Kurzer, unfundierter Eindruck nach ca. 60 Minuten:
Sieht gut aus. Nicht ganz so herausgeputzt wie Unity, aber sehr hübsch. Und es läuft bisher butterweich. Kein Clipping, kein Bug, kein merklicher Slowdown. Wobei ich mich noch in den ersten, linearen Sequenzen befinde und noch nicht in der offenen Stadt war.
Gelungener Einstieg. Unity habe ich nicht über das, mir als Franchise-Veteran ewig lang erscheinende, Tutorial hinaus geschafft. War lahm, wirr und spaßbefreit. Hier geht es gleich mitten rein in den Assassinsn-Alltag. Zwischendurch ein paar Steuerungshinweise und fertig.
Das Geschwisterpaar ist schon jetzt deutlich charmanter und interessanter als die Charaktere der letzten zwei, drei ACs. Schöne Chemie zwischen den beiden.
London wurde hervorragend eingefangen. Schmutzig, zwielichtig, mitten im industriellen Aufschwung inkl. Klassenunterschiede und anderen gesellschaftlichen Problemen. Bisschen plakativ dargestellt, aber halbwegs authentisch und spannend.
Die Steuerung hat bisher auch das gemacht, was ich wollte. Scheint mir mehr Feinschliff bekommen zu haben. Macht jedenfalls Spaß und ist weit weniger frustig als das Gezappel bei Unity. Überhaupt gefällt mir das etwas entschlackte Gameplay. Ich sehe Feinde, ich gehe in den Schleichmodus, ich flankiere sie und schalte sie treffsicher aus. Werde ich mal entdeckt, macht das auch nichts und ich schlage mich offensiv durch - was ebenfalls erstaunlich sauber funktioniert. Beide Möglichkeiten fühlen sich gleichwertig und gut an. Kein Vergleich zu anderen ACs, wo man entweder sofort tot war, wenn man entdeckt wurde oder aber fast schon Superman-mäßig alle umgeholzt hat.
Ersteindruck: Sehr gut. Wie erhofft ein spitzen Setting, interessante Figuren und deutlich weniger bug-verseucht als Unity. Das Kerngameplay bleibt natürlich AC, inkl. der teils fummeligen Kletterei & Co. Trotzdem geht es mir irgendwie besser von der Hand als Unity. Im Gegensatz zu dem, bereue ich den Kauf von Syndicate nach der ersten Spielstunde jedenfalls noch nicht.
