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Coronavirus / Covid-19 (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dann warte mal ab bis alle geimpft sind und trotzdem Null Komma nix besser wird, mal schauen wer es dann Schuld ist. :D

Ungeimpfte, ja ne is klar.

Manche benötigen ein einfaches Muster und ein Feindbild um sich selber moralisch überlegen zu fühlen. Egal das die Realität genau aufzeigt, wie dumm die Annahme derer sind. Das gilt für Telegram schwubbler genauso wie solche die immernoch meinen, ein ungeimpfter sei an irgendwas "schuld".
 
Na ja, der Post von Caro oben zeigt schon sinnbildlich, dass da nicht nur Schwurbler liegen. ich glaube, und sehe es auf der Arbeit eigentlich täglich, dass viele immer noch verunsichert sind, sich davon beirren lassen, ohne dabei gleich völlig abzudrehen. Ich bin diese Woche wieder mit 3 Klienten zum offenen Impfen gefahren. Ich frage hier wöchentlich bei der Oberarztvisite nach dem Impfstatus und mache dann entsprechend das Angebot, dass ich für die Patienten Impftermine besorge bzw. sie zu Impfaktionen fahre. Im Schnitt sind nun von 25 Patienten 2 Schwurbler, 7 gar nicht geimpft oder nur einmal und der Rest durchgeimpft oder die letzte Impfung erst ein paar Tage her.
Man muss auch dazu sagen, dass das Menschen sind, die solche Dinge nur schwer selbst hinbekommen.
Es wird jetzt seit genau einem Jahr geimpft und seit 2 Jahren ist Pandemie. Jeder hat lange Zeit sich selbst darüber zu informieren, was die Vor- und eventuekke Nachteile vom Impfen sind. Das ist echt nicht schwer. Wer es dann erst auf der Intensivstation merkt, dass es ein doofer Fehler war abzuwarten, hat halt eine richtig schlechte Entscheidung im Leben getroffen. Passiert.
Nur müssen sie damit halt leben, wenn auch nicht mehr lange.

Mir bereitet es keine Freude so etwas zu lesen, aber mir ist es definitiv gleichgültig. Seit dem es die Impfung gibt, haben Menschen ohne große Vorerkrankung es selbst in der Hand, ob sie das Risiko an Corona zu sterben eingehen möchten, oder nicht. Jeder darf gerne sein Glück herausfordern.
 
Es wird jetzt seit genau einem Jahr geimpft und seit 2 Jahren ist Pandemie. Jeder hat lange Zeit sich selbst darüber zu informieren, was die Vor- und eventuekke Nachteile vom Impfen sind. Das ist echt nicht schwer. Wer es dann erst auf der Intensivstation merkt, dass es ein doofer Fehler war abzuwarten, hat halt eine richtig schlechte Entscheidung im Leben getroffen. Passiert.
Nur müssen sie damit halt leben, wenn auch nicht mehr lange.

Mir bereitet es keine Freude so etwas zu lesen, aber mir ist es definitiv gleichgültig. Seit dem es die Impfung gibt, haben Menschen ohne große Vorerkrankung es selbst in der Hand, ob sie das Risiko an Corona zu sterben eingehen möchten, oder nicht. Jeder darf gerne sein Glück herausfordern.

Nein, weil es eben Pflegepersonal und Ärztinnen gibt, die diese Leute behandeln und die leiden auch darunter. Und deswegen ist es nicht egal. Es geht nicht nur um den Sterbenden, sondern auch um die Familie, Freunde und die Leute, die diese Menschen dann behandeln und evtl. in den Tod begleiten müssen.
 
Seit dem es die Impfung gibt, haben Menschen ohne große Vorerkrankung es selbst in der Hand, ob sie das Risiko an Corona zu sterben eingehen möchten, oder nicht. Jeder darf gerne sein Glück herausfordern.
Das ist nur dann wahr, wenn man keine Fantasie hat sich eine Impfkampagne vorstellen zu können, die weniger auf neoliberale Eigenverantwortung setzt und mehr auf Aufklärung und spezifischere Ansprache.

Und das Tolle ist: dafür braucht man im Grunde nicht Mal Fantasie, weil wir wissen dass Länder wie Spanien, Portugal, Kuba und sogar hierzulande ein Bundesland wie Bremen gerade deshalb bessere Impfquoten haben, weil sie alle niedrigschwellige Angebote geschaffen und vertrauensbildende Maßnahmen getroffen haben, die auch Leute ansprechen, die sich durch Eigenverantwortung alleine nicht abholen lassen.
 
Das gilt für Telegram schwubbler genauso wie solche die immernoch meinen, ein ungeimpfter sei an irgendwas "schuld".
Da ich gerade selbst ein Argument vorgebracht habe, das gegen individuelle Schuldzuweisungen gerichtet ist, formuliere ich das einfach so: Selbstverständlich ist die sogenannte "Impflücke" dafür verantwortlich, dass Corona weiterhin eine solche Belastung für unsere Gesellschaft und das Gesundheitssystem ist und vermeidbare Todes- und Krankheitsfälle verursacht.
Der Weg aus der Pandemie erfolgt über Impfungen und unvermeidbare Krankheits- und Todesfolgen oder über unzureichende Impfquoten und vermeidbare Krankheits- und Todesfolgen. Das ist eine medizinisch-wissenschaftlich erwiesene Tatsache und dafür muss man nichtmal das Wort "Schuld" in den Mund nehmen.
 
Und denkt dran: 73,5% der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Das sind 61,1 Mio.

Heißt im Umkehrschluss, dass wir noch etwa 21,9 Mio Ungepeimpfte haben.

Wenn man jetzt noch Kinder unter 5 raus rechnet, fallen bei den Ungeimpften noch einmal 4,8 Mio raus.

Bleiben also noch 17,1 Mio. (Bzw 20,6%)

So und dann rechnen wir noch 30% der 5 bis 12 Jährigen weg, die aktuell noch nicht vollständig geimpft sind (bewusst nur 30%, um einen Sicherheitspuffer zu haben für die, die von ihren Eltern nicht geimpft werden lassen), also nochmal 1,8 Mio weg.

Verbleiben 15,3 Mio.

Die 12 bis 17 Jahrigen lass ich bewusst weg, da sind aber auch noch einige, die sich in Impfung befinden. Aber, lassen wir weg.

Wir reden also von 15,3 Mio., die sich Impfen lassen könnten und sollten. 18,4%

Das ist keine gesellschaftliche Spaltung oder ein Problem in der Gesellschaft. Das ist eine egoistische und nicht belehrbare Minderheit, die ganz laut schreit, die die sozialen Medien flutet und die 81,6% der Bevölkerung in Geiselhaft nehmen.

Ja, auch da kann man manche bestimmt noch umstimmen. Aber irgendwann ist auch mal gut. Impfpflicht her und gut ist.
 
Das ist nur dann wahr, wenn man keine Fantasie hat sich eine Impfkampagne vorstellen zu können, die weniger auf neoliberale Eigenverantwortung setzt und mehr auf Aufklärung und spezifischere Ansprache.

Und das Tolle ist: dafür braucht man im Grunde nicht Mal Fantasie, weil wir wissen dass Länder wie Spanien, Portugal, Kuba und sogar hierzulande ein Bundesland wie Bremen gerade deshalb bessere Impfquoten haben, weil sie alle niedrigschwellige Angebote geschaffen und vertrauensbildende Maßnahmen getroffen haben, die auch Leute ansprechen, die sich durch Eigenverantwortung alleine nicht abholen lassen.
Meinst du damit jetzt emotionale Ansprache? Oder hast du ein Beispiel?
 
Meinst du damit jetzt emotionale Ansprache? Oder hast du ein Beispiel?
Die Impfbereitschaft hängt also von der Güte der Kommunikation der Impfkampagne ab. Bremen bestätigt Knolls Befund: Die Zweitimpfungsquote liegt hier bei 81 Prozent – bundesweite Spitze. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) erklärt dies so: „Wir haben Daten erhoben, wo die Inzidenzen besonders hoch sind: Dort, wo die Arbeits- und Wohnverhältnisse prekärer sind. Und für uns war klar, hier muss man unterstützen, aufklären und Angebote schaffen.“ Dafür habe man mit Menschen zusammengearbeitet, die Kontakte in die Communitys hätten, an Stadtteilprogramme angedockt. „Dieses Vertrauen lässt sich nicht in zwei, drei Tagen herstellen, das muss man langfristig aufbauen. Aber wenn Vertrauen da ist, werden die Angebote auch wahrgenommen“, so Bernhard.

In Portugal und Spanien, wo die Impfquote bei fast 100 Prozent liegt, haben die Behörden an Haustüren geklopft, SMS mit einer Impfaufforderung verschickt, die Impfung auch in Zahnarztpraxen oder Supermärkten ermöglicht. „Man hat Solidarität nicht bloß eingefordert, sondern auch erklärt, warum diese wichtig ist“, sagt Suzanne Suggs, Kommunikationswissenschaftlerin in Lugano. Dabei habe sich die lange Tradition „communitybasierter“ Handlungen in diesen Ländern ausgezahlt. In der Schweiz hingegen gelte die Impfung als individueller Entscheid. Auch hätten die Behörden nicht berücksichtigt, dass effektive Kommunikation individuelle Ansprache erfordere. „Wenn man versucht, alle auf die gleiche Weise zu erreichen, erreicht man letztlich niemanden“, sagt Suggs. In der Schweiz werde ab einem gewissen Alter jede Frau zur Krebsvorsorge aufgefordert. Das sei erfolgreich und zeige, dass spezifische Kommunikation funktioniere. „Die Pandemie wurde nicht mit derselben Dringlichkeit behandelt“, glaubt Suggs.

Die Beispiele Bremen sowie Spanien und Portugal zeigen: Neben historischen Faktoren ist die Kampagne entscheidend – und die ließ vielfach zu wünschen übrig
.

Aus: Ursprünge der Impfskepsis - eine deutsche Besonderheit (taz, WOZ und Falter)
 
Das ist nur dann wahr, wenn man keine Fantasie hat sich eine Impfkampagne vorstellen zu können, die weniger auf neoliberale Eigenverantwortung setzt und mehr auf Aufklärung und spezifischere Ansprache.

Und das Tolle ist: dafür braucht man im Grunde nicht Mal Fantasie, weil wir wissen dass Länder wie Spanien, Portugal, Kuba und sogar hierzulande ein Bundesland wie Bremen gerade deshalb bessere Impfquoten haben, weil sie alle niedrigschwellige Angebote geschaffen und vertrauensbildende Maßnahmen getroffen haben, die auch Leute ansprechen, die sich durch Eigenverantwortung alleine nicht abholen lassen.
Willst du mir etwa sagen, dass es in Deutschland nicht seit Monaten niedrigschwellige Impfangebote gibt, die es aber nur in den von dir genannten Staaten gibt?
Seit dem Boostern sind auch die alle überrannt von denen, die sich auch vorher über Impfungen informiert haben.

Welche vertrauensbildenden Maßnahmen gibt es denn genau in Staaten wie Portugal, die es bei uns nicht gibt?

Und soll das implizieren, dass unsere Maßnahmen dies fehlt? Ich hatte persönlich nie das Gefühl, dass der Staat und die Wissenschaft hier mein Vertrauen ausnutzen und mich hinterlistig verarschen.
 
Die Impfbereitschaft hängt also von der Güte der Kommunikation der Impfkampagne ab. Bremen bestätigt Knolls Befund: Die Zweitimpfungsquote liegt hier bei 81 Prozent – bundesweite Spitze. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) erklärt dies so: „Wir haben Daten erhoben, wo die Inzidenzen besonders hoch sind: Dort, wo die Arbeits- und Wohnverhältnisse prekärer sind. Und für uns war klar, hier muss man unterstützen, aufklären und Angebote schaffen.“ Dafür habe man mit Menschen zusammengearbeitet, die Kontakte in die Communitys hätten, an Stadtteilprogramme angedockt. „Dieses Vertrauen lässt sich nicht in zwei, drei Tagen herstellen, das muss man langfristig aufbauen. Aber wenn Vertrauen da ist, werden die Angebote auch wahrgenommen“, so Bernhard.

In Portugal und Spanien, wo die Impfquote bei fast 100 Prozent liegt, haben die Behörden an Haustüren geklopft, SMS mit einer Impfaufforderung verschickt, die Impfung auch in Zahnarztpraxen oder Supermärkten ermöglicht. „Man hat Solidarität nicht bloß eingefordert, sondern auch erklärt, warum diese wichtig ist“, sagt Suzanne Suggs, Kommunikationswissenschaftlerin in Lugano. Dabei habe sich die lange Tradition „communitybasierter“ Handlungen in diesen Ländern ausgezahlt. In der Schweiz hingegen gelte die Impfung als individueller Entscheid. Auch hätten die Behörden nicht berücksichtigt, dass effektive Kommunikation individuelle Ansprache erfordere. „Wenn man versucht, alle auf die gleiche Weise zu erreichen, erreicht man letztlich niemanden“, sagt Suggs. In der Schweiz werde ab einem gewissen Alter jede Frau zur Krebsvorsorge aufgefordert. Das sei erfolgreich und zeige, dass spezifische Kommunikation funktioniere. „Die Pandemie wurde nicht mit derselben Dringlichkeit behandelt“, glaubt Suggs.

Die Beispiele Bremen sowie Spanien und Portugal zeigen: Neben historischen Faktoren ist die Kampagne entscheidend – und die ließ vielfach zu wünschen übrig
.

Aus: Ursprünge der Impfskepsis - eine deutsche Besonderheit (taz, WOZ und Falter)


ich hab auch gelesen dass es psychologisch ne ganz andere Schiene wenn der Staat einem einen Impftermin schickt anstatt zu warten dass man sich selbst einen nimmt.

Denn aktiv etwas absagen habe eine wesentlich höhere Schwelle als aktiv zusagen.
 
Willst du mir etwa sagen, dass es in Deutschland nicht seit Monaten niedrigschwellige Impfangebote gibt, die es aber nur in den von dir genannten Staaten gibt?
Seit dem Boostern sind auch die alle überrannt von denen, die sich auch vorher über Impfungen informiert haben.

Welche vertrauensbildenden Maßnahmen gibt es denn genau in Staaten wie Portugal, die es bei uns nicht gibt?

Und soll das implizieren, dass unsere Maßnahmen dies fehlt? Ich hatte persönlich nie das Gefühl, dass der Staat und die Wissenschaft hier mein Vertrauen ausnutzen und mich hinterlistig verarschen.

nunja der Boosterstart ist ja mal wieder ordentlich in die Hose gegangen. Dass sich Leute nicht 3h in die Kälte stellen wenn man nicht nen starken ImpfWILLEN hat ist imo kein Wunder.
 
Ich hatte persönlich nie das Gefühl, dass der Staat und die Wissenschaft hier mein Vertrauen ausnutzen und mich hinterlistig verarschen.
Das ist schön für dich, ich habe das auch nicht. Aber offensichtlich gibt es weiterhin Leute denen das Vertrauen in Institutionen fehlt. Und ich sage: gerade weil wir einerseits in vielen Bereichen eine Überbürokratisierung haben, und an anderen Stellen dafür unerklärlicherweise einen nötigen Organisierungsgrad vermissen lassen.

Und ich stimme @no0bY zu:
Wir reden also von 15,3 Mio., die sich Impfen lassen könnten und sollten. 18,4%

Das ist keine gesellschaftliche Spaltung oder ein Problem in der Gesellschaft.
Es gibt keine Spaltung, die sich durch Zahlen stützen ließe. Es ist politisches und kommunikatives Versagen, dass man diese Spaltung so in den Mittelpunkt der Debatte stellt und den Zweifler*innen somit zu einer Größe verhilft, die sie nicht haben müssten.

Das in Kombination mit oben genannten Faktoren und man muss sich eben nicht wundern woher unsere Inpflücke kommt.
 
Die Impfbereitschaft hängt also von der Güte der Kommunikation der Impfkampagne ab. Bremen bestätigt Knolls Befund: Die Zweitimpfungsquote liegt hier bei 81 Prozent – bundesweite Spitze. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) erklärt dies so: „Wir haben Daten erhoben, wo die Inzidenzen besonders hoch sind: Dort, wo die Arbeits- und Wohnverhältnisse prekärer sind. Und für uns war klar, hier muss man unterstützen, aufklären und Angebote schaffen.“ Dafür habe man mit Menschen zusammengearbeitet, die Kontakte in die Communitys hätten, an Stadtteilprogramme angedockt. „Dieses Vertrauen lässt sich nicht in zwei, drei Tagen herstellen, das muss man langfristig aufbauen. Aber wenn Vertrauen da ist, werden die Angebote auch wahrgenommen“, so Bernhard.

In Portugal und Spanien, wo die Impfquote bei fast 100 Prozent liegt, haben die Behörden an Haustüren geklopft, SMS mit einer Impfaufforderung verschickt, die Impfung auch in Zahnarztpraxen oder Supermärkten ermöglicht. „Man hat Solidarität nicht bloß eingefordert, sondern auch erklärt, warum diese wichtig ist“, sagt Suzanne Suggs, Kommunikationswissenschaftlerin in Lugano. Dabei habe sich die lange Tradition „communitybasierter“ Handlungen in diesen Ländern ausgezahlt. In der Schweiz hingegen gelte die Impfung als individueller Entscheid. Auch hätten die Behörden nicht berücksichtigt, dass effektive Kommunikation individuelle Ansprache erfordere. „Wenn man versucht, alle auf die gleiche Weise zu erreichen, erreicht man letztlich niemanden“, sagt Suggs. In der Schweiz werde ab einem gewissen Alter jede Frau zur Krebsvorsorge aufgefordert. Das sei erfolgreich und zeige, dass spezifische Kommunikation funktioniere. „Die Pandemie wurde nicht mit derselben Dringlichkeit behandelt“, glaubt Suggs.

Die Beispiele Bremen sowie Spanien und Portugal zeigen: Neben historischen Faktoren ist die Kampagne entscheidend – und die ließ vielfach zu wünschen übrig
.

Aus: Ursprünge der Impfskepsis - eine deutsche Besonderheit (taz, WOZ und Falter)
Danke! Ja, das wäre in der Tat ein guter Weg gewesen, den man zusätzlich hätte bestreiten müssen.
 
Das ist schön für dich, ich habe das auch nicht. Aber offensichtlich gibt es weiterhin Leute denen das Vertrauen in Institutionen fehlt. Und ich sage: gerade weil wir einerseits in vielen Bereichen eine Überbürokratisierung haben, und an anderen Stellen dafür unerklärlicherweise einen nötigen Organisierungsgrad vermissen lassen.
Und deshalb würde ich gerne wissen, was Portugal, Spanien und Kuba wie von dir genannt besser als Deutschland machen, dass dort so viele mehr Menschen deiner Meinung nach Vertrauen in die Institutionen und die Impfkampagne haben?

Oder liegt es gar nicht daran ,sondern dass dort die Menschen den Zusammenbruch des Gesundheitssystems miterleben mussten und in der eigenen Familie miterleben mussten, wie ihre Liebsten an Corona verrecken, während das Gesundheitssystem ihnen nicht mehr helfen konnte? (Von Kuba habe ich auf die schnelle nichts gefunden, ob es dort auch so war)

Ich wäre deshalb etwas vorsichtiger mit den Behauptungen, warum es in anderen Ländern eine größere Impfbereitschaft gibt wie hier.
Einfach Mal zu behaupten es läge an fehlenden vertrauensvollen Maßnahmen in Deutschland, ist schon ganz schön dreist. Jeder, absolut jeder hat die Möglichkeit sich in Deutschland von einem (Haus-) Arzt über die Impfung beraten zu lassen. Wem das nicht vertrauensvoll genug ist, dem kann auch sonst niemand mehr helfen.
 
Na ja, ich wollte neulich auch nen Termin bei meiner Hausärztin machen. Wegen Vorsorgeuntersuchung. Das ist hoffnungslos, da versuchen anzurufen. Aber ne Nachricht kann man sich anhören. „Schreiben Sie uns bitte keine email“.
 
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