Die ‚Reichskristallnacht‘ ging als einer der größten „Rückfälle in die Barbarei“ des ‚Abendlandes‘ seit dem Mittelalter in die Geschichte Europas und Deutschlands ein. ‚Reichskristallnacht‘ ist dabei ein veralteter Terminus für den Novemberpogrom. Er entstammt der Berliner Mundart; der Ausdruck soll die Menge an Glasscherben beschreiben, welche nach dem Pogrom auf den Straßen lag. Heute hat sich immer mehr der Begriff „Novemberpogrom“ durchgesetzt, da sich unter den Historikern die Meinung etabliert hat, dass der Begriff ‚Reichskristallnacht‘ zu verharmlosend ist. Denn der Pogrom war nicht eine bloße Scheibe die zerstört wurde: Menschen wurden umgebracht, Gräber geschändet und ganze Gotteshäuser niedergebrannt.
Gleichzeitig soll der Begriff ‚Reichskristallnacht‘ nicht in Vergessenheit geraten, da er bereits direkt nach dem Pogrom von den Berlinern benutzt wurde, um die Nazis Lügen zu strafen, da diese stehst betont hatten, dass die Ausschreitungen ohne großen Sachverlust abliefen. In der Forschung gilt der Novemberpogrom als ein Wendepunkt. Das Jahr 1938 spiegelt für Historiker ‚die‘ Radikalisierung in der nationalsozialistischen Judenpolitik dar, die sich im reichsweiten Pogrom entlädt