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Der Weltraum – Unendliche Weiten

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

erste Bilder Mitte 2022 erwartet

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Meist halten die Dinger ja länger als gedacht.
MIR, Voyager, die Marssonden, ...
Und wer weiss, vielleicht kann irgendein Algorithmus noch ein bisschen Zusatzzeit raussparen, eher der Sprit alle ist.
 
Das sind zumindest die Missionen, bei denen es geklappt hat. Die, die schiefgehen, findet man meist nicht prominent in den Nachrichten :D

Was ich ganz interessant fand, war, daß Hubble mit 6 Gyros gestartet ist, weil man dachte, man braucht mindestens 3 für die Flugbahnsteuerung. Braucht man aber gar nicht, wie man im Betrieb festgestellt hat (deswegen kann man auch immer noch damit arbeiten). Aktuell laufen afaik noch 2 und sie arbeiten an einen Konzept, um auch noch mit einem fliegen zu können. Sowas verlängert die Missionszeit natürlich auch noch. War, glaube ich, im Meteosat-Cast.
 
Der mitgeführte Treibstoff soll für ca. zehn Jahre reichen. Dies ist der einzige die Missionsdauer hart begrenzende Aspekt des Designs. Es gibt jedoch eine Vorrichtung zur Betankung, die eine nachträgliche Ergänzung der Treibstoffvorräte durch eine Robotermission ermöglichen würde.

https://de.wikipedia.org/wiki/James-Webb-Weltraumteleskop



Wenn die ersten Aliens oder eine zweite Erde entdeckt wurde tanken sie das Ding bestimmt nach
 
ich vermute mal, man hat auf "konservativen" Triebstoff gesetzt, weil ein Nuklearantrieb in der benötigten Größe zu gefährlich gewesen wäre, wenn beim Start was schief geht?
 
Afaik weil das Ding im Infrarot-Bereich Messungen durchführen soll, eine Nuklear-Batterie ist immer auch eine Wärmequelle, was kontraproduktiv wäre. Es gibt ja einen eigenen Sonnenschutzschild und Radiatoren, um die Wärme abzuführen.

Ich weiß gar nicht, ob daß in dem letzten Cast angesprochen wurde, oder in einem der vorherigen. Gab ja inzwischen schon mehrere davon :D

https://raumzeit-podcast.de/2021/09/26/rz093-das-james-webb-weltraumteleskop/

Btw. er macht echt gute Podcasts, läßt ein paar Euros da, wenn es euch gefällt. CRE lohnt sich auch :dhoch:
 
Ich denke auch, ne Isotopenbatterie würde das Problem der Wärmeabfuhr vergrößern

Die Instrumente müssen sehr nahe am absoluten Nullpunkt betrieben werden, so ne Isotopenbatterie erzeugt einige 100 Watt Wärmeenergie.
Womit wir bei Punkt 2 wären: eine Isotopenbatterie würde das problem mit dem Treibstoff nicht lösen. Man braucht Treibstoff für den Antrieb der Triebwerke, keinen Strom. Den erzeugt das Teil mit Solarkollektoren auf der Sonnenseite des Schilds.
Das Teleskop wird auf dem Lagrange Punkt 2 zwischen Erde und Sonne positioniert. Das ist kein stabiler Orbit (und ca 1 Million km entfernt von uns) und es muss aktiv mit Treibstoff nachjustiert werden, außerdem muss immer so rotiert werden, dass das Teleskop immer im Schatten des Schilds liegte, denn die Strahlung der Sonne da draußen erzeugt zu viel Wärme und hat brutal viel Gammastrahlung.

Oder ums noch mal genauer zu sagen : Kein Raumgefährt hat einen Nuklearantrieb. Es gibt nur Isotopenbatterien, die Wärme aus dem Zerfall von Plutonium erzeugen, die man in Strom verwandeln kann. Das macht man aber nur bei Geräten, die sehr weit von der Sonne weg sollen und nicht verlässlich mit Solarenergie versorgt werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:
L2 liegt aber nicht zwischen Erde und Sonne. Das währe L1, L2 liegt genau entgegen gesetzt und daher im "Erdschatten", da das Teleskop 1,5mio km von der Erde entfernt ist, kommt aber natürlich trotzdem licht an. Es ist aber deutlich einfacher zu kühlen ohne direkte Sonnenstrahlung.
 
Jetzt werden die Spiegel über ca. drei Monate justiert, dann kanns losgehen mit ersten Probeaufnahmen.

Hab gestern gelesen, dass die Motoren, die die Spiegel steuern ungefähr so schnell steuern wie Gras wächst. Bruchteile eines Millimeters pro Tag. Dafür kann jeder Spiegel auf Nanometer genau angefahren werden.
 

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