Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich macht das Thema Klimawandel mehr und mehr fertig. Jeden Tag lese ich von neuen Horrormeldungen und fürchterlichen Prognosen und der weltweite CO2-Ausstoß steigt weiter ungebremst.
Ich habe zwei Kinder in die Welt gesetzt, die gute Chancen haben, das Jahr 2100 zu erleben. Was für eine Welt werden sie vorfinden? Werden sie Kriege um die letzten Flecken bewohnbare Fläche führen müssen?
Das Thema droht mich depressiv zu machen. Ich habe noch nie so pessimistisch und angstvoll in die Zukunft geschaut. Und ich habe das Gefühl, ich stehe dem Thema vollkommen ohnmächtig gegenüber. Als Einzelner kann ich nichts tun, nicht verhindern, dass die Menschheit den Planeten zerstört.
Der Klimaforscher Hans von Storch kritisiert ja seine eigene Zunft für den Alarmismus und die Horrorszenarien, die diese regelmäßig an die Wand malt, dennoch scheinen mir genau die wissenschaftlicher Konsens zu sein?
Wie steht ihr zu dem Thema? Habt ihr Sorgen? Wie geht ihr damit um? Hier haben ja einige Kinder und denken sicherlich auch darüber nach, in welcher Welt diese mal leben werden.
Ich beschäftige mich seit 4 Jahren mit dem Klimawandel, mein persönlicher Pionier auf dem Feld damals war Harald Lesch.
Vorneweg möchte ich erörtern, welche Maßnahmen ICH bis heute beharrlich durchziehe, um
Nachts gut schlafen (;-)) zu können:
- Auto verkauft und auf Öffentliche umgestiegen
- Vegetarisch/Vegane Ernährung, hin und wieder fleischige Ausnahmen am
Wochenende, aber auch nur für
den persönlichen Eisengehalt (PS: es gab 2019 eine Erhebung vom DLF zu dem Thema, dort war zu sehen, das Vegetarier mit einem Ausstoß von 1,3t CO2 im Jahr relativ nah am Fleischesser liegen, der mit 1,6t die Speerspitze bildet, währenddessen Veganer mit 683Kg CO2 die „gesündeste“ Alternative darstellen)
- KONSUM enorm nach unten geschraubt, es wird nur noch das Nötigste gekauft (ja, der Mensch sollte sich im Verzicht üben).
In den letzten Seiten wurde über uns System sinniert. Und das wir mit unserem turbokapitalistischen und klimafeindlichen System an unsere Grenzen stoßen ist allgemein bekannt. Mir scheint es aber auch, der Großteil dieser Plärrer, Straßenaufkleber, Kulturgut-Zerstörer und Extremgeist-Förderer haben überhaupt keine Ahnung worauf sie überhaupt hinaus wollen. Mir scheint es vielmehr - und das sehe ich bei Vielen so - das von dieser radikalen Minderheit der Klimawandel vorgeschoben wird um persönliche politische Agendas durchzusetzen. Davon muss man sich fern halten. Das ist gefährlich.
Apropos: es gab - nagelt mich nicht fest - vor 3 Jahren einen interessanten Artikel von Hubertus Knape in der NZZ. Der Mann schrieb über den CO2-Ausstoß in der damaligen DDR (Planwirtschaft), der um ein deutliches höher war als im damaligen Westen (Freie Marktwirtschaft).
Diese Systemfrage muss zwingend geklärt werden, daran steht und fällt es. Der Mensch braucht in dem Fall einen starken Staat um handlungsfähig zu sein. Von Alleine wird er das nicht umsetzen wollen/können. Auch wenn ich eine andere Meinung vertrete…
Aber, und das ist positiv hervorzuheben: der Planet wird uns überleben
