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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich denke das kannst du bei jedem erlernten beruf. Selbst bei hilfsjobs und mindestlohn. Mir gehts darum dass ein gut bezahlter scheissjob nicht so erfüllend ist wie ein schlechter bezahlter job ist den man verflucht gerne macht und man mit genuss zur arbeit geht.

Das beste wäre natürlich beides aber dann muss leidenschaft zum guten beruf passen, geht, logisch, nur das muss ja jeder selbst herausfinden und darauf wird man, meine ich, nicht vorbereitet, wenn die eltern hier nicht vornachen was später wirklich wichtig ist, so ist das für einen jungen mensch schon schwer das alleine zu wissen.

Ich selbst wusste was ich wollte aber null komma null support erhalten, hab was gelernt was ich nicht im entferntesten wollte. Ausbildung umsonst gemacht, zwar von 3 ausbildungsklassen der dritt beste aber nie einen tag darin gearbeitet.

Und ich seh vefflucht viele abbrecher in studiengängen, einfach weil sie merken dass es sich falsch anfühlt. Sowas darf gar nicht passieren.

Gestern erst einen ex kollegen gehabt der sich red sparror angeschaut hat bei ner influencer sv, ist beamter beim arbeitsamt, würde lieber im kino weiterarbeiten als seinen job zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe es bei Freunden, deren Kind ist so alt wie meine Große (erst 4), und hat schon soviele Verpflichtungen, das ist abartig. Musikschule, Englisch-Unterricht, Tanzunterricht, Turnverein, Chor, Judo und Ballett. Alles, "damit es ordentliche Grundlagen hat". Das Kind soll natürlich Arzt oder Ingenieur werden, für die Eltern ist das jetzt schon klar.
Ich find das völlig pervers.

Uff...da kann ja nur eine Persönlichkeit mit “Knacks“ dabei heraus kommen. Armes Kind.


Ich denke das kannst du bei jedem erlernten beruf. Selbst bei hilfsjobs und mindestlohn. Mir gegts darum dass ein gut vezahlter scheissjob nicht so erfüllend ist wie ein schlechter bezahlter job ist den man verflucht gerne macht und man mit genuss zur arbeit geht.

Da stimme ich dir absolut zu. Finde hier die empirische Glücksforschung ganz spannend. Ja, Geld macht bis zu einem gewissen Level glücklich, das ist jedoch einer den wir hier fast allesamt bereits überschritten haben. Danach scheint Geld keine großen Auswirkungen auf das Glück mehr zu haben bzw. nur mehr kontraproduktiv zu wirken, obwohl wir dies glauben bzw. man es uns weiß machen möchte.
 
das muss auch einfach jeder für sich selber wissen. ich liebe es zu reisen und mir die welt anzusehen. gleichzeitig habe ich dabei einen gewissen anspruch und werde in hostels nicht glücklich. ergo benötige ich genug geld um das zu finanzieren.
Und dich macht ja nicht bedingt das geld glücklich sondern das reisen. Andere jetzt würden diesbezgl in betracht ziehen einen beruf dazu zu suchen und beides miteinander verknüpfen. :p und genau das meine ich.
 
Und dich macht ja nicht bedingt das geld glücklich sondern das reisen. Andere jetzt würden diesbezgl in betracht ziehen einen beruf dazu zu suchen und beides miteinander verknüpfen. :p und genau das meine ich.

Beruflich und privat reisen sind allerdings in der Regel zwei Paar Schuhe. Besonders weil man sich das Ziel bei ersterem nur selten aussuchen kann. Nicht für alles gibt es eine passende Konstellation, auch wenn ich dir vom Prinzip her Recht gebe. Ist trotzdem leichter gesagt, als getan und hängt, wie Byter schon sagte, auch einfach von den Ansprüchen des Einzelnen ab.
 
Einerseits denke ich auch, hoffentlich gehen beide Kinder aufs Gymnasium, damit sie später mal ne ordentliche Chance haben.
Andererseits wurde ich durchs Gymnasium geprügelt, und mir wäre es sicher besser bekommen, hätte ich "nur" Realschule gemacht.
Muss da vorsichtig sein, den Kindern nicht zuviel Druck zu machen. Es geht auch auf dem 2. oder 3. Bildungsweg noch was, man muss nicht auf Teufel komm raus die Kinder drillen.
Sehe es bei Freunden, deren Kind ist so alt wie meine Große (erst 4), und hat schon soviele Verpflichtungen, das ist abartig. Musikschule, Englisch-Unterricht, Tanzunterricht, Turnverein, Chor, Judo und Ballett. Alles, "damit es ordentliche Grundlagen hat". Das Kind soll natürlich Arzt oder Ingenieur werden, für die Eltern ist das jetzt schon klar.
Ich find das völlig pervers. Unsere geht einmal die Woche in Turnverein und alle 2 Wochen zum Singen. Ansonsten spielt sie einfach.
Ist das krass. Unsere Kinder (3 & 5) machen nichts außer Kita und spielen halt. Sollte sich jemand für etwas interessieren, wird es gerne gefördert, aber so ein Drill finde ich arg befremdlich. Erschreckend, dass es sowas tatsächlich gibt. Ein Kind sollte die Kindheit genießen und nicht den Tagesablauf eines Managers haben. Irgendwie tun die mir jetzt schon leid.
 
Mir auch. Finde es schon schlimm genug, dass unsere Kinder morgens ziemlich zeitig aufstehen müssen und es dann *zackzackzack* gehen muss, weil Mama und Papa arbeiten müssen.
Dann sollen sie wenigstens nachmittags, nach der Krippe und Kiga ihre Ruhe haben. Die Große singt halt gerne und wollte in einen Chor, also haben wir sie da angemeldet, ähnlich war es mit dem Kinderturnen. Sie kann das machen, solange sie will. Sie weiß aber, dass sie es nicht muss. Wenn sie keine Lust mehr hat, kann sie es auch bleiben lassen.
 
Mir auch. Finde es schon schlimm genug, dass unsere Kinder morgens ziemlich zeitig aufstehen müssen und es dann *zackzackzack* gehen muss, weil Mama und Papa arbeiten müssen.
Dann sollen sie wenigstens nachmittags, nach der Krippe und Kiga ihre Ruhe haben. Die Große singt halt gerne und wollte in einen Chor, also haben wir sie da angemeldet, ähnlich war es mit dem Kinderturnen. Sie kann das machen, solange sie will. Sie weiß aber, dass sie es nicht muss. Wenn sie keine Lust mehr hat, kann sie es auch bleiben lassen.
Exakt. Mein großer wollte Fußball spielen. Hat aber schnell gemerkt dass es ihm doch keinen Spaß macht und dann war das auch kein Problem. Wie du schon sagst, man hat schon so wenig Zeit mit den Kindern. Abends 1-2 Stunden das wars :nein:
 
aber es ist ja nicht grundsätzlich verwerflich, seinen kindern auch was anderes vorzustellen als "nur fußball"... vielleicht finden sie ja eine andere sportart, die ihnen spaß macht. dafür müssen sie es aber erstmal ausprobieren.
 
Priorität Nummer 1 bei meinen Kids:
Mindestens Realschule.
Wenn ich das Gefühl habe, Gymnasium könnte wirklich knapp werden, dann bitte Realschule.

Ich möchte, dass mein Kinder eine Kindheit haben werden, wie ich sie hatte. Natürlich hat man Verpflichtungen aber meine Kindheitserinnerungen bestehen aus Bolzplatz, Wald, Hütten, Pfeil und Bogen, Schlittenfahren, Schwimmbad.
Es war so schön.

Über uns wohnt ein 17 jähriges Mädchen. Die Mutter weckt sie an Feiertagen um kurz vor acht. Instrument üben, für das Abi pauken etc. und ich sehe ein unglücklichen Menschen.
Das ist nicht schön.
So schnell vergeht die Zeit und das bekommst du nie wieder. Frei von Sorgen, völlig losgelöst.
 
Hab das als Kind auch so gemacht. Immer den Weg des geringsten Widerstandes. :D Gymnasium? - Warum sollte ich, wenn ich doch auch nach der 10. Real noch da hin wechseln kann? - Studium? - Dafür langt auch das Fachabi und ich muss nicht noch eine dritte Sprache pauken. Und ab dem Studium hat es dann halt Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war, aber dann ist es ja etwas, was man gerne möchte.

Schule ging bei uns aber generell nur bis 13 Uhr, später dann mal ein oder anderthalb Tage die Woche noch zwei Stunden nachmittags. Mittags ging es raus mit Freunden. Hüttchen bauen im Wald etc.

Flöten- und dann später Klavierunterricht war freiwillig und 1x die Woche Samstag.
 
Also wenn ich sehe, wieviele Stunden mein Neffe und meine Nichte auf dem Gymnasium haben, wird mir auch ganz anders. Ich hab die letzten 2 Jahre 26 Schulstd die Woche gehabt (alles was geht abgewählt :D), und hab auch das Abi.
Gut, das ist über 20 Jahre her, aber trotzdem.
 
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