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Gehen uns die Stammuser aus?

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Das mag alles richtig sein, aber das ist halt eine hart nüchterne Betrachtungsweise. Aber Menschen sind halt nicht immer sachlich, sondern emotional. Gerade wenn es um die eigene Familie geht. Ich kann da Master-Dan voll und ganz verstehen. Ja, ich habe verstanden, wie die Kritik gemeint ist. Trotzdem eckt es (gewollt) an und es ist im Zweifel ein Stachel, der tief sitzt und nicht so leicht gezogen werden kann. Speziell dann, wenn man jemanden in der Familie hat, der Polizist ist. Das eine (das marode System an sich) lässt sich dann in dem Moment nicht so einfach vom anderen (die persönliche Ebene) trennen. Genauso, wie ich mich daran reibe, wenn über blöde Kinder "hergezogen" wird, die sich dämlich benehmen, auch wenn ich weiß, dass mein Kind an sich nicht dieser Kategorie zugehörig ist. Und da gäbe es noch zig andere Beispiele.
Gebe ich dir völlig recht und kann ich voll nachvollziehen!
Ich persönlich, denke zu wissen und zu reflektieren, dass ich emotional reagiere oder argumentiere. Ist in erster Linie auch überhaupt nicht schlimm.
Gerade bei Themen die mir sehr wichtig sind.
Am Anfang wars für mich auch recht schwer. Aber ich lieg oft wach und hinterfrage mein Handeln und Tun. Diskutiere oft "mit mir selbst" und versuche die andere Seite zu verstehen.
 
Es ist ein großer, großer Unterschied, jemandem zu unterstellen, er sei ein Holocaustleugner oder dass seine getätigten Aussagen den Holocaust relativieren (könnten).
Letzteres ist ganz klar ein Angriff auf eine Argumentation, NICHT auf eine Person. Das muss man in guten Diskussionen klar trennen.

Würde mir jemand fundiert darlegen, dass meine Aussagen als relativierend dem Holocaust gegenüber aufgefasst werden können, würd ich anfangen, mich zu hinterfragen. Aus genau dem Grund, dass ich das natürlich nicht wollte und schauen muss, ob meine Argumentation missverständlich war, ob mein Gegenüber etwas falsch verstanden hat (das ich dann aufklären kann) oder ob im schlimmsten Fall meine Einstellung wirklich falsch ist.

Würde mir jemand "Holocaustleugner" an den Kopf werfen, wäre meine Reaktion sicher auch anders.
Aber auf diesem Niveau bewegt sich Mingo nicht. Ad Hominem vermeidet er eigentlich sehr strikt und greift Argumente an.
Dann ist’s Nimble wohl ähnlich wir mit ergangen, sodass ich wirklich nur gesprächsfetzen lesen konnte, sodass es erstmal als persönlicher Angriff gewertet werden könnte, aber natürlich nicht muss.
 
Ich finde es in der ganzen Diskussionskultur eher schade, wie wenig Synthese zwischen Thesen und Antithesen hergestellt werden. Einige Personen nehmen einfach rein gar nichts aus der Diskussion mit und denken sich meistens auch nicht "hey, da hast du wirklich einen guten Punkt" (der argumentativ und fundiert begründet ist). Stattdessen werden weiter Stammtischparolen gedroppt und auf die eigene Meinung - die in einigen Fällen manchmal gar nichts zu suchen hat - gepocht.

Deswegen erfreue ich mich auch häufig an Diskussionen, an denen @Zimtzicke (auch andere) beteiligt ist, der zwar anfangs oft anderer Meinung ist, aber trotzdem gewillt ist etwas aus der Diskussion mitzunehmen und eventuell sogar mal einen anderen Standpunkt einzunehmen.

Das ist ein Punkt, der leider in Diskussionen oft völlig untergeht.

Ein Meinungsaustausch sollte nicht nur dazu dienen, seinem Gegenüber die eigene Meinung indoktrinieren zu wollen. Man sollte auch selbst etwas daraus mitnehmen. Bei Themen wie "Farbiger", Sexismus oder gender-gerechter Sprache war ich teils auch in Diskussionen festgefahren. Dann aber beginnt zumindest bei mir oft ein Prozess, der mich später bei Artikeln oder Gesprächen erkennen lässt, dass der eigene Standpunkt zu hinterfragen sein könnte. Und dann ziehe ich neue Schlüsse aus dem, was sich in meinem Kopf so zusammengebraut hat.

Ich tuh mich weiterhin schwer, z.B. den Begriff ACAB zu verinnerlichen, weil eben nicht jeder Polizist ein "Bastard" ist. Die aktuellen Geschehnisse in Hessen stützen allerdings diese These, die Mingo versucht hat zu erklären. Und mir kann keiner erzählen, dass niemand innerhalb der Polizei davon wusste. Da sind jetzt Köpfe gerollt, und das waren nicht die Letzten. Und Hessen ist auch nicht der traurige Einzelfall. In der ganzen Diskussion wäre es hilfreicher gewesen, man hätte sich mit der Erklärung beschäftigt als mit dem Begriff an sich.
 
Ja, aber dann lässt man den Begriff eben weg und dann triggerts halt auch nicht so. Einfach den Sachverhalt erklären wie man ihn sieht, denn gibt es niemanden, der da nicht zustimmen kann und niemanden, der sich dabei gekränkt oder verletzt fühlt.
 
Das ist ein Punkt, der leider in Diskussionen oft völlig untergeht.

Ein Meinungsaustausch sollte nicht nur dazu dienen, seinem Gegenüber die eigene Meinung indoktrinieren zu wollen. Man sollte auch selbst etwas daraus mitnehmen. Bei Themen wie "Farbiger", Sexismus oder gender-gerechter Sprache war ich teils auch in Diskussionen festgefahren. Dann aber beginnt zumindest bei mir oft ein Prozess, der mich später bei Artikeln oder Gesprächen erkennen lässt, dass der eigene Standpunkt zu hinterfragen sein könnte. Und dann ziehe ich neue Schlüsse aus dem, was sich in meinem Kopf so zusammengebraut hat.

Ich tuh mich weiterhin schwer, z.B. den Begriff ACAB zu verinnerlichen, weil eben nicht jeder Polizist ein "Bastard" ist. Die aktuellen Geschehnisse in Hessen stützen allerdings diese These, die Mingo versucht hat zu erklären. Und mir kann keiner erzählen, dass niemand innerhalb der Polizei davon wusste. Da sind jetzt Köpfe gerollt, und das waren nicht die Letzten. Und Hessen ist auch nicht der traurige Einzelfall. In der ganzen Diskussion wäre es hilfreicher gewesen, man hätte sich mit der Erklärung beschäftigt als mit dem Begriff an sich.
Nicht jeder Polizist ist ein Bastard aber manche schon? Ich dachte es ist der Mensch dahinter und nicht nur weil er ein Polizist ist oder? Hast du ja in jeder Gesellschaftsschicht, ob direkter Vorgesetzter oder ähnlich. Unsere Gemeinschaft hat sich mittlerweile so gesplittet, das man doch kein Verständnis mehr hat außer für einen selbst. Was könnte ich auf Facebook mit Beleidigungen um mich werfen, weil irgendwelche absolut unterirdischen Meinungen etc. Vertreten werden, wo du eigentlich nur denken kannst „kill it before it lays eggs“ aber geholfen ist einem damit auch nicht. Medien sollten zum Teil dann doch eingeschränkt werden, weil sich die Dummen eh alles so rausziehen wie sie es brauchen und sich womöglich auf Plattformen wie Facebook gar mobilisieren.
 
Ich erinnere mich noch an eine Aussage von dem Freund einer damaligen Klassenkameradin (ca 8 Klasse) auf die Frage warum er zur Bundeswehr möchte: „ich will mal jemanden erschiessen“

solche Leute sind aber nun scheinbar dort wo sie hinwollten, beim Bund oder gar Polizei. Wo derjenige gelandet ist, hab ich allerdings keine Ahnung und ich hoffe nicht dort, wo ich vermute. Wie verhindert man denn sowas?
 
Jetzt mal langsam...
Wenn ich die ominöse Diskussion richtig gelesen habe, hat Mingo niemals sowas wie "ACAB" von sich gegeben.
Und das Posting, welches Nimble dann für seine Beleidigung zum Anlass nahm, war einfach nur eine lange Erklärung von mingo, wieso es einen großen Unterschied zwischen dem gibt, was Juden im Nationalsozialismus erleiden mussten und der Beleidigung von Polizisten.
Es wurde behauptet, Polizisten würden gegenwärtig so entmenschlicht wie die Juden damals.
Und das ist ja wohl so ein hanebüchener Unsinn, da müssen wir doch nicht wirklich drüber reden, oder? Das kann man doch nicht mal im Ansatz miteinander vergleichen. (Ich hätte jetzt gedacht das ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass jetzt um 13:00 die Sonne scheint.)
Mingo hat nur geschrieben, dieser Vergleich sei Holocaustrelativierend (hat das ausführlich erklärt), und dann knallt ihm Nimble so ne Beleidigung vor den Latz.
Und hier kriegt Mingo deswegen jetzt auf den Sack? Es liest sich sogar so, als sei Mingo "ACAB"-schreiend durchs Forum gerannt.
Das kann man doch nicht stehen lassen.

Hier werden wieder tausend Dinge und Sympathien miteinander vermischt, das kann man kaum noch nachvollziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich kann ich einige User hier durchaus verstehen, dass man echt mal ne Auszeit braucht. Ich war auch länger nicht mehr aktiv oder nur bedingt und meide einige Threads gänzlich. Der Hass, der hier einem ab und zu entgegen fliegt, mag für manche halt echt bedenklich wirken. Ein falsches Wort geschrieben oder etwas unklar ausgedrückt und schon stehen alle mit Mistgabeln vor deiner Haustür. Macht dann keinen Unterschied, ob man mit einem anderen Post die Sache wieder etwas klar stellen will. Man ist gebrandmarkt. Du kannst dich dann tausendmal entschuldigen. Es gibt immer wieder User, die darauf dann noch rumreiten.

Wenn sich diese Art der Einstellung ändern würde, hätten wir hier auch vermehrt sinnvolle und interessante Diskussionen. Das ist meine persönliche Meinung. Ich mag Diskussionen. Man lernt immer etwas dabei, weil man ist nicht allwissend und man lernt so auch andere Sichtweisen kennen, ob man die teilt oder nicht. Aber bei Sachen wie "Du bist so ein elendiger Volldepp, du Arschloch" etc. lernt man halt einfach nix.

Wir sind hier eine Gemeinschaft, die kunterbunt zusammengemischt ist und genau sowas macht das Ganze doch spannend. Zig Sichtweisen und Meinungen zu einem Thema, eigentlich doch mega geil... eigentlich...
 
Es wird alles viel zu ernst genommen. Im internet fehlen halt gesten, betonungen, man darf nicht direkt alles auf die Waagschale legen, wird aber gemacht. Und man sagt dinge die man im angesicht des anderen niemals sagen würde. Fazit: alles nicht so ernst nehmen, mehr Humor bitte, weniger hass.
 
Jetzt mal langsam...
Wenn ich die ominöse Diskussion richtig gelesen habe, hat Mingo niemals sowas wie "ACAB" von sich gegeben.
Und das Posting, welches Nimble dann für seine Beleidigung zum Anlass nahm, war einfach nur eine lange Erklärung von mingo, wieso es einen großen Unterschied zwischen dem gibt, was Juden im Nationalsozialismus erleiden mussten und der Beleidigung von Polizisten.
Es wurde behauptet, Polizisten würden gegenwärtig so entmenschlicht wie die Juden damals.
Und das ist ja wohl so ein hanebüchener Unsinn, da müssen wir doch nicht wirklich drüber reden, oder? Das kann man doch nicht mal im Ansatz miteinander vergleichen. (Ich hätte jetzt gedacht das ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass jetzt um 13:00 die Sonne scheint.)
Mingo hat nur geschrieben, dieser Vergleich sei Holocaustrelativierend (hat das ausführlich erklärt), und dann knallt ihm Nimble so ne Beleidigung vor den Latz.
Und hier kriegt Mingo deswegen jetzt auf den Sack? Es liest sich sogar so, als sei Mingo "ACAB"-schreiend durchs Forum gerannt.
Das kann man doch nicht stehen lassen.

Hier werden wieder tausend Dinge und Sympathien miteinander vermischt, das kaum man noch nachvollziehen.

das hab ich anders in Erinnerung, imo hat er es sehr deutlich geschrieben aber meine Erinnerung kann mich auch täuschen.
 
Ich erinnere mich noch an eine Aussage von dem Freund einer damaligen Klassenkameradin (ca 8 Klasse) auf die Frage warum er zur Bundeswehr möchte: „ich will mal jemanden erschiessen“

solche Leute sind aber nun scheinbar dort wo sie hinwollten, beim Bund oder gar Polizei. Wo derjenige gelandet ist, hab ich allerdings keine Ahnung und ich hoffe nicht dort, wo ich vermute. Wie verhindert man denn sowas?

Und weil die Bundeswehr weiß, was für Leute sie anzieht, hat sie extra Gewehre beschafft, mit denen man nicht treffen kann :D
 
Es wird alles viel zu ernst genommen. Im internet fehlen halt gesten, betonungen, man darf nicht direkt alles auf die Waagschale legen, wird aber gemacht. Und man sagt dinge die man im angesicht des anderen niemals sagen würde. Fazit: alles nicht so ernst nehmen, mehr Humor bitte, weniger hass.
Wie soll ich den rassistische / sexistische / homophobe Aussagen deuten, als das was sie sind?
 
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