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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mehr als 90 Prozent der Menschen in Papua-Neuguinea bekennen sich zum Christentum, doch trotz eifrigen Missionierens katholischer Nonnen und Mönche praktizieren viele Einwohner bis heute im Glauben an Geister und Hexerei animistische Riten. Als "Saguma" ist die schwarze Magie auf der Insel bekannt.

Die tun wirklich so, als bestände zwischen Christentum und dem Glauben an Geister ein Unterschied.

Inquisition? Hallo? Jemand zuhause beim Spiegel?
 
Nope, da ist ein gewaltiger qualitativer Unterschied. Sind ja nicht umsonst zwei getrennte Redaktionen und getrennte Artikel. Nur 5 Print-Artikel kommen auch in die SpOn, der Rest da ist zuweilen seeehr zweifelhaft.
 
el_barto schrieb:
Ich will mich an dieser schwachsinnigen Diskussion nicht ernsthaft beteiligen, aber 2 Punkte kann ich so nicht stehen lassen:

- Es wurde im Labor schon nachvollzogen, wie aus "toter" Materie Aminosäuren unter den Bedingungen der Ur-Atmosphäre entstehen können. Darüber hinaus sind Aminosäuren genauso tot wie ein Stein, halt nur ein (nicht mal sonderlich komplexes) Molekül auf C-Basis. Aber auch die anderen Schritte über primitive Verkettungen wie Prionen, einfachen Nukleinsäureverbindungen über den Schritt zur Selbstreproduktion bis hin zu komplexen Zellen und Zellverbindungen sind eigentlich zum Großteil kein Mysterium mehr.

- Man darf nicht wissenschaftliche Theorien mit religiösen Behauptungen aus die selbe Stufe stellen. Letztere behaupten irgendwas, stellen das als Wahrheit hin und wollen das Gegenteil bewiesen bekommen (wobei die Religionen sich immer wieder aus handfesten Beweisen rauswinden, indem der Gottbegriff einfach verändert und absolut ungreifbar gemacht wird). Der wissenschaftliche Ansatz funktioniert genau anders rum. Theorien werden bewiesen, wobei es auch für Evolution genügend handfeste, teils sogar beobachtbare Beweise gibt. Wenn sich keine HInweise auf die Schlüssigkeit finden lassen, werden Theorien verworfen.
Grade was das Urknallbeispiel (und allgemein die Kosmologie um den Urknallzeitpunkt) ist die Forschung auch sehr weit und auch schlüssig. Nur wird hier eben viel mit Mathematik gearbeitet, viele Erklärungen und Beweise sind für den Nicht-Astronom im Detail schnell unverständlich. Aber auch heir gibts einfach zu verstehende Hinweise auf de Authentizität der Theorie wie die Hintergrundstrahlung im All oder das durch Doppler-Rotverschiebung beobachtbare Auseinanderdriften der Galaxien. Natürlich gibts auch hier noch UNklarheiten wie die Frage, wieso bei der Materie-Antimaterie-Annihilation nach dem Urknall ein Bruchteil der normalen Materie übrig bleiben konnte (sonst wären wir ja nicht hier). Aber man ist sich der UNklarheiten bewusst und versucht sie mit großen Anstrengungen aufzuklären.
Noch ein großer Unterschied zu Religionen, die sich grundsätzlich nie in Frage stellen.


Damnit, eigentlch wollt ich nix zum Thema posten, aber dann hats zu arg in den Fingern gejuckt. :D

Beides erklärt nicht, wie aus Nichts Etwas entstehen konnte. Falls das überhaupt je so gewesen ist.
Die Einen sagen "war schon immer da", die Anderen "kam/entstand aus Nichts".
Beides gleich beschränkt.

Der fettgedruckte Satz findet meine volle Zustimmung. Diese Arroganz nahezu aller Religionen ist es auch, die mir höchst unsympathisch ist.
Wobei wissenschaftliche als auch religiöse Dogmen mir nicht liegen. Da reagiere ich allergisch.
 
Das Gute M schrieb:
Extrablatt: Die Dschungelcamp-Deppen machen Karriere.

Fiona Erdmann macht sich in einer RTL-Serie naggelisch und Joey Heindle bekommt offenbar eine eigene Dokusoap.

http://unterhaltung.de.msn.com/was-wird-aus-den-dschungelcampern#image=1

Axel Stein hat gefühlt 100kg abgenommen und ist 10cm größer geworden.
 
BAZONG schrieb:
Glod schrieb:
Ach wie niedlich. Wissenschaftler (natürlich aus den USA..), die versuchen, irgendwas mit Gott zu erklären und dann auch unweigerlich mit der Frage konfrontiert werden, wo Gott denn hergekommen sein soll. Selbst wenn dieser "Gott" unseren gesamten Kosmos erschaffen haben soll, dann muss dieser Kosmos irgendwo positioniert sein - und zwar dort, von wo aus "Gott" gearbeitet hat. Und wie bitte ist dieser Platz entstanden?

Diesen Trick benutzt auch die Wissenschaft. Was war vor dem Urknall ? Wer hat die notwendigen "Komponenten" dazu herangetragen, woher kommen sie ? Energie ? Materie ? Woher ? Was ist Nichts ? Wohin dehnt sich das Universum aus ? Und so weiter.
An diesem Punkt ist Wissenschaft wie Gottglaube. Weil es einfach keine bessere Erklärung gibt, wird ein völlig unbewiesenes, vermeintliches Faktum geschaffen, dass das Fundament bilden soll. Damit man überhaupt einen Sockel hat (wacklig zwar, aber was tut man in der Erklärungsnot nicht alles ?). Beides Schwachsinn.

Bei der Wissenschaft akzeptiert man es, die Religion belächelt man dafür.

Darauf beruht auch die Kritik. Mich stellen beide Erklärungen nicht zufrieden. Beide haben in etwas dieselben Lücken. Gottvertrauen versus Ur(knall)vertrauen. Die Einen stellen Gott an den Anfang, die anderen ein großes "Plopp !".
Und bei der Evolutionstheorie ist es das Fehlen tausender Bindeglieder, das mich stutzig werden läßt.
Ich frage mich zum Beispiel auch, warum denn Hunde, bereits Tausende Jahre domestiziert vom Menschen, ständig den Menschen vor Augen, nicht endlich mal eine Evolutionsstufe aufsteigen und den aufrechten Gang einnehmen. Wäre doch nur von Vorteil für sie. Wenigstens mal normal hinsetzen in einen Stuhl oder Sessel :grins:

Insofern völlig unzutreffende Gleichsetzung, weil sich für den Urknall genug wissenschaftliche Indizien bzw. Beweise (nenne es wie du willst) finden lassen, etwa die kosmische Hintergrundstrahlung.

Für Gott hingegen nicht.

Die Wissenschaft hat nicht den Urknall "erfunden" um irgend eine Lücke in einem Erklärungsmodell zu schließen, sondern man muss annehmen, dass es einen Urknall gegeben hat, weil alle wissenschaftlichen Erkenntnisse drauf hindeuten.

Dass die Wissenschaft (noch) nicht erklären (oder beweisen) kann, was davor war, oder wie der Prozess im Detail abgelaufen ist, ändert nichts an den äußerst starken wissenschaftlichen Hinweisen auf den Urknall selbst. Man kann die Existenz von Etwas wissenschaftlich belegen, auch wenn man die genaue Natur dieses Etwas noch nicht im Detail wissenschaftlich erklären kann.

Zeig mir im Gegensatz dazu doch mal bitte deine wissenschaftlichen Indizien oder Beweise für Gott?
 
Osa-chan schrieb:
Insofern völlig unzutreffende Gleichsetzung, weil sich für den Urknall genug wissenschaftliche Indizien bzw. Beweise (nenne es wie du willst) finden lassen, etwa die kosmische Hintergrundstrahlung.

Für Gott hingegen nicht.

Gott IST die kosmische Hintergrundstrahlung.
frabz-216dd0.jpg
 
Osa-chan schrieb:
Insofern völlig unzutreffende Gleichsetzung, weil sich für den Urknall genug wissenschaftliche Indizien bzw. Beweise (nenne es wie du willst) finden lassen, etwa die kosmische Hintergrundstrahlung.

Für Gott hingegen nicht.

Die Wissenschaft hat nicht den Urknall "erfunden" um irgend eine Lücke in einem Erklärungsmodell zu schließen, sondern man muss annehmen, dass es einen Urknall gegeben hat, weil alle wissenschaftlichen Erkenntnisse drauf hindeuten.

"Wissenschaftliche Erkenntnisse" sind oft nicht von langer Dauer. Und die Urknalltheorie klärt immer noch nicht, was der Auslöser dafür war, was vorher da war usw.
Und indem man mehrere "Urknalle" (richtig ?) entwirft, also ein Pulsieren aus Expandieren und Kollabieren, löst man das ebenfalls nicht auf (gibt ja vielfältige Theorien), man erweitert und verlagert nur.

Dass die Wissenschaft (noch) nicht erklären (oder beweisen) kann, was davor war, oder wie der Prozess im Detail abgelaufen ist, ändert nichts an den äußerst starken wissenschaftlichen Hinweisen auf den Urknall selbst. Man kann die Existenz von Etwas wissenschaftlich belegen, auch wenn man die genaue Natur dieses Etwas noch nicht im Detail wissenschaftlich erklären kann.

Zeig mir im Gegensatz dazu doch mal bitte deine wissenschaftlichen Indizien oder Beweise für Gott?

Ich kenne keine Gottbeweise, die ich für gültig erachte. Bin da genauso drauf wie in Sachen Urknall oder Evolutionstheorie bzw. Darwinismus und Co.
Ich glaube nicht an einen Gott. Aber ausschliessen will ich es ebensowenig, dass es ein Schöpferwesen gab oder gibt. Oder ein "Etwas", das vielleicht nur den ersten Dominostein antippen mußte. Kann sogar aus Versehen gewesen sein ;) Es gibt viele Denkmodelle, sogar Kombinationen aus "Gott und Evolution". Why not ? Was es wirklich ist oder war, bleibt im Dunkeln verborgen. Werden wir niemals herausfinden.
 
Das mit dem Schöpferwesen war eine nette Erklärung, solange es nur unsere Welt gab und keiner einen Schimmer hatte, wie groß die "Schöpfung" in Wahrheit ist. Auch von den ganzen komplexen Abläufen in der Natur hatte keiner einen Plan (eigentlich sind gerade die ein ganz schweres Indiz dafür, dass es keinen Schöpfer gibt).

Seit aber Wissenschaftler nicht mehr auf die Folterbank gespannt und anschließend abgefackelt werden, wurden immens viele Steine umgedreht, unter denen die Kirche bzw. andere Religionen Gott zu wissen glaubte. Und nie war er darunter. Mittlerweile sind die Erklärungen der Kreationisten immer abenteuerlicher geworden. Das Einzige, was noch erschreckender ist, ist der Umstand, dass dieser Schwachsinn auch in der westlichen Welt (speziell USA) wieder auf dem Vormarsch ist und sogar in Schulen gelehrt wird.
Evolution ist beobachtbar und nachweisbar. Wir lesen fast täglich darüber in den Zeitungen (Stichwort : multiresistente Keime). Zu sagen, man glaubt nicht an Evolution, weil die Wissenschaft keine lückenlose Kette vom ersten Einzeller bis hin zum Menschen vorlegen kann, ist angesichts der verstrichenen Zeitspanne von mehreren Milliarden Jahren schon ziemlich verwegen.

Für einen Gott hingegen gibt es nicht den klitzekleinsten Beweis außer Fragen, die NOCH offen sind und mittlerweile sind wir schon dabei angekommen, dass er eine Schwingung, oder Energieform o.ä. ist. Wieviel abstruser darf es denn noch werden?
 
Selbst, wenn wir eine Art Gottbeweis hätten, würde sich die Frage stellen, was davor war.
Das ist alles unlösbar. Vergeudete Zeit.

Wir können alles sein, ein Versehen, ein Zufall, ein Experiment (das noch läuft), ein Experiment (das nimmer läuft), nichts von allem. Weiß niemand.
 
Im Moment ist es unlösbar. Das bedeutet aber nicht, dass es das auch bleiben wird. Schau doch mal wo die Wissenschaft vor 100 Jahren stand und wo wir heute sind. Ich wage mir kaum vorzustellen, was in weiteren 100 Jahren alles sein wird.
 
Glod schrieb:
Im Moment ist es unlösbar. Das bedeutet aber nicht, dass es das auch bleiben wird. Schau doch mal wo die Wissenschaft vor 100 Jahren stand und wo wir heute sind. Ich wage mir kaum vorzustellen, was in weiteren 100 Jahren alles sein wird.

Du glaubst daran, dass es so weitergeht und zwangsläufig zu dem Ergebnis führen wird, das Du Dir erträumst/erhoffst (Du rechnest auch nur hoch).
Du unterscheidest Dich kaum von denen, die Du so belächelst (sogar die Toleranz anderer Ansichten gegenüber ist plötzlich weg). Dein Gott ist ein anderer, sonst nix.

Du siehst einen Ameisenhügel und die darin stattfindenden Aktivitäten und sagst "Wenn die so weitermachen, dann graben die noch das ganze Universum um in X Bazilliarden Jahren !"

Auch eine Art von Glauben.

Kann man machen, ja. Ich mache das nicht.
 
BAZONG schrieb:
Du glaubst daran, dass es so weitergeht und zwangsläufig zu dem Ergebnis führen wird, das Du Dir erträumst/erhoffst (Du rechnest auch nur hoch).

Falls wir uns nicht vorher ausrotten, oder irgendeiner kosmischen Katastropfe zum Opfer fallen, dann wird es zwangsläufig so weitergehen. Was genau spricht denn dagegen? Hauptaugenmerk ist die permanent steigende Rechenpower, die uns zur Verfügung steht. Die wird nicht weniger werden, davon darfst du getrost ausgehen.
Im Übrigen rechne ich nicht einfach hoch. Ich sage nicht, dass wir in 100 Jahren wissen, wie alles läuft. Das kann gut und gerne nochmal 10.000 Jahre dauern. Fakt ist aber, dass die Wissenschaft der einzige Weg zu diesem Punkt ist. Denn die Kirche - so sie in 10.000 Jahren noch existiert - wird uns dann immer noch weismachen wollen, dass von da oben ein gütiger Mann mit Bart auf uns herablächelt.

Du unterscheidest Dich kaum von denen, die Du so belächelst (sogar die Toleranz anderer Ansichten gegenüber ist plötzlich weg). Dein Gott ist ein anderer, sonst nix.

Mein Gott sind Fakten. Im Übrigen kann jeder glauben, was er will. Ich lasse es mir aber nicht nehmen, dass dann ggf. für Schwachsinn zu halten. Glauben, heißt einfach nur, sich irgendwas zurechtzuspinnen, damit man entspannter lebt. Antworten wird man so aber nicht finden.
Im Übrigen belächeln wir Erwachsene, die an den Weihnachtsmann glauben. Warum soll ich keine Leute belächeln, die an einen Gott glauben? Märchenfigur vs. Märchenfigur. Der Unterschied ist, dass Santa Claus die Leute nicht weich im Kopf macht. Weihnachtsmanngläubige sind seltsam aber harmlos.

Du siehst einen Ameisenhügel und die darin stattfindenden Aktivitäten und sagst "Wenn die so weitermachen, dann graben die noch das ganze Universum um in X Bazilliarden Jahren !"

Nö, tue ich ich. Keine Ahnung, wie du darauf kommst.
 
denke auch, dass die menschheit einfach zu dämlich ist, um hinter "die sache" zu kommen. ist ja sogar zu blöd, das eigene leben ordentlich zu erhalten.

und die eingebildeten schnösel, die in dieser hinsicht mit 100 % wissenschaftlichen beweisen daherkommen, sind auch nicht besser.
 
Glod schrieb:
Im Übrigen belächeln wir Erwachsene, die an den Weihnachtsmann glauben. Warum soll ich keine Leute belächeln, die an einen Gott glauben? Märchenfigur vs. Märchenfigur. Der Unterschied ist, dass Santa Claus die Leute nicht weich im Kopf macht. Weihnachtsmanngläubige sind seltsam aber harmlos.

Ich belächle eben auch Erwachsene, die mir weismachen wollen, dass aus Nichts Etwas entstehen konnte, OHNE Zutun von etwas Anderem.
DAS ist genauso Aberglaube für mich. Das ist der Weihnachtsmann der Wissenschaft.

Wie gesagt: Das Eine nicht akzeptieren heißt ja nicht, dass man einen Gegenentwurf dazu kommentarlos schluckt.
 
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