Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der erdrückende Klimawandel

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

IMG_1770.jpeg
 
Ich höre immer wieder das Argument, dass die gemessene Erderwärmung in Grad davon abhängt, welches Jahr man als Referenzwert nimmt (logisch). Die Wissenschaft nimmt quasi das letzte Jahr vor der industriellen Revolution als Referenzzeitpunkt, oder?

Nun sagen einige, würde man die Blütezeit des Römischen Reichs als Referenzzeitpunkt nehmen, ergäbe sich zu heute sogar eine Erdabkühlung von einigen Grad. Zudem soll es in den Jahrhunderten 0-400 n. Chr. um die 10 Grad (?) wärmer gewesen sein als heute (römisches Klimaoptimum).

Mir ist klar, dass die Wissenschaft ziemlich einhellig vor den Gefahren des Klimawandels warnt und das stelle ich auch nicht infrage. Ich würde aber gerne verstehen, warum der Blick in die etwas weitere Vergangenheit (man könnte auch die Mini-Eiszeit im Mittelalter erwähnen) offensichtlich nicht genutzt wird und warum das Römische Reich in einer zehn Grad wärmeren Welt florieren konnte.
 
Die Wissenschaft nimmt quasi das letzte Jahr vor der industriellen Revolution als Referenzzeitpunkt, oder?
Nein:
"Klimaforscher berechnen die Temperaturabweichungen immer anhand von sehr langen Zeiträumen. Denn das Mittel eines Jahres sagt wenig aus. Der Referenzwert des vorindustriellen Zeitraumes bezieht sich deshalb auf die Spanne von 1850 bis 1900."
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/klimaziel-erderwaermung-vergleichswert-100.html

Nun sagen einige, würde man die Blütezeit des Römischen Reichs als Referenzzeitpunkt nehmen, ergäbe sich zu heute sogar eine Erdabkühlung von einigen Grad. Zudem soll es in den Jahrhunderten 0-400 n. Chr. um die 10 Grad (?) wärmer gewesen sein als heute (römisches Klimaoptimum).
Wo hast du das denn her? Die Zahlen sind kompletter Quatsch:
"Jüngere, Ende der 2010er Jahre veröffentlichte Rekonstruktionen, die die letzten 2000 Jahre umfassen, beziehen eine größere Zahl Klimaproxys ein und erlangen eine bessere globale Abdeckung. Eine globale römische Warmzeit ist in ihnen nicht erkennbar. Eine Rekonstruktion der Temperaturen der letzten 2000 Jahre nördlich 30°N zeigt deutlich eine wärmere Periode von 0–300 n. Chr., die etwa 0,1 °C höher als das Mittel der Jahre 1961–1990 war, aber wahrscheinlich niedriger als 1990–2010.
https://de.wikipedia.org/wiki/Optimum_der_Römerzeit
 
Stimmt du hast recht. In dem Artikel steht das frühere Thesen über ein deutlich wärmeres Klima vor 2000 Jahren mittlerweile widerlegt wurden. Das war mir bisher nicht klar.
 
Zurück
Oben