Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Das glaubst du doch selber nicht.

Die Putschisten hätten als erstes Erdogan killen müssen, dann hätte diese feige Ratte nicht noch das Volk zum Widerstand aufrufen können. Hält sich irgendwo feige versteckt und ruft per Handy zum Widerstand auf, zeigt nur was für ein skrupelloses Schwein das ist.
Ich weiß es nicht, nur kann Erdogan auch anders, 80% seiner Regierungszeit bestand ja darin, die Türkei zu demokratisieren, den Kurdenkonflikt anzugehen und die Wirtschaft und den Tourismus auf ganz neue Beine zu stellen.
Das Phänomen, dass er jetzt (semi-)autokratisch Auftritt, ist ja relativ neu.

Und ja, ich finde Erdogan besser, als die Alternative, die darin bestanden hätte, dass gewaltsam sich ein Teil des Militärs an die Macht putscht. Du glaubst doch nicht allen ernstes, dass deren Intention eine Demokratisierung der Türkei ist...

Erdogan und nachgeben? :ugly:
Ich setze meine Hoffnung einfach darin, dass Erdogan schon öfters nachgegeben hat und sehr kompromissbereit war.
Vorstellen kann ich mir es leider nicht.
 
CandleWaltz schrieb:
Ich weiß es nicht, nur kann Erdogan auch anders, 80% seiner Regierungszeit bestand ja darin, die Türkei zu demokratisieren, den Kurdenkonflikt anzugehen und die Wirtschaft und den Tourismus auf ganz neue Beine zu stellen.
Das Phänomen, dass er jetzt (semi-)autokratisch Auftritt, ist ja relativ neu.

Und ja, ich finde Erdogan besser, als die Alternative, die darin bestanden hätte, dass gewaltsam sich ein Teil des Militärs an die Macht putscht. Du glaubst doch nicht allen ernstes, dass deren Intention eine Demokratisierung der Türkei ist...

Ich setze meine Hoffnung einfach darin, dass Erdogan schon öfters nachgegeben hat und sehr kompromissbereit war.
Vorstellen kann ich mir es leider nicht.
Diese 80% waren mit Sicherheit Teil des Plans dahin zu kommen wo er heute steht und das Land entsprechend umzubauen. Das gelingt mit Gewalt oder mit dem Rückhalt der Bevölkerung. Er hat letzteres gewählt.
 
Und ja, ich finde Erdogan besser, als die Alternative, die darin bestanden hätte, dass gewaltsam sich ein Teil des Militärs an die Macht putscht. Du glaubst doch nicht allen ernstes, dass deren Intention eine Demokratisierung der Türkei ist...

Hauptaugenmerk hätten sie wohl auf eine Säkularisierung gelegt.
 
Diese 80% waren mit Sicherheit Teil des Plans dahin zu kommen wo er heute steht und das Land entsprechend umzubauen. Das gelingt mit Gewalt oder mit dem Rückhalt der Bevölkerung. Er hat letzteres gewählt.

Autobahnen gab es in der Türkei ja schon... :D

Ich vermute auch, dass es ein perfider Plan war. Zumindest ergibt es für mich nicht viel Sinn, ein Land positiv aufzubauen und es dann zu unterjochen. Wobei, wie gesagt, viele Türken das ja noch garnicht so empfinden.
 
Finde ich in dem Fall nicht mal so abwegig.

Oder die Putscher waren einfach nur extrem dämlich/unvorbereitet.
 
Finde ich in dem Fall nicht mal so abwegig.

Oder die Putscher waren einfach nur extrem dämlich/unvorbereitet.

Eher das.

Es waren nur Teile des Militärs und ranghohe Ebenen haben gefehlt. Zumal, wie gesagt, war es IMO noch viel zu früh für dieses Unterfangen. Sowas muss von innen kommen und wenn die Putschisten statt Erdogan den Rückhalt der Menschen gehabt hätten, würde es heute anders aussehen.

Jetzt haben die Putschisten genau das Gegenteil erreicht und man kann nur hoffen, dass Menschenrechte jetzt nicht ausgehebelt werden. Mal kurz die Todesstrafe wieder einführen um es seinen Gegnern "zu zeigen"... wäre eher suboptimal. :(
 
Wobei man sich in den Rückhalt der Bevölkerung nicht allzu viel hineininterpretieren sollte. Nicht wenige dürften gestern auf den Strassen gewesen sein, weil sie gegen einen Putsch sind und nicht um RTE & Entourage zu verteidigen.
 
Was meint ihr... hat das ganze nachhaltig Einfluss auf die EU Beitrittsverhandlungen bzw wie wirkt sich das auf das Verhältnis mit der E im allgemeinen aus? Wird man Erdogan nun in die Opferrolle stecken und noch mehr durchgehen lassen?
 
Unter erdogan wird die Türkei niemals teil der eu. Er wills nicht und ich meine die Bevölkerung wurde jetzt ja auch über Jahrzehnte hingehalten. Das wird mehr durch "uns" thematisiert als durch die Türken. Insgesamt wird das die Türkei aber Schwächen. Der tourismus wird noch weiter kriseln und auch innerhalb der int. Gemeinschaft wird es sicherlich nicht positiv aufgenommen, dass so ein starker nato partner im inneren so zerstritten ist. Erdogan hingegen sitzt jetzt sicherer im sattel als je zuvor, aber ob die Entwicklung der Türkei in der Wirtschaft so weitergehen wird, wage ich zu bezweifeln. Und wenns dann mal wieder kacke läuft, sind es die "ausländischen Aggressoren" gewesen. Oder die pkk, der joker der türkischen Politik.
 
Das glaubst du doch selber nicht.

Die Putschisten hätten als erstes Erdogan killen müssen, dann hätte diese feige Ratte nicht noch das Volk zum Widerstand aufrufen können. Hält sich irgendwo feige versteckt und ruft per Handy zum Widerstand auf, zeigt nur was für ein skrupelloses Schwein das ist.
Das ist ja selbst für deine Verhältnisse plump und dumm.
 
Diese 80% waren mit Sicherheit Teil des Plans dahin zu kommen wo er heute steht und das Land entsprechend umzubauen. Das gelingt mit Gewalt oder mit dem Rückhalt der Bevölkerung. Er hat letzteres gewählt.
Daran kann ich nicht so recht glauben. Möglich ist es, ja, aber am Ende will auch Erdogan einfach nur einen ruhigen, sicheren und prosperierenden Staat haben.
Die Umstände der letzten zwei Jahre haben ihn eben vor eine Entscheidung gestellt: Macht abgeben oder sich mit Tricks an der Macht halten. Er hat sich für letzteres entschieden und muss diese Linie nun durchziehen.
Und wenn du einmal in dieser Spirale steckst...
Ich schätze Erdogan einfach nicht so ein, dafür stehen seine komplette politische Karriere (bis auf die letzten gut zwei Jahre) einfach dagegen. Was da in der Türkei alles Gutes passiert ist, war wirklich toll und es würde einfach jedweder Logik widersprechen, NUR um ein autokratischer Präsident zu sein.
Wie gesagt, ich denke einfach, dass Sturheit, Hängen an der Macht und einige unkluge Entscheidungen zu dieser Situation geführt haben.

Hauptaugenmerk hätten sie wohl auf eine Säkularisierung gelegt.
Hm, ist wahrscheinlich, aber damit läuft man in Zeiten der Rückbesinnung auf Tradition und Identität und damit der verbundenen neuen, starken Ausprägung des Islam ja auch nicht in offene Arme bei der Bevölkerung.
Von daher will ich mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte der Putsch länger gedauert bzw. wäre sogar erfolgreich gewesen.
Wer auch immer da noch seine Hände im Spiel hat und die Fäden zieht. Ich hab zwar bisher keinen Einblick, welcher Teil des Militärs Teil des Putsches war (junge oder ältere Militärs, die Dienstgrade, die Struktur innerhalb des Militärs und des Teils des Putsches, die Vergangenheit der Beteiligten, Gemeinsamkeiten aller, welche Militärschulen wurden besucht, ...), das würde schonmal etwas Aufschluss geben.
 
Das Wort "Phantasie" muss man hier wohl dem ein oder anderen nochmal erklären.

Und candle. Ich hab keine Ahnung warum, aber imo gibst du erdogan viel zu viel Kredit und glaubst an das Gute im Menschen, wo nicht viel gutes ist.

Allein zu glauben er könne sich "besinnen"... Nun, ich halte das für wahnsinnig naiv. Der Kollege ist nicht irgendwo aus Versehen falsch abgebogen. Der weiß schon genau, was er tut.
 
Das Wort "Phantasie" muss man hier wohl dem ein oder anderen nochmal erklären.

Und candle. Ich hab keine Ahnung warum, aber imo gibst du erdogan viel zu viel Kredit und glaubst an das Gute im Menschen, wo nicht viel gutes ist.

Allein zu glauben er könne sich "besinnen"... Nun, ich halte das für wahnsinnig naiv. Der Kollege ist nicht irgendwo aus Versehen falsch abgebogen. Der weiß schon genau, was er tut.
Genau das ist aber in der Politik oft genug der Fall, das einige Beteiligten eben nicht wissen, was sie tun oder einfach nur unklug handeln.

Und ich finde nicht, dass ich Erdogan zu viel Kredit gebe, aber es macht rational gesehen einfach überhaupt keinen Sinn, so zu agieren.
Wenn die jetzige Situation sein Ziel gewesen wäre, dann hätte er das schon viel früher und einfacher haben können.
Und mir fällt bis jetzt kein einziger Fall ein, nachdem schonmal nach diesem Schema verfahren worden ist. Das macht für mich einfach absolut keinen Sinn.

Umso trauriger ist es...
 
Erdogan hat IMO einfach nen ziemlich Machtkomplex. Ähnlich Berlusconi, nur dass er wohl schlauer agiert. Aber vom Charakter wohl ähnlich. Einmal an der Macht wird sie einfach nicht mehr abgegeben und man hält sich für das Maß aller Dinge. Böhmermann Fall war ja auch ein schönes Beispiel dafür.
 
Genau das ist aber in der Politik oft genug der Fall, das einige Beteiligten eben nicht wissen, was sie tun oder einfach nur unklug handeln.

Und ich finde nicht, dass ich Erdogan zu viel Kredit gebe, aber es macht rational gesehen einfach überhaupt keinen Sinn, so zu agieren.
Wenn die jetzige Situation sein Ziel gewesen wäre, dann hätte er das schon viel früher und einfacher haben können.
Und mir fällt bis jetzt kein einziger Fall ein, nachdem schonmal nach diesem Schema verfahren worden ist. Das macht für mich einfach absolut keinen Sinn.

Umso trauriger ist es...
Einfacher? Wie denn? Er schwingt sich gewaltlos zum Sultan auf. Er wird dafür sogar gewählt. Er ist clever und mit rational hat das imo nicht viel zu tun. Er will einfach nur der Chef sein.

Und dass es vorher niemand so versucht hat spielt ihm doch in die Karten. Als Hitler damals "heim ins Reich" ausrief hat das Ausland ihn auch machen lassen. Im Glauben, dass danach gut ist.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben