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Der erdrückende Klimawandel (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der Tipping-Point ... dass ist halt die große Unbekannte in allen Modellen.
Wir wissen halt leider auch einfach zu wenig, insbesondere über mögliche Kaskadeneffekte die durch die Klimaerwärmung ausgelöst werden könnten.
Gerade wenn man sich das in den Mooren, Permafrost und Seen/Meeren/Ozeanen "eingefrore/gebundene" Methan anschaut. Bzw. wie sich die Erde selbst... (Golfstrom) reguliert -> Eiszeit?


Edit: Also ich wäre weiterhin alles andere als beruhigt.
Mir geht es hier auch gar nicht um die Doomsday-Szenarien, weil mir einfach auch schon die Herausforderungen die uns mit dem "best-case"-Szenario erwarten beunruhigen (und dies m.M.n. jeden beunruhigen sollte).

Edit2: Ich will hier eigentlich auch gar nicht so sehr um die wahrscheinlichkeit/unwahrscheinlichkeit der Doomsday-Szenarien philosophieren. Sondern eher darüber was man als Gesellschaft aktiv/produktiv tun kann um den Klimawandel zu bremsen/zu entschleunigen.
 
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Die ersten Schritte sind eigentlich ganz einfach:

- Kein Fleisch mehr bzw. erhebliche Einschränkungen (das mit Abstand größte CO2- und Trinkwasserproblem)
- Automatische Abschaffung der Massentierhaltung
- Verzicht auf Plastik (notfalls bis zum Verbot)
- radikaler Konsumverzicht
- Nur noch regionales und saisonales Obst und Gemüse

Ganz simple Punkte, die ab morgen umgesetzt werden können ;)
Der ÖRR könnte auch einfach mal die Eier haben, das in in jeden Werbeblock zur Primetime zu integrieren. Das wäre nur der Anfang, weil die Aufklärung m. E. das wichtigste ist.

EDIT: Ein „Ja, aber…“ mit z. B. der Äußerung, dass man alleine nichts verändern kann, lasse ich nicht gelten. Ich habe mindestens 10 Leute in meinem Umfeld überzeugt, den Fleischkonsum ERHEBLICH einzuschränken. Drei Familien habe ich davon überzeugt, auf Nutella und andere Palmöl-Produkte zu verzichten. Man muss denen nur immer wieder klar machen, dass z. B. durch die benötigten Brandrodungen im Regenwald ganze Orang-Utan-Familien auf den Bäumen verbrennen. Da sind die Kinder jetzt die treibende Kraft, weil man als Erwachsener so etwas viel zu abgestumpft und fast schon lässig wahrnimmt.
 
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Du hast vergessen noch was zu erwähnen:

- Internetkonsum drastisch reduzieren, nicht mehr in Internetforen täglich aktiv sein, keine Streamingdienste mehr nutzen usw.

Die neueste Serie auf Netflix streamen, ein kurzer Videoanruf oder die Fotos vom Wochenendausflug mit der WhatsApp-Gruppe teilen. All dies ist mit Smartphone und Laptop mit wenigen Klicks erledigt. Doch was die meisten Nutzer dabei leicht vergessen: All das verbraucht Energie und hat einen CO₂-Fußabdruck, der als Nutzer nur schwer nachzuvollziehen ist. Mehreren Studien zufolge setzt das Internet inzwischen genau so viel wie oder sogar mehr CO₂ frei als die globale Luftfahrt. Experten befürchten, das könnte angesichts der zunehmenden Digitalisierung erst der Anfang sein.

https://www.sueddeutsche.de/digital/klimawandel-internet-1.4756251

Dann mal los und kein "ja, aber..." ;)
 
Fairerweise sollte man dazu fragen, was die Alternative wäre. Sprich, wenn man die Serie weglassen würde, was würde man stattdessen tun und würde diese Aktivität weniger Energie verbrauchen. Ein Brettspiel spielen? Wahrscheinlich schon. Außer die Gäste kommen mit dem Verbrenner, dann dürfte das Internetstreaming schon wieder wesentlich grüner sein :D
 
Du hast vergessen noch was zu erwähnen:

- Internetkonsum drastisch reduzieren, nicht mehr in Internetforen täglich aktiv sein, keine Streamingdienste mehr nutzen usw.



https://www.sueddeutsche.de/digital/klimawandel-internet-1.4756251

Dann mal los und kein "ja, aber..." ;)

Ich kompensiere einen Teil meines Fußabdrucks schon lange durch Spenden etc., weil auch ich hin und wieder mal mit dem Auto fahren muss oder auch auf Netflix eine Serie schaue ;)
 
Hier übrigens ein Liveblog zur Weltklimakonferenz:

https://www.spektrum.de/news/cop27-die-ereignisse-der-weltklimakonferenz-im-blog/2072739

Gestern hat sich schon angedeutet, dass das Ziel der 1,5 Grad nicht mehr zu erreichen ist. Stattdessen sollen Mittel bereitgehalten werden, die sich mit einer Veränderung der Lebensumstände befassen. Schon die ersten Stunden haben gezeigt, dass man die Weltgemeinschaft nicht mehr in der Zielsetzung einen kann. Läuft also wie erwartet...rückwärts und bergab, aber läuft.
 
Fairerweise sollte man dazu fragen, was die Alternative wäre. Sprich, wenn man die Serie weglassen würde, was würde man stattdessen tun und würde diese Aktivität weniger Energie verbrauchen. Ein Brettspiel spielen? Wahrscheinlich schon. Außer die Gäste kommen mit dem Verbrenner, dann dürfte das Internetstreaming schon wieder wesentlich grüner sein :D
So siehts aus.

Jegliche "zivilisatorische" Aktivität hat das Potenzial, klimaschädlich zu sein.
Es ist natürlich verkehrt, diese Aktivitäten zu verteufeln, stattdessen muss mehr gemacht werden, dass die komplette Infrastruktur des Internet CO2-neutral betrieben wird. Rein technisch überhaupt kein Problem - schon heute laufen sehr viele Rechenzentren mit Ökostrom und sind damit im Betrieb CO2-neutral.
Soviel ich weiß haben alle Big Player im digitalen Bereich recht ausgefeilte und teilweise weit fortgeschrittene Sustainability Regeln. Und im Gegensatz zu produzierenden Industrien auch das Potenzial, komplett klimaneutral im Betrieb zu sein - alles was man braucht ist Strom.
Und da selbst produzierter Ökostrom langfristig deutlich günstiger sein wird als die steigenden Strompreise aus fossiler Energie - und Rechenzentren enormste Stromschlucker sind - haben Unternehmen neben dem positiven PR-Effekt auch intrinsische (sprich finanzielle) Motivation, energieautark zu werden.

Google z.B. ist durch hohen Einsatz von erneuerbaren Energien und CO2-Kompensation des Rests schon seit einigen Jahren gut dabei und sie wollen bis 2030 komplett in allen Bereichen auf CO2-freie Energieformen (ohne Kompensation) umgestiegen sein

Bei Netflix ist der CO2-Fußabdruck der Film- und Serienproduktion z.B. höher als derjenige der digitalen Infrastruktur - was in der Folge bedeutet, dass jegliche Filmproduktion (logischerweise) CO2-intensiv ist. Da wird massig Material und Mensch durch die Gegend geflogen oder mit Trailern durch die Gegend gekarrt, da müssen enorme Licht- und Technikanlage mit Strom versorgt werden etc.

Heißt also, wenn man konsequent wäre, ist natürlich nicht beim Internet Schluss, das ja in seltsamen Vergleichsartikeln immer verteufelt wird, sondern allgemein bei allen Filmen und Serien.

Dass das abstrus ist und man diese Argumentationskette so lange weiterführen kann, bis wir wieder in Höhlen stizen dürfte einleuchten.
 
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Kurzer Exkurs:
Mir scheint, dass die Umweltverschmutzung auch noch ein Thema bei 7 vs. Wild wird:

upload_2022-11-7_11-27-55.png


Das dürften bis auf die Grayl-Flasche nicht die Gegenstände von Nova sein :schock:
 
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Im Presseclub wurde das Thema am Sonntag diskutiert, unter anderem wurden auch Ulrike Herrmanns Thesen besprochen. Ich halte ihre Annahmen aber mittlerweile für fehlerhaft und glaube nicht, dass eine weltweite Wirtschaftsschrumpfung für Klimaneutralität notwendig ist. Dennoch ist es wichtig, dass sie mit Ihrem Buch das Thema Verzicht auf die Agenda bringt und hoffentlich mittelfristig mehrheitsfähig macht.

Ferner waren die Anwesenden einhellig der Meinung, dass die Welt derzeit auf rund 2,5 Grad Erwärmung im Jahr 2100 zusteuert. Das ist nicht schön, aber ist auch weit weg vom RCP 8.5-Szenario. Es bleibt viel zu tun!
 
Im jetzigen Verlauf bleiben 2,5 Grad für mich viel zu optimistisch. Wir schlittern nicht 2035 akut auf 1,5 Grad zu und haben dann in 2100 nur 2,5 Grad - da hat schon alleine die Mathematik mit ihren exponentiellen Funktionen etwas dagegen.

Ich hatte ja schon geschrieben, das RCP8.5 den worst case ceteris paribus darstellen soll. Der von @Cycron auch erwähnte Kaskadeneffekt ist in der 2,5 Grad Simulation fast gar nicht enthalten, davon abgesehen, dass man noch nicht weiß, welches Ausmaß die Kipppunkte tatsächlich abbilden werden.

Das in den Permafrostböden gebundene Methan steigt schon jetzt durch die Bodenerwärmung explosionsartig in die Atmosphäre auf. Vor einigen Jahren wussten die Wissenschafter noch nicht einmal, woher die plötzlich auftretenden riesigen "runden" und tiefen Löcher kommen. Methan hat nun nicht den langfristigen Effekt wie CO2, erwärmt aber kurzfristig dafür intensiver - nächster Kaskadeneffekt incoming? Vielleicht!

Jetzt halten wir uns noch vor Augen, dass wir tatsächlich ein (Teil-)Comeback fossiler Brennstoffe erleben werden, in 2100 tatsächlich 12 Mrd. Menschen sein werden, die immer noch fast denselben Pro-Kopf-Fleischkonsum haben, währenddessen die Emissionen der Tierhaltung schon jetzt 15% der Gesamt-CO2-Emission ausmachen. Da ist die Klimaerwärmung als Wetterbeeinflussung noch das geringste Problem, weil wir keinen Regenwald mehr haben. Weltweit existieren rd. 10 Mio. qkm tropischer Regenwald. Sollten wir nur die jetzige Geschwindigkeit des Abholzens beibehalten, ist schon in 62,5 Jahren das große Finale. Was das alleine bedeutet, will ich mir gar nicht ausmalen. Damit wäre auch die derzeitige regenwaldinduzierte CO2-Senke um fast ein Grad nicht mehr da. Die regionale Meereserwärmung auf Grund des Klimawandels leistet mit einer Abschwächung der Passatwinde übrigens auch ihren Beitrag. Die Passatwinde sind entscheidend für die Entwicklung von Fauna und Flora des Regenwaldes. Alles Kaskaden, die einen in Summe schon nicht mehr schlafen lassen sollten. Dazu gibt fast keine umfangreichen Ausführungen und Studien, die alle möglichen Effekte zusammenführen, und man muss sich die Klimaentwicklung schon fast selbst herleiten, wenn einen das interessiert. Auch diesbezüglich stecken wir noch in den Kinderschuhen.

Die 1.370 ppm sind daher m. E. überhaupt nicht so weit weg, wie wir das gerne hätten. Natürlich bleibt RCP8.5 offiziell ein Hochemmissions-Szenario, aber ich rechne lieber mit diesem Wert, wenn ich keinen blassen Schimmer habe, wie sich alleine die o. g. zukünftigen Kipppunkte noch auswirken. Und das ist vielleicht nur ein Bruchteil.

Es ist schon viel zu lange zu viel zu tun!!!
 
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Na ja, du rechnest aber mit einigen Entwicklungen, die sehr unwahrscheinlich sind:

  • Wir werden die 12 Mrd Menschen vermutlich nie erreichen, sondern wohl unter 10 Mrd bleiben laut jüngsten Demografieprognosen. Die UNO senkt die erwartete Maximalbevölkerung jährlich um rund 100 Mio Menschen herab laut dem Soziologen Stefan Schulz.
  • Das Thema fossile Brennstoffe sehe ich komplett anders. Die westliche Welt ist auf Kurs in eine Welt mit regenerativen Energien - die einen schneller, die anderen langsamer. Aber der Prozess hat begonnen, die wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Player haben sich zum großen Teil dazu bekannt. Putin hat das Ende der Fossilen vermutlich nochmal deutlich beschleunigt, mindestens in Europa.

Du neigst anscheinend dazu, immer vom Schlimmsten auszugehen. Aber mit Panik und Angst kommen wir nicht weiter. Es gibt gute Strategien, um die Wende zu schaffen. Das 2,5-Grad-Szenario geht fairerweise davon aus, dass wir unsere Ziele zum Teil erreichen und die Emissionen sinken werden. Würden wir bis ins Jahr 2100 so weitermachen wie wir 2010 gewirtschaftet haben, würde RCP 8.5 eintreffen. Aber das sehe ich nicht. Dafür ist die Brisanz des Klimawandels zu stark in den Köpfen der wichtigsten Akteure angekommen. Vor allem die USA und China leiden heute schon gewaltig unter dem Klimawandel, was sie unter Druck setzen wird, schnell klimaneutral zu werden. Und wenn die beiden das hinbekommen, ist die halbe Miete schon geschafft.

Allerdings ist das 2,5-Grad-Szenaro schon ein durchgerechnetes, wissenschaftlich geprüftes Szenario - es ist also nicht so, als hätte da einfach jemand einen Exponenten vergessen. Ich weiß, es fällt dir schwer, wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren, aber ich will dich nochmals dazu animieren. Das Thema ist zu komplex, um hier mit eigenen Berechnungen um die Ecke zu kommen. Das kann keiner von uns leisten.

Ich gebe dir aber recht, dass die Kipppunkte eine große Unbekannte bleiben. Ich weiß auch nicht, in wie weit die Kipppunkte in die Berechnungen der Szenarien einfließen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal, ob die Existenz der Kipppunkte bereits wissenschaftlicher Konsens ist oder noch eine Theorie, die diskutiert wird.
Die Kipppunkte zeigen aber, dass es sich lohnt, um jedes Zehntel Grad weniger Erwärmung zu kämpfen. Denn sie haben das Potenzial, ungeahnte Effekte auszulösen.
 
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Ich finde diese Diskussion sehr mühselig. Solange es solche Vollidioten wie z.B. Herrn Bolsonaro gibt (gut, er ist jetzt abgewählt), werden wir gar keine Ziele einhalten können.
Die Lunge der Erde wird in Rekordgeschwindigkeit verkleinert/vernichtet und Leute wie ihn interessiert das schon mal gar nicht. In Indien wird sich einen Scheißdreck um das Klima gekümmert. In den USA droht uns eine zweite Amtszeit des blonden Clowns, der sich ebenfalls um nichts kümmert, was auch nur im entferntesten mit Klima zu tun hat.
Und die Liste dieser Vollidioten wird immer länger und reicht bis nach Bayern. ;)
 
Ich weiß, es fällt dir schwer, wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren, aber ich will dich nochmals dazu animieren. Das Thema ist zu komplex, um hier mit eigenen Berechnungen um die Ecke zu kommen. Das kann keiner von uns leisten.
Dann klär mich doch mal auf, welche Szenarien in die 2,5 Grad-Simulation übernommen wurden. Die Existenz der Kipppunkte ist keine Theorie mehr, sondern nur deren Auswirkung, schließlich sehen wir sie jetzt schon. Alleine ohne die CO2-Senke Regenwald haben wir 2080 schon 2,5 Grad - über andere Auswirkungen reden wir dann noch nicht einmal. Im Presseclub wurde das ansatzweise diskutiert. Und dann argumentierst Du, dass es mir schwer fällt, wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren? Jo, kann man so sehen...aber füge mal alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Einzeleffekten zusammen und rechne selbst mal.

Ich stelle auch keine eigenen Berechnungen an und ich neige in der Tat dazu, bzgl. des Klimas vom Schlimmsten auszugehen, JA - und das solltest Du auch. Über die USA und die Perspektive "Trump" hat sich ja schon @GPLegend ausgelassen, leider nicht auszudenken.

EDIT: Die UNO-Schätzung 2022 liegt m. E. bei ca. 10,3 Mrd. in 2100. Das würde mein Szenario kaum besser gestalten, da ich auch alleine bzgl. der Regenwaldabholzung von einem linearen Verlauf ausgegangen bin. Dafür steigt der Fleischkonsum aktuell und lässt ein Minderwachstum der Bevölkerung wieder verpuffen. Man kann es drehen und wenden, wie man will - Es ist für mich der worst case, der an der nächsten Ecke wartet, gerade deswegen, weil wir es bei keinem Problem schaffen, an die nächste Generation zu denken. Wir sind (nur) Menschen und jede Generation denkt nur an sich, ja fast jede Legislaturperiode denkt nur an sich. Das stimmt mich nicht im geringsten optimistisch.

Es ist wie Guterres gestern gesagt hat: "Wir sind auf dem Highway zur Klima-Hölle, mit dem Fuß fest auf dem Gaspedal." Entweder wir kooperieren oder wir gehen unter.
 
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Dann klär mich doch mal auf, welche Szenarien in die 2,5 Grad-Simulation übernommen wurden. Die Existenz der Kipppunkte ist keine Theorie mehr, sondern nur deren Auswirkung, schließlich sehen wir sie jetzt schon. Alleine ohne die CO2-Senke Regenwald haben wir 2080 schon 2,5 Grad - über andere Auswirkungen reden wir dann noch nicht einmal. Im Presseclub wurde das ansatzweise diskutiert. Und dann argumentierst Du, dass es mir schwer fällt, wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren? Jo, kann man so sehen...aber füge mal alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Einzeleffekten zusammen und rechne selbst mal.

Ich stelle auch keine eigenen Berechnungen an und ich neige in der Tat dazu, bzgl. des Klimas vom Schlimmsten auszugehen, JA - und das solltest Du auch. Über die USA und die Perspektive "Trump" hat sich ja schon @GPLegend ausgelassen, leider nicht auszudenken.

Erst schreibst du, ich solle es selbst ausrechnen (was du offensichtlich bereits ausgerechnet hast), um einen Satz später zu schreiben, du würdest keine eigenen Berechnungen anstellen.
Nochmal: Die Szenarien aus dem Klimabericht preisen alle erwartbaren Entwicklungen bereits ein - Regenwald, Weltbevölkerung - you name it. Man muss also nicht das 2,5-Grad-Szenario nehmen und da dann nochmal die Regenwaldabholzung "draufrechnen".
 
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Es ist völlig ok, wenn Du den Frieden mit der Panik geschlossen hast. Ich würde das auch gerne, habe das aber bei weitem nicht und werde das wohl auch nicht so schnell, da ich die menschliche Fähigkeit zu Problemlösungen anders einschätze, wenn es darum geht auf etwas zu verzichten.
 
Dann habe ich vielleicht noch was für dich:

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Alexander Prinz recherchiert immer sehr geflissentlich; seine Aussagen kann man daher ernst nehmen. Im ersten Teil erklärt er, was der Klimawandel bewirken wird - und ja, die Aussichten sind düster, die Auswirkungen schlimm. ABER: Er sagt eben auch, dass wir derzeit auf eine Erwärmung um 2-2,5 Grad im Jahr 2100 zusteuern, und dass es an den von der Menschheit ergriffenen Maßnahmen liegt, dass es wohl nicht 3,7 Grad werden - auf diesem Pfad befanden wir uns wohl mal ursprünglich. Das beweist doch, dass die Menschheit in der Lage ist zu reagieren. Vielleicht nicht so schnell und so beherzt, wie viele sich das wünschen würden, aber es passieren Schritte im Klimaschutz. Und da die Auswirkungen immer spürbarer werden, der Druck immer höher wird, habe ich weiterhin die Hoffnung, dass die Menschheit noch beherzt genug reagieren wird, um die Erwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen.
 
Es ist völlig ok, wenn Du den Frieden mit der Panik geschlossen hast. Ich würde das auch gerne, habe das aber bei weitem nicht und werde das wohl auch nicht so schnell, da ich die menschliche Fähigkeit zu Problemlösungen anders einschätze, wenn es darum geht auf etwas zu verzichten.

Man muss nur die Augen auf machen und man sieht was die Menschheit von Verzicht hält!
 
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