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MOVIE Ghostbusters (Reboot mit weiblichen Geisterjägern)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

aber ganz ehrlich: das ist kein film "für sich". er heißt nunmal ghostbusters und wenn ich nicht will, dass er mit den ersten beiden verglichen wird, dann darf ich ihn nicht so nennen. tue ich es doch, um von der marke zu profitieren, hab ich hinterher zumindest den mund zu halten, wenn es um vergleiche geht...

bei der sexismusdebatte bin ich aber raus!


Mir geht es einzig darum dass man sehr wenig zum Film als solches hört, viel zur Debatte.
Das könnte ein Hinweis darauf sein dass die Argumente der Qualität des Films betreffend enden wollend sein könnten.
 
hier seh ich ne Zusammenfassung von Szenen im Original, in denen Frauen vorkommen. Die kenn ich aber bereits, hab den Film schon oft gesehen.
Mich wundert allerdings, dass die Blowjob Szene mit dem weiblichen Geist fehlt. Oder zählen nur von Geistern/Dämonen besessene Frauen auch faktisch als Frauen? Kommt mir ein bisschen schlampig vor (no pun intended).

Fassen wir zusammen:
Eine Bibliothekarin wird von einem Geist verfolgt.
In der Tat fehlt im Video leider der Zusatz, dass sie bei ihrer Befragung ja nach genetischer Verrücktheit gefragt wird. Aber vor allem: Ob sie ihre Periode hat. Es wird ja immer noch gern impliziert, dass Frauen sich dann nicht kontrollieren können, unzurechnungsfähig sind, etc. Drauf geschissen, ob das eine - mit ihrem Job offensichtlich belesene - , arbeitende Frau ist: Das muss an ihrer Blutung liegen, wenn sie nicht verrückt ist.


Eine Putzfrau erledigt ihren Job.
Ja, die Szene ist harmlos(er). Eine der wenigen Frauenrollen im Film ist halt 'ne Putzfrau. Typen bauen Scheiße und sorgen für Chaos, die Frau mit dem Frauenjob räumts halt wieder auf. Ist ja auch spannend, dass später Janine als Beleidigung den Vorschlag bekommt, sie könne ja im "housekeeping" arbeiten.

Venkman wird als notgeiler Stelzbock gegenüber einer Studentin dargestellt.
Ehm nein...? Du kennst den Film ja so gut, dass du den Zusammenhang kennen solltest. Wir wissen, dass er den Mann in der Szene elektroschockt und das auch total super findet und einfach bei einem wissenschaftlichen Experiment zu Gunsten der Frau lügt - nur, um sie abzuschleppen.


Eine Immobilienmaklerin, die sichtlich unbeeindruckt von dem "blah blah blah blah" der beiden ist.
Der Typ faselt absichtlich viel unverständliches blablabla, um 'ne Frau zu verarschen.


Janine als angepisste Rezeptionistin.
Gerade diese Szene ist mitunter die schlimmste, wie er ihr sagt, dass sie mit ihren Qualifikationen sicher einen "top-flight-job" im "foodservice" oder "housekeeping" einen Job findet. Sie kann sich also glücklich schätzen, für sexistische Arschlöcher zu arbeiten. Na, Gott sei Dank.

Und letztendlich die besessene Sigourney Weaver.

Bei letzterer kann ich irgendwie noch die Intention dieser ohne weitere Erklärungen aneinander geklatschten Szenen-Montage in Ansätzen verstehen. Der Rest entzieht sich mir leider.
Ja, die einzig stärkere Frauenrolle im Film. Eine clevere Frau, die sich nicht verarschen lässt, dann durch die Besessenheit aber doch richtig schön sexualisiert und derart ja auch dargestellt werden kann und natürlich schön - Damsel in Distress - von den Typen gerettet wird.


Versteh mich nicht falsch, ich mochte und mag den Film auch, aber das, was da gezeigt wird, sind einfach in jeder Hinsicht keine guten Rollenvorbilder und durchaus ja auch der Zeit entsprechend. Dass da eine starke Frau ALLEINE in New York lebt, war schon etwas leicht anstößiges, gefährliches. Die kann sich natürlich dann auch nicht alleine helfen.

Fakt ist, der Film geht mit "seinen Frauen" einfach nicht gut um und das ist schade, weil das hätte man sicher auch schon anders lösen können.

Die große damalige Emanzipation war mit diesem Film aber in der Tat erstmal die einer bestimmten Gruppe von Männern.
Dass da nämlich in Zeiten der 80er-Action-Blockbuster keine muskelbepackten "echte Kerle" mit schweren Waffen, sondern studierte, bissel plumpe Science-Nerds, die zu allem Überfluss auch noch aus der Uni geflogen sind, plötzlich die Hauptrollen der Helden und Retter New Yorks übernehmen, war ja nicht so üblich.


Und genau deswegen finde ich es absolut okay, mit Ghostbusters 2016 jetzt eine weitere Emanzipation zu starten, nämlich, dass da einfach mal vier Frauen die Hauptrollen spielen dürfen.
 
Wie gesagt, dass ist dann ja eher ne Grundsatzdiskussion, die man nicht auf Ghostbusters reduzieren muss. Da kann man sich fast jeden x-beliebigen Hollywood-Film (besonders der damaligen Zeit) zur Brust nehmen und diesem an allen Ecken und Enden Sexismus attestieren. Finde es mühselig Ghostbusters für die Argumentation heranzuziehen, aber das ist dann irgendwo auch ein hausgemachtes Problem der Internet-Kritiker, die bei Projektankündigung am lautesten geheult haben. Aber wie gesagt, die differenzierten Kritiken werden nur allzu häufig einfach ignoriert oder man schießt sich auf Einzelheiten fest und bauscht sie auf.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mir geht es einzig darum dass man sehr wenig zum Film als solches hört, viel zur Debatte.
Das könnte ein Hinweis darauf sein dass die Argumente der Qualität des Films betreffend enden wollend sein könnten.

Also die Videoreviews die ich sah gehen doch auf den Film ein und machen direkt klar das es ihnen egal ist ob da jetzt Frauen am Werk sind. Es werden andere Kritipunkte besprochen. Irgendwie hat man aber eher das Bild das manche meinen das jeder der den Film kritisiert, dies ja nur macht weil man sich an den Frauen stört, was einfach totaler Quatsch ist. Von den Leuten die den Film mögen, wird dann gar nicht auf Kritikpunkte eingegangen. Stattdessen wird wieder die Sexismusdebatte angefeuert, wie eben mit dem Video welches Alexicious gepostet hat.

Und nochmal generell zum Video. Dann hat man das ja jetzt geklärt. Die Leute die sich über 30 Jahre lang von GB84 angegriffen gefühlt haben, bekommen jetzt nen Frauen-Ghostbusters der Männer als Idioten darstellt und alles was GB'84 verbrochen hat, wieder gutmacht.

Welcher Film der 80er ist als nächstes dran?
 
welp.gif
 
In der Tat fehlt im Video leider der Zusatz, dass sie bei ihrer Befragung ja nach genetischer Verrücktheit gefragt wird. Aber vor allem: Ob sie ihre Periode hat. Es wird ja immer noch gern impliziert, dass Frauen sich dann nicht kontrollieren können, unzurechnungsfähig sind, etc. Drauf geschissen, ob das eine - mit ihrem Job offensichtlich belesene - , arbeitende Frau ist: Das muss an ihrer Blutung liegen, wenn sie nicht verrückt ist.

Ist es Zufall dass ausgerechnet Venkman diese Frage stellt?


Ja, die Szene ist harmlos(er). Eine der wenigen Frauenrollen im Film ist halt 'ne Putzfrau. Typen bauen Scheiße und sorgen für Chaos, die Frau mit dem Frauenjob räumts halt wieder auf. Ist ja auch spannend, dass später Janine als Beleidigung den Vorschlag bekommt, sie könne ja im "housekeeping" arbeiten.

Die Frage ist, ob es einem Werk gerecht wird es Jahre nach dessen Entstehung, nach aktuellen Massstäben neu zu beurteilen, und dabei die Umstände außer Acht zu lassen.

Ehm nein...? Du kennst den Film ja so gut, dass du den Zusammenhang kennen solltest. Wir wissen, dass er den Mann in der Szene elektroschockt und das auch total super findet und einfach bei einem wissenschaftlichen Experiment zu Gunsten der Frau lügt - nur, um sie abzuschleppen.

Was wenn Venkmans Charakter bewusst so gezeichnet wurde? Was wenn Venkman eine ganz bewusst erschaffener Charakter innerhalb eines 80s Film ist. Einem Jahrzent das vor Testosteron nur so strotzt. Ghostbusters kann auch als gesellschaftskritischer Film wahrgenommen werden, und innerhalb dieses Kontext funktioniert der Charakter Venkman.

Der Typ faselt absichtlich viel unverständliches blablabla, um 'ne Frau zu verarschen.

Was ist seine Intention dabei?

Will er die Frau abschleppen?
Will er sie dumm dastehen lassen?
Will er den Preis für das Gebäude nach unten drücken indem er Desinteresse vortäuscht und Mängel am Gebäude aufzählt, was in der Pointe endet dass Dan Akroyd über die Feuerrutsche runter rutscht und dabei ruft "DIE BUDE IST GEKAUFT!"?


Gerade diese Szene ist mitunter die schlimmste, wie er ihr sagt, dass sie mit ihren Qualifikationen sicher einen "top-flight-job" im "foodservice" oder "housekeeping" einen Job findet. Sie kann sich also glücklich schätzen, für sexistische Arschlöcher zu arbeiten. Na, Gott sei Dank.

Kann man so sehen und sich daran abarbeiten.
Es ist aber eben eine Frage der Wahrnehmung, und zwar welche man zulassen will.
Ja das was du beschrieben hast kann man in die Szene interpretieren.
Man kann es aber auch einfach als schnippischen Schlagabtausch unter Kollegen ansehen.

Ja, die einzig stärkere Frauenrolle im Film. Eine clevere Frau, die sich nicht verarschen lässt, dann durch die Besessenheit aber doch richtig schön sexualisiert und derart ja auch dargestellt werden kann und natürlich schön - Damsel in Distress - von den Typen gerettet wird.

Am Ende war es eine Filmproduktion.


Und genau deswegen finde ich es absolut okay, mit Ghostbusters 2016 jetzt eine weitere Emanzipation zu starten, nämlich, dass da einfach mal vier Frauen die Hauptrollen spielen dürfen.

Das ist eine legitime Sichtweise.
 
Ich glaube, was vielen einfach fehlt ist da eine gewisse Guilty Pleasure Einstellung.

Extremes Beispiel: Sehe ich, dass "Twilight" ein absolutes Hohlbrot ist? Ja. Sehe ich, dass das vor alten, konservativen Rollenklischees nur so strotzt, nur so semi-gut geschauspielert ist und absolut keine filmische Glanzleistung? Ja. Kann ich das in den Kontext setzen, dass vieles daher rührt, dass die Autorin des Originalwerkes eine Mormonin ist und nunmal gewisse Dinge so sieht, wie sie sie sieht? Absolut.
Kann ich dennoch im Kino sitzen und großen Spaß daran haben und für zwei Stunden mitfiebern? Ja, weil es in dem Fall eine gewisse Gürtellinie nicht unterschreitet.

Ich sehe all die Fehler (teilweise einfach der Zeit oder dem Hintergrund, vor dem die Filme entstanden sind, verschuldet) und kann dennoch Spaß dran haben. Yes! --> Guilty Pleasure.

Kann ich all die Fehler an Ghostbusters (1984 und 2016) sehen und dennoch Spaß daran haben? Absolut. Und beide Filme sind weit, WEIT vom Guilty Pleasure entfernt.
 
wie gesagt, ich kann den von dir verlinkten Artikel bis auf den von mir zitierten Absatz ja eigentlich auch so unterschreiben.
Ich kann so einiges, was da in der Filmindustrie bzw. vor allem Hollywoodschmiede abläuft nicht ganz nachvollziehen.
Ich brauch die x-te Transformers oder Fast&Furious Fortsetzung genauso wenig, wie eine Fortsetzung von Ghostbusters2016 (wobei die erstgenannten warum auch immer noch nen Haufen Kohle bringen).

Nur wer mir die ganze Zeit versucht klarzumachen, ist alles gar nicht so wild und wie schlimm wer sich da alles schon im Vorfeld aufgeregt hat und lasst den Film doch einfach Film sein, der kann mir dann nicht am Ende nochmal mit einem Querverweis aufs Original kommen und wie man bei nahezu peinlich genauer Betrachtung so viel schlechtes ankreiden kann. Das ist für mich Kindergarten-Niveau und stellt die gute Dame nicht besser dar, als die ganzen Internet Hater.

Und kommt mir auch bitte nicht mit dem Emanzipations und starke Frauen Gedöns. Wenn sich eine starke Frauenrolle dadurch auszeichnet, dass die Damen im großen Showdown plötzlich die krassesten Moves auspacken, nachdem sie vorher kaum mit ihren Spielzeugen umgehen konnten, na dann herzlichen Glückwunsch.
Die einzige starke Frau wenn man so will spielt tatsächlich McCarthy, die ihr Ding durchzieht. Kirsten Wiig spielt (imo) eine verunsicherte Frau, die sich vor ihrer Vergangenheit schämt und sobald sie einen hübschen Mann sieht zu stottern anfängt (WOW, welch Emanzipation!). McKinnons Charakter kann man erst gar nicht ernst nehmen weil es einfach eine Comicfigur ist und sich kein Mensch so verhält. Da hat man das Gefühl, das ist eine einzige Impro-Show, in der man ihr gesagt hat "mach einfach irgendwas verrücktes". Und Leslie Jones ist eben eine typische klischeehafte schwarze New Yorkerin.

Na Hallelujah liebe Frauen, wenn ihr darin euren heiligen Gral zur Emanzipation in Hollywood seht. Da war bestimmt Potenzial da, aber den Fokus hätte man mal lieber auf ein vernünftiges Drehbuch, ausgearbeitete Charaktere und vllt einen weniger stumpfen Humor (meine Meinung, wie gesagt Geschmacksache) legen sollen. Den vier Schauspielerinnen mach ich da am wenigsten nen Vorwurf.
 
Ich frage mich ja gerade, weil GB'84 so auseinandergenommen wird bezüglich der Frauenrollen. Die "schwächste" Person, welche am lächerlichsten dargestellt wird, über den alle sich lustig machten, auch die Frauen im Film war, OBACHT, ein Mann. Warum wird sich darüber hier nicht echauffiert? Wo ist denn bitte jetzt da die Wiedergutmachung? Passiert dies in GB'16 in Form des Charakters den Chris Hemsworth darstellt? Ich vermute mal nicht.

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Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich ja gerade, weil GB'84 so aueinandergenommen wird bezüglich der Frauenrollen. Die "schwächste" Person, welche am lächerlichsten dargestellt wird, über den alle sich lustig machten, auch die Frauen im Film war, OBACHT, ein Mann. Warum wird sich darüber hier nicht echauffiert? Wo ist denn bitte jetzt da die Wiedergutmachung? Passiert dies in GB'16 in Form des Charakters den Chris Hemsworth darstellt? Ich vermute mal nicht.

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Ähm? In Teil 2 wird er zum Helden?
 
Ähm? In Teil 2 wird er zum Helden?

Ging doch um GB'84 und GB'16.

Und so als Helden sehe ich ihn in Teil 2 auch nicht wirklich. Ich gönne es ihm das er sich in dem Moment so fühlt und die Leute ihn feiern, aber als Zuschauer weiß man es halt besser. Außer auch hier für paar Lacher aufgrund seiner tollpatschigen Art zu sorgen, trägt er ja nicht wirklich was zur Rettung bei.

Im übrigen hat es mich damals kein bissl gestört hat wie der Charakter dargestellt wurde. Ich mochte ihn auf Anhieb. Muss jetzt auch wieder schmunzeln wenn ich daran denke wie er sich aussperrt.
 
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