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MOVIE Chernobyl Diaries (Der neue Horrorstreifen von Oren Peli)

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hey, ich seh ja grad, die kleine-Mädchen-Rückendreh-Verarsch-Ablenkszene ist ja sogar im Trailer :lol:

Und es ist wirklich angenehmer, wenn die Shots wie im Trailer nur so ne Sekunde lang sind :D
 
Oxblood schrieb:
Ich poste es mal hier rein, passt vermutlich am besten, wenn der Film schon einen eigene Thread hat.


Den er nicht verdient. Dieser Film ist...ziemlich schlecht. Ich hab ihn am Wochenende gesehen im Kino und naja, ich drösel es euch mal auf.

Die Prämisse kennt ja jeder, der oben den Trailer gesehen hat. Dusselige Typen wollen nach Pripyat und dann passiert was. Darauf kann man den Film auch echt reduzieren, denn mehr als das ist es nicht.

Der Film erfüllt beinahe ALLE Klischees eines wirklich schlecht-schlechten Horrorstreifens. "Ey, lass ma in die potentiell gefährliche Gegend fahren, passiert schon nix, schau hier, wir fahren mit einem wirklich gepflegten 400 Jahre alten Schrottbuss. Klingt doch super, oder?" Immerhin versuchen sie nicht, Party in Pripyat zu machen. DANKE Film, daß du mir wenigstens das erspart hast.

Aber hier fass ich es in Spoiler, wenn der Film es auch wirklich so gar nicht verdient hat

Immerhin braucht der Film nicht ganz so lange, bis er zur Sache kommt. Bindung zu den Charakteren gibts keine, wir haben den leichtsinnigen Schwachmaten, der den Leuten das eingebrockt hat, den quengeligen kleinen Bruder, der lieber normal Urlaub machen will (auch bekannt als "Der Vernünftige"), seine viel zu leicht bekleidete Freundin, die keinerlei Charaktermerkmale hat, ihre Kollegin, die man mit "Ich will da Fotos machen" zusammenfassen kann, 2 hastig hinzugestolperte Rucksacktouries (Grinsefilzlaus und Die Schwedin) und Yuri, den einzig halbwegs sympathischen Charakter, der hier den Fremdenführer gibt.

Wir fahren also mit bereits erwähntem Schrottbuss nach Prippiprappy, aber natürlich dürfen die Kerls nicht rein, Sprerrgebiet und Militärpräsenz und so. Aber Yuri kennt natürlich einen Schleichweg und schwupps sind sie drin. Hier folgt dann minutengenau getimed der erste Non-scare, gefolgt vom ersten Jumpscare. Schnitt, Pripyat-Rumlaufmontage (ich überspring das, ihr habt alle Stalker und COD gespielt, ihr wisst wie Pripyat aussieht). Eine wahnsinnig schlechte CGI-Bärenattacke später wird es auch schon dunkel und Wunder oh Wunder, der Wagen ist sabotiert.
Ich fass mich von hier an kurz. Yuri stirbt, Quengelkopp stirbt, Freundin wird entführt, Filzlaus und Schwedin sterben, Leichtsinnskerl und Fotofrau kommen nach 20 Minutem total verwackeltem Rumgehetze im Reaktor raus und werden total verstrahlt. Leichtsinnskerl wird postwendend vom Militär erschossen, Fotofrau wird mit anderen Verstrahlten eingesperrt, die noch für den letzten, vom Konzept so gewollten Jumpscare mit Schnitt auf die Credits und irgendeinen Song von Marilyn Manson gut sind.

Oh und die "Monster"? Einfach bloss entflogene Verstrahlte, sonst nix. Rumpeln etwas in der Gegend rum, können sonst aber nichts ausser Grapschen und beißen. Spannend.

Meine Lieblings-Quatschszene? Ein offenbar zu den Verstrahlten gehörendes Mädchen schleicht sich an die Gruppe an und stellt sich mit dem Rücken zu ihnen, weil sie mal in nem Buch über Standart-Horrorfilme gelesen hat, daß das total schaurig wär. Natürlich geht die ganze Gruppe unter verwundertem "Hallo? Hallo?"-Rufen auf sie zu, während ihr dicker Papa, den man natürlich nur im Schemen sieht, einen aus der Gruppe mopst und dann mit scheinbar 300km/h davonwetzt, denn 5 Sekunden später ist keine Spur mehr von ihnen zu finden.

Von der Location abgesehen bietet dieser Film absolut gar nichts. Miese Story, miese "Monster", katastrophale Kamera.
Die Kamera muss ich nochmal extra erwähnen, denn uns ist beiden ziemlich übel geworden davon, dieser Film hat eine absolut grauenhafte Shakeycam, schlimmer als Cloverfield würde ich fast schon behaupten.


Zusammenfassend würde ich Chernobyl Diaries als verschwendete Zeit bezeichnen. Gute Vorlage, nichts draus gemacht, zumal der Film sich gegen Stalker, S.T.A.L.K.E.R. und andere Werke behaupten muss mit dem Setting und der Prämisse. Und das schafft er absolut nicht.

Besser kann man es nicht zusammenfassen. Genau das trifft es auf den Kopf. Der Film war extrem langweilig und konnte durch absolut gar nichts punkten, auch nicht durch das Setting, den nur weil es den Namen hatte, so blieb es dennoch komplett austauschbar...

Und was Ox im Spoiler geschrieben hatte ist mir auch direkt aufgefallen und in Erinnerung geblieben...

Echt verschwendetes Geld und Zeit sowieso
 
Jau ich versteh auch nicht wie man sowas verbaseln konnte. Hoffentlich nimmt sich bald irgendjemand nochmal der Thematik an und macht da was richtiges draus.
 
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