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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wie ist das überhaupt mit der Ganztagsschule? Wäre für uns damals ein Alptraum gewesen. Aber ist es nicht immerhin so, dass nachmittags kein richtiger Unterricht stattfindet, sondern beaufsichtigte Lerngruppen, AGs etc.? Bringen die Schüler dann noch (viel) Hausaufgaben mit nach Hause?
 
bei mir ist das so, dass ich schulisch eigentlich immer ganz gut durch kam, mit minimalen mitteln. dadurch habe ich aber kein abi (mathe in der 13.2 mit deifzit, dadurch kurs zu wenig, dadurch nicht zugelassen), aber viel schlimmer: ich habe nie gelernt, mich wirklich konsequent, diszipliniert und konzentriert an eine aufgabe zu setzen, auf die ich keine lust habe (sprich: nie gelernt zu lernen). das fällt mir bis heute extrem schwer und ist ein ewiger kampf, den ich viel zu oft nicht gewinne.
 
Wie ist das überhaupt mit der Ganztagsschule? Wäre für uns damals ein Alptraum gewesen. Aber ist es nicht immerhin so, dass nachmittags kein richtiger Unterricht stattfindet, sondern beaufsichtigte Lerngruppen, AGs etc.? Bringen die Schüler dann noch (viel) Hausaufgaben mit nach Hause?
Soweit ich weiß, ist bis 14 Unterreicht und dann bis 16 Uhr AG/Hausaufgaben

Mein Bruder musste die letzten Wochen sogar Samstags zur Schule, da seine AG Samstag war :ugly: Albtraum :schreck:
 
Früher hatte ich auch nur einmal nachmittags Schule und um 1 aus. Allerdings war ich dann auch erst gegen 4 fertig mit Essen und Hausaufgaben. Daher find ich Ganztagsschulen jetzt nicht so schlimm unter der Prämisse, dass es der restliche Tag dann schulfrei ist.
 
Früher hatte ich auch nur einmal nachmittags Schule und um 1 aus. Allerdings war ich dann auch erst gegen 4 fertig mit Essen und Hausaufgaben. Daher find ich Ganztagsschulen jetzt nicht so schlimm unter der Prämisse, dass es der restliche Tag dann schulfrei ist.
Hausaufgaben wurden grundsätzlich vor dem Unterricht hingerotzt :D
 
Check24 und Smava haben ja momentan wieder so Kreditangebote mit Minuszinsen. Jetzt dachte ich gestern mal, ich probiere das mal aus. Einfach um zu gucken, welchen Zins man denn tatsächlich angeboten bekommt (und mir war langweilig). Extra vorher nachgeschaut, ob durch so ne Anfrage jetzt eine Konditionen- oder eine Kreditanfrage bei der Schufa gemacht wird. Ist ne Konditionenanfrage, also hab ichs ausprobiert.
Natürlich hab ich weder die -1,5% von Check24 noch die -5% von Smava bekommen. Bestes Angebot war 1,88%.
Alles dann abgebrochen, nichts weiter angeklickt.

Jetzt schickt mir meine Frau gerade ne Nachricht, im Briefkasten liegen 8(!) fertige Kreditverträge von verschiedenen Banken. Die haben doch echt alle den Arsch offen. Da braucht man sich nicht wundern, wenn viele überschuldet sind. Die wollen einem die Kredite ja förmlich aufschwatzen.

-e-
Die Anfragen hatte ich gestern nachmittag gemacht, und keine 24 Std später liegen die Verträge im Briefkasten. Scheint, als hätten die echt nichts besseres zu tun.
Erinnert mich an die Geburt unserer Kleinen. Als die aus dem krankenhaus nach Hause kam, lag von der örtlichen Sparkasse auch schon ungefragt ein fertiges Sparbuch im briefkasten, mit sagenhaften 0,01% Guthabenzinsen. Da hab ich dann auch mal nachgefragt, ob die nichts besseres zu tun hätten, als Geburtsanzeigen zu lesen.
Banken...
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Frau hat mal ne Zahlung von über 30.000€ erhalten. Noch am gleichen Tag kam ein Anruf von der Sparkasse, wie sie denn das Geld anlegen möchte. Auch gesagt, wenn wir das vor hätten, dann würden wir uns von uns aus melden.
 
Einerseits denke ich auch, hoffentlich gehen beide Kinder aufs Gymnasium, damit sie später mal ne ordentliche Chance haben.
Andererseits wurde ich durchs Gymnasium geprügelt, und mir wäre es sicher besser bekommen, hätte ich "nur" Realschule gemacht.
Muss da vorsichtig sein, den Kindern nicht zuviel Druck zu machen. Es geht auch auf dem 2. oder 3. Bildungsweg noch was, man muss nicht auf Teufel komm raus die Kinder drillen.
Sehe es bei Freunden, deren Kind ist so alt wie meine Große (erst 4), und hat schon soviele Verpflichtungen, das ist abartig. Musikschule, Englisch-Unterricht, Tanzunterricht, Turnverein, Chor, Judo und Ballett. Alles, "damit es ordentliche Grundlagen hat". Das Kind soll natürlich Arzt oder Ingenieur werden, für die Eltern ist das jetzt schon klar.
Ich find das völlig pervers. Unsere geht einmal die Woche in Turnverein und alle 2 Wochen zum Singen. Ansonsten spielt sie einfach.

Echt abartig. Bei mir war es ähnlich, nur anstatt irgendwelcher Kurse mussten wir Tag und Nacht zuhause und im Laden aushelfen. Da hat man dann seine täglichen Aufgaben im Akkord bewältigt, damit man noch etwas Freizeit hatte. Wahrscheinlich fühle ich mich auch deswegen bereits seit Jahren ausgebrannt.
Meine Eltern waren in Sachen Erziehung und Förderung eh die größten Idioten wobei die Hauptschuld beim Vater liegt. Wenn ich hier lese, wie ihr euren Kindern ihre Freizeit gönnt, finde ich das echt toll. Mein Vater ist so ein grenzenloses Arschloch, der konnte es nie ertragen, daß seine Kinder sich "amüsieren" während er arbeitet.
Fußball Verein wurde ich auch mehr oder weniger zu gezwungen, es hat mir keinen Spaß gemacht und ich war daher nicht besonders gut, das tat meinem Selbstbewusstsein auf Dauer auch nicht gut.
Ich ging auf die Realschule obwohl ich da oft völlig unterfordert war, ich hab teils ohne Mühen und Lernen gute Noten geschrieben, fast jeder Lehrer meinte, ich solle aufs Gymnasium wechseln. Natürlich haben die Eltern den Zeitpunkt verpasst aber bei meinem Bruder haben sie es dann später durchgezogen obwohl er nicht wollte und auch schulisch nie so gut war wie ich. Das Experiment ist dann gnadenlos gescheitert und er landete wieder auf der Realschule.
Während der Oberstufe musste ich fast jeden Nachmittag in die Filiale und dort den Laden schmeißen, abends wurde dann noch im Haushalt geholfen und dann erwartete der Idioten Vater auch noch nen Einser Schnitte von mir... kann natürlich nicht funktionieren, was allein in Mathe für Sachen vorausgesetzt wurden, die ich nie vermittelt bekommen habe. Das musste ich dann auch noch nachholen. Alles in allem ist es kein Wunder, daß ich zeitweise soviel blau gemacht habe, in der 9. bin ich deswegen fast von der Schule geflogen.

Daher kann ich es nur begrüßen wenn Eltern nicht so bescheuert sind und ihren Kindern ihre Kindheit gönnen. Ansonsten muss man sich über psychische Probleme und Burnout im Erwachsenen Alter nicht wundern.
 
Ganztagsschulen finde ich gar nicht so verkehrt, wenn man dann Zuhause nichts mehr vorbereiten muss. Hatte im Gymnasium 3x die Woche bis 13:00, einmal bis 15:00 und einmal bis 17:30 Unterricht. Und danach noch Hausaufgaben und Lernen. Gerade an den Donnerstagen (7:55 bis 17:30) war ich immer extrem geschlaucht.

Und dabei bin ich aber jemand, der sich schulisch und auch jetzt im Studium relativ leicht tut. Aufgrund anderer Interesse während der Pubertät hab ich allerdings auch mal ne Klasse wiederholen müssen :D Wollte schon seit der Grundschule von mir aus aufs Gymnasium und später studieren und zieh das auch so durch. Dabei wurde mir oder meiner Schwester Zuhause nie Druck gemacht. Sie hatte bspw. nie wirklich Lust auf Schule, hat dann "nur" Mittlere Reife gemacht und jetzt trotzdem nen guten Job, der ihr Spaß macht. Wenn ich mir da ihre ehemalige beste Freundin anschaue, die immer extrem gedrillt wurde: Studium abgebrochen, kein Kontakt mehr zu den Eltern und arbeitet an ner Discounterkasse. Da kann man den Eltern nur gratulieren.

Gibt so viele Wege was aus seinem Leben zu machen, da sollte man seinen Kindern nicht irgendwas aufzwingen auf das sie keine Lust haben. Meine Freundin wollte z.B. lieber arbeiten und hat nur Hauptschule (in AT gibts keine Realschule) gemacht, dann ne Banklehre, ihre Matura nachgemacht und studiert jetzt ebenfalls.
 
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Vielen lieben Dank fürs posten!
Und ich habe wenig Schuhe dafür tausend Spiele. :D Und dennoch sind sie alle am meckern. Also obs jetzt Schuhe oder Spiele sind bei einer Frau, gemeckert wird immer.
 
Ganztagsschulen finde ich gar nicht so verkehrt, wenn man dann Zuhause nichts mehr vorbereiten muss. Hatte im Gymnasium 3x die Woche bis 13:00, einmal bis 15:00 und einmal bis 17:30 Unterricht. Und danach noch Hausaufgaben und Lernen. Gerade an den Donnerstagen (7:55 bis 17:30) war ich immer extrem geschlaucht.

Und dabei bin ich aber jemand, der sich schulisch und auch jetzt im Studium relativ leicht tut. Aufgrund anderer Interesse während der Pubertät hab ich allerdings auch mal ne Klasse wiederholen müssen :D Wollte schon seit der Grundschule von mir aus aufs Gymnasium und später studieren und zieh das auch so durch. Dabei wurde mir oder meiner Schwester Zuhause nie Druck gemacht. Sie hatte bspw. nie wirklich Lust auf Schule, hat dann "nur" Mittlere Reife gemacht und jetzt trotzdem nen guten Job, der ihr Spaß macht. Wenn ich mir da ihre ehemalige beste Freundin anschaue, die immer extrem gedrillt wurde: Studium abgebrochen, kein Kontakt mehr zu den Eltern und arbeitet an ner Discounterkasse. Da kann man den Eltern nur gratulieren.

Gibt so viele Wege was aus seinem Leben zu machen, da sollte man seinen Kindern nicht irgendwas aufzwingen auf das sie keine Lust haben. Meine Freundin wollte z.B. lieber arbeiten und hat nur Hauptschule (in AT gibts keine Realschule) gemacht, dann ne Banklehre, ihre Matura nachgemacht und studiert jetzt ebenfalls.

Ich bin damals auch etwas zickzack gelaufen. Zuerst Hauptschule und polytechnischer Lehrgang, dann doch an eine höhere Lehranstalt, mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und anschließend studiert. Nun in einem Beruf für den ich weder Matura noch Uniabschluss benötigt hätte. Aktuell wieder in einem Interessensstudium, neben der Arbeit.

Allgemein ist das hier in Österreich sehr flexibel. Du kannst dir hier (Aus)Bildungsmäßig kaum etwas verbauen, alles gut gefördert, mit tollen und sinnvollen Modellen, auch abseits der Schulen, wenn es um Handwerksberufe bzw. Umschulungen oder Lehre mit Matura geht (imo das Sinnvollste, einen interessanten Beruf zu erlernen und dabei die Matura zu machen). Wobei das aktuell leider in Gefahr ist, weil unsere Spasti Regierung gerade dabei ist dem Arbeitsmarktservice das Budget um evtl bis zu 30% zu kürzen, im Wahn 2019 ein Nulldefizit zu fahren, während man gleichzeitig Milliardengeschenke an Großunternehmer macht und das Ganze mit Hausfrauenlogik zu erklären versucht... :fp:
 
Ich bin damals auch etwas zickzack gelaufen. Zuerst Hauptschule und polytechnischer Lehrgang, dann doch an eine höhere Lehranstalt, mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und anschließend studiert. Nun in einem Beruf für den ich weder Matura noch Uniabschluss benötigt hätte. Aktuell wieder in einem Interessensstudium, neben der Arbeit.

Allgemein ist das hier in Österreich sehr flexibel. Du kannst dir hier (Aus)Bildungsmäßig kaum etwas verbauen, alles gut gefördert, mit tollen und sinnvollen Modellen, auch abseits der Schulen, wenn es um Handwerksberufe bzw. Umschulungen oder Lehre mit Matura geht (imo das Sinnvollste, einen interessanten Beruf zu erlernen und dabei die Matura zu machen). Wobei das aktuell leider in Gefahr ist, weil unsere Spasti Regierung gerade dabei ist dem Arbeitsmarktservice das Budget um evtl bis zu 30% zu kürzen, im Wahn 2019 ein Nulldefizit zu fahren, während man gleichzeitig Milliardengeschenke an Großunternehmer macht und das Ganze mit Hausfrauenlogik zu erklären versucht... :fp:
Österreich ist in dem Bereich definitiv voraus. Allein dass es neben Gymnasium noch HTL und HAK gibt, also zusammen mit der Matura direkt ne technische bzw. kaufmännische Ausbildung. Finde ich schon faszinierend, aber hab das damals leider nicht in Anspruch genommen :D
 
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