Also Angst muss man, denke ich, auch keine haben. Kenne natürlich nicht die ganze Bandbreite an Kathetereingriff , aber ich glaube lebendsbedrohliche Komplikationen sind eigentlich fast auszuschließen. Mir wurde dann kurz vor dem Eingriff zwar nochmal gesagt, dass ich hier ein 5%iges Risiko mittrage das KH mit einem Schrittmacher zu verlassen, aber selbst das wäre im Falle meiner penetranten Tachykardien noch zu bevorzugen. Allerdings ist 5% nun keine Zahl, die einen Optimisten wie mich aus der Ruhe bringt.

Allerdings hatte mich zu ersteinmal der Saal schockiert. Die Prodezdur wurde mir davor (mehrmals) in ungefähr zwei Sätzen erklärt und ich hatte daher einfach nicht damit gerechnet in der Nasa Mission Control zu landen.

Die Prozedur lief in meiner Vorstellung etwas simpler ab und der OP Saal wirkte dann im ersten Moment äußerst bedrohlich. Dass ich dann als nächstes erstmal 'ne gefühlte Ewigkeit komplett nackt (mit Bleischutz an den Hoden) auf dem Tisch liege während die Röntgenröhren um meinen Brustkorb kreisen und ich in der Reflektion des Deckenglases sehe, wie ausgeliefert ich hier bin, hat meinem Gemüt auch arg zugesetzt.
Am schlimmsten empfand ich aber die Behandlung selber. Schmerzen gibt es keine, aber man spürt die Katheder an den Herzinnenwänden und es wurden zur Diagnose und Messung praktisch im Sekundentakt Tachykardien ausgelöst und wieder angehalten. Irgendwann viel mir das atmen schwer und ich hatte das Gefühl, das Herz springt mir aus der Brust.
Lustig ist auch das innere EKG, das gelegentlich flatlined. Das hat mich auch gelegentlich stutzig gemacht.
