Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

REVIEW Bayonetta [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Actiongames sind klasse. Stylische Actiongames sind noch besser. Hier muss man nicht nur Gegner besiegen, sondern auch noch cool dabei aussehen. Devil May Cry erfand dieses Genre seinerzeit, konnte aber auch mit Teil 4 nicht so wirklich über das hinaus gehen, was es vor Jahren schon begründete. Ninja Gaiden ist bisweilen bekannt für seine immense Herausforderung bei gleichzeitigem punktgenauem Gameplay, komplexem Moveset und seiner Vielzahl an Bossen. Jetzt überlegt mal, was dabei rauskommt, wenn man den Stil von Devil May Cry kopiert mit der Steuerung und Herausforderung von Ninja Gaiden und den Hauptdarsteller wie einen SM-Fetisch-Traum designt? Kurze Antwort: Der einzige Charakter, der coolere Moves drauf hat als Alex Mercer. Lange Antwort:

Sorry, aber könnten Sie das wiederholen? Also ich bin eine Umbra...?

Die Story ist... verwirrend am Anfang... und am Ende. Bayonetta ist eine Hexe, die als Kind oder als Erwachsene ausgesetzt und wohl irgendwann in einem See vergraben (?) wurde, die aber nun wieder da ist. Sie hat eine Rivalin auf einem Motorrad oder ist sie doch eine Freundin und einen Dealer, der tot war, dann aber doch nicht und mitten drin ist eine Joe Pesci Imitation und ein Möchte-gern-Prince-of-Persia namens Luka, he lives on the second floor und dann sind da überall Dämonen mit Heiligenscheinen und Feuerbälle schießenden Posaunen, Würmer, Drachen und Gesichter mit Tentakeln. Irgendwo kommt dann ein kleines Mädchen her, das euch sehen kann, obwohl ihr in einer Paralleldimension unterwegs seid und dann ist da die Rede von irgendwelchen Augen, links und rechts, die aber dann nur Steine sind und die Umbra Hexen waren mal gut oder nicht und haben gegen die Sage gekämpft oder mit ihnen und über allem herrscht Jubileus, der Erschöpfer, der erschreckende Ähnlichkeit mit einem Devil May Cry Endboss hat.

Sorry, die Geschichte ist reinstes Chaos. Mit späterem Verlauf wird es etwas klarer, aber die Präsentation des Spiels hilft bei der Orientierung nicht. Flashbacks werden als ständiges Erzählmittel eingesetzt, sei es als spielbare Mission oder als Cutszene, wobei letztere einmal als richtige Videos kommen, dann wieder als Standbilder im Comic-Look, dann als Slideshow inklusive Filmgrieselfilter und Panels an den Bildschirmrändern. Typisch für japanische Spiele sind die Cutszenes teilweise extrem lang und zeigen minutenlang die kuriosesten Kampfchoreographien, wodurch sie gerade zu Beginn des Spiels den armen Spieler auf eine harte Geduldsprobe stellen. Auch dies bessert sich ein wenig, aber so ganz kann sich das Spiel das Angeben nicht abgewöhnen.

Ohohohohoho, you have GOT... to be kidding me...

Das Skript ist wie für japanische Spiele fast schon normal gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem teils recht witzig gehalten. Insbesondere kleinere Seitenhiebe auf andere Capcomspiele, so den Verkäufer aus Resident Evil 4, konnten sich die Entwickler nicht verkneifen. Polarisieren wird sicherlich der Charakter Baynonetta. Das Wort "BITCH" schwebt im Grunde immer über ihrem Kopf. Mit den zwei Meter langen Beinen, der hohen Frisur, der Brille, dem extremen Hohlkreuz und nicht zuletzt ihrer beinahe aristokratischen Art in ihrem britischen Akzent zu sprechen, strahlt Bayonetta eine Arroganz und Hochnäsigkeit aus, die ihresgleichen vergebens sucht. Trotzdem mag ich die Frau irgendwie. Sie hat Stil, das muss man ihr einfach lassen.

Kommt ihr dann endlich in die Position selber Hand anlegen zu dürfen, so erweist sich das Gameplay dieses Third-Person-Actiontitels im Devil May Cry Stil als extrem tief, es sei denn man heißt OKST666 und wählt zu Beginn den Automaticmodus, der in etwa dem One-Button-Driving aus Forza 3 entspricht. Leider kann man nicht den Schwierigkeitsgrad auf easy stellen und trotzdem normal spielen, zumindest ich konnte diese Option nicht finden. Ihr habt zur Verfügung eine Taste zum Schlagen, zum Treten, zum Benutzen eurer Pistolen sowie einen Sprung und könnt all dies nach Belieben kombinieren. Eine Ausweichrolle sitzt auf dem rechten Trigger und, falls ihr einen Gegner mit R1 anvisiert habt, ebenso auf der Sprungtaste. Timet das Ausweichmanöver perfekt (das Spiel spricht von der letzten Gelegenheit, aber das Timing ist großzügig genug, dass man es recht regelmäßig hinbekommt) und das Spiel geht in die Witch-Time über. Eure Gegner verlangsamen fast bis zum Stillstand, Bayonetta aber kann in normaler Geschwindigkeit weiter attackieren.

Ihr werdet diesen Move lernen oder ihr werdet sterben!

Holy Halo

Als wäre das alles noch nicht genug, kann Bayonetta eine Reihe von Finishingmoves mit ihren Haaren ausführen, Würfe anwenden oder durch ihre Magie Folterapparate erschaffen, mit denen sie ihre Gegner plättet. Gefallene Gegner hinterlassen Heiligenscheine, die aussehen wie Sonics Ringe, welche wiederum als Währung dienen für noch mehr Moves, Items und Hilfsgegenstände, die positive Statusveränderungen bei Bayonetta bewirken. Die Spieltiefe sucht ihresgleichen und steht mindestens mit Devil May Cry und Ninja Gaiden auf einer Stufe.

Bewaffnet ist Bayonetta mit mehreren Pistolen, die sie sowohl in den Händen wie auch an den Knöcheln (!) führen und als Abschluss jeder Kombo im Spiel durch Festhalten der Schlag- bzw. Tritttasten abfeuern kann. Durch das Auffinden von Schallplatten, die Bossgegner hinterlassen und die ihr dann eurem nicht-ganz-toten Bartender-Freund aus dem Intro übergebt, erhaltet ihr neue Waffen wie Shotguns oder ein Katana. Das wirkt allerdings etwas umständlich. Wieso bekomme ich die neue Waffe nicht gleich als Bonus für den gewonnenen Kampf?

Das Kampfsystem ist nicht nur tief, es ist auch extrem schnell und präzise. Ein erfolgreich ausgeführter Move hängt ausschließlich von den Fingerfertigkeiten des Spielers ab, Bayonetta macht immer genau das, was sie soll. Buttonmashing wird im Übrigen nicht belohnt, da die längeren Kombos und hier vor allem die, die mit einem besonderen Finisher enden, ungleich mehr Energie abziehen als es ein paar Standardtritte tun würden. Eure Gegner haben ewig lange Energieleisten und Buttonmasher sehen sich bereits im ersten Kapitel an die Wand gedrängt. Bereits dieses erste Kapitel hat mehr Bosskämpfe als die gesamte God of War Reihe und jeder einzelne ist überaus fordernd.

No hard feelings, eh?

Bei all den harten Brocken muss ich aber sagen und das obwohl mich mehr als eines dieser Biester drei, vier und mehr Versuche gekostet hat, dass ich niemals das Gefühl hatte, hier von einem unfairen Sack vorgeführt zu werden. Nahezu allen Attacken kann man gut ausweichen, die Gegner haben keine Großraumattacken oder Wurfanimationen, die den Spieler zwanzig Sekunden lang zum Zuschauer degradieren und die Feinde greifen selten aus dem Off an. In dieser Hinsicht, nämlich einen fairen, aber harten Kampf zu liefern, ist Bayonetta Ninja Gaiden (zumindest dem zweiten Teil, Gruß an Alexei) um Welten voraus. Selbst härteste Bosskämpfe lassen sich ohne eigenen Energieverlust hinter sich bringen. Nicht, dass ich das schaffen würde, aber es ist klar zu merken, dass es möglich ist, während einem Ninja Gaiden und soweit es mich betrifft auch Devil May Cry immer den Eindruck vermittelt haben, dass der eine oder andere Gegentreffer schlichtweg unvermeidbar war.

Das Leveldesign ist sehr gradlinig und verzichtet fast vollständig auf Rätsel und Backtracking, obwohl ihr dennoch manche Szenerie mehrfach betreten werdet. Einige Auflockerungen gibt es, wobei diese gemein haben, dass man sich in ihnen nach den Kämpfen sehnt. Am besten schneidet eine Motorradfahrt ab, bei ich beschwören könnte, die Final Fantasy VII Musik raus zu hören, wenn eure Truppe den Midgar Tower verlässt. Etwas schlimmer sind die Plattformsegmente über sich auflösende Plattformen in einem schwerelosen Raum. Eine absolute Katastrophe ist ein Shoot'emUp Level mit nicht umstellbarer invertierter Steuerung, der mit lockeren 30 Minuten mindestens 25 zu lang ist und durch miese Checkpoints von sich reden macht.

Ich Boss. Der auch. Der dahinter auch. Der nicht. Aber der da schon.

Highlight sind jedoch eindeutig die Bosse und das trotz ihrer fast inflationären Präsenz. Jeder Boss ist spektakulärer als der letzte. Teils kämpft ihr in luftiger Höhe auf fallenden Plattformen (ähnlich wie in Devil May Cry), dann auf hoher See gegen ein Ungetüm oder auf einem Flugzeug gegen einen konkurrierende Hexe. In Extremfällen alles gleichzeitig. Jeder neue Bosskampf ist frisch und neuartig. Da verzeiht man gerne, dass sich der eine oder andere Standardgegner etwas zu oft wiederholt. Das Design der Gegner und Kampfarenen ist schlicht und ergreifend ohne jede Konkurrenz. Was die Entwickler hier an Kreativität an den Tag legen spottet beinahe jeder Beschreibung. Ob es jetzt Bayonettas Moves sind, die Gegner, die Arenen, in denen ihr kämpft oder die Finisher, alles ist so dermaßen übertrieben, dass im Vergleich selbst eine Naruto-Folge wie eine Dokumentation wirkt. Die Bosskämpfe sind lang und oft mehrphasig. Zum Glück gibt es zwischen den Phasen oft Zwischenspeicherpunkte, sodass auch härtere Brocken schaffbar sind. Und gegen Ende des Spiels werden die Gegner richtig heftig. Bereits auf normal (voreingestellt, zwei härtere Grade lassen sich freispielen) gestalteten sich späte Gegner alles andere als "normal" und ohne perfekte Beherrschung Bayonettas und vor allem der WitchTime geht gar nichts mehr. Wie schon erwähnt, ist "normal" allerdings der einzige Schwierigkeitsgrad, den man wählen kann, wenn man nicht den Automaticmodus anwählen will.

Ein Heiltrank: Bitte sehr, macht zehn Liter Blut, drei Hypotheken aufs Haus und das Augenlicht deines Erstgeborenen.

Das Spiel wird dadurch erschwert, dass alle Upgrades extrem teuer sind. Heilitems sollten immer im Paket sein ebenso wie man regelmäßig die Gesundheitsleiste erhöhen sollte. Dann reicht das Geld im Spiel aber vorne und hinten nicht mehr für Accessoires, die Bayonetta Boni im Kampf verleihen und auch auf die meisten neuen Kampfmanöver musste ich mangels Kohle verzichten. Mit Mühe und Not habe ich auf ein Utensil gespart, das für erfolgreiche Verhöhnungen der Gegner Gesundheit wieder herstellen soll, nur um festzustellen, dass das Verhöhnen ohnehin nicht funktioniert, weil das Spiel zu schnell dafür ist und ein Erfolg vielleicht mal 2% der Leiste wieder füllt. Das war den astronomischen Preis mit Sicherheit nicht wert. Unter Umständen sind die Preise auf niedrigeren Schwierigkeitsgraden günstiger wie es bei Devil May Cry bisher der Fall war. Gekaufte Upgrades können nach dem Durchspielen weiter verwendet werden, allerdings nur auf dem nächst höheren Schwierigkeitsgrad.

Update: Man kann sehr wohl seinen Charakter auf dem Schwierigkeitsgrad seiner Wahl mit nehmen. Man lädt den letzten Spielstand, wählt das Kapitel, auf Wunsch auch den Vorspann vor dem Prolog und kann im Kapitelmenü den Schwierigkeitsgrad ändern. Etwas umständlich gelöst, aber das erhöht den Wiederspielwert noch mal.

Für die, die es interessiert, die Trophäen für easy und very easy scheinen NICHT durch das Durchspielen auf normal freigeschaltet werden zu können. Unter Umständen gibt es aber auch für diese Modi gar keine Trophäen. Ebenfalls nicht von schlechten Eltern sind diverse TimeLimits, die euch fordern oder aber QuickTimeEvents, jawoll, diese Dinger wieder. In Bayonetta lassen sie euch kaum Zeit, überhaupt zu erkennen, was gedrückt werden soll. Zum Glück sind beide selten.

Ebenfalls hat das Spiel die Angewohnheit, unmittelbar nach einer Cutszene in den Angriff überzugehen und euch eiskalt und unvorbereitet zu erwischen. Die Gegner glänzen durch Klasse, nicht durch Masse. Oft sind nur zwei Feinde gleichzeitig da, die größeren Gruppen bestehen nur aus fünf Gegnern, diese sind aber zumeist so heftig, dass sie euch ohne Weiteres erledigen können, wenn ihr nicht so ernst nähmet als wären sie der finale Boss.

Auch die Level werden immer abgedrehter. Ist der Anfang des Spiels noch recht gesittet, sind spätere Level völlig verrückt, erlauben es euch, an Decken und Wänden zu laufen und zu kämpfen, lassen euch über durchsichtige Plattformen schweben oder gar im Weltall rumspazieren.

Zusätzlich hat das Spiel wie in Devil May Cry (oder Ninja Gaiden) ein Bewertungssystem, bei dem ihr danach beurteilt werdet, wie gut im jeweiligen Level grad gewesen seid. Ich hab grundsätzlich nur den Trostpreis bekommen, aber ich denke, allein das Durchspielen ist eine Leistung. Gut, angeben kann ich mit vielen meiner Fights wohl nicht, aber wenn man das Level dann unter Ächzen und Stöhnen geschafft hat, muss das Spiel einem dann sinngemäß noch sagen: Du spielst wie ein Noob?

Bist du bald fertig?

Mit 16 Kapiteln plus Pro- und Epilog und dicken zehn Stunden ist das Spiel definitiv sehr umfangreich geworden. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt für ein Spiel im zweistelligen Bereich angekommen war, selbst Uncharted 2 und Dead Space waren in etwas über acht Stunden durch. Eines muss man dem Game aber nachsagen: Es endet scheinbar nie. Was ist damit gemeint? Nun, kennt ihr das Herr der Ringe: Rückkehr des Königs-Syndrom? Auch Metal Gear Syndrom für die, die es wollen. Immer, wenn man glaubt, das war es jetzt, kommt noch was nach.

Grafisch beeindrucken in erster Linie der Stil und das Design des Games. Animationen der Gegner und Bayonettas sind zahlreich und flüssig. Wenn Bayonetta aber von Schwert zu Pistole wechselt, fehlt eine Übergangsanimation. Das könnte man aber damit erklären, dass sie halt als Hexe ihre Waffen herbei zaubert. So manche Textur hätte einen Hauch höher aufgelöst sein dürfen, allerdings fällt dies bei der Geschwindigkeit des Spiels kaum auf. Und wo wir von Geschwindigkeit reden, von den im Vorfeld gemeldeten Framerateproblemen der PlayStation 3 Version konnte ich in über zehn Stunden Spielzeit nichts merken. Ich sage nicht, dass sie nicht da sind, aber ich sage, ich konnte nichts merken und wenn bei der Geschwindigkeit, mit der das Spiel läuft, die Framerateeinbrüche beim Spielen nicht zu merken sind, stellen sie in meinen Augen (im wahrsten Sinne des Wortes) kein Problem da.

Was den Sound betrifft: Nunja, ich hoffe ihr mögt japanische PopSongs bzw. den einen, den das Spiel wieder und wieder und immer wieder abspielt. Die englischen Synchronsprecher entsprechen der Erwartung und befinden sich in etwa auf dem Niveau eines Devil May Cry Titels, mit Bayonetta ein wenig drüber, da sie wohl bewusst etwas over-the-top angelegt wurde.

Bitte nachladen!

Der mit weitem Abstand aber größte Kritikpunkt des Spiels sind die Ladezeiten. Sie sind ewig lang. Sie sind so lang, dass die Entwickler den Trainingsmodus in die Ladepausen gesetzt haben. So könnt ihr während das Game lädt Bayonettas Moveliste antesten. Das ist am Anfang spaßig, aber irgendwann hat man jede Kombo hundertmal gesehen. Das ist aber nicht das Schlimme. Das Schlimme ist, wann überall geladen wird. Eine neue Mission beginnt: Laden. Ihr wollt den Shop betreten: Laden. Ihr wollt den Shop verlassen: Laden. Ihr wollt das Spiel pausieren: Laden. Ihr wollt ein Item benutzen: Laden. Ihr wollt die Waffen wechseln: Laden. Ihr habt einen neuen Gegenstand aufgenommen: Laden. Laden. Laden. Laden. Selbst Neustarts nach einem Ableben werden mit einem Ladescreen belohnt, was bei einem solch schweren Spiel eine Todsünde ist. Nicht genug, dass Jeanne mir zum zehnten Mal den Arsch versohlt hat, ich muss auch erneut fast eine Minute auf meine zweite Chance warten. Was diese zweite Chancen betrifft, ihr werdet, wenn es euch trifft, die Cutszenes wohl überspringen wollen. Hierzu müsst ihr erst Start drücken (und die Ladepause abwarten), dann auf "Übersprungen" klicken und das dann anschließend noch mal mit "Ja" bestätigen. So löblich pausierbare Cutszenes auch sind, aber es kann doch nicht sein, dass man diese nicht unkomplizierter abbrechen kann, wenn man sie schon so oft sehen muss.

Bayo-netter als Devil May Cry

Wow. Ich muss ja gestehen, dass das Spiel schon schweißtreibend sein kann, insbesondere wenn man früh im Spiel die falsche Ausrüstung kauft. Machbar ist aber alles und Spaß macht es obendrein. Das Kampfsystem ist einzigartig, schnell, präzise, extrem cool und stylisch. Allein die WitchTime ist ein fantastisches Gameplayelement, wenn auch sicherlich nicht komplett neu erfunden, aber hervorragend implementiert. Dazu glänzt das Spiel mit einem hohen Umfang und Wiederspielwert auf Grund eines Bewertungssystems. Japanotypisch ufern viele der Cutszenes aus und die Story profitiert von den stundenlangen Sequenzen nicht wirklich, außerdem stören einige der Timelimits und Sondermissionen, schade ist auch, dass die leichteren Schwierigkeitsgrade durch den Automaticmodus für jeden echten Spieler unwählbar sind, aber schlussendlich bleibt Bayonetta ein Actiontitel, der den Stil und die Coolness von Devil May Cry mit der Geschwindigkeit und dem Schwierigkeitsgrad von Ninja Gaiden vereint. Und ein Latexarsch im CloseUp ist immer ein Pluspunkt.
 
Im Grunde gut zusammengefasst, was den Reiz von Bayonetta ausmacht und die Lust darauf auch nochmal gut geschürt. Fast würde ich es jetzt in den Warenkorb legen, allerdings gehst du zu wenig auf die technische Seite des Spiels ein. Ein zwei diplomatische Sätze zu den Problemen mit der Framerate bei der PS3 sind mir zu wenig. Dehalb die Frage, Tearing, Clipping, Textur-Streaming, PopUps ... ich kenne noch die Zeit als Konsolenspiele befreit von diesen Krankheiten waren. Heute scheint es modern zu sein, Spiele über die Hardware-Anforderungen hinaus zu programmieren, was ich sehr schade finde. Besonders in diesem Fall, wenn es denn so wäre.
 
Ich wüsste nicht, was es zu spoilern gibt, ich hab ja nix von der Story kapiert. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, fang ab der zweiten Überschrift an zu lesen.
 
Naja, Uncharted 2 ist noch eine Nummer für sich, aber Bayonetta ist ein sehr guter Zweiter. Nebenbei hab ich rausgefunden dass und wie man auf dem gleichen Schwierigkeitsgrad nach dem Durchspielen mit allen Upgrades wieder anfangen kann.
 
best game ever.

review ist super und stimme voll ein.

Kurz vor dem motorrad-rennen, hab ich gedacht ich hör die musik von outrun und bei dem dancevideo am ende lief melodisch die japanische version von rhianna "dont stop the music"...und zwischendurch gabs die 1:1 Wetten dass..? Melodie..

Ladezeiten..darüber kann ich mich wirklich nicht beschweren..auf der 360 von DVD geladen (war nicht installiert, weil ich mir meine leih-spiele nie installiere) wirklich sehr erträglich..also der move-ausprobier modus kommt, aber der dauert oft weniger, als man braucht um einen move auszuführen.
 
Tolles Review für ein großartiges Spiel. :dhoch:

Ich habe mir Bayonetta jetzt (nicht zuletzt wegen diesem Test) auch gekauft und bin nach den ersten vier Kapiteln schon restlos begeistert. Ich freue mich schon auf das anscheinend "endlose" Ende und den zweiten ,dritten und bestimmt auch noch vierten Durchgang :)
 
Das Spiel geht einfach wieder von vorne los, ausser, daß es deine Fortschritte berücksichtigt und standartmäßig Hard als Schwierigkeitsgrad für die Level wählt. Hält dich aber nicht davon ab, sie nochmal auf Hormal zu machen
 
Zurück
Oben