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Gerade die Evolutionstheorie ist doch im Detail die faszinierenste, raffinierteste, genauste und komplexeste aller Erklärungen. Finde, dagegen stinkt doch jede andere Erklärung vollkommen ab.
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Tatsächlich scheint vieles im Kosmos exakt auf das menschliche Dasein ausgerichtet zu sein - Physiker sprechen vom anthropischen Prinzip. Wären die Stärke der Gravitation, die Ladung eines Elektrons oder die Masse eines Protons nur geringfügig anders, gäbe es weder Atome noch funkelnde Sterne und erst recht kein Leben.
BAZONG schrieb:Und warum kritisch (Glod hat gefragt) ? Gegenfrage: Warum soll man seine Birne nicht anstrengen und selber hinterfragen ?
Glod schrieb:Ach wie niedlich. Wissenschaftler (natürlich aus den USA..), die versuchen, irgendwas mit Gott zu erklären und dann auch unweigerlich mit der Frage konfrontiert werden, wo Gott denn hergekommen sein soll. Selbst wenn dieser "Gott" unseren gesamten Kosmos erschaffen haben soll, dann muss dieser Kosmos irgendwo positioniert sein - und zwar dort, von wo aus "Gott" gearbeitet hat. Und wie bitte ist dieser Platz entstanden?

BAZONG schrieb:Bin immer noch hier
Ich habe nirgends die Evolutionstheorie als "falsch" bezeichnet. Auch hier bitte ich um das Zitat. Kommt da irgendwann mal was zu all den Vorwürfen ?
Ich habe lediglich geäußert, dass es viele Möglichkeiten gibt und auch Ungereimtheiten, weswegen ich diese Theorie nicht in allen Punkten akzeptieren kann.
Es mag Schritte/Vorgänge geben, die evolutionäre Züge besitzen und von Manchem als "Beweis" genutzt werden (quasi hochgerechnet). Ich sehe das eben nicht so bzw. akzeptiere dieses Hochrechnen nicht. Jedenfalls nicht pauschal.
Und warum kritisch (Glod hat gefragt) ? Gegenfrage: Warum soll man seine Birne nicht anstrengen und selber hinterfragen ? Zumal man es mittels Literatur auch noch vertiefen kann (Pro und Kontra oder auch weder noch, sondern eher neutral).
Auch finde ich die hier vorherrschende Denkweise befremdlich, dass einer, der gegen X ist oder X in Frage stellt, automatisch für Y sein muß (das krasse Gegenteil von X). Wo ist denn die vielzitierte Toleranz anderer Meinungen gegenüber ? Die vermisse ich schon hier.
Ich habe auch 2 Jahre die Bibel "studiert" mit den Zeugen Jehovas und ich bin und war erstaunt, wieviele historische Tatsachen sie enthält, die erst mit den Jahrzehnten an Forschungen und Ausgrabungen bestätigt wurden. Die Bibel ist nicht ohne.
Trotzdem glaube ich nicht an einen "fürsorglichen Übervater", der meine Gebete hört. Ich bin ausgetreten aus dem Verein. Dennoch offen für alles.
Was soll dieses "nur"? Was für ein blödsinniger Maßstab wird da benutzt? Ernsthaft? Einfach weil unser Gehirn Schwierigkeiten mit der Vorstellung so eines Vorkommnisses hat soll es etwas besonderes sein? Man kennt das ja, die Natur und der Allmächtige haben extra so ein Amt für WTF gegründet, dass festlegt ab wann ein Zufall "nicht mit rechten Dingen zugeht" und ab wann er "aja, passiert" ist.Wäre zum Beispiel die Materiedichte im Urknall nur um den zehn-hoch-vierzigsten Teil größer gewesen, wäre das Universum in kurzer Zeit wieder kollabiert.
Steht eigentlich alles in meinem vorigen Post. Die Wissenschaft ist sich dessen immer bewusst. Die Begriffe "Wahrheit" und "Tatsache" haben in der Wissenschaft eine ganz andere Definition als in der Religion. Die Religion macht eine Grundannahme ohne zuzugeben, dass es nur eine Annahme ist. Außerdem fordert sie auch von jeder anderen Perspektive ihre Gültigkeit anzuerkennen und verneint diese anderen Perspektiven wiederum. Eine wissenschaftliche Betrachtungsweise würde weder sagen es gibt einen Gott, noch das ein Gott ausgeschlossen ist. Da es keine Faktenlage oder keine zu beobachtenden Phänomene gibt, kann die Wissenschaft sich damit nicht beschäftigen. Deswegen belächelt man die Religion.An diesem Punkt ist Wissenschaft wie Gottglaube. Weil es einfach keine bessere Erklärung gibt, wird ein völlig unbewiesenes, vermeintliches Faktum geschaffen, dass das Fundament bilden soll. Damit man überhaupt einen Sockel hat (wacklig zwar, aber was tut man in der Erklärungsnot nicht alles ?). Beides Schwachsinn.
Bei der Wissenschaft akzeptiert man es, die Religion belächelt man dafür.
FiscHwäcg schrieb:Wie genau sieht denn die Evolution aus bei der du die Beweise als nicht ausreichend feststellst? Geht es um die Aussage, das Leben hat sich über Jahrmillionen durch Fortpflanzung, Anpassung und Mutation verändert und entwickelt? Wo sind die Lücken?
BAZONG schrieb:FiscHwäcg schrieb:Wie genau sieht denn die Evolution aus bei der du die Beweise als nicht ausreichend feststellst? Geht es um die Aussage, das Leben hat sich über Jahrmillionen durch Fortpflanzung, Anpassung und Mutation verändert und entwickelt? Wo sind die Lücken?
Das fängt ja bereits mit dem Urknall an. Aus Nichts soll Materie entstehen. Und aus oder in dieser toten Materie Aminosäuren und so weiter. Sorry, das halte ich für Humbug. Stellt mich nicht zufrieden.
Ansonsten halte ich, auch das habe ich geschrieben, Anpassung in gewissem Maße für möglich. Sieht man ja auch heute immer noch, wie sich die Tierwelt an bestimmte Bedingungen anpasst. Allerdings ist hier auch Skepsis angesagt, in welchem Maße dies so stattfinden kann.
Die Erklärung der Religionen stellt mich ja ebenfalls nicht zufrieden, habe ich ja geschrieben. Auch wenn nun das Weltbild vieler zusammenbricht, aber man kann kritisch der Wissenschaft gegenüber sein OHNE in gleichem Maße der Religion gegenüber unkritisch![]()
el_barto schrieb:Ich will mich an dieser schwachsinnigen Diskussion nicht ernsthaft beteiligen, aber 2 Punkte kann ich so nicht stehen lassen:
- Es wurde im Labor schon nachvollzogen, wie aus "toter" Materie Aminosäuren unter den Bedingungen der Ur-Atmosphäre entstehen können. Darüber hinaus sind Aminosäuren genauso tot wie ein Stein, halt nur ein (nicht mal sonderlich komplexes) Molekül auf C-Basis. Aber auch die anderen Schritte über primitive Verkettungen wie Prionen, einfachen Nukleinsäureverbindungen über den Schritt zur Selbstreproduktion bis hin zu komplexen Zellen und Zellverbindungen sind eigentlich zum Großteil kein Mysterium mehr.
- Man darf nicht wissenschaftliche Theorien mit religiösen Behauptungen aus die selbe Stufe stellen. Letztere behaupten irgendwas, stellen das als Wahrheit hin und wollen das Gegenteil bewiesen bekommen (wobei die Religionen sich immer wieder aus handfesten Beweisen rauswinden, indem der Gottbegriff einfach verändert und absolut ungreifbar gemacht wird). Der wissenschaftliche Ansatz funktioniert genau anders rum. Theorien werden bewiesen, wobei es auch für Evolution genügend handfeste, teils sogar beobachtbare Beweise gibt. Wenn sich keine HInweise auf die Schlüssigkeit finden lassen, werden Theorien verworfen.
Grade was das Urknallbeispiel (und allgemein die Kosmologie um den Urknallzeitpunkt) ist die Forschung auch sehr weit und auch schlüssig. Nur wird hier eben viel mit Mathematik gearbeitet, viele Erklärungen und Beweise sind für den Nicht-Astronom im Detail schnell unverständlich. Aber auch heir gibts einfach zu verstehende Hinweise auf de Authentizität der Theorie wie die Hintergrundstrahlung im All oder das durch Doppler-Rotverschiebung beobachtbare Auseinanderdriften der Galaxien. Natürlich gibts auch hier noch UNklarheiten wie die Frage, wieso bei der Materie-Antimaterie-Annihilation nach dem Urknall ein Bruchteil der normalen Materie übrig bleiben konnte (sonst wären wir ja nicht hier). Aber man ist sich der UNklarheiten bewusst und versucht sie mit großen Anstrengungen aufzuklären.
Noch ein großer Unterschied zu Religionen, die sich grundsätzlich nie in Frage stellen.
Damnit, eigentlch wollt ich nix zum Thema posten, aber dann hats zu arg in den Fingern gejuckt.![]()

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