Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Dann kann man ja deutlich seine Meinung kundtun.
Was Schnitzel sagt.

Für mich darf (!) auch jeder seine eigene Meinung haben, muss dann aber damit klar kommen, wenn diese Meinung in eine bestimmte Ecke geht. Und nein, damit wird er auch nicht gleich als Rassist oder Nazi abgestempelt, sondern seine Meinung zu diesem einen Thema.
Bei Fakten bräuchten wir und ja auch gar nicht streiten, wäre das der Mathe-Thread, dann gibt es nur eine logische Lösung.
Da Menschen aber eben nicht so ticken, sollte man die Diskussionen auch einfach zulassen.

Und am Ende ist es wirklich einfach nervig, sich die Mühe zu machen und fundierte Sachen zu lesen und herauszusuchen, die dann mit einem Oneliner oder "finde ich eben nicht" (siehst du, wieder eine Meinung) abgetan werden.

Das wird man doch wohl nochmal sagen dürfen!

scnr
 
http://www.fr-online.de/die-mythen-...ten-kollege-konkurrent,34020742,34455014.html

Ich habe hier zum Beispiel einen Bericht mit Zitaten von Herbert Brücker, den auch Candlewaltz erwähnt hat. Ich habe mir ein paar Interviews von ihm durchgelesen und der Mann erscheint durchaus kompetent. Er ist grundsätzlich der Flüchtlingsbewegung und der Migration positiv eingestellt aber äussert trotzdem Bedenken an der derzeitigen Politik.

Fazit vom Artikel:

Begänne die Politik endlich zu investieren, und holte sie sich das dafür Geld am oberen Ende der Reichtumspyramide, dann gäbe es in der Tat gute Aussichten, dass die Geflüchteten statt zu Konkurrenten zu Kollegen werden – mit positiven Folgen für alle. Wird aber nicht investiert, dann besteht die Gefahr, dass der Mythos der Rechten weiter gedeiht. Je mehr Geflüchtete arbeitslos bleiben, desto leichter werden sie den Leuten weismachen können, ein mehr oder weniger „reinrassiges“ und gegen Zuwanderung abgeschottetes Deutschland könne irgendetwas beitragen zur Lösung unserer Probleme.

Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg, drücken die Löhne oder verstopfen die Sozialsysteme? Nein, das tun sie nicht. Aber auch bei diesem Thema gilt: Wer irrationalen und von Populisten geschürten Ängsten etwas entgegensetzen will, muss Alternativen zur derzeit praktizierten Politik benennen. Jedenfalls bessere Alternativen als die „Alternative für Deutschland“.

Also wie gross ist jetzt die Wahrscheinlichkeit, dass das in Deutschland oder Österreich passiert?
 
let me get this straight... wir sind blind, schlafen noch, naiv, merkelisiert und nun auch noch arogant? die Fakten unserer Seite nix weiter als Zahlenspielereien, da das echte Leben und die echten Erfahrungen gaaaanz anders sind? Provozierende Smileys noch dazu? Hab ich was vergessen?

Da postet jemand seine Meinung, von der man schon weiß, in welche Tendenz sie denkt und nur weil man zwischen den Zeilen liest, gilt man schon als arrogant? Warum? Weil wir vorschnell geurteilt haben? Wait...
 
@Azrael1965

Dieser These habe ich auch noch nie widersprochen und es erscheint durchaus realistisch, dass es zu so einer Situation kommen kann.
Der Unterschied ist aber, dass man dafür nicht die Flüchtlinge oder Ausländer verantwortlich machen sollte, sondern die Politiker oder Behörden, die dieses Problem entweder zu spät erkannt haben oder nicht gehandelt haben oder handeln werden.

Und das Argument mit den Rechten passt mir mal so gar nicht. Weil es den Rechten in die Karten spielen kann, soll man die eigentlich positive Politik ändern?
Wir reden hier immer noch über eine klare Minderheit, warum sollte man sich also diesen 15 oder maximal 20% beugen?
Dann lieber eine sinnvolle und humane Politik und Rechte, die ihren inneren Wutbürger entdecken, als deren Forderungen nachzugeben. Rechts bleiben sie doch trotzdem.
 
@Azrael1965

Dieser These habe ich auch noch nie widersprochen und es erscheint durchaus realistisch, dass es zu so einer Situation kommen kann.
Der Unterschied ist aber, dass man dafür nicht die Flüchtlinge oder Ausländer verantwortlich machen sollte, sondern die Politiker oder Behörden, die dieses Problem entweder zu spät erkannt haben oder nicht gehandelt haben oder handeln werden.

Und das Argument mit den Rechten passt mir mal so gar nicht. Weil es den Rechten in die Karten spielen kann, soll man die eigentlich positive Politik ändern?
Wir reden hier immer noch über eine klare Minderheit, warum sollte man sich also diesen 15 oder maximal 20% beugen?
Dann lieber eine sinnvolle und humane Politik und Rechte, die ihren inneren Wutbürger entdecken, als deren Forderungen nachzugeben. Rechts bleiben sie doch trotzdem.
Es geht nicht um das Beugen sondern dass diese 15% sonst recht bekommen. Wenn man diese positive Politik macht muss man eben auch dafür sorgen dass diese auch zu einem Happy End führt.
Wenn ich neue Einwanderer aufnehme , muss ich auch dafür sorgen dass diese einigermassen zufrieden sind. Das ist in jedem simplen Strategiespiel so. zB das Total War:Warhammer das ich gerade spiele oder Romance of the Three Kingdoms etc etc.
Will ich für Zufriedenheit der Bevölkerung sorgen , muss man als Regierung investieren.
Einfach 'Wir schaffen das' reicht da nicht. Da gebe ich dem Brücker recht und ich halte seine Forderungen für vernünftig.


In einem Fünf-Punkte-Plan hat der Nürnberger Ökonom Herbert Brücker seine Forderungen für eine bessere Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt zusammengefasst. Er schlägt verstärkte Bemühungen für einen raschen Spracherwerb, eine schnellere Integration der Kinder und Jugendlichen in das deutsche Bildungssystem, eine verbesserte Prüfung schon vorhandener beruflicher Kompetenzen, eine „zielgerichtetere Arbeitsvermittlung“ und eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge vor.
Im neuen „Integrationsgesetz“ findet sich nach Brückers Ansicht von diesen kurzfristig notwendigen Verbesserungen so gut wie nichts: Ein-Euro-Jobs, sagt er, ersetzten keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die im Gesetz vorgesehene „Wohnsitzauflage“ sei „völlig absurd“, weil sie die Flüchtlinge daran hindere, dorthin zu gehen, wo es Arbeit gibt. Und die Pflicht zum Sprachkurs scheitert bis heute am mangelnden Angebot.
 
Wie gesagt, ich bin da auch in gewisser Weise bei Professor Brücker, aber nochmal, warum da die Schuld bei den Flüchtlingen suchen? Das wären die letzten, die ich für irgendwas verantwortlich machen würde.

Und ich bezweifle, dass diese (geschätzten) 15% das auch so sehen. Denkst du ernsthaft, die wären damit zufrieden, wenn man z.B. bessere Angebote und Unterkünfte zur Verfügung stellen würde?
Gerade das stört doch diese Leute, im Sinne von "die bekommen alles in den Ar*** geschoben, das eigene Volk muss leiden". Die wollen doch einfach keine Ausländer hier und ihre tollen deutschen Werte und Traditionen bewahrt haben.

Die Menschen, die das wirklich differenzierter sehen, kann man nun wirklich keiner Ecke zuordnen, die finden sich von CSU bis Linke. Wie sich in allen Spektren auch absolut das Gegenteilige befindet, du wirst auch in der CDU/CSU Menschen finden, die eine möglichst humane Flüchstlingsbehandlung wollen und für Pro-Asyl-Gesetze sind.
 
Wie gesagt, ich bin da auch in gewisser Weise bei Professor Brücker, aber nochmal, warum da die Schuld bei den Flüchtlingen suchen? Das wären die letzten, die ich für irgendwas verantwortlich machen würde.

Und ich bezweifle, dass diese (geschätzten) 15% das auch so sehen. Denkst du ernsthaft, die wären damit zufrieden, wenn man z.B. bessere Angebote und Unterkünfte zur Verfügung stellen würde?
Gerade das stört doch diese Leute, im Sinne von "die bekommen alles in den Ar*** geschoben, das eigene Volk muss leiden". Die wollen doch einfach keine Ausländer hier und ihre tollen deutschen Werte und Traditionen bewahrt haben.

Die Menschen, die das wirklich differenzierter sehen, kann man nun wirklich keiner Ecke zuordnen, die finden sich von CSU bis Linke. Wie sich in allen Spektren auch absolut das Gegenteilige befindet, du wirst auch in der CDU/CSU Menschen finden, die eine möglichst humane Flüchstlingsbehandlung wollen und für Pro-Asyl-Gesetze sind.
Man muss auch gegen den Willen der Afd Wähler diese unpopulären Massnahmen durchsetzen. Aber ohne Investitionen in das Bildungs und Integrationssystem wird es in Zukunft viele desillusionierte Flüchtlinge in Parallelgesellschaften geben und vereinzelt auch welche die sich radikalisieren lassen. Ein Selbstläufer ist die Integration der Flüchtlinge nämlich keineswegs.
Wenn die Finanzierung scheitert, dann muss man die Wohlhabenden zur Kasse bieten wie im Artikel vorgeschlagen.
 
Man muss auch gegen den Willen der Afd Wähler diese unpopulären Massnahmen durchsetzen. Aber ohne Investitionen in das Bildungs und Integrationssystem wird es in Zukunft viele desillusionierte Flüchtlinge in Parallelgesellschaften geben und vereinzelt auch welche die sich radikalisieren lassen. Ein Selbstläufer ist die Integration der Flüchtlinge nämlich keineswegs.
Wenn die Finanzierung scheitert, dann muss man die Wohlhabenden zur Kasse bieten wie im Artikel vorgeschlagen.
Aber die Mehrheit will doch, dass mehr Geld für Flüchtlinge ausgegeben wird, egal in welchen Bereichen.
Auch dass man "die Reichen" höher besteuert ist ja ein Thema, in dem sich ja fast jeder einig ist, nur umgesetzt wird es halt nicht, was z.B. die Erbschaftssteuer oder Kapitalertragssteuer angeht.

Ich finde einfach, dass man sich nicht von einer Minderheit treiben lassen darf, mir fällt im Moment kein Beispiel, wo das schonmal gut ausgegangen ist.
 
https://broadly.vice.com/de/article...n-du-hasst-haengt-davon-ab-wie-schlau-du-bist

Ganz interessanter Artikel. Kurz gesagt: Alle Menschen sind meist gleich voreingenommen gegenüber anderen Menschen, allerdings scheinen kognitive Fähigkeiten darüber zu entscheiden, gegen wen.
Geringere kognitive Fähigkeiten = Voruteile gegenüber Menschen, die sich ihr Attribut nicht ausgesaucht haben (Sexualität, Ethnie, Herkunft (evtl. Religion)).
Höhere kognitive Fähigkeiten = Vorurteile gegenüber Menschen, die sich für eine bestimmte Einstellung entschieden haben (konventionelle oder konservative Gruppen).
 
Von der Kultur ist ja nichts übrig (sofern man nicht Koksanbau, Warlords, religiösen Fanatismus und Korruption als kulturelle Errungenschaften ansieht), auch wenn das Land wunderschön sein soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
walks-out-o.gif
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben