wird. Der Gute hat nämlich so einiges drauf und verdient auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit. Daher freue ich mich auch schon sehr auf den DVD Release von Person of Interest, wo er endlich eine anspruchsvollere Charakterrolle spendiert bekommen hat.
The Prisoner beginnt stark. Die Story erscheint im ersten Moment clever, spannend und mitreißend. Leider ist der positive Eindruck nur von kurzer Dauer und das vielversprechende Handlungsgerüst weicht einer zusammenhangslosen Aneinanderreihung von belanglosen Nebenplots, die schließlich in einem unbefriedigenden, nichtssagenden Finale gipfeln. Schade. Chance vertan. Hätte eine gelungene Sci-Fi-Mystery-Serie werden können. So gibts, und das auch nur dank der überzeugenden ersten beiden Episoden, gerade noch
The Prisoner ist das Remake der gleichnamigen britischen Serie auf dem Jahre 1967. Ich selber kenne das Original jedoch nicht, kann also auch nichts zu eventuellen Überschneidungen sagen und daher unvoreingenommen an die Neuverfilmung herangehen.
Diese erweist sich im ersten Moment als überraschend packender Mystery-Thriller. In den beiden ersten (von 6) Folgen, entwickelt sich der geheimnisvolle Plot, rund um die isolierte Stadt und deren Zombie-haften Bewohner, angenehm flott und begeistert vor allem durch seine zwielichtigen Gestalten und das unverbrauchte 50er Jahre Setting. Der Zuschauer ist zu diesem Zeitpunkt noch genau so unwissend und verwirrt wie der Protagonist, was für reichlich Spannung und einen gewissen Suchtfaktor führt. Man möchte einfach wissen, was es mit diesem Ort auf sich hat.
Leider verliert sich die verheißungsvolle Ausgangssituation mit jeder weiteren Folge in belanglose, wirre und teilweise einfach nur langweilige Nebenhandlungsstränge. Die spannende Frage nach dem "Wo und wieso bin ich hier?" rückt zunehmend in den Hintergrund und beschämend schlecht ausgearbeitete Zwischenmenschlichkeiten, unglaubwürdige Entwicklungen und aufgesetzte Gesellschaftskritik, zerstören das zuvor aufgebaute Interesse nahezu komplett. Zudem hätte man es im Finale besser bei einer bodenständigen, nachvollziehbaren Auflösung belassen sollen, anstatt in verschiedene Metaebenen mit psychologischen Verweisen abzudriften. So bleibt ein überaus gelungener Einstieg, der schlussendlich unter seinem pseudo-anspruchsvollen, meist aber einfach nur konfusen und langweiligen, Inhalt zusammenbricht. Die sprunghafte Erzählweise stört das unausgearbeitete Gesamtbild zusätzlich.
Lediglich das bewusst künstlich erscheinende 50er Jahre Kleinstadtsetting und die durchaus guten Schauspieler können mich hier milde stimmen. So sind es vor allem Pro- und Antagonist Jim Caviezel und Ian McKellen, die überzeugen. Eine Schande, dass Caviezel meistens nur in unbekannten B-Movies oder mäßigen Serien verheizt wird. Der Gute hat nämlich so einiges drauf und verdient auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit. Daher freue ich mich auch schon sehr auf den DVD Release von Person of Interest, wo er endlich eine anspruchsvollere Charakterrolle spendiert bekommen hat.
The Prisoner beginnt stark. Die Story erscheint im ersten Moment clever, spannend und mitreißend. Leider ist der positive Eindruck nur von kurzer Dauer und das vielversprechende Handlungsgerüst weicht einer zusammenhangslosen Aneinanderreihung von belanglosen Nebenplots, die schließlich in einem unbefriedigenden, nichtssagenden Finale gipfeln. Schade. Chance vertan. Hätte eine gelungene Sci-Fi-Mystery-Serie werden können. So gibts, und das auch nur dank der überzeugenden ersten beiden Episoden, gerade noch
5/10 weiße Ballons







und somit gerettet sind