hier seh ich ne Zusammenfassung von Szenen im Original, in denen Frauen vorkommen. Die kenn ich aber bereits, hab den Film schon oft gesehen.
Mich wundert allerdings, dass die Blowjob Szene mit dem weiblichen Geist fehlt. Oder zählen nur von Geistern/Dämonen besessene Frauen auch faktisch als Frauen? Kommt mir ein bisschen schlampig vor (no pun intended).
Fassen wir zusammen:
Eine Bibliothekarin wird von einem Geist verfolgt.
In der Tat fehlt im Video leider der Zusatz, dass sie bei ihrer Befragung ja nach genetischer Verrücktheit gefragt wird. Aber vor allem: Ob sie ihre Periode hat. Es wird ja immer noch gern impliziert, dass Frauen sich dann nicht kontrollieren können, unzurechnungsfähig sind, etc. Drauf geschissen, ob das eine - mit ihrem Job offensichtlich belesene - , arbeitende Frau ist: Das muss an ihrer Blutung liegen, wenn sie nicht verrückt ist.
Eine Putzfrau erledigt ihren Job.
Ja, die Szene ist harmlos(er). Eine der wenigen Frauenrollen im Film ist halt 'ne Putzfrau. Typen bauen Scheiße und sorgen für Chaos, die Frau mit dem Frauenjob räumts halt wieder auf. Ist ja auch spannend, dass später Janine als Beleidigung den Vorschlag bekommt, sie könne ja im "housekeeping" arbeiten.
Venkman wird als notgeiler Stelzbock gegenüber einer Studentin dargestellt.
Ehm nein...? Du kennst den Film ja so gut, dass du den Zusammenhang kennen solltest. Wir wissen, dass er den Mann in der Szene elektroschockt und das auch total super findet und einfach bei einem wissenschaftlichen Experiment zu Gunsten der Frau lügt - nur, um sie abzuschleppen.
Eine Immobilienmaklerin, die sichtlich unbeeindruckt von dem "blah blah blah blah" der beiden ist.
Der Typ faselt absichtlich viel unverständliches blablabla, um 'ne Frau zu verarschen.
Janine als angepisste Rezeptionistin.
Gerade diese Szene ist mitunter die schlimmste, wie er ihr sagt, dass sie mit ihren Qualifikationen sicher einen "top-flight-job" im "foodservice" oder "housekeeping" einen Job findet. Sie kann sich also glücklich schätzen, für sexistische Arschlöcher zu arbeiten. Na, Gott sei Dank.
Und letztendlich die besessene Sigourney Weaver.
Bei letzterer kann ich irgendwie noch die Intention dieser ohne weitere Erklärungen aneinander geklatschten Szenen-Montage in Ansätzen verstehen. Der Rest entzieht sich mir leider.
Ja, die einzig stärkere Frauenrolle im Film. Eine clevere Frau, die sich nicht verarschen lässt, dann durch die Besessenheit aber doch richtig schön sexualisiert und derart ja auch dargestellt werden kann und natürlich schön - Damsel in Distress - von den Typen gerettet wird.
Versteh mich nicht falsch, ich mochte und mag den Film auch, aber das, was da gezeigt wird, sind einfach in jeder Hinsicht keine guten Rollenvorbilder und durchaus ja auch der Zeit entsprechend. Dass da eine starke Frau ALLEINE in New York lebt, war schon etwas leicht anstößiges, gefährliches. Die kann sich natürlich dann auch nicht alleine helfen.
Fakt ist, der Film geht mit "seinen Frauen" einfach nicht gut um und das ist schade, weil das hätte man sicher auch schon anders lösen können.
Die große damalige Emanzipation war mit diesem Film aber in der Tat erstmal die einer bestimmten Gruppe von Männern.
Dass da nämlich in Zeiten der
80er-Action-Blockbuster keine muskelbepackten "echte Kerle" mit schweren Waffen, sondern studierte, bissel plumpe Science-Nerds, die zu allem Überfluss auch noch aus der Uni geflogen sind, plötzlich die Hauptrollen der Helden und Retter New Yorks übernehmen, war ja nicht so üblich.
Und genau deswegen finde ich es absolut okay, mit Ghostbusters 2016 jetzt eine weitere Emanzipation zu starten, nämlich, dass da einfach mal vier Frauen die Hauptrollen spielen dürfen.