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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Und die Atomwaffen sind leider eine Variable in diesem Krieg. Putin besitzt genug davon um die Ukraine militärisch zu unterwerfen. Politisch ist der Einsatz natürlich Selbstmord und nach wie vor extrem unwahrscheinlich. Aber es war auch noch nie so wahrscheinlich wie jetzt, dass Putin sie doch einsetzen könnte.

Sollte Russland Atomwaffen einsetzen, haben sie militärisch fertig. So oder so. Die USA haben erst kürzlich angekündigt, dass ein solcher Einsatz "katastrophale Folgen" für Russland haben würde. Auch wenn die USA vielleicht nicht direkt mit einem Gegenschlag antworten würden, so sagen Insider, dass bei einem russischen Einsatz von taktischen Nuklearwaffen die USA direkt die russischen Stützpunkte in der Ukraine ausschalten würden. Mindestens. Das würde also bedeuten, dass Russland in der Ukraine direkt gegen die USA kämpfen müsste und dann ist die Sache vermutlich in wenigen Tagen durch. Man kann daher getrost davon ausgehen, dass der Einsatz von Nuklearwaffen für Russland keine realistische Option sein wird.
 
Die Amerikaner haben den Russen wohl zumindest genau mitgeteilt, was passieren wird, falls sie taktische Atomwaffen einsetzen. Mit dazu gehört wohl auch die Vernichtung sämtlicher Auslandsbasen der Russen inkl. Syrien. Plus die Attacke auf russische Warenströme.

Ich mache da immer noch ein Fragezeichen dran. Das munkelt man ja überall derzeit, vor allem weil Ben Hodges und Paetreus immer wieder solche Dinge behaupten. Beide haben sicherlich gute Kontakte ins US-Militär, aber beide sind auch pensioniert und keine Entscheidungsträger mehr.

Die Amerikaner sind militärisch sicherlich in der Lage genau dies zu tun. Aber müssten sie dann wiederum den Zorn Putins fürchten. Und weil der außer A-Waffen nichts hat, um die USA anzugreifen ... ich will es mir nicht ausmalen, aber ich zweifle noch daran, ob die USA bereit sind, so weit zu gehen, sollte Russland Atomwaffen "nur" in der Ukraine einsetzen.
 
Hab heute mehrfach gelesen, dass immer mehr Kritik am Krieg und auch an Putin in Russland laut geäussert wird. Wenn die Ukraine weiterhin ein russisches Massengrab bleibt, wird der Druck im Inland weiter steigen. Daher wäre eine Einigung zu diesem Zeitpunkt wohl eher schlecht.
 
Nein, so einfach ist das nicht. Wir verfolgen gerade live einen Krieg, der Jahre dauern kann, und machen schnell den Fehler aktuelle Entwicklungen als das finale Kriegsergebnis fehlzuinterpretieren.

Dass sich die Ukrainer derzeit auf dem Vormarsch befinden, sagt erst einmal wenig aus. Leider. Das kann in 2 Monaten wieder ganz anders aussehen. .

Russland kann militärisch auf gewaltige Ressourcen zurückgreifen

Seh ich nicht so, die Logistik und ammo depots die von den Ukrainern zerstört wird können sie nicht so (aktuell) einfach wieder gut machen. Und umso weiter sie (die Ukrainer) Richtung grenze kommen umso weiter können sie Ziele attackieren die vorher außer Reichweite waren. Das ist das was man aktuell und seit Wochen sieht (mal langsamer mal schneller). Bisher ist es RU an keiner stelle wirklich gelungen raus zu kommen.

Ressourcen alleine wird den russen hoffentlich nicht helfen. Logistik und weitere Aspekte spielen da auch noch ne wichtige rolle.
 
Die Amerikaner sind militärisch sicherlich in der Lage genau dies zu tun. Aber müssten sie dann wiederum den Zorn Putins fürchten. Und weil der außer A-Waffen nichts hat, um die USA anzugreifen ... ich will es mir nicht ausmalen, aber ich zweifle noch daran, ob die USA bereit sind, so weit zu gehen, sollte Russland Atomwaffen "nur" in der Ukraine einsetzen.

In einer solchen Situation MÜSSEN die USA entsprechend reagieren, da sie ansonsten jede Glaubwürdigkeit verlieren würden. Überleg nur mal, was das für eine Signalwirkung auf Länder wie Nordkorea oder China hätte.
 
Die Amerikaner haben den Russen wohl zumindest genau mitgeteilt, was passieren wird, falls sie taktische Atomwaffen einsetzen. Mit dazu gehört wohl auch die Vernichtung sämtlicher Auslandsbasen der Russen inkl. Syrien. Plus die Attacke auf russische Warenströme.

Ich mache da immer noch ein Fragezeichen dran. Das munkelt man ja überall derzeit, vor allem weil Ben Hodges und Paetreus immer wieder solche Dinge behaupten. Beide haben sicherlich gute Kontakte ins US-Militär, aber beide sind auch pensioniert und keine Entscheidungsträger mehr.

Die Amerikaner sind militärisch sicherlich in der Lage genau dies zu tun. Aber müssten sie dann wiederum den Zorn Putins fürchten. Und weil der außer A-Waffen nichts hat, um die USA anzugreifen ... ich will es mir nicht ausmalen, aber ich zweifle noch daran, ob die USA bereit sind, so weit zu gehen, sollte Russland Atomwaffen "nur" in der Ukraine einsetzen.
Sollte Russland Atomwaffen einsetzen, haben sie militärisch fertig. So oder so. Die USA haben erst kürzlich angekündigt, dass ein solcher Einsatz "katastrophale Folgen" für Russland haben würde. Auch wenn die USA vielleicht nicht direkt mit einem Gegenschlag antworten würden, so sagen Insider, dass bei einem russischen Einsatz von taktischen Nuklearwaffen die USA direkt die russischen Stützpunkte in der Ukraine ausschalten würden. Mindestens. Das würde also bedeuten, dass Russland in der Ukraine direkt gegen die USA kämpfen müsste und dann ist die Sache vermutlich in wenigen Tagen durch. Man kann also getrost davon ausgehen, dass der Einsatz von Nuklearwaffen für Russland höchstwahrscheinlich keine Option sein wird.

Du machst es dir viel zu einfach. Aber die Realität ist komplexer. Die Russen sind in der Lage, eine zweistellige Anzahl von Atomraketen gleichzeitig auf US-städte abzufeuern und die USA werden die meisten davon nicht abfangen können.

Bevor Biden also entscheidet, auch nur eine russische Stellung irgendwo auf dem Planeten anzugreifen, muss er für sich die Frage beantworten ob er im Fall der Fälle, dass Putin wirklich so weit gehen würde - auch wenn die Chance bei gerade 1% liegt - bereut wäre, Washington, New York und weitere Städte sowie das Leben von Millionen von Amerikanern aufs Spiel zu setzen für die Ukrainer. Darauf läuft dieses eiskalte Machtpoker nämlich letztlich hinaus.
 
Atomare Einsatz bedeutet ja auch, durch den Wind verteilte Radioaktivität. Und die macht vor Grenzen nicht halt. Denke da würde die NATO dann reagieren.
 
Seh ich nicht so, die Logistik und ammo depots die von den Ukrainern zerstört wird können sie nicht so (aktuell) einfach wieder gut machen. Und umso weiter sie (die Ukrainer) Richtung grenze kommen umso weiter können sie Ziele attackieren die vorher außer Reichweite waren. Das ist das was man aktuell und seit Wochen sieht. Bisher ist es RU an keiner stelle wirklich gelungen raus zu kommen.

Ressourcen alleine wird den russen hoffentlich nicht helfen. Logistik und weitere Aspekte spielen da auch noch ne wichtige rolle.

Es sehen aber die allermeisten Militärexperten so. Es ist zu früh, viel zu früh, von einer Kriegsentscheidung zugunsten der Urkainer zu sprechen.
 
Ich hoffe es auch nicht! Aber bei all den Erfolgsmeldungen dürfen wir auch nicht vergessen, dass die Russen immer noch im Donbass angreifen und auch immer mal wieder kleine Gebietsgewinne erringen.
 
Bisher war Musk ja recht beliebt bei den Ukrainern (stichwort Starlink). Bisher ... denn nun kam dieser Tweet.

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Hab heute mehrfach gelesen, dass immer mehr Kritik am Krieg und auch an Putin in Russland laut geäussert wird. Wenn die Ukraine weiterhin ein russisches Massengrab bleibt, wird der Druck im Inland weiter steigen. Daher wäre eine Einigung zu diesem Zeitpunkt wohl eher schlecht.

Aber warum ?
Weil es jetzt die Bevölkerung betrifft.
Jetzt muss der Schwager, Hausmeister, Friseur, Ehemann und Vater in den Krieg.

Davor war das Verständnis für die Spezialoperation deutlich größer.
Das ist ziemlich traurig.
Klar hat Putin mächtig Meinungsmache betrieben und die werden da schon im Kindesalter weichgespült aber im Zeitalter von Social Media sollte es möglich sein zu hinterfragen.
 
So sind die Menschen halt. So sind wir im Grunde alle. In Deutschland sind Juden und andere Minderheiten jahrelang deportiert worden. An den Hinterlassenschaften hat man sich bereichert. Irgendwie wusste damals auch jeder, dass die alles andere als mit Respekt behandelt werden, wo sie hingebracht wurden. Hitler wurde erst zum Teufel gewünscht, als der Krieg Deutschland erreichte. Und genau wie Hitler, bedient Putin (anti-westliche) Ressentiments, die schon vor ihm da waren. Man zieht sich zurück ins Private, wenn man in solchen Staaten lebt. Du würdest vermutlich auch zuallererst an deine Familie denken, wenn Deutschland in den Krieg zieht und vor allem erstmal Ostfriesen und Schwaben an die Front müssten :D
 
Ich trau mir dann schon zu, deutlich mehr zu hinterfragen aber ich entstamme auch einer anderen Kultur und genoss eine halbwegs neutrale Bildung.

Wie es wäre, wenn der Umstand ein anderer wäre kann ich nicht erahnen.

Gott sei Dank ist es jetzt für viele der Augenöffner und ich hab die Hoffnung,
dass das eines Tages das Zünglein an der Waage sein könnte.
 
Wird man sehen. Wenn 300.000 junge, gebildete Männer das Land verlassen, dann ist das nicht nur verlorenes Kriegsmaterial, sondern leider auch kritische Masse, die den Druck im Kessel erhöhen könnte.
 
Das wäre bitter für die Ukraine, da ein Teil ihres Landes politisches Niemandsland bleiben würde, aber nachdem Putin in meinen Augen mit seiner Rede letztens Full Thrid Reich gegangen ist, ist auch nicht zu erwarten, dass er irgendwann aufgibt.

Da ziehst du schon die Dritte-Reich-Analogie aber findest nicht, dass solche Zugeständnisse ziemlich nah an einer historisch gescheiterten Appeasement-Politik sind?

Wenn es Putin doch - selbst erklärt! - um ein neues Großrussisches Reich geht, das nicht am Donbas endet: Stoppt man seinen kriegerischen Imperialismus wirklich, wenn man seine militärisch erzwungenen Grenzen (ganz gleich wie zähneknirschend) akzeptiert in der Hoffnung, es gäbe fortan keine weiteren Grenzverschiebungen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist natürlich das Dilemma, in dem wir alle gerade stecken. Den Konflikt auf Kosten der Ukraine beenden und eine politisch instabile Situation in Osteuropa schaffen, die uns auf Jahre beschäftigen wird und Putin womöglich die notwendige Atempause verschafft, um Kräfte für seinen nächsten Angriff zu sammeln, aber dafür hört das Sterben und Töten in der Ukraine erst mal weitgehend auf und die Gefahr einer Eskalation zum Weltkrieg hin ist vom Tisch (erst mal) ... oder die Ukraine weiterhin unterstützen und dabei riskieren, dass der Krieg immer weiter eskaliert und möglicherweise wirklich irgendwann zum offenen Konflikt NATO vs. Russland wird mit allen Konsequenzen.

Ich habe da keine Antwort drauf und habe das Gefühl, dass es keine gute, keine zufriedenstellende Lösung für diesen Krieg gibt. Es steht und fällt mit Moskaus Bereitschaft, diesen Wahnsinn fortzusetzen - und da hat Medwedew kürzlich leider ziemlich Ernüchterndes gesagt: "Russland hat sich entschieden." Moskau scheint gewillt, bis zum Äußersten zu gehen, um diesen Krieg für sich zu entscheiden, was gut zur KGB-Psyche Putins passt. Und das macht mir Angst.

EDIT: @Mingo Was sind deine Lösungsvorschläge für diesen Krieg? Ich bin da im Moment einfach ratlos.
 
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