Wir sprechen hier von technischen Gegebenheiten von Fahrzeugen und nicht von meiner persönlichen Eignung ein Fahrzeug zu führen, Punkt.
Trotzdem mal ein kleiner Auszug aus meiner Vita, mit der Bitte vielleicht nicht immer zu verallgemeinern und sämtliche Empfehlungen auf Jedermann zu münzen.
Ich habe vermutlich mehr Fahrpraxis als die meisten Schreiberlinge hier, trotz meiner zarten 35 Jahre. Bin jahrelang Langstrecke gefahren und hab beruflich schon immer Fahrzeuge fahren müssen. Dazu bin ich ebenfalls an Kraftfahrzeugen regelmäßig beschult und kann mich ordentlich im Grenzbereich bewegen etc. Natürlich im Rahmen der Verhältnismäßigkeit. Bin also kein Rennfahrer oder so. Aber eine innerstädtische Nacheile in engen Straßen ist zum Beispiel kein Problem.
Da ADAC kann gerne eine Empfehlung aussprechen. Diese muss aber auch Oma Hildegard inkludieren oder alle anderen Fahrzeugführer, welche vermutlich schon mit normalen Situationen oft gänzlich überfordert sind. Jeder der oft Autobahn fährt weiß vermutlich was ich meine. Eine Fahrerlaubnis zu besitzen bedeutet ungleich Fahren zu können. Trotzdem gibt es genug Menschen die darüber hinaus mehr leisten können. Genauso Schwachsinnig war die Diskussion damals, dass man ab Tempo 200 km/h kein Fahrzeug sicher führen kann. Hat mich damals maßlos geärgert solche falschen Aussagen als Stand der Dinge hinzustellen. Es ist schlichtweg unkorrekt. Punkt.
Um auf's Thema zurückkommen: Es obliegt im Endeffekt jeden selbst, wie lange er fährt und vorallem wie sicher er fährt. Länger als zwei Stunden fahren ist deswegen auch nicht gleich verantwortungslos. Pausen sind empfehlenswert und schön aber sicherlich nicht zwingend notwendig, je nach persönlicher Konstitution. Ein verzichten ist nicht gleich ein Verkehrsrisiko. Ausschlafen, regelmäßig was trinken - das reicht oftmals schon um eine lange Fahrt zu bewältigen.
Und das sage ich als jemand, der bereits dutzende Trunkenheitsfahrten mit absoluter Fahrunsicherheit sowie Verkehrsunfälle mit Personenschaden aufgenommen hat. Mir ist durchaus bewusst was zu Unfällen führt.
Sicheres, vorrausschauendes Fahrverhalten, Fahrpraxis und eine gesunde Selbstwahrnehmung sind mehr wert als jede empfohlene Pause. Ergänzend dazu Abstand! Abstand ist der größte Faktor, den selbst erfahrene Fahrer oft vernachlässigen und Bremswege vollkommen falsch einschätzen.
Fahrzeuge die Langstrecken am Stück bewältigen können, machen daher durchaus Sinn. Zumindest für mich und viele andere Fahrer, die sich selber gut einschätzen können.
Sorry für den langen Exkurs. Aber ich kann es schwer erdulden aufgrund von einem oder zwei Beiträgen als ahnungsloser oder gar verantwortungsloser Dilettant hingestellt zu werden.
mein Vater ist Berufskraftfahrer gewesen (erst Truck dann Bus). Und wir sind in der Kindheit zum Urlaub auch 1000km von Dortmund nach Oberschlesien gefahren. Er kann bei so viel Arroganz nur den Kopf schütteln. Du hast nichts besonderes an dir, dass dich die Grenzen eines Menschen und seiner Konzentration sprengen lässt.
Und ja, klar kann das jeder selbst entscheiden, so lange es nicht Gesetz ist... Mein Punkt war ja nur, dass jeder Anspruch an Technik, der nicht empfohlenem Verhalten entspring, lächerlich ist.
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