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ist aber ne berchtigte Frageextraleben schrieb:Aber warum ist die Wahrscheinlichkeit erhöht z Bsp eine 5 zu würfeln nachdem ich schon 4 mal eine Sechs gewürfelt habe wenn das Ergebnis eines neuen Wurfes absolut gar nichts mit dem Wurfergebnis aller vorherigen Würfe zu tun hat ?
Das Gestez der großen Zahlen will uns erklären daß nach vielen vielen Würfen eine Ausgeglichenheit hergestellt wird. In der Praxis kann man das sogar nachvollziehen. Aber in der Theorie macht das für mich keinen Sinn. Was geht da rein ?
edit : daß die Wahrscheinlichkeit GERINGER wird 2mal ne 6 HINTEREINANDER zu würfeln macht ja noch SInn, aber daß man AUSSCHLIEßLIch 6en würfelt, egal wie unwahrscheinlich, schließt das Gesetz aus. Warum ?
Dow Jones schrieb:0.5 x 0,5 x 0,5 = 0,125
dweezzu schrieb:du meinst also wenn ich n Würfel mehrmals werfe wird die Chance kleiner als 1:6?
kapier nicht, worauf du hinaus willst
die Wahrscheinlichkeiten werden addiert...wenn ich ne Sechs will ist meine Chance bei einem Wurf 1:6, bei drei Würfen 3:6, also 1:2
extraleben schrieb:Alles richtig was ihr sagt. Aber warum ist es laut Gestz nicht möglcih unendlich oft eine 6 zu würfeln (weil Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit da) ?

Pillendreher schrieb:war zwar schon im bett aber nochmal für ein edit aufgestanden
bezogen aufs fahren:
gegeben: 10% wahrscheinlichkeit bei 1 gefahrenen kilometer einen unfall zu haben
also hat man nach einem gefahrenen kilometer eine chance von 90% unfallfrei zu sein
jetzt fährt man den 5. kilometer welcher ebenfalls wahrscheinlichkeit von 10% für einen unfall hat
die wahrscheinlichkeit jetzt noch unfallfrei zu sein liegt jedoch nur noch bei 0,9^5 = ~59%

Dow Jones schrieb:extraleben schrieb:Alles richtig was ihr sagt. Aber warum ist es laut Gestz nicht möglcih unendlich oft eine 6 zu würfeln (weil Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit da) ?
Nein, es ist, imo, hier theoretisch (im Gegensatz zu praktisch) nicht möglich unendlich oft eine 6 zu würfeln, da es in diesen LaPlace-ähnlichen Rechnungen mindestens noch eine weitere andere Größe gibt. Und die ist notwendigerweise vorhanden! Und da diese andere Größe vorhanden ist, muss sie zumindest 1 mal auftauchen. Deshalb ist es unmöglich, dass eine Größe unendlich oft auftritt. In einem Grafen würde sie sich der 0 bzw. Unendlich annähern können, aber eben nicht erreichen.
Dow Jones schrieb:Pillendreher schrieb:war zwar schon im bett aber nochmal für ein edit aufgestanden
bezogen aufs fahren:
gegeben: 10% wahrscheinlichkeit bei 1 gefahrenen kilometer einen unfall zu haben
also hat man nach einem gefahrenen kilometer eine chance von 90% unfallfrei zu sein
jetzt fährt man den 5. kilometer welcher ebenfalls wahrscheinlichkeit von 10% für einen unfall hat
die wahrscheinlichkeit jetzt noch unfallfrei zu sein liegt jedoch nur noch bei 0,9^5 = ~59%
Jo, habe ich mir auch überlegt. Die Wahrscheinlichkeit auf ein bestimmtes Ereignis in Folge wird immer abnehmen. Ob das nun Unfälle sind oder nicht. Der Fehler (!!!) besteht jetzt für mich darin einfach den Gegenwert des anderen auszurechnen. Man kann nämlich einfach sagen, dass es den Gegenwert "kein Unfall" so nicht gibt, da einfach noch so viele andere Dinge passieren können, "liegen bleiben", "zu spät kommen", "verfahren" und vieles mehr. Und schon müsste man nicht mehr mit diesen Werten rechnen. Zumindest rechnet man nicht die Wahrscheinlichkeit für einen bestimmten Fall aus, der so gar nicht existiert. Vergleiche mit der Gruppe anderer Zahlen auf dem Würfel und nicht eine andere bestimmte Zahl. In der Logik gibt es ähnliche Bemerkungen über sog. negative Tatsachen!
Schwierig wird es hier, weil fälschlicherweise angenommen wird, dass wer Fall A (Unfall) verneint automatisch nicht-A (unfallfrei) annimmt. Aber aus dem Fehlen von A folgt nicht notwendigerweise Nicht-A. Es kann auch B, C, D daraus folgen.
Nun kann man aber sagen, dass LaPlace und co eigentlich, in der Praxis, gar nichts nutzen, da auch Zufälle eine Rolle spielen. Und schon haben wir die Grenzen der klassischen Wahrscheinlichkeit gesprengt und können nur noch Statistiken aufzählen, die gar keinen Verlauf enthalten!
Wäre auch okay, denn auch so würde der Behauptung, dass mit der Distanz die Unfallgefahr steigt, der Boden entzogen.![]()

), allerdings kannst du ja nicht sagen, nur weil die Wahrscheinlichkeit dieses einzelnen Falles geringer ist, dass man deshalb automatisch weniger Unfälle haben müsste. Vier stark geschminkte Wasserstoffblondinen sitzen in einer Talkshow. Sie wollen in gebrochenem Deutsch beweisen, dass Charles Darwin mit seiner Evolutionstheorie Unrecht hatte. Es ist ein besonders bizarres Beispiel aus dem Reich der religiösen Propaganda: Schöpfungstheorien werden so vom türkischen, seit 2011 bestehenden Satelliten- und Streaming-Sender A9 TV westlich verpackt an die Gläubigen gebracht – auf Türkisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch und Aserbaidschanisch. Der dazugehörige Youtube-Kanal Yaratilistr verzeichnet fast 20.000 Abonnenten und über 67 Millionen Videoaufrufe.
extraleben schrieb:Dow Jones schrieb:extraleben schrieb:Alles richtig was ihr sagt. Aber warum ist es laut Gestz nicht möglcih unendlich oft eine 6 zu würfeln (weil Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit da) ?
Nein, es ist, imo, hier theoretisch (im Gegensatz zu praktisch) nicht möglich unendlich oft eine 6 zu würfeln, da es in diesen LaPlace-ähnlichen Rechnungen mindestens noch eine weitere andere Größe gibt. Und die ist notwendigerweise vorhanden! Und da diese andere Größe vorhanden ist, muss sie zumindest 1 mal auftauchen. Deshalb ist es unmöglich, dass eine Größe unendlich oft auftritt. In einem Grafen würde sie sich der 0 bzw. Unendlich annähern können, aber eben nicht erreichen.
Interessant, aber rein praktisch ist es doch möglich unendlich oft ne 6 zu würfeln, wieso nicht auch theoretisch ? Wieso kann man theoretisch "irgendwas" "dazudichten" wenn doch praktisch ganz klar feststeht welche Möglichkeiten es gibt (in unserem Fall die 1 bis 6). DAS versteh ich nicht. Werde mich Morgen mal mit Laplace beschäftigen. Sehr spannend das Ganze.
Hana-Bi schrieb:Also im Extremfall heißt das, dass wenn ich mit meinem Wagen im Jahr nur 1m fahre ne (mindestens) gleiche Wahrscheinlichkeit habe einen Unfall zu bauen, als wenn ich 100.000 km fahre?
Du betrachtest ja hier nur das Ereignis "Unfall", welcher meinetwegen bei 100.000 km geringer ist als bei 1m (bei einem Unfall direkt nach einem Meter wäre das Ergebnis ja ein Unfall pro gefahrenem Meter pro Jahr), allerdings kannst du ja nicht sagen, nur weil die Wahrscheinlichkeit dieses einzelnen Falles geringer ist, dass man deshalb automatisch weniger Unfälle haben müsste.
Das stimmt so nicht. Siehe oben.Auf was dweezu hinaus wollte war ja die von dir eben auch genannte Unfallgefahr. Und die steigt natürlich mit jedem gefahrenem Meter.
Auch hier wieder das Beispiel mit 1m und 100.000 km: Wie oft kann ich ne 6 Würfeln bei nur einem Versuch und wie viele 6er kann ich Würfeln bei 1.000.000 Versuchen? Und warum muss es denn deiner Ansicht nach sein, dass man nun eine Millionen mal ne 6 würfelt? Wo soll denn dahinter ne Logik stecken? Ist doch völlig wurst was vorher passiert ist. Hat doch mit unserem betrachteten Fall nichts zu tun, da ein Unfall ja nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher wird, wenn bereits ein Unfall passiert ist oder eben nicht.
Dow Jones schrieb:Die Chance bei einem Würfel eine Zahl zu würfeln ist bei 1/6. Das verändert sich auch nicht. Die Chance aber 2 mal die selbe (!!!) Zahl hintereinander (!!!) zu würfeln ist eben nicht 1/6. Hier wird nicht addiert, hier wird multipliziert. Es wird genau dann nicht multipliziert, wenn die Ergebnisse voneinander abhängig sind. Aber genau das ist beim Würfeln und bei Autofahrten nicht der Fall.
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