Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Stars "Vorher - Nachher" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finds ja immer erschreckend, wenn solche Kommentare von Eltern kommen.
Kein wunder trauen sich die Kinder erst als Erwachsener diesen Schritt zu gehen.
Absolut.

Hatte mal mit einer KOllegin das Gespräch, wie sie reagieren würde, wenn ihr Kind homosexuell oder transsexuell wäre.

Tenor war: Sie wäre geschockt, aber mit Homosexualität könnte sie noch umgehen, wenn ihre Tochter aber sagen würde, dass sie transsexuell ist, würde für sie ne Welt zusammenbrechen.

Sie konnte wirklich absolut nicht nachvollziehen, dass das für mich absolut _nichts_ ändern würde. ich würde mein Kind exakt noch gleich lieben, unterstützen, fördern wie bei einem Hetero-/cis-Lebenslauf.
Es ging nicht in ihren Schädel rein, dass man da nichts "hinterhertrauern" würde oder sonstwas. SIe könnte sich nicht vorstellen, von einem bestimmten Tag an nicht mehr von ihrer Tochter, sondern ihrem Sohn zu sprechen.


Da dachte ich mir auch, dass genau das das Problem ist. Wenn man schon nicht mal von seinen Eltern in so einer Situation unbedingte Unterstützung erfährt - wie soll man denn dann überhaupt offen mit seine Sexualität umgehen lernen, wenn diese nicht der kolportierten Norm entspricht?
 
Genauso ist es. Welt zusammenbrechen halte ich auch für übertrieben. Natürlich wird man sein Kind immer lieben und unterstützen. Ich würde aber auch lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich damit nicht auch erstmal klar kommen müsste. Die Situation zu verstehen. Das ist ja auch irgendwie "normal". Fällt für mich halt in einen ähnlichen Topf wie: was für komische Klamotten zieht das Kind an, welche komische Musik hört die usw. Eben die typischen Dinge mit denen wir selbst, unsere Eltern davor und irgendwann auch unsere Kinder aufgewachsen sind. Einfach durch den Generationsunterschied ist da für manche Sachen durchs Ältersein eine andere Sichtweise wie für die jungen Kinder. Und das wiederum halte ich für normal. Was aber am Ende immer bleibt ist dass man seine Kinder liebt und ihnen nur das Beste wünscht. Das checkt mann aber auch meistens erst so richtig wenn man später Erwachsen ist und am Besten selbst Kinder hat. Bis dahin haben die Alten einfach nur genervt :arsch:
 
Wobei Welt zusammenbrechen und trotzdem unterstützen auch 2 Paar Schuhe sein können.

Ich denke als Eltern weiß man eben auch dass gerade umso Seltener etwas ist (Transsexualität im Bezug auf Homosexualität) es umso mehr Gegendwind geben wird und man sich natürlich auch Sorgen macht was dem eigenen Kind da bevorsteht....
Klar, der Punkt würde mir auch Bauchschmerzen machen. Man sieht ja, wie wenig Transsexualität momentan noch akzeptiert wird.

Aber nein, sie meinte es eindeutig in die Richtung, dass sie nicht damit umgehen könnte, ihre Tochter mal als Sohn anzusehen. Da ging es nur nebenbei um die damit einhergehenden Probleme, die das Kind in der Gesellschaft bekommen wird und eigentlich nur darum, dass ihr Lebenslauf das nicht vorsieht und Transsexualität nicht "normal genug" ist.
 
Eltern versuchen Kinder eben nach ihren Vorstellungen zu formen... das ist bis in ein gewissen Alter auch ganz gut, aber irgendwann muss man eben auch anerkennen dass das kleine Kind auch eigene Gedanken, Vorstellungen und Lebenspläne entwickelt. Das können viele Eltern nicht.

Simples Beispiel von meiner Mutter: Bis ich 30 wurde hat sie mich mehrfach enterbt und ich wäre nicht mehr ihr Sohn usw usw.
Warum?
Weil ich mir das eine oder andere Tattoo habe stechen lassen... so etwas gibt es ihn ihrer Welt nicht, würde sie nie bei sich selbst machen lassen... also geht das für ihren Sohn auch nicht. Sie hat mich gesund geboren und ich verschandle meinen (Ihren?) Körper. Das Thema hat sich über Jahre gezogen und es waren echt größere Konflikte mit Tränen, Wut & Co.
Irgendwann, nachdem ich ihr eindringlich klar gemacht habe dass ich mir von ihr Akzeptanz wünsche, ich mein Leben selbst leben kann und auch Entscheidungen für mich treffen kann hat es bei ihr Klick gemacht... das Thema Tattoo war damit durch.
Was aber nicht bedeutet dass nicht jede Lebensentscheidung von mir nach wie vor groß und mächtig mit ihrem Wertesystem abgeglichen und kommentiert werden muss... :D Das Ganze führt bis heute zu einer gewissen Distanz...
 
Natürlich. Aus meiner Erfahrung müssen sich eben nicht nur die Kinder von den Eltern abnabeln, sondern auch umgekehrt. Wie gesagt, es ist interessant jetzt die Erfahrung von beiden Seiten zu haben. Das verbessert im Nachgang das Verhältnis zu den Eltern schon deutlich, da man vieles besser versteht. Das ist halt alles nicht so einfach wie man denkt. Dachte auch ich werde ein total cooler Vater. Aber wie waren wir froh, wie unsere Tochter zum ersten Mal vom draußen alleine spielen wieder gut heim gekommen ist, oder zum ersten Mal alleine in die Schule und zurück gehen. Eigentlich total lächerlich, aber da man im Leben einfach nichts so sehr liebt wie seine Kinder schwingen immer Sorgen mit. Diese zeigt man dem Kind zwar nicht, da es sich ja eben zu einem selbständigen Menschen der seine eigenen Erfahrungen machen muss entwickeln soll. Aber es ist eben dann auch nicht so einfach wie man zuvor gedacht hat, nach dem Motto "habe ich als Kind doch auch alles gemacht". Und natürlich kommt da auch immer der innere Drang sein Kind am Liebsten vor allem Schlechten schützen zu wollen. Wobei man sich eben auch ständig zurück nehmen muss. Sie müssen es ja eben auch ein stückweit selbst lernen.
 
nope :D

200w.gif
 
Natürlich. Aus meiner Erfahrung müssen sich eben nicht nur die Kinder von den Eltern abnabeln, sondern auch umgekehrt. Wie gesagt, es ist interessant jetzt die Erfahrung von beiden Seiten zu haben. Das verbessert im Nachgang das Verhältnis zu den Eltern schon deutlich, da man vieles besser versteht. Das ist halt alles nicht so einfach wie man denkt. Dachte auch ich werde ein total cooler Vater. Aber wie waren wir froh, wie unsere Tochter zum ersten Mal vom draußen alleine spielen wieder gut heim gekommen ist, oder zum ersten Mal alleine in die Schule und zurück gehen. Eigentlich total lächerlich, aber da man im Leben einfach nichts so sehr liebt wie seine Kinder schwingen immer Sorgen mit. Diese zeigt man dem Kind zwar nicht, da es sich ja eben zu einem selbständigen Menschen der seine eigenen Erfahrungen machen muss entwickeln soll. Aber es ist eben dann auch nicht so einfach wie man zuvor gedacht hat, nach dem Motto "habe ich als Kind doch auch alles gemacht". Und natürlich kommt da auch immer der innere Drang sein Kind am Liebsten vor allem Schlechten schützen zu wollen. Wobei man sich eben auch ständig zurück nehmen muss. Sie müssen es ja eben auch ein stückweit selbst lernen.
Absolut.
Das schwierigste am Elternsein ist imo die richtige Balance zwischen Beschützen und Freiraum, zwischen Führung und "machen lassen" zu finden.
Und da geht es ja nicht nur darum, einmal die Balance zu finden und dann ist gut. Die Balance muss ständig justiert und hinterfragt werden, weil Kinder eben älter werden. Je kleiner, desto mehr brauchen sie ein gewisses Maß an Schutz und Führung, aber je älter sie werden und andere Sozialisationsfaktoren wie Freunde und Freundinnen, Kindergarten, irgendwann Partner*innen dazukommen, desto mehr ändert sich das.

Aber auch kleine Kinder darf und will man nicht übermäßig behüten, sondern will ihnen ja mitgeben, dass sie auch als eigener Mensch Dinge können und daraus Bestätigung finden.

Und verglichen mit Entscheidungen und dem UNterstützungsbedarf, die z.B. aus einer Transsexualität eines Kinders entstehen, ist das ja alles Pipifax.

ich will auch keinesfalls den EIndruck machen, dass so eine Situation für mich einfach wäre. Aber im Gegensatz zu meiner Kollegin, die ich hier angeführt hab, würden meine Probleme nicht aus der Akzeptanz der Tatsache entstehen, sondern daraus, dass der Lebensweg, den mein Kind dann hätte, plötzlich so sehr viel schwieriger wird.
Aber davon darf ja das Kind nichts mitbekommen, weil als Eltern ist man da als unbedingter Halt und Fels gefragt, der immer da ist, wenn das Kind es braucht.
 
Wenn ein Kind transsexuell ist, gibt es nichts zu überlegen.
Man sollte sich klar absichern und mit Ärzten reden aber wenn das save ist,
kann es nur einen Weg geben und zwar so früh wie möglich das Kind zu unterstützen, ihm zu helfen seinen Weg zu gehen
und glücklich zu werden.
Je früher man das heutzutage angeht, desto mehr ist medizinisch möglich.
Auf keinen Fall sollte man sowas verdrängen und als Phase abtun.
Damit richtet man großen Schaden an.
 
Zurück
Oben