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Amerika, we have a problem (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • In diesem Urteil darf man die Demokrat*innen aber nicht ausnehmen, die sich im April gegen einen extrem populären Gegenkandidaten zu Trump entschieden haben und dachten, es wäre eine gute Idee mit dem exakt gleichen Plan Trump besiegen zu wollen, mit dem es vor vier Jahren schon nicht geklappt hat.
    Die Analyse des Versagens wird sich aber hierzulande - oder gerade hierzulande - wieder hauptsächlich auf den finalen Wahlkampf konzentrieren und den Vorwahlkampf ausklammern.
    Wen genau meinst du?
     
    Ein Kumpel von mir, der mit amerikanischer Politik sein Geld verdient und als Experte immer wieder im TV auftaucht, hat mir mal in Zügen erklärt und Statistiken gezeigt warum Trump relativ beliebt ist. Das ist für uns Europäer absolut nicht verständlich, da die Berichterstattung über ihn auch komplett einseitig ist. Mich überrascht es dadurch komplett null. Ich würde dennoch Trump nie wählen aber Biden auch nicht.

    Kannst du mir das in groben Zügen mal kurz schildern? Höre ich jetzt nicht zum ersten Mal. Das wir hier relativ einseitige Anti Trump Medienberichterstattung haben ist ja relativ offensichtlich. Das in Zusammenhang mit seinen Aussagen und Twitterposts führt ja schon zu einer massiven Meinungsbildung. Aber irgendwas scheint da drüben ja anders gesehen zu werden, dass so einer eben doch wieder so viel Stimmen holt. Würde mich wirklich interessieren.
     
    Kannst du mir das in groben Zügen mal kurz schildern? Höre ich jetzt nicht zum ersten Mal. Das wir hier relativ einseitige Anti Trump Medienberichterstattung haben ist ja relativ offensichtlich. Das in Zusammenhang mit seinen Aussagen und Twitterposts führt ja schon zu einer massiven Meinungsbildung. Aber irgendwas scheint da drüben ja anders gesehen zu werden, dass so einer eben doch wieder so viel Stimmen holt. Würde mich wirklich interessieren.

    Da haben sie heute Morgen noch drüber berichtet.

    Für die Amerikaner ist die Wirtschaft das alles entscheidende Thema bei der Wahl. Corona kommt z.B. nur auf 17% Einfluss auf die Wahlbeteiligung, Rassismus nur auf 20%.

    Und Trump hat Jobs geschaffen, Steuern gesenkt (auch wenn dabei die Staatsverschuldung explodiert) und Regularien aufgehoben. Das ist für die mehr "wert" als alles andere, gerade im ländlichen Raum.
     
    Ich kann mir so einen potenziellen Wahlausgang ausschließlich mit dem Bildungsniveau der Amis erklären. Auch wenn das vielleicht überheblich klingt, aber gerade wenn man sich die Karte anschaut und feststellt, dass insbesondere die ländlicheren Gegenden mehrheitlich für Trump stimmen, habe ich da keine andere Erklärung für.
     
    Biden soll mal gewinnen, dann haben sie 4 Jahre Zeit einen Kandidaten aufzubauen, denk mal länger halt Biden nicht durch und ist am Ende im Rollstuhl, der ist doch keine 78 ey, der wirkt wie greisige 90.

    Sanders hätte ich ja geil gefunden, auch ein alter Sack aber mit Vision.
     
    Hahaha, genau, Sanders hätte gegen Trump sicher besser performt, deswegen hat er auch die Vorwahl der Demokraten mit einem Erdrutschsieg gewonnen. Halt warte. Hat er ja nicht.

    Und wehe hier sagt jemand, Sanders wäre vom "Estabishment der demokratischen Partei verhindert" worden. Vielleicht sollte er es nämlich dann einmal bei den Republikanern versuchen, dort hat 2016 ein Underdog der beim Establishment der republikanischen Partei verhasst war, die Vorwahlen gewonnen.

    Aber ja, ich hätte einen Trump-Sieg 2016 auch ausgeschlossen, also will ich nicht ausschließen, dass Sanders auch eine Chance gehabt hätte. Das wäre dumm und unfair.
     
    Kannst du mir das in groben Zügen mal kurz schildern? Höre ich jetzt nicht zum ersten Mal. Das wir hier relativ einseitige Anti Trump Medienberichterstattung haben ist ja relativ offensichtlich. Das in Zusammenhang mit seinen Aussagen und Twitterposts führt ja schon zu einer massiven Meinungsbildung. Aber irgendwas scheint da drüben ja anders gesehen zu werden, dass so einer eben doch wieder so viel Stimmen holt. Würde mich wirklich interessieren.

    Ich hab in 2018 einen Ami auf Hawaii kennengelernt, mit dem ich noch immer in Kontakt stehe. Er ist/war Farmer aus Minnesota und hatte auch für Trump gestimmt und war zufrieden mit ihm und seiner Arbeit. Er war verwundert, dass in Deutschland bzw. Europa so viel über Trump berichtet und gesprochen wird. Er meinte, dass er bei uns ein größeres Thema wäre, als in den USA selbst.

    Nun sitzt mein Freund in Washington in einem Agrarausschuss und gerade die Corona-Krise hat ihm ziemlich zugesetzt und mittlerweile will er auch, dass die Ära Trump zuende ist.

    Aber ja, anscheinend wird er in den USA wirklich anders gesehen. Seine "Verdienste" wurden ja auch aufgeführt, zu welchem Preis er diese erzielt hat, steht auf nem anderen Blatt.
     
    Bernie Sanders ist bei so vielen Amerikanern verhasst, der wäre kläglich untergegangen. Bei Biden war es für Trump ja schon relativ einfach, Angst vor den Linken und Sozialismus zu schüren. Sanders wäre da das perfekte Opfer gewesen.
    "Bei vielen Amerikanern verhasst zu sein" ist ganz offensichtlich kein Kriterium, dass einen von der US-Präsidentschaft abhält :ulgy:

    Was genau hat man denn aus den verlorenen Wahlen von vor vier Jahren gelernt auf demokratischer Seite?
    Sag mir irgendetwas, auch nur einen einzigen Punkt.
    Nichts.
    Das ist die selbe Scheiße.
    Warum nicht mal mit einer anderen Scheiße verlieren? Damit man hinterher sagen kann, man hat zumindest mal was versucht.
    Aber bitte, mich überrascht es halt nicht.
     
    "Bei vielen Amerikanern verhasst zu sein" ist ganz offensichtlich kein Kriterium, dass einen von der US-Präsidentschaft abhält :O_o:

    Was genau hat man denn aus den verlorenen Wahlen von vor vier Jahren gelernt auf demokratischer Seite?
    Sag mir irgendetwas, auch nur einen einzigen Punkt.
    Nichts.
    Das ist die selbe Scheiße.
    Warum nicht mal mit einer anderen Scheiße verlieren? Damit man hinterher sagen kann, man hat zumindest mal was versucht.
    Aber bitte, mich überrascht es halt nicht.
    Man hat gelernt, einen nicht verhassten Kandidaten zu nehmen.
    Clinton war verhasst, bei Biden hätte es zum Teil nicht besser ausgesehen.

    So traurig es ist, aber Biden war von den Kandidaten die beste Option.
    Regierungserfahrung, beliebt bei PoC, ein charakterliches Gegenstück zu Trump.
     
    Hahaha, genau, Sanders hätte gegen Trump sicher besser performt, deswegen hat er auch die Vorwahl der Demokraten mit einem Erdrutschsieg gewonnen. Halt warte. Hat er ja nicht.
    Man weiß es nicht und natürlich hätte er dafür die Primarys gewinnen müssen. Aber genau dafür hat es dann ja nicht gereicht, aus welchen Gründen auch immer.
    Natürlich hätte ich mir persönlich auch einen Kandidaten Sanders gewünscht, weil ich seine Politik unterstütze.

    Aber das ausgeklammert und mal nur den Kandidaten Biden betrachtend: Es ist einfach nicht überraschend, dass ein Kadidat des Formats Clinton genau so versagt gegen Trump wie Clinton selbst. Dafür muss man ja kein Prophet sein, um das zu erkennen.
    Keine Ahnung woher die große Hoffnung im Vorfeld kam.
     
    Biden soll mal gewinnen, dann haben sie 4 Jahre Zeit einen Kandidaten aufzubauen, denk mal länger halt Biden nicht durch und ist am Ende im Rollstuhl, der ist doch keine 78 ey, der wirkt wie greisige 90.

    Sanders hätte ich ja geil gefunden, auch ein alter Sack aber mit Vision.
    Hinter vorgehaltener Hand munkelt man ja, dass Biden ein Jahr gemacht hätte und dann "Kamala Harris" übernommen hätte. Ich denke die Demokraten werden Harris als Präsidentschaftskandidatin aufbauen, so quasi als weibliches Pendant zu Obama.
     
    So traurig es ist, aber Biden war von den Kandidaten die beste Option.
    Regierungserfahrung, beliebt bei PoC, ein charakterliches Gegenstück zu Trump.
    Biden kann ja auch noch gewinnen, also schauen wir erst mal.
    Aber nach vier Jahren Trump als demokratische Partei einen Kandidaten wie Biden zu präsentieren und zu sagen, das ist der beste Kandidat den wir ins Rennen schicken können.
    Uff, das ist halt auch einfach ein Armutszeugnis für die Partei.
     
    Übrigens, wenn man Trump bei seinem Statement genau zugehört hat, dann hat er nicht etwa gesagt, dass er will das die Auszählung der Stimmen vom US Supreme Court gestoppt werden soll, sondern dass die Abstimmung gestoppt werden soll.

    Zitat: "We want all voting to stop."

    Tatsächlich ist die Zeit in der man wählen kann, nun vorbei, gezählt werden nun jene Stimmen, die rechtzeitig abgegeben wurden oder eingegangen sind oder zumindest rechtzeitig abgeschickt wurden, in manchen Bundesstaaten.

    Trump hat also nicht etwa, wie viele das vor der Wahl befürchtet haben, gesagt, dass die Auszählung der Stimmen nun gestoppt werden sollte.
     
    Ich versteh auch nicht warum hierzulande so ein aufriss um die US Wahl gemacht wird. Jeder 2te Sender mit einer stundenlangen sondersendung inkl. Analysen. Man könnte meinen Deutschland würde den US Präsidenten wählen.
    Naja, so ein amerikanischer Präsident hat, man mag es kaum glaube, auch Auswirkungen auf andere Länder. Insbesondere auf Export-Länder wie z.B. Deutschland.
     
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