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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich bin so müde kann ich euch sagen. Das ganze Theater in der Arbeit regt mich mittlerweile nur noch auf, die Kunden kotzen mich so an und mit jedem Tag wird es schlimmer. -.-

Wenn ich mich am Wochenende hinsetzte und eine Bewerbung geschreiben will, sehe ich aber nur ein weißes Papier und mir fällt einfach absolut nichts ein. Hab das jetzt fast sieben Jahre lang nicht gemacht und weiß mich inzwischen gar nicht mehr zu "verkaufen".

Ich steck gerade irgendwie in einer kleinen "Krise". :( Das Ideal gibt es ja eigentlich nirgendwo, aber ich kann mich mit allem nicht mehr identifizieren und weiß gerade auch gar nicht wie das eigentlich alles aussehen oder laufen soll, damit ich wieder etwas glücklicher sein kann...
 
Ich steck gerade irgendwie in einer kleinen "Krise". :( Das Ideal gibt es ja eigentlich nirgendwo, aber ich kann mich mit allem nicht mehr identifizieren und weiß gerade auch gar nicht wie das eigentlich alles aussehen oder laufen soll, damit ich wieder etwas glücklicher sein kann...

Das ist leichter gesagt als getan und ich habe natürlich auch nicht den blassesten Schimmer in welcher Situation du allgemein grad steckst ... aber manchmal hilft ein Tapetenwechsel oder ein anderes Umfeld um sich etwas zu lösen und wieder zu sich zu finden. Auch wieder einfach gesagt, aber vielleicht einfach das Wochenende mal raus und weg, irgendwo abschalten.
 
Ein Tapetenwechsel hilft recht wenig. Wir waren die letzten Wochenenden recht viel unterwegs und da ist die Arbeit immer sehr weit weg :) Der Montag ist leider doch recht schnell wieder da. Vielleicht bin ich auch urlaubsreif und empfinde daher alles gerade so schlimm, aber mein Arbeitgeber hat sich auch sehr ins Negative entwickelt und es wird mit jedem Jahr schlimmer. Der Tenor geht auch durchs ganze Haus und du merkst es jedem an. Es halten einen eigentlich noch die Kollegen.

Die Zeichen stehen eigentlich so auf neues suchen. Allein wenn ich das noch mal so durchlese, was ich hier schreibe. Aber den "sicheren" Hafen verlassen stellt auch eine sehr große Überwindung dar.
 
390€ für (nehme ich an) reine Arbeitszeit ist viel Geld. In einer freien Werkstatt zahlt man hier 45 - 60€ für die Stunde, beim Suzuki Händler 80€.
Soviel Kohle ohne einen Fortschritt zu kassieren ist schon leicht fragwürdig.

Bei Nichtbehebung des Fehlers würde ich auch nicht zahlen außer hat zuvor darauf hingewiesen, das es nicht zwingend behoben wird.

Es war ein Ölwechsel und neuer Ölfilter dabei.

Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Letztlich gibt es ein paar Möglichkeiten, wo das Wasser hätte eindringen können.
Auf der anderen Seite meinte er, er hätte einen Werkstattleiter von Ford an der Hand, der sich damit auskennt.
Er würde beim nächsten mal Heckschürze, Scheinwerfer und Innenverkleidung demontieren und dann soll ich mit nem Kumpel in der SB Wäsche schauen, wo das Wasser eintritt.
Zwiespalt. Ich bin mit zwei Kids so ausgelastet, dass ich eigentlich nicht eine Werkstatt aufsuchen möchte, damit ich dann später mit nem Kumpel auf Spurensuche gehen muss. Auf der anderen Seite, wenn das Geld spart.....
Fakt ist halt, er hat auf Verdacht abgedichtet und nicht geprüft, ob der Fehler tatsächlich behoben wurde.
Der nervt mich.
 
Die Zeichen stehen eigentlich so auf neues suchen. Allein wenn ich das noch mal so durchlese, was ich hier schreibe. Aber den "sicheren" Hafen verlassen stellt auch eine sehr große Überwindung dar.

Ich habe das gleiche vor ungefähr einem Jahr hinter mich gebracht und seitdem sogar bereits schon wieder den Job gewechselt. ... Am Ende wollte ich auch nur noch weg aus der alten Firma in der ich 10 Jahre gearbeitet habe. Alles hat mich nur noch erdrückt und selbst die Kollegen haben nur noch geschimpft und hatten schlechte Laune.
Mit dem Abstand den ich jetzt dazu habe muss ich allerdings sagen dass es auch immer zwei Seiten gibt und man sich bewusst werden muss was für einen selbst das wirklich wichtige ist. Die Leute schimpfen überall auf einem gewissen Niveau und irgendwie ist es überall dasselbe. Ich bin definitiv froh dass ich es gemacht habe, schon allein weil ich die Dinge eben jetzt auch völlig anders bewerten kann und ich selbst viel mehr im Fokus stehe.
Aber auch wenn es sich damals alles angefühlt hat als müsste ich unbedingt dort raus, kenne ich heute auch andere wege die mich in der damaligen Situation neu hätten motivieren können. Aber das findest du nur heraus wenn du mal in dich rein hörst. Deswegen meinte ich mal raus... nicht um sich wie im Urlaub zu erholen sondern um eine andere Perspektive zu bekommen. Aus der jetzigen Sicht mag alles scheiße aussehen aber vielleicht ändert ich das wenn man ein paar Schritte zur Seite geht und einen anderen Blickwinkel hat.
 
Ich weiß nicht recht ... Bei uns hat man aktuell einfach nur das Gefühl, dass das Personal "verheizt" wird, der Druck von oben ist größer den je und es juckt einfach niemanden. Dazu kommt auch, dass unsere Thematik nicht unbedingt sehr "positiv" ist, das heißt, die Kunden sind ohnehin schon nicht sehr amüsiert, wenn sie überhaupt mit uns zu tun haben und weil z. B. der Mist, den sie gebaut haben, zu groß war, kann man manchen auch gar nicht helfen und dann werden sie sauer bis traurig - und das wird mir immer mehr zu viel. Ich kann davon einfach nicht mehr richtig Abstand nehmen.

Meine Angst ist eben auch die, dass ich das nach zwei Jahren ebenso sehen werde wie du und am Ende meine Entscheidung bereue. Aktuell kann ich es nicht nachvollziehen, aber es gab schon die ein oder anderen Kollegen, die sogar wieder zu uns zurück kamen. Es ist auch nicht unbedingt so, dass die Tätigkeit nicht Spaß machen würde, aber das ganze Drumherum wird einfach immer ätzender und man bekommt alles nur mit noch mehr Druck von oben gedankt.

Freut mich, dass du für dich den richtigen Weg hast finden können - vielleicht finde ich meinen auch :) Vielen Dank für's Lesen :)
 
Bei mir seit gestern auch. "sexually explicit". Wer von euch war das!?
pil, der pr0notreff.de inhaber, lol
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Ich weiß nicht recht ... Bei uns hat man aktuell einfach nur das Gefühl, dass das Personal "verheizt" wird, der Druck von oben ist größer den je und es juckt einfach niemanden. Dazu kommt auch, dass unsere Thematik nicht unbedingt sehr "positiv" ist, das heißt, die Kunden sind ohnehin schon nicht sehr amüsiert, wenn sie überhaupt mit uns zu tun haben und weil z. B. der Mist, den sie gebaut haben, zu groß war, kann man manchen auch gar nicht helfen und dann werden sie sauer bis traurig - und das wird mir immer mehr zu viel. Ich kann davon einfach nicht mehr richtig Abstand nehmen.

Meine Angst ist eben auch die, dass ich das nach zwei Jahren ebenso sehen werde wie du und am Ende meine Entscheidung bereue. Aktuell kann ich es nicht nachvollziehen, aber es gab schon die ein oder anderen Kollegen, die sogar wieder zu uns zurück kamen. Es ist auch nicht unbedingt so, dass die Tätigkeit nicht Spaß machen würde, aber das ganze Drumherum wird einfach immer ätzender und man bekommt alles nur mit noch mehr Druck von oben gedankt.

Freut mich, dass du für dich den richtigen Weg hast finden können - vielleicht finde ich meinen auch :) Vielen Dank für's Lesen :)

Bei mir ist es genau andersrum. Mir geht ein etwas beschränkter Geschäftsführer, eine Führungsebene, die immer nur den weg des geringsten widerstands geht und absolut unmotivierte Indianer auf den Sack. Die Leute, die wirklich was bewegen wollen, sind an einer Hand abzuzählen. Früher unter der alten GF war zu viel druck da, mittlerweile macht jeder was er oder sie will. Total gaga.

Ich hatte letzten Freitag ja ein Vorstellungsgespräch. Es Bestand zu neunzig Prozent nur aus Smalltalk. Bis heute nix gehört.
 
Bei mir ist es genau andersrum. Mir geht ein etwas beschränkter Geschäftsführer, eine Führungsebene, die immer nur den weg des geringsten widerstands geht und absolut unmotivierte Indianer auf den Sack. Die Leute, die wirklich was bewegen wollen, sind an einer Hand abzuzählen. Früher unter der alten GF war zu viel druck da, mittlerweile macht jeder was er oder sie will. Total gaga.

Ich hatte letzten Freitag ja ein Vorstellungsgespräch. Es Bestand zu neunzig Prozent nur aus Smalltalk. Bis heute nix gehört.


Das klingt alles auch nicht nach einem Optimal und wahrscheinlich hätte ich genauso wenig Lust wie du darauf -.-

Ich hoffe, dass du noch was positives von deinem Gespräch hören wirst und drück dir die Daumen! Ist ja jetzt auch noch nicht so lange her :)
 
Meh, zieht sich wie ein Kaugummi. War die letzten beiden Tage mit Erkältung zu Hause, hätte sich ja angeboten, dass es ankommt. Dieses Leipzig...

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Achja, arrived in Leipzig stand dort erst bei 04:42 oder so. Macht sich dann aber wohl nicht gut in der Statistik, wenn es trotzdem in einen Wartezyklus gerät, da passt man die Zeit eben nachträglich an. :ulgy:
 
Das klingt alles auch nicht nach einem Optimal und wahrscheinlich hätte ich genauso wenig Lust wie du darauf -.-

Ich hoffe, dass du noch was positives von deinem Gespräch hören wirst und drück dir die Daumen! Ist ja jetzt auch noch nicht so lange her :)

Danke, ich bin mal gespannt. Ich würde mich noch zu den wenigen zählen, die echtes Herzblut in die Firma stecken. Früher war es hier ein Klima der Angst, da musste man nur einmal auf dem Weg zur Toilette auf dem Gang schielen oder gähnen, da hatte man schon fast die Abmahnung am Hals. Der Wasserkopf wurde nach einem Wechsel der Geschäftsführung so ausgedünnt, dass es nur noch wenige gute Sparringspartner gibt. Nach der harten aber erfolgreichen Konsolidierung ist es nun die Aufgabe sich neu zu erfinden und vom reinen Spardiktat wieder in eine Art Entwicklung überzugleiten. Aber das mag ich unserem Chef überhaupt nicht zutrauen. Er kennt nur die Kosten als Stellschraube und mag sich überhaupt nicht festlegen, als wer man auf dem Markt auftreten will. Dinge wie Digitalisierung werden total unterschätzt, aber diesbezüglich hab ich neulich ja schon mal Dampf abgelassen.


Das Vorstellungsgespräch war prinzipiell ganz in Ordnung, aber es wäre auf der Karriereleiter eine Stufe runter und ich habe mich ob der Größe des Betriebs zu einem deutlichen Gehaltssprung (Wunsch) hinreißen lassen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Man muss sich halt entscheiden, ob man Offizier auf’m Krabbenkutter oder Crewmember auf dem Flugzeugträger sein will. Aber ich sehne mich nach einem Unternehmen, das den Arsch in der Hose hat, optimistisch in die Zukunft zu schauen und nicht um der Kostenflexibilität wegen sich auf keinen richtigen Plan festlegen will. In dem alle Mitarbeiter zugunsten eines gemeinsamen Ziels an einem Strang ziehen. Hier haben wir Verhinderer & Ausbremser, Kneifer, Blender, ziemlich faule Typen und einen absolut betriebslinden Außendienst, der nicht mal das Sortiment richtig kennt. Natürlich ist nicht jeder so und hier gibt es auch einige, die sich reinhängen, aber der Druck in dieser Firma ist einfach nicht gegeben. Es finden auch kaum Gespräche statt, die Rückmeldung auf die Leistung der Mitarbeiter geben. Man muss sich immer selbst sagen „Das war gut oder das war scheisse“. Man merkt der Frust meinerseits ist zu spüren. Das schönste wäre halt auch, wenn wir hier einfach uns mal aufraffen würden, dann müsste ich mich gar nicht irgendwo vorstellen. Meine Weg ging gut nach oben und ich habe den besten beruflichen Ziehvater, den ich mir vorstellen kann. Er hat mich ja auch zu seinem Stellvertreter befördert und wir sind ein wirklich gutes Team. Deswegen und auch weil ich meine Arbeit an sich mag, hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen rund um das Vorstellungsgespräch. Ich kam auch frisch von 3 Tagen Messe, an denen ich gegenüber Presse & Co. Leidenschaftlich über Sortiment, Firma und anstehendes Jubiläum geschwärmt und mittelfristige Kooperationen vorbereitet habe. Sich einen Tag später woanders vorzustellen kam mir irgendwie wie Verrat vor.


Die Bewerbung habe ich an einem Abend abgeschickt, als ich im Vorfeld ziemlich Stress mit unserem GF gehabt habe. Diesbezüglich habe ich nachmittags mit meinem Abteilungsleiter telefoniert, der in Dänemark unterwegs war und er ist richtig ausgeflippt, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Er meinte: „Weißt du was, diese Scheisse mache ich seit Jahren mit, der Typ hat mich gebrochen, ich reisse mir hier nicht mehr den Arsch auf, ich werde jetzt noch ein bisschen Eier schaukeln und dann sollen die die Scheisse doch vor die Wand fahren“. Da wusste ich nicht mehr, was ich sagen soll. Hört sich zwar n bisschen homoerotisch an, aber in dem Moment, als sich das unbestritten beste Pferd im Stall von seiner Karriere als Rennpferd verabschiedet hat und sich fortan nur als einer der alten Klepper sah, da ist mir ein bisschen das berufliche Herz zerbrochen.
 
Diese dämliche SwiftKey Tastatur geht nicht mehr wenn man auf die Vorschläge tippt. :wand:

Diese dämliche swiftkSw Tastatur geht's auf die Vorschläge rot

Absoluter Abfall seit dem Update

UndUichihab schonsgedacht dass liegtldaran dass ich aktueak nichtninNic in deutsDeutsc binb

hab die kacke jetzt auch.... was habt ihr gemacht um es zu lösen? das ist ja die pest....
 
Danke, ich bin mal gespannt. Ich würde mich noch zu den wenigen zählen, die echtes Herzblut in die Firma stecken. Früher war es hier ein Klima der Angst, da musste man nur einmal auf dem Weg zur Toilette auf dem Gang schielen oder gähnen, da hatte man schon fast die Abmahnung am Hals. Der Wasserkopf wurde nach einem Wechsel der Geschäftsführung so ausgedünnt, dass es nur noch wenige gute Sparringspartner gibt. Nach der harten aber erfolgreichen Konsolidierung ist es nun die Aufgabe sich neu zu erfinden und vom reinen Spardiktat wieder in eine Art Entwicklung überzugleiten. Aber das mag ich unserem Chef überhaupt nicht zutrauen. Er kennt nur die Kosten als Stellschraube und mag sich überhaupt nicht festlegen, als wer man auf dem Markt auftreten will. Dinge wie Digitalisierung werden total unterschätzt, aber diesbezüglich hab ich neulich ja schon mal Dampf abgelassen.


Das Vorstellungsgespräch war prinzipiell ganz in Ordnung, aber es wäre auf der Karriereleiter eine Stufe runter und ich habe mich ob der Größe des Betriebs zu einem deutlichen Gehaltssprung (Wunsch) hinreißen lassen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Man muss sich halt entscheiden, ob man Offizier auf’m Krabbenkutter oder Crewmember auf dem Flugzeugträger sein will. Aber ich sehne mich nach einem Unternehmen, das den Arsch in der Hose hat, optimistisch in die Zukunft zu schauen und nicht um der Kostenflexibilität wegen sich auf keinen richtigen Plan festlegen will. In dem alle Mitarbeiter zugunsten eines gemeinsamen Ziels an einem Strang ziehen. Hier haben wir Verhinderer & Ausbremser, Kneifer, Blender, ziemlich faule Typen und einen absolut betriebslinden Außendienst, der nicht mal das Sortiment richtig kennt. Natürlich ist nicht jeder so und hier gibt es auch einige, die sich reinhängen, aber der Druck in dieser Firma ist einfach nicht gegeben. Es finden auch kaum Gespräche statt, die Rückmeldung auf die Leistung der Mitarbeiter geben. Man muss sich immer selbst sagen „Das war gut oder das war scheisse“. Man merkt der Frust meinerseits ist zu spüren. Das schönste wäre halt auch, wenn wir hier einfach uns mal aufraffen würden, dann müsste ich mich gar nicht irgendwo vorstellen. Meine Weg ging gut nach oben und ich habe den besten beruflichen Ziehvater, den ich mir vorstellen kann. Er hat mich ja auch zu seinem Stellvertreter befördert und wir sind ein wirklich gutes Team. Deswegen und auch weil ich meine Arbeit an sich mag, hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen rund um das Vorstellungsgespräch. Ich kam auch frisch von 3 Tagen Messe, an denen ich gegenüber Presse & Co. Leidenschaftlich über Sortiment, Firma und anstehendes Jubiläum geschwärmt und mittelfristige Kooperationen vorbereitet habe. Sich einen Tag später woanders vorzustellen kam mir irgendwie wie Verrat vor.


Die Bewerbung habe ich an einem Abend abgeschickt, als ich im Vorfeld ziemlich Stress mit unserem GF gehabt habe. Diesbezüglich habe ich nachmittags mit meinem Abteilungsleiter telefoniert, der in Dänemark unterwegs war und er ist richtig ausgeflippt, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Er meinte: „Weißt du was, diese Scheisse mache ich seit Jahren mit, der Typ hat mich gebrochen, ich reisse mir hier nicht mehr den Arsch auf, ich werde jetzt noch ein bisschen Eier schaukeln und dann sollen die die Scheisse doch vor die Wand fahren“. Da wusste ich nicht mehr, was ich sagen soll. Hört sich zwar n bisschen homoerotisch an, aber in dem Moment, als sich das unbestritten beste Pferd im Stall von seiner Karriere als Rennpferd verabschiedet hat und sich fortan nur als einer der alten Klepper sah, da ist mir ein bisschen das berufliche Herz zerbrochen.


Wobei die harte Hand die ihr früher hattet, auch nicht unbedingt so mein Fall gewesen wäre. Wir haben in unserer Arbeit eigentlich sehr viel Freiheit und mehr oder wenige freie Zeiteinteilung, allerdings reißen wir uns auch alle den A**** auf und ich mag meine Arbeit sehr gerne, aber Herzblut stecke ich sicher keines in die Firma. Überstunden machen wir zwar alle ohne Ende, aber ich würde nie mit Stolz sagen: "Ich arbeite bei XY." - was vielleicht etwas anderes wäre, wenn es ein traditioneller Familienbetrieb wäre, aber davon sind wir sehr weit entfernt. Letzten Endes sind austauschbares Personal - und ein paar Monate Einarbeitung, ein bisschen Grips, du bist drin in der Thematik. Es pfeifft keine Krähe nach dir, auch wenn du noch so tolle Arbeit ablieferst oder zuverlässig bist. Meine Kollegen machen die Firma aus und in erster Linie gehe ich nur wegen ihnen gerne rein. Wir haben zwar nicht viel Zeit miteinander, aber die Zusammenarbeit ist harmonisch. Meine Horrorvorstellung wäre ja ein falscher Lästerhaufen und viele Streitereien und davon bin ich Gott sei Dank aktuell sehr weit entfernt.

Unsere Geschäftsführung ist allerdings "gottgleich" und so gut wie unsichtbar. Man sieht die zwei Mal im Jahr: zur Weihnachtsfeier und bei der Personalversammlung - that's it. Das fängt schon ein bisschen beim AL an (im fünften Jahr hat man mich erst mit Gesicht und Namen kennen gelernt) - und jetzt ist der Laden um gut 300 Mitarbeiter "ärmer" als mein alter Arbeitgeber und sogar da hat die Kommunikation von oben zur kleinen Ameise noch besser funktioniert.

Allerdings habe ich im Gegensatz zu dir schon immer jährliche Leistungsbeurteilungen - und es waren bisher sogar immer recht lange Gespräche von ca. zwei Stunden. Ich bin nur gespannt wie das dieses Jahr wird, weil es viele Umstrukturierungen gab und sich meine Teamgröße etwas verändert hat. Weiß nicht, ob da noch die Zeit für zwei Stunden Gespräche da ist, aber ich werde mir alles von der Seele reden. Wär echt schade, wenn es nicht so wär, weil wir sonst alle immer sehr wenig Zeit für Austausch haben, da alle recht eingebunden sind.

Ich würde mich auch versuchen von dem schlechten Gewissen zu befreien. Auch, wenn ich ja schon gesagt habe, dass ich nicht im geringsten eine "Verbundenheit" spüre, wie du sie empfindest und ich mich daher einfach nur "leicht schreibe". Ich will auch nicht behaupten, dass du so leicht ersetzbar bist, wie ich es bin, allerdings wird es für kurz oder lang für einen jeden von euch weiter gehen. Die Frage ist natürlich wie, aber es geht weiter. So wie das klingt bist du auch schon sehr lange dort. Im Grunde ist es ja auch eine Bereicherung für einen selbst und eine erneute Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Und jetzt gab es bisher ja nur das Vorstellungsgespräch. Du hast ja noch keinen neuen Vertrag in der Hand und musst dir überlegen, ob du ihn unterzeichnest oder nicht. Unzufriedenheit muss man einfach bekämpfen. Es wird sich ja auch nichts ändern, wenn man nicht versucht die Situation umzukrempeln. Da red ich mich aber auch mal wieder leicht. Das sind immerhin alles Dinge, die ich auch noch tun muss. Umkrempeln und so :)

Ich hätte auch vorgezogen zur Crew auf dem Flugzeugträger zu gehören und hoch pokern kann man alle Male. Man hat ja schließlich nichts zu verlieren, also who cares? :)

Irgendetwas wollte ich noch schreiben, aber jetzt habe ich es vergessen :D
 
Hatte mal wieder ein fantastisches Erlebnis bei ebay kleinanzeigen, was mich allerdings nicht kotzen lässt, ich find es dagegen eher tragisch bzw. traurig.
Ich meine es ist jedem selbst überlassen seinen gesamten Tag vor dem PC zu verbringen, dies von anderen zu erwarten ist aber... naja, ziemlich fragwürdig, würde ich sagen.

Zur Geschichte: Ich verkaufe gerade einen TV bei kleinanzeigen.

Gestern um ca. Mittag eine Mail erhalten das man gerne genauere Bilder des TVs haben möchte.

Ich muss dazu sagen, dass ich aktuell kaum Zeit im Internet verbringe und eigentlich nur einmal kurz zwecks Mails für ein paar Minuten online gehe. Okay, soweit so gut.

Um ca. 13 Uhr schreibt man mir wieder mit dem Text: "Hallo, bist du da?"
Um ca. 15 Uhr wieder: "ich habe dich bereits vor mehreren Stunden wegen Bildern kontaktiert und du hast nicht geantwortet, kann ich die Bilder jetzt gern haben."
Dann um etwa 17 Uhr: "Hallo?"
Und noch mal um ca. 20 Uhr: "behalte deinen Scheiß Fernseher, hab einen anderen Verkäufer gefunden!!!"

*rotfl*

Dazu fällt mir eigentlich nur Konfuzius ein: "Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern."
 
Hatte mal wieder ein fantastisches Erlebnis bei ebay kleinanzeigen, was mich allerdings nicht kotzen lässt, ich find es dagegen eher tragisch bzw. traurig.
Ich meine es ist jedem selbst überlassen seinen gesamten Tag vor dem PC zu verbringen, dies von anderen zu erwarten ist aber... naja, ziemlich fragwürdig, würde ich sagen.

Zur Geschichte: Ich verkaufe gerade einen TV bei kleinanzeigen.

Gestern um ca. Mittag eine Mail erhalten das man gerne genauere Bilder des TVs haben möchte.

Ich muss dazu sagen, dass ich aktuell kaum Zeit im Internet verbringe und eigentlich nur einmal kurz zwecks Mails für ein paar Minuten online gehe. Okay, soweit so gut.

Um ca. 13 Uhr schreibt man mir wieder mit dem Text: "Hallo, bist du da?"
Um ca. 15 Uhr wieder: "ich habe dich bereits vor mehreren Stunden wegen Bildern kontaktiert und du hast nicht geantwortet, kann ich die Bilder jetzt gern haben."
Dann um etwa 17 Uhr: "Hallo?"
Und noch mal um ca. 20 Uhr: "behalte deinen Scheiß Fernseher, hab einen anderen Verkäufer gefunden!!!"

*rotfl*

Dazu fällt mir eigentlich nur Konfuzius ein: "Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern."
Naja wenn man was verkaufen möchte muss man für die Zeit auch mal just in time erreichbar sein.
 
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