Becherwurf! St. Pauli erneut am Pranger
"Und täglich grüßt das Murmeltier?" St. Pauli steht nach einem Becherwurf - der zweite binnen weniger Monate - erneut am Pranger. Der Vorfall ereignete sich nach dem Zweitligaspiel am Freitagabend gegen Erzgebirge Aue (2:3). Ein Zuschauer traf Schiedsrichter Christian Leicher aus Landshut, der Unparteiische wird dies im Spielberichtsbogen vermerken. Für den "Kiez-Klub" könnte dies unangenehme Folgen haben.
Wieder hat ein Unverbesserlicher am Millerntor zugeschlagen. Wie Referee Leicher gegenüber dem Spartensender Sport1 erklärte, wurde er nach dem Spiel von einem Becher am Kopf getroffen und wird dies auch in einem Bericht so vermerken. Bitter für St. Pauli, denn die Hanseaten sind "Wiederholungstäter". Das erste Heimspiel der Saison musste das Team von Andre Schubert schon in Lübeck austragen, da der Verein mit einer Platzsperre belegt worden war.
Der Grund: Am 1. April war Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner in der Bundesliga-Partie zwischen St. Pauli und Schalke 04 von einem vollen Bierbecher am Kopf getroffen worden und zusammengebrochen. Schiedsrichter Deniz Aytekin beendete die Partie daraufhin kurz vor dem Ende beim Stand von 2:0 für die "Königsblauen". Den Schaden hatte St. Pauli.
Und der Zweitligist muss nach dem erneuten Becherwurf mit einer empfindlichen Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechnen, auch wenn der Täter nach dem Zwischenfall offenbar sofort identifiziert werden konnte und von Sicherheitskräften abgeführt wurde. Bislang wurden noch keine Ermittlungen eingeleitet. "Der Kontrollausschuss wartet den Schiedsrichterbericht ab und entscheidet dann über das weitere Vorgehen", teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker dem SID mit.