Die Befürworter der Technologie müssen nach zwei Seiten hin argumentieren. Da gibt es die Traditionisten, für die im März Fredi Bobic gesprochen hatte, der damalige Sportdirektor des VfB Stuttgart. "Mir gefällt der Fußball, wie er ist." Dazu gehöre, dass der Spielleiter, der Schiedsrichter, ein Mensch ist, der sich auch mal irren könne.
Auf der anderen Seite gibt es Kritik, dass die Überwachung des Tores, also die Frage, ob der Ball die Linie im vollen Umfang überschritten hat, viel zu kurz greifen würde. "Ich habe keine neuen Erkenntnisse gewinnen können", sagte Horst Heldt, der Manager des FC Schalke: "Wir sind für den Videobeweis. Torlinientechnik ist Flickschusterei, das kommt 30 Spiele lang überhaupt nicht vor."