Diese mentale Stärke des Teams schreibt Völler in erster Linie dem Trainer zu. In der Tat hat Schmidt es verstanden, seinem Team eine Wagenburgmentalität zu verpassen. Wer da auch nur im Ansatz ausschert, der wird verstoßen: Heung-Min Son erfuhr dies verbal ebenso wie Gonzalo Castro praktisch. Den in Dortmund nicht wirklich Glücklichen hätte Bayer zurückholen können - Schmidt entschied sich für Kevin Kampl, für den Bayer so ungefähr das Geld zahlte, das man für Castro vom BVB bekommen hatte. Ein überraschender Transfer, der allerdings auch die interne Machtposition des Trainers unterstreicht. Sons Wunsch nach Gesprächen mit Tottenham wurde ohne Zögern erfüllt, nach dem Motto: "Wer nicht hundertprozentig dabei ist, der soll gehen. Und zwar sofort."