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Fahrradhelme, notwendig?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja aber deutlich besser als tod zu sein oder? :ugly:
Das ist ja nicht die Frage. Ist ja nicht so, als gäbe es keine Alternativen. Wieviel Material- und Fertigungswert steckt da drin? 20-30 Euro vielleicht? Klar, die wollen sich die Entwicklungskosten fürstlich entlohnen lassen, aber vielleicht würden die halt weit mehr als 3x so viel Airbags verkaufen, wenn das Ding 100 statt 300 Euro kosten würde. Das ist nämlich eine Preiskategorie, wo es für viele überhaupt erst interessant werden würde. Die meisten Leute, die ohne mit der Wimper zu zucken 300 Ocken für einen Helmersatz lohnen würden, sind wohl eher nicht die breite Masse an casual Fahrradfahrern.
 
Aber das juckt einen doch selbst nicht was andere machen, ob die nen airbag haben oder ein helm oder kein helm, da bin ich ehrlich, es ist mir scheiss egal, das liegt doch in der eigenverantwortung. Es geht doch um das eigene leben und das des kindes wenn man eines hat, ich denke doch da spielt es keine rolle. Zahnersatz nach dem radunfall ist teurer.

Das ding mutet schon wie hightech an, ich glaube kaum dass das besonders billig ist. Ich würds nicht tragen wollen weil ich sehr bewusst radfahre und kein helm nutze, aber ich finds mega. Anprobieren würd ich aber mal, dann könnt ich wieder wie ein rowdi durch berlin düsen :ugly:
 
Das ist ja nicht die Frage. Ist ja nicht so, als gäbe es keine Alternativen. Wieviel Material- und Fertigungswert steckt da drin? 20-30 Euro vielleicht? Klar, die wollen sich die Entwicklungskosten fürstlich entlohnen lassen, aber vielleicht würden die halt weit mehr als 3x so viel Airbags verkaufen, wenn das Ding 100 statt 300 Euro kosten würde. Das ist nämlich eine Preiskategorie, wo es für viele überhaupt erst interessant werden würde. Die meisten Leute, die ohne mit der Wimper zu zucken 300 Ocken für einen Helmersatz lohnen würden, sind wohl eher nicht die breite Masse an casual Fahrradfahrern.

Naja ob dieses Ding "fehlkalkuliert" ist, lässt sich an dieser Stelle wohl kaum beurteilen. Zumindest ich weiss nicht, welche Kosten bei der Herstellung entstehen. Von Entwicklung mal ganz angesehen, die man nunmal auch einkalkulieren muss. Aber wenn man sich z.B. mal Lawinenrucksäcke anschauen und preislich vergleicht, erscheint mir das nicht so unrealistisch.
 
Das ist ja nicht die Frage. Ist ja nicht so, als gäbe es keine Alternativen. Wieviel Material- und Fertigungswert steckt da drin? 20-30 Euro vielleicht? Klar, die wollen sich die Entwicklungskosten fürstlich entlohnen lassen, aber vielleicht würden die halt weit mehr als 3x so viel Airbags verkaufen, wenn das Ding 100 statt 300 Euro kosten würde. Das ist nämlich eine Preiskategorie, wo es für viele überhaupt erst interessant werden würde. Die meisten Leute, die ohne mit der Wimper zu zucken 300 Ocken für einen Helmersatz lohnen würden, sind wohl eher nicht die breite Masse an casual Fahrradfahrern.

Die Entwicklungskosten sollte man nicht unterschätzen. Vor allem aber, auf wieviele geplante Verkäufe man diese runterbrechen kann. Wenn irgendwann der Break Even erreicht ist, sinken die Preise im Normalfall auch.

Hier kommt allerdings wahrscheinlich noch ein Faktor hinzu. So ein Teil wird sicher unabhängig geprüft und freigegeben werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man so einen Airbag einfach ohne vorheriges Gutachten und Freigabe verkaufen darf. Diese Prozesse sind unheimlich aufwändig und vor allem teuer.

Sieht man momentan auch schön an den E-Scootern. TÜV und Freigabe für die strassenzugelassenen Modelle machen fast 50% aus.
 

Oh Mann, ich möchte es nur ein einziges Mal erleben, dass ein Artikel in den Medien eine Studie richtig wiedergibt oder gar prüft. Das Paper ist öffentlich zugänglich:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/psyp.13458

Direkt im Abstract: "We did not replicate the finding of generally riskier behavior in the helmet group. Instead, we found that participants chose the riskier option in about half of trials, no matter how risky the other option was. Our results suggest that wearing a bike helmet reduces cognitive control, as revealed by reduced frontal midline theta power, leading to risk indifference when evaluating potential behaviors."

Außerdem gibt es ein paar Basis-Indikatoren die nicht unbedingt für die Studie sprechen:

- n ist gerade einmal 40 (Studienteilnehmer)
- Einfach verblindete Studie
- Soziale Faktoren bei der Auswahl der beider 20er Gruppen waren gerade einmal: Geschlecht, Alter ungefähr
- Nach dem Experiment wurden die Teilnehmer direkt aufgeklärt und es wurde darum gebeten, es nicht anderen zu verraten
- In den Resultaten steht plötzlich, dass die Ergebnisse nicht mal signifikant waren (generelles KO-Kriterium)
- Unterschied beider Gruppen: die mit Helmen gaben an, häufiger einen Helm im RL zu tragen (so viel zur Verlässlichkeit der Ehrlichkeit von Menschen)
- Da die Ergebnisse nicht bis kaum signifikant sind und sich zudem mit einer anderen Studie widersprechen, kann man wohl getrost annehmen, dass wichtige soziale Faktoren ignoriert wurden, aber bei n=40 sind alles irgendwo ein Stückweit Annahmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gute Erziehung. Ist bei uns auch so. Seit der Lütte da ist, fahren wir auch auf dem normalen Rad nur noch mit Helm (vorher nur auf dem Rennrad). Und: Es tut überhaupt nicht weh. Ich kann auch bei mir nicht feststellen, dass ich wegen des Helms risikobereiter bin. Den merkt man ja mit der Zeit überhaupt nicht mehr. Das wäre so, als würden plötzlich alle anfangen, wie die irren zu fahren, wenn sie nen Gurt im Auto angelegt haben...
 
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