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Der "Ich könnte kotzen" Thread (4 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Thailand, VAE...weiß ja nicht wie es mit der Bildung als Bayern Fan aussieht, aber meines Erachtens kein Europa.

Falls du Städtetrips meinst, d.h. i.d.R. Essen gehen, Shoppen, dann kommen Städte wie z.B. Barcelona, Madrid, Mailand o. Paris definitiv in Frage. Nenn ich aber keinen Urlaub.

:gerri:

Ja klar Australien liegt auch aufm Nordpol:grins:

Ob es eine Städtereise ist oder nicht, du bist da sicherlich nicht zum Arbeiten ;) Thailand, AE, dachte du kommst mir Exotischeren Orten :nein:

Sorry wenn ich es dir nicht abnehme das du zum Essen nach Paris fliegst :gerri:
 
Kann nicht fassen, dass es jetzt schon ein Problem ist, wenn jemand mit türkischen Wurzeln die Türkei als seine Heimat bezeichnet. Und dazu noch ein affiger Erdogan-Kommentar.

Hier habt ihr Alltagsrassismus, der wahrscheinlich normalerweise nicht auffallen würde, damit man sich fragen kann, wo jetzt überhaupt das Problem ist für Ausländer.
"Ein deutscher Mitarbeiter in Schweden fährt jedes Jahr immer nach Deutschland und schickt dann immer Bilder mit 'Viele Grüße aus der Heimat'. Schön, dass er seine Wurzeln nicht vergisst."

Würde sich wohl keiner dran stören.
 
Hab auch zwei Heimaten, an denen mein Herz hängt. Ist einfach ne emotionale Verbundenheit, die nicht einfach durch den Geburtsort erklärt werden kann.

Du hast zwei Heimaten an denen dein Herz hängt, das ist der Unterschied und völlig nachvollziehbar und auch gut so.. Für ihn ist aber die Türkei seine Heimat und Deutschland nur sein derzeitiger Aufenthaltsort, seit 33 Jahren. Erdogan ist Super, er sorgt für mehr Demokratie, da kommt einiges zusammen was merkwürdig ist.
 
Nein. Ich kenne solche Fälle, z.B. auch Kinder von Diplomaten, die kaum in Deutschland gelebt haben und natürlich trotzdem eine deutsche Identität haben. Aber das ist gar nicht der Punkt. Eine persönliche nationale Identität wird nicht aufgezwungen. Sie hängt von vielen Faktoren ab, nicht nur dem Geburtsort oder das Land, in dem man aufgewachsen ist, sondern natürlich auch die kulturelle Identität und Zugehörigkeit der Familie. Aber auch das ist nicht der Punkt. Es ist einfach scheißegal, was jemand als seine Heimat bezeichnet. Das verlangt die Toleranz. Fängt man an die persönliche Identität eines Menschen negativ zu werten, ist man ein Rassist.

Ich persönlich kenne diese Art von Rassismus von der anderen Seite. Meine ganze Familie ist polnisch, ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen. ich habe wenig Kontakt zu meiner Familie dort und meine Eltern geben nicht viel auf kulturelle Bräuche und so. Ich würde niemals Polen als meine Heimat bezeichnen (Deutschland auch nicht). Aber in Polen wurde ich schon mehrfach von jungen Leuten beschimpft, weil ich mich nicht als Pole fühle und keine Zugehörigkeit zu diesem Land empfinde. Was geht diese persönliche Identität irgendwen an?

EDIT: Fun Fact. In Polen fühlen sich viele in ihrer nationalen Ehre beleidigt, wenn ich mich nicht als Pole bezeichne. In Deutschland habe ich mich nach Reaktionen in meiner Jugend nie mehr getraut, mich als Deutsch zu bezeichnen.
 
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Arthur Schopenhauer schrieb:
Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.
 
Heimat(gefühl) und Nationalstolz sind aber zwei verschiedene paar Schuhe.

Nationalstolz/gefühl sind Synonyme bzw. waren es mal, bevor das Wort fälschlicherweise mit Nationalismus gleichgesetzt wurde, außer du ziehst jetzt den Begriff der Heimat noch enger. Von Deutschland auf Hamburg zum Beispiel. Bleibet im Grunde aber beim Selben, mit der Ausnahme, dass der Kreis etwas exklusiver wird.
 
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