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Der erdrückende Klimawandel

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Was mir auch etwas sorgen macht, weil ich das gerade auch im familiären Umwelt (bei der Mutter) miterlebe:

Dass viele Menschen sich der Tragweite der Klimakrise (weil so abstrakt, nicht so richtig greifbar und für manche erst so unheimlich weit in der ferne liegend) nicht so wirklich bewusst sind - Ja auch mir fällt es oft schwer diese Krise und die ganzen Prognosen in etwas greifbaren zu verwandeln, um gänzlich zu verstehen was diese Krise in all seinen Facetten bedeutet und worauf wir da eigentlich weiter hinzusteuern, wenn wir so weiter machen wie bisher - und diese Menschen mit politischen Inhalten/Diskussionen zum Thema Minimierung/Abwendung der Klimakrise und warum sich deswegen wirtschaftlich und gesellschaftlich einiges (auch auf individueller Ebene) verändern muss überfordert sind. Sich hierdurch von anderen und greifbareren Ängsten und Sorgen (dem Wohlstandsverlust/Verhaltensveränderungen/gewohnten Freiheiten) verleiten lassen und dadurch populistischen Akteuren (mit ihren einfachen Lösungen und Antworten) zuwenden.


Ich erlebe das gerade live anhand meiner Mutter.
Zur besseren Einordnung und Verständnis muss ich jedoch erstmal näher auf ihre sozioökonomische Herkunft eingehen:
- als Arbeiterkind in der DDR sozialisiert.
- 61 Jahre (steht somit auch kurz vor der Rente)
- seit dem 2ten Lebensjahr Schwerbehindert (Aufgrund der Gehörlosigkeit)
- In der DDR Chemielaborassistentin gelernt und gearbeitet
- 1983-91 Mutter von 4 Kindern geworden.
- nach der Wende Alleinerziehend, lange Arbeitslos gewesen (konnte auch nicht zurück in den alten Beruf, DDR Qualifikation nicht anerkannt)
- 2000er Jahre verschiedene Jobs im Niedriglohnsektor (für sie damals sehr erniedrigend, Wäscherei/Textilreining, Putzkraft, Zeitungen austragen)
- 2010er Jahre Umschulung zur Krankenpflegerin (und verdient erst seit dem wieder einigermaßen okay...)

Hat die Jahre ihr Kreuz immer bei der SPD oder die Linke gemacht. Letztes Jahr dann aber mal die Grünen gewählt, weil sie allgemein von der Politik der SPD (und vor allem von der GroKo) enttäuscht war. Blickt natürlich zugleich mit Sorge auf die ihr bevorstehende karge Rente und hatte sich die Jahre auch mit (weil sie irgendwie noch schnell was anlegen wollte) Bitcoins verzockt und einen Teil ihres angesparten "Vermögens" versenkt. Zugleich kriegt sie natürlich auch seit Jahren mit wie in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Sich die Lebensunterhalskosten (im speziellen das wohnen seit Jahren) zunehmend verteuern und blickt damit natürlich mit großer Sorge in die Zukunft. Jetzt mit dem Krieg und den wirtschaftlichen Herausforderungen um so mehr.

Jetzt krieg ich von ihr mit (hatte Telegramm in der Corona-Zeit für sich entdeckt, weil sie auch zu Corona-Maßnahmen und der Impfung ein ambivalentes Verhältnis hatte) wie sie mich hin und wieder mit rechtspopulistischen Sorgen bombardiert (Grüne Diktatur, auf den Staat kann man sich nicht verlassen, man muss sich Autark und Unabhängig machen, die Steuern machen Arm ect.). Und ich hab da echt zu Kämpfen ihr die Welt zu erklären, warum vieles ist wie es ist um sie wieder ins Boot und raus aus den rechtspopulistischen Netzwerken zu holen.

Worauf ich Allgemein hinaus will: Ich mach mir aktuell Sorgen, dass sich unsere Gesellschaft mit den multiplen Krisen und Herausforderungen sehr schwer tuen wird und der gesellschaftliche Zusammenhalt aufgrund der Ungleichheiten in Zukunft einfach immer weiter bröckeln wird, sollten wir nicht gleichzeitig auch eine Antwort für das weiter auseinanderklaffen zwischen Armut vs Reichtum finden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was mir auch etwas sorgen macht, weil ich das gerade auch im familiären Umwelt (bei der Mutter) miterlebe:

Dass viele Menschen sich der Tragweite der Klimakrise (weil so abstrakt, nicht so richtig greifbar und für manche erst so unheimlich weit in der ferne liegend) nicht so wirklich bewusst sind - Ja auch mir fällt es oft schwer diese Krise und die ganzen Prognosen in etwas greifbaren zu verwandeln, um gänzlich zu verstehen was diese Krise in all seinen Facetten bedeutet und worauf wir da eigentlich weiter hinzusteuern, wenn wir so weiter machen wie bisher - und diese Menschen mit politischen Inhalten/Diskussionen zum Thema Minimierung/Abwendung der Klimakrise und warum sich deswegen wirtschaftlich und gesellschaftlich einiges (auch auf individueller Ebene) verändern muss überfordert sind. Sich hierdurch von anderen und greifbareren Ängsten und Sorgen (dem Wohlstandsverlust/Verhaltensveränderungen/gewohnten Freiheiten) verleiten lassen und dadurch populistischen Akteuren (mit ihren einfachen Lösungen und Antworten) zuwenden.


Ich erlebe das gerade live anhand meiner Mutter.
Zur besseren Einordnung und Verständnis muss ich jedoch erstmal näher auf ihre sozioökonomische Herkunft eingehen:
- als Arbeiterkind in der DDR sozialisiert.
- 61 Jahre (steht somit auch kurz vor der Rente)
- seit dem 2ten Lebensjahr Schwerbehindert (Aufgrund der Gehörlosigkeit)
- In der DDR Chemielaborassistentin gelernt und gearbeitet
- 1983-91 Mutter von 4 Kindern geworden.
- nach der Wende Alleinerziehend, lange Arbeitslos gewesen (konnte auch nicht zurück in den alten Beruf, DDR Qualifikation nicht anerkannt)
- 2000er Jahre verschiedene Jobs im Niedriglohnsektor (für sie damals sehr erniedrigend, Wäscherei/Textilreining, Putzkraft, Zeitungen austragen)
- 2010er Jahre Umschulung zur Krankenpflegerin (und verdient erst seit dem wieder einigermaßen okay...)

Hat die Jahre ihr Kreuz immer bei der SPD oder die Linke gemacht. Letztes Jahr dann aber mal die Grünen gewählt, weil sie allgemein von der Politik der SPD (und vor allem von der GroKo) enttäuscht war. Blickt natürlich zugleich mit Sorge auf die ihr bevorstehende karge Rente und hatte sich die Jahre auch mit (weil sie irgendwie noch schnell was anlegen wollte) Bitcoins verzockt und einen Teil ihres angesparten "Vermögens" versenkt. Zugleich kriegt sie natürlich auch seit Jahren mit wie in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klafft. Sich die Lebensunterhalskosten (im speziellen das wohnen seit Jahren) zunehmend verteuern und blickt damit natürlich mit großer Sorge in die Zukunft. Jetzt mit dem Krieg und den wirtschaftlichen Herausforderungen um so mehr.

Jetzt krieg ich von ihr mit (hatte Telegramm in der Corona-Zeit für sich entdeckt, weil sie auch zu Corona-Maßnahmen und der Impfung ein ambivalentes Verhältnis hatte) wie sie mich hin und wieder mit rechtspopulistischen Sorgen bombardiert (Grüne Diktatur, auf den Staat kann man sich nicht verlassen, man muss sich Autark und Unabhängig machen, die Steuern machen Arm ect.). Und ich hab da echt zu Kämpfen ihr die Welt zu erklären, warum vieles ist wie es ist um sie wieder ins Boot und raus aus den rechtspopulistischen Netzwerken zu holen.

Worauf ich Allgemein hinaus will: Ich mach mir aktuell Sorgen, dass sich unsere Gesellschaft mit den multiplen Krisen und Herausforderungen sehr schwer tuen wird und der gesellschaftliche Zusammenhalt aufgrund der Ungleichheiten in Zukunft einfach immer weiter bröckeln wird, sollten wir nicht gleichzeitig auch eine Antwort für das weiter auseinanderklaffen zwischen Armut vs Reichtum finden.
Deine Mutter steht stellvertretend für die ältere Generation, obwohl sie nur 9 Jahre älter ist als ich. Ich behaupte aber auch, dass sie durch ihre Vergangenheit schneller gealtert und „skeptischer“ ist (die Wortwahl fällt mir enorm schwer), da ich genau diese „Metamorphose“ gerade von ostdeutschen Mitbürgern in meinem Alter deutlich wahrnehme, und ich stand mit einer Flasche Bier 1990 in Westberlin und habe den Zugängen zugejubelt. Irgendwie wie Herr Lehmann nur mit Jubel und Wahrnehmung… Das war noch eine ultrageile Zeit.

Aber wie Du es schon klar beschrieben hast: Wir sind der Knecht unserer Sozialisation. Dabei meint sie es gar nicht böse und Du wirst ihr die Welt auch wahrscheinlich nicht erklären können, so sehr Du auch willst. Der Rechtspopulismus ist bei ihr der gedankliche Ausweg aus dem derzeitigen Kapitalismus, so seltsam das auch klingt, weil es der einzige Ausweg ist, der „populistisch“ erklärt wird. Meine Mutter ist jetzt 83 und mittlerweile vom gleichen Schlag - allerdings mit westdeutscher Vorzeigejugend nach dem Krieg, trotzdem als Jugendliche vom Pastor schwer misshandelt, aber sie hat sich ihren Weg freigekämpft, meinem Vater sei Dank - möge er in Frieden ruhen.

Aber bzgl. der Klimadiskussion höhlt steter Tropfen irgendwie den Stein und meine Mutter denkt an Ihre Enkel und tut, was sie kann, um eine bessere Welt zu hinterlassen. Aber es ist wie es ist: Wir sind egoistisch und nur eine temporäre Spezies auf diesem Planeten. Andere Kreaturen gibts es schon länger und sie werden uns auch mühelos überdauern. Wir sind zwar vermeintlich intelligenter aber auch dramatisch selbstzerstörerischer - vielleicht auch genau deswegen nur ein Wimpernschlag in der Erdgeschichte.

Aber was weiß ich schon, ich bin ja erst seit 14 Jahren im Forum und nur ein Troll :D

EDIT: Damit ihr mal einen Eindruck habt: Meine Zeit war die, als ich bis über beide Ohren verknallt bei „Hello“ von Lionel Richie am Autoscooter stand und als Jugendlicher die Straßen ohne Handy nach meiner Liebe abgesucht habe während zuhause der Denver Clan lief und „alles gut war“ - Und jetzt ist gar nix gut.
Jetzt muss ich gleich weinen und gehe lieber mit dem Hund….;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal was Positives (aus einem Podcast mit dem Soziologen Stefan Schulz):

Afrika befindet sich derzeit gesellschaftlich und politisch dort, wo Europa in der Mitte des 19. Jahrhunderts stand - am Eintritt ins fossile Zeitalter und Beginn des wirtschaftlichen Aufstiegs zu flächendeckendem Wohlstand. Nun ist es so, dass global 60% der für erneuerbare Energien nutzbaren Flächen in Afrika liegen und erneuerbare Energien, was Initialkosten und Unterhalt angehen, jede fossile Energiegewinnung um das Vielfache ausstechen. Es gibt daher wohl nicht wenige, die glauben, dass Afrika das fossile Zeitalter einfach überspringen und gleich auf erneuerbare Energie setzen wird.
 
Das hört sich ganz gut an - es gibt auch eine Agenda, bis 2063 Afrika in einer Generation dadurch zum Wohlstand zu führen. Aber gerade die "chinesischen" Kobaltminen im Kongo, die ca. 80% unserere speicherbaren Energie darstellen geben mir noch echt zu denken. Da muss dringend mehr Druck auf Chiina ausgeübt werden. Dazu habe ich erst gestern eine Doku auf ZDF.info gesehen. Das ist echt dramatisch.
 
An Vermeer-Gemälde geklebt - Haftstrafen für Klimaaktivisten in Niederlanden [n-tv.de]

Der Zweck heiligt nicht die Mittel - nicht einmal beim Klimaschutz. Das hat jetzt ein Gericht in Den Haag unterstrichen, nachdem sich drei Männer an ein weltberühmtes Vermeer-Gemälde geklebt hatten. Sie müssen wegen der Tat für zwei Monate hinter Gitter.

[...]

Das Gericht in Den Haag sprach bei der Urteilsverkündung von einer "schockierenden" Tat, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

Zwar sei das kostbare Gemälde unversehrt, doch seien der Rahmen und die Rückseite des Bildes beschädigt worden. Die drei Männer hatten sich in der vergangenen Woche mit Klebstoff an der Schutz-Glasscheibe des im Museum Mauritshuis in Den Haag ausgestellten Gemäldes festgeklebt und das Bild mit Tomatensoße bekleckert.

[...]


Das arme Gemälde aber auch, das wird sich von dem Schock bestimmt nie mehr erholen. :nein:
 
Das Problem ist sie wollen gehört werden und wofür sie kämpfen, könnte nicht wichtiger sein. Leider geht das alles in eine falsche Richtung und ja ich wüsste auch nicht, wie man es besser machen könnte. So ist es aber nicht richtig, so hört dir irgendwann keiner mehr zu und die letzte Generation wird abgestempelt als kranke, fanatische Spinner.
 
Dieses Mal, nächstes Mal ist so ein Kunstwerk für immer verloren. Und auch so kann das Auswirkungen auf den zukünftigen Museumsbesuch haben wenn z.b. keine Taschen und Rücksäcke mehr mit rein genommen werden dürfen. Museen müssen dann zusätzliche Spinds installieren und Personal einstellen, damit ist niemandem geholfen. Einfach nur eine hirnverbrannte Arschloch Aktion.
 
Dank "deren" Aktionen rückt der wichtige Klimaschutz immer mehr ins Negative. Schade, bedauerlich und mehr als kontraproduktiv (mal davon abgesehen, dass Staus für den Klimaschutz zu bilden, nicht wirklich gut zusammenpasst).
 
Der Soziologe Stefan Schulz sagt dazu in seinem Podcast sinngemäß: Einige große Errungenschaften wie Freiheits- und Menschenrechte oder das Frauenwahlrecht sind nicht durch friedfertige Proteste, sondern durch zivilen Ungehorsam, Aktivismus und Gewalt erreicht worden. Das gab mir zu denken.

Ich finde die Aktion gegen Kunstwerke eigentlich gelungen, da sich dahinter eine spannende Meta-Kritik verbirgt: Wir bauen Museen und geben große Summen aus, um unser kulturelles Erbe zu schützen, und wir echauffieren uns, wenn es jemand wagt, Kunstwerke großer Künstler anzugreifen.
Gleichzeitig wenden wir aber weit weniger Energie auf, wenn es um unsere Umwelt geht - unsere Lebensgrundlage. Konzerne wie VW und RWE zerstören seit Jahrzehnten die Umwelt durch den verursachten CO2-Ausstoß - kaum jemand regt sich auf. Zwei junge Aktivist*innen werfen Tomatensoße auf das Schutzglas (!) eines Gemäldes und alle sind in Aufruhr ... wie können die nur ...
 
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Und? Anhand der Skizze kann man überhaupt keine Aussage über die Örtlichkeit geben. Einsatzfahrten mit Sonder- und Wegerechten über die BAB machen -insbesondere- mit funktionaler Rettungsgasse mehr Sinn als sich durch die Innenstadt zu schlängeln. Ich spreche da aus Erfahrung.
 
Also sind sie nicht zu spät gekommen wegen der wie du es so schön geschrieben hast "Chaoten" sondern wohl eher wegen dummer bzw. egoistischer Autofahrer [es wurde wohl wirklich keine gebildet]. Das Demonstrationen auf Strassen immer zu Stau führen ist nun auch nicht ungewöhnlich.

Das benötigte Feuerwehrfahrzeug was zu spät kam fuhr btw. auch später los, erst als man vor Ort wusste das man Spezialgerät benötigt. Das keine Rettungsgasse gebildet wurde, das war das Problem und hat die tragischen Folgen verursacht.

Edit. Man kann sich bspw. auch mal diesen Kommentar [riffreporter.de] diesbzgl. durchlesen.
 
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Der Soziologe Stefan Schulz sagt dazu in seinem Podcast sinngemäß: Einige große Errungenschaften wie Freiheits- und Menschenrechte oder das Frauenwahlrecht sind nicht durch friedfertige Proteste, sondern durch zivilen Ungehorsam, Aktivismus und Gewalt erreicht worden. Das gab mir zu denken.

Ich finde die Aktion gegen Kunstwerke eigentlich gelungen, da sich dahinter eine spannende Meta-Kritik verbirgt: Wir bauen Museen und geben große Summen aus, um unser kulturelles Erbe zu schützen, und wir echauffieren uns, wenn es jemand wagt, Kunstwerke großer Künstler anzugreifen.
Gleichzeitig wenden wir aber weit weniger Energie auf, wenn es um unsere Umwelt geht - unsere Lebensgrundlage. Konzerne wie VW und RWE zerstören seit Jahrzehnten die Umwelt durch den verursachten CO2-Ausstoß - kaum jemand regt sich auf. Zwei junge Aktivist*innen werfen Tomatensoße auf das Schutzglas (!) eines Gemäldes und alle sind in Aufruhr ... wie können die nur ...

Karl Propper, ein berühmter österreichischer Philosoph sagte einst: das Toleranz-Paradoxon ist eine Gefahr für unsere pluralistische, heterogene Gesellschaft. Wenn Intoleranz im
Namen der Toleranz geduldet wird, ist es nicht mehr weit hin mit dem Sittenverfall. Und für mich ist das Zerstören fremden Eigentums eine intolerante Farce, da gibt es nichts zu tolerieren. Es ist eine Straftat. Punkt. Und kein Mensch der Welt steht über dem Gesetz.
 
Karl Propper, ein berühmter österreichischer Philosoph sagte einst: das Toleranz-Paradoxon ist eine Gefahr für unsere pluralistische, heterogene Gesellschaft. Wenn Intoleranz im
Namen der Toleranz geduldet wird, ist es nicht mehr weit hin mit dem Sittenverfall. Und für mich ist das Zerstören fremden Eigentums eine intolerante Farce, da gibt es nichts zu tolerieren. Es ist eine Straftat. Punkt. Und kein Mensch der Welt steht über dem Gesetz.

Ich habe gar nicht gesagt ob ich diese Art des Protests gutheiße, sondern nur eine andere Perpsektive auf das Thems eingebracht.

Aus Sicht der Aktivist*innen ist genau dieses Gesetz, auf das du dich berufst, teil der Zerstörung unseres Planeten. Denn es sind unsere Gesetze, die Klimazerstörung dulden, ja teilweise sogar fördern (z.B. in dem sie VW erlauben klimaschädliche Autos zu bauen oder Dienstwagen subventionieren).

Aus Sicht der Klimaaktivist*innen existiert hier eine Schieflage zwischen historisch gewachsenen menschlichen Werten wie Eigentum, das mit allen Mitteln verteidigt wird, und dem Klimaschutz, der so ein bisschen betrieben wird, obwohl er darüber entscheiden könnte, ob es in 200 Jahren noch Menschen gibt, die Eigentum genießen könnten.
 
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