Die Geschichte ist hinlänglich bekannt. 2010 löste sich die ehemalige Kerntruppe des Infinity Ward-Teams um Frank West und Vince Zampella auf (19 der 21 bestbezahlten Entwickler von IW sind heute bei Respawn Entertainment), Activision verklagte Electronic Arts auf 400 Millionen Dollar Schadenersatz, da man eine geplante Verschwörung witterte. West und Zampella (und 38 weitere, teils ehemalige IW-Entwickler) wiederum verklagten Activision auf Zahlung und Schadenersatz aufgrund nicht geleisteter Boni-Zahlungen.
Ab dem 29. Mai geht es nun vor Gericht. Während Activision und Electronic Arts sich in letzter Minute "aussergerichtlich geeinigt" haben, geht es nun noch um Millionen an Dollar für die ehemaligen Star-Entwickler.
Bereits gestern kamen in diesem Zuge interessante Details aus dem Vertrag zwischen Activision und Bungie ans Tageslicht. Doch es kommen auch immer mehr Details der Schlammschlacht zwischen West/Zampella und Activision zum Vorschein.
In vorhandenem Mail-Verkehr ist zu lesen, dass Kotick das Duo schon ein Jahr vor dem entgültigen Rausschmiss loswerden wollte. Activision wollte den Mail- und Telefon-Verkehr abhören, wollte sogar Microsoft und eine IT-Sicherheitsfirma beauftragen, um an geheime Passwörter zu gelangen. Diese lehnten allerdings ab! In der "Operation Icebreaker" gab es sogar den Vorschlag, einen Feueralarm zu fingieren, um in dieser Zeit Zugriff auf die Rechner der beiden zu erlangen. Personen, die in das Unterfangen eingebunden waren, sollten unter persönlichem Schutz von Boby Kotick stehen.
Um wieviel Geld es momentan noch geht, zeigen die neuesten Informationen. So zahlte Activision kürzlich 42 Millionen Dollar an ausstehender Boni (plus 22 Millionen Dollar, die bereits ausgezahlt wurden). Diese Zahlungen stammen noch aus dem Deal von Call of Duty: Modern Warfare 2. Activision beruft sich darauf, dass der Umfang und Zeitpunkt der Zahlungen im Ermessen Activisions läge. In Wirklichkeit wurde der Betrag wohl nun in letzter Minute gezahlt, um vor der bevorstehenden Gerichtsverhandlung wenigstens etwas besser dazustehen. Die "Infinity Ward Employee Group" (eine Gruppe von 38 IW-Mitarbeitern) spricht derweil von 75 Millionen bis 125 Millionen Dollar, die ihnen zustehen. Zusätzlich soll Activision eine Strafzahlung in Höhe von 75 Millionen bis 500 Millionen Dollar für das Fehlverhalten leisten.
West und Zampella hatten ein Grundgehalt von jährlich 420.000 Dollar (pro Person). Die gestaffelten Boni-Zusagen seitens Activision sahen vor, dass die beiden nach Modern Warfare 2 im Jahr 2010 ein Gehalt von jeweils 16 Millionen Dollar gehabt hätten. Dazu kam es aufgrund der vorzeitigen Entlassung aber nie.
Kommenden Dienstag beginnt nun der Prozess. Man darf gespannt sein, wie der Ausgang sein wird.
Quellen:
4players.de - Was verdienten West & Zampella?
4players.de - Einigung mit EA & "Schmutzsuche"
4players.de - Zahltag für ehemalige CoD-Entwickler
In den Quellen sind auch wieder die Original-Mails zu finden. Diese liegen der L.A. Times vor!
Ab dem 29. Mai geht es nun vor Gericht. Während Activision und Electronic Arts sich in letzter Minute "aussergerichtlich geeinigt" haben, geht es nun noch um Millionen an Dollar für die ehemaligen Star-Entwickler.
Bereits gestern kamen in diesem Zuge interessante Details aus dem Vertrag zwischen Activision und Bungie ans Tageslicht. Doch es kommen auch immer mehr Details der Schlammschlacht zwischen West/Zampella und Activision zum Vorschein.
In vorhandenem Mail-Verkehr ist zu lesen, dass Kotick das Duo schon ein Jahr vor dem entgültigen Rausschmiss loswerden wollte. Activision wollte den Mail- und Telefon-Verkehr abhören, wollte sogar Microsoft und eine IT-Sicherheitsfirma beauftragen, um an geheime Passwörter zu gelangen. Diese lehnten allerdings ab! In der "Operation Icebreaker" gab es sogar den Vorschlag, einen Feueralarm zu fingieren, um in dieser Zeit Zugriff auf die Rechner der beiden zu erlangen. Personen, die in das Unterfangen eingebunden waren, sollten unter persönlichem Schutz von Boby Kotick stehen.
Um wieviel Geld es momentan noch geht, zeigen die neuesten Informationen. So zahlte Activision kürzlich 42 Millionen Dollar an ausstehender Boni (plus 22 Millionen Dollar, die bereits ausgezahlt wurden). Diese Zahlungen stammen noch aus dem Deal von Call of Duty: Modern Warfare 2. Activision beruft sich darauf, dass der Umfang und Zeitpunkt der Zahlungen im Ermessen Activisions läge. In Wirklichkeit wurde der Betrag wohl nun in letzter Minute gezahlt, um vor der bevorstehenden Gerichtsverhandlung wenigstens etwas besser dazustehen. Die "Infinity Ward Employee Group" (eine Gruppe von 38 IW-Mitarbeitern) spricht derweil von 75 Millionen bis 125 Millionen Dollar, die ihnen zustehen. Zusätzlich soll Activision eine Strafzahlung in Höhe von 75 Millionen bis 500 Millionen Dollar für das Fehlverhalten leisten.
West und Zampella hatten ein Grundgehalt von jährlich 420.000 Dollar (pro Person). Die gestaffelten Boni-Zusagen seitens Activision sahen vor, dass die beiden nach Modern Warfare 2 im Jahr 2010 ein Gehalt von jeweils 16 Millionen Dollar gehabt hätten. Dazu kam es aufgrund der vorzeitigen Entlassung aber nie.
Kommenden Dienstag beginnt nun der Prozess. Man darf gespannt sein, wie der Ausgang sein wird.
Quellen:
4players.de - Was verdienten West & Zampella?
4players.de - Einigung mit EA & "Schmutzsuche"
4players.de - Zahltag für ehemalige CoD-Entwickler
In den Quellen sind auch wieder die Original-Mails zu finden. Diese liegen der L.A. Times vor!
Na, wenn du das sagst.