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Der Weltraum – Unendliche Weiten

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das Branson Ding scheint ja echt 100% Banane zu sein, die beiden anderen kann man wenigsten noch anderweitig besser nutzen. Aber hauptsache Weltraumtourismus anbieten, damit die Reichsten erkennen, wie schützenswert dieser Planet ist, während sie ihn zerstören wie kein anderer.
 
Und wir Alle ein Teil davon, da muß man gar nicht erst auf Bezos zu schauen. Wir tragen alle zu dieser "Dystopie" bei, denn während wir uns hier auf unseren tausend-Euro-Geräten in einem Gamingforum über Milliardäre beschweren, verhungern woanders Kinder.
Jep, das ist leider so.
Sich selbst komplett aus dem Kreislauf der Ausbeutung rauszunehmen, würde bedeuten, auf quasi alle Errungenschaften der modernen Gesellschaft zu verzichten - das will fast niemand. Aber mein höchster Respekt gilt allen, die sich da möglichst konsequent rausziehen. Ich könnte es nicht.



Aber wenn die Multimillardäre auf dem Niveau eines Bezos, Branson oder Musk nicht derart absurdes Vermögen horten würden wie Smaug seinen Goldberg, dann wäre mehr Geld im Wirtschaftskreislauf, das auch wieder ausgegeben werden könnte. Und das könnte ein Baustein dazu sein, Wirtschaftsketten so aufzubauen, dass niemand dafür ausgebeutet wird.
Es ist ja kein Automatismus, dass Globalisierung zu Ausbeutung führen muss - dafür sorgt dann eben die Gewinnmaximierung und Vermögenszentralisierung bei Superreichen. Denn da wird die Entscheidung getroffen, dass man lieber die eigenen Angestellten sehr knapp bezahlt und die Fahrer implizit dazu zwingt, in Flaschen zu pissen oder dass man anstelle der fair bezahlenden Zulieferer lieber die uigurischen Sweatshops in die Lieferkette integriert.
Bezos könnte mit seinem Vermögen ohne Probleme eine komplett nachhaltige und faire Zulieferstruktur in Entwicklungsländern für Rohstoffe seiner Wahl errichten - er (stellvertretend für alle weiteren Personen in dieser Gewichtsklasse) entscheidet sich aber dagegen, hier etwas zu tun.
Und fliegt lieber sinnlos in den Weltraum wie ein Bond-Villain.

Oder andersum gesagt: Auch wenn du komplett recht hast, sehe ich das nicht geeignet, um Multimillardäre zu verteidigen. So absurde Mengen an Geld muss kein Mensch besitzen.
 
Oder andersum gesagt: Auch wenn du komplett recht hast, sehe ich das nicht geeignet, um Multimillardäre zu verteidigen.

Oh, das sollte keineswegs eine Verteidung der Milliardäre sein, mir stieß nur dein Post spontan unangenehm auf. "Wie in einer Dystopie" und "die Welt ist so Kacke" tippt ein wohlstandsverwöhnter Mitteleuropäer in seinen Tausend-Euro-Laptop, in seinem Eigenheim, mit Auto und allen Annehmlichkeiten, während woanders Menschen an dreckigem Wasser verrecken. Puuh ... schwierig.

Nicht falsch verstehen, ich nehme mich da explizit nicht aus! Aber ich klage auch nicht über die Ungerechtigkeit der Welt, bei der ich eindeutig zur Profiteursseite gehöre. Das ist nicht anständig.
 
Verstehe ich, sehe ich aber anders :D

IMO kann man sich auch der Schlechtigkeit der Welt bewusst sein, deren Vorteile man sich bedient.
Denn das Bewusstmachen führt dann dazu, sich ein wenig zurückzunehmen und bei Ausgaben und Konsum intensiver nachzudenken, ob irgendwas "nötig" ist oder nicht.
Wenn sich das ein Bezos bewusst machen würde (das nehme ich mal an), würde er vllt mit dem Geld, das für seinen Egotrip verwendet hat, vllt eher in - keine Ahnung - nachhaltige und gut bezahlte Kobaltproduktion im Kongo stecken und hätte damit mit "Fingerschnippen" ein Problem der Welt gelöst.

Und ja - ich hab drei neue Konsolen daheim, die ich auf nem neuen TV bespielt, von deren Gegenwert sich eine Familie in Zentralafrika wahrscheinlich ein Jahr ernähren könnte und hab noch tausend weitere Annahmlichkeiten, von denen zu viele Menschen fast genauso weit weg sind wie ich von Bezos - da darf ich eigentlich gar nicht zu lange drüber nachdenken.

Aber auch hier: Diese Zustände wären unter Umständen weniger ein Problem, wenn das Vermögen, das bei ein paar Hanseln konzentriert ist und sich selbst weiter und weiter ohne Sinn und Verstand vermehrt, dafür sorgen könnte, dass die Ungerechtigkeit auf der Welt kleiner wird.
Denn ein Bezos und Co. kann komplett alleine WIRKLICH was bewegen. Ich - eher weniger. Und trotzdem versuche ich, meinen Teil beizutragen. Was nicht heißen muss, sich komplett ins Eremitentum zu begeben, das wäre nur das ENdstadium :D

Naja, aber auch egal. Hier gehts um Weltraum, nicht um Kapitalismuskritik. Aber leider sind ja wie in einer Dystopie beide Bereiche jetzt miteinander verbunden :D
 
In Teilbereichen mag das stimmen, siehe die Impfungen und Gesundheitsbestreben von Bill Gates. Aber viele Probleme der Welt lassen sich damit auch nicht lösen - oder kreieren sogar neue, siehe die Idioten die an Chips in den Gates Impfungen glauben. Viel Gutes getan und dafür wird man noch bedroht und verabscheut. Da kann man schon mit einem Fuck you an die Welt davonschweben :D.
 
Ich finde es gut, das es wenigstens noch ein paar Visionäre gibt. Das was Musk mit SpaceX auf die Beine gestellt hat, ist einfach sehr geil. Und wer weiß für was es gut ist, was Branson und Bezos hier machen.
 
Der Typ ist ein Arschloch und ein Ausbeuter, hat weder Anstand noch Moral aber ist immer interessant zu sehen wie vor allem wohlhabende Menschen ihn sogar noch verteidigen. :roll:

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Ein Ausbeuter, der seinen niedrig qualifizierten Angestellten in den Logistikzentren sowohl deutlich mehr zahlt als den Mindestlohn, als auch mehr als den Branchenstandard und über 1 Million Menschen beschäftigt.

Kannst ja mal schauen, was den Niedriglöhnern in und um den Bundestag gezahlt wird.
 
Das ist das Problem, du misst alles in Leistung ohne die menschliche Komponente zu berücksichtigen. Ist für mich aber kein Maßstab um einen Menschen zu bewerten. Er hat wahrscheinlich genauso viele Jobs vernichtet wie geschaffen und nachdem ihn die Gesellschaft stinkreich gemacht hat, ist er geradezu verpflichtet mehr zurückzugeben.
 
Das ist das Problem, du misst alles in Leistung ohne die menschliche Komponente zu berücksichtigen. Ist für mich aber kein Maßstab um einen Menschen zu bewerten. Er hat wahrscheinlich genauso viele Jobs vernichtet wie geschaffen und nachdem ihn die Gesellschaft stinkreich gemacht hat, ist er geradezu verpflichtet mehr zurückzugeben.

Deshalb gibt es ja den Prime Day. :ugly:
 

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