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Coronavirus / Covid-19 (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich mach mir da keinen Bauch.
Im Herbst haben wir 70-80% Impfquote. Also selbst wenn die Inzidenz wieder steigt, ist imo kein Grund mehr für Lockdowns gegeben, da die Zahl der schweren Verläufe zwangsläufig runter gehen muss.


Und man darf nicht vergessen: In UK wurde überwiegend mit AZ geimpft, das eine schwächere Schutzwirkung gegen die dort grassierende Delta-Variante hat. Bei uns werden überwiegend die mRNA-Impfstoffe gegeben, die auch gegen Delta gut schützen.

Die Inzidenzen werden im Herbst wieder steigen, ganz einfach weil das Virus endemisch wird und sich alle Atemwegserkrankungen in den kalten Monaten häufiger zeigen. Hab das ja schon gestern geschrieben, das wird jetzt wohl dauerhaft so sein.
Solange sich die Menschen weiterhin schön alle 1-2 Jahre gegen Corona impfen lassen, ist da alles in Butter. Und wenn Impfstoff verfügbar ist und die Leute impffaul werden - dann ist das in den meisten Fällen Eigenverantwortung, wenn man dann in 3 Jahren damit auf der Intensiv landet.

Ich drück die Daumen, dass es so kommt. Bleibe aber skeptisch. Toll wäre das aber schon.
 
Ich drück die Daumen, dass es so kommt. Bleibe aber skeptisch. Toll wäre das aber schon.
Hierzu auch ein Interview mit dem Chefarzt Infektiologie am Klinikum München-Schwabing. Ist SZ Plus, daher kopier ich den Text mal rein:

Die Pandemie scheint, zumindest in Deutschland, auf dem Rückzug zu sein. Wird jetzt alles wieder normal? Professor Clemens Wendtner, Leiter der Infektiologie und Chefarzt am Klinikum München-Schwabing, hat den ersten Covid-19-Patienten Deutschlands behandelt. Im Interview erklärt er, wie unser Leben nach Corona aussehen wird und was die Gesellschaft aus der Zeit mitnehmen wird.

SZ: Herr Wendtner, ist die Pandemie jetzt vorbei?

Clemens Wendtner: Aus der Pandemie wird eine Endemie werden. Ein Virus, das so gewütet hat, wird zwar nicht von jetzt auf gleich verschwinden. Doch wir haben mit den Impfungen gespitzte Waffen. Wir können uns auch, was die Mutationen angeht, zunehmend wappnen, indem wir Impfstoffe anpassen. Und selbst wenn Richtung Herbst noch mal eine vierte Welle kommt, wovon ich ausgehe, wird es das Gesundheitssystem hoffentlich nicht an die Grenzen bringen.

Wird man im Herbst noch einmal einen Lockdown brauchen?

Mit großer Wahrscheinlichkeit: Nein. Es wird wohl eher eine kleine Welle sein, eine Art Nachbeben, weil wir bis dahin vielleicht noch keine Durchimpfungsquoten von 70 oder 80 Prozent haben werden. Wir werden auch mit der einen oder anderen Mutation zu kämpfen haben. Aber nach allem, was wir wissen, wird das nicht mehr zu einer so massiven Welle an Neuinfizierten führen.

Welche Rolle werden Mutanten künftig spielen? Können sie uns den Impferfolg noch kaputtmachen?

In Großbritannien stellt die Delta-Variante gerade eine Herausforderung dar. Das wird eine Blaupause sein, wie es im Herbst in Deutschland sein könnte. Dazu muss man wissen, dass in Großbritannien sehr viel Impfstoff von Astra Zeneca verimpft wurde und dieser Impfstoff bei der Delta-Variante nicht ganz so protektiv ist, wie es der Impfstoff von Biontech/Pfizer nach ersten Daten offensichtlich ist. Aber wir haben auch die Alarmsysteme aktiviert: Man weiß inzwischen, dass es sehr sinnvoll ist, Viren systematisch zu sequenzieren. Wir würden also auch neue Varianten frühzeitig entdecken. Und wir haben die Technologie, Impfstoffe schnell anzupassen.

Seit dieser Woche gibt es in Bayern weniger Kontaktbeschränkungen, die Innengastronomie durfte öffnen. Was halten Sie von den Lockerungen?

Man muss einen harten Lockdown machen, wenn er indiziert ist. Aber man muss dann auch erkennen, wenn die Dinge sich zum Besseren wenden und die Zügel lockerlassen - ohne unvernünftig zu sein. Die Lockerungen sind immer noch mit einem Sicherheitsnetz verbunden. Und wir gehen ja davon aus, dass die Impfungen schützen, darauf muss man dann auch vertrauen. Man kann nicht jahrelang den Katastrophenfall aufrechterhalten, nur um das letzte Risiko auszuschließen. Es gibt kein Nullrisiko.

Wie viel Risiko kann oder muss eine Gesellschaft tragen?

Ich gebe ein Beispiel aus der Onkologie: Es gibt Personen, die rauchen. Wir wissen, dass das mit einem Risiko behaftet ist, dass diese Personen Lungenkarzinome entwickeln können. Doch deswegen würde man das Rauchen nicht verbieten. Das heißt, am Ende ist es eine individuelle Risikoabwägung. Natürlich muss die Gesellschaft großen Schaden abwenden. Deshalb ist eine Impfkampagne wichtig gewesen. Doch es wird immer Menschen geben, die sich nicht impfen lassen wollen, damit ein Risiko für sich tragen und ein Restrisiko in die Gesellschaft einführen. Damit müssen wir lernen umzugehen.

Wenn immer ein Restrisiko bleibt, wie lange ist es dann noch tragbar, Clubs und Diskotheken geschlossen zu halten und Großveranstaltungen zu verbieten?

Bei Großveranstaltungen bin ich zurückhaltend, hier zu flotte Öffnungsschritte zu vollziehen. Da gibt es einfach so viele Kontaktflächen. Das wäre aus meiner Sicht erst wieder in Ordnung, wenn wir wirklich eine Herdenimmunität aufgebaut haben. Das werden wir im Juli noch nicht haben.

Wie wird das Leben nach der Pandemie denn aussehen?

Das darf man sich sehr undramatisch vorstellen. Wir kennen alle die Horrorgeschichten der Spanischen Grippe von 1918, aber wir können heute vernünftig mit einer Influenza-Schutzimpfung in den Winter starten. Und so wird es auch mit Corona sein, dass wir uns einfach - entweder jährlich oder zweijährlich, das ist noch nicht ausgemacht - einer Impfung unterziehen und damit auch einen sehr guten Schutz haben. Das wird Routine werden.

Maskentragen zum Beispiel ist ja auch normal geworden. Werfen wir das bald alles wieder über Bord?

Ich glaube schon, dass gewisse Verhaltensmuster auch in die Zeit nach der Pandemie übertragen werden. Man kann ja auch von anderen lernen. Im asiatischen Raum war das Maskentragen schon vor der Pandemie Usus. Es sollte keine Vorschrift sein, aber man sollte auch nicht über Personen lächeln, die in der U-Bahn oder im Bus auch im Jahr 2022 mit einer Maske einsteigen. Man hat ja auch gesehen, dass die Masken zusätzlich vor anderen Atemwegs- oder Viruserkrankungen geschützt haben.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/corona-impfung-pandemie-clemens-wendtner-1.5316498?ieditorial=0
 
Habe auch Biontech bekommen und seit der Impfung (ca 24 Stunden her) bisher keinerlei Probleme. Arbeitskollegen die JJ gewählt haben sind für heute krank gemeldet.

Also, meine Frau hat als Erst- und Zweitimpfung Biontech bekommen und bei der erste war überhaupt nix. Dafür jetzt bei der Zweitimpfung exakt die gleiche Reaktion wie bei mir nach der Erstimpfung AZ. Find ich sehr interessant :D
 
Also gestern nach der impfung hatte ich garnichts. Heute merk ich schon, dass der arm um die einstichstelle schmerzt. Aber ist erträglich. Und nen leichten schädel hab ich auch, aber liegt glaub ich nicht an der impfung. Das hab ich oft in den ersten tagen, wenn es so heiss ist.
 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/u..._ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

Die Bundesregierung plant wohl nicht mehr mit Curevac. Soweit ich weiß haben sie weitere Bestellungen von Astrazeneca und J&J ja ebenfalls ausgeschlossen. Da fragt man sich ein wenig, ob die wirklich drüber nachgedacht haben. Was das allein für ein Signal sendet. "Bei der nächsten Pandemie überlegt euch lieber zweimal, ob ihr überhaupt Vakzine entwickeln wollt, denn wenn ihr Pech habt kaufen wir sie nicht." Oder vielleicht mal drüber nachdenken, was passieren würde, wenn sich herausstellen sollte, dass genau die Vakzine gegen zukünftige Mutationen wirken, die man vorher nicht mehr haben wollte...
 
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