Codename U.N.C.L.E.
Wenn Superman (Henry Cavill), der Lone Ranger (Armie Hammer) und die Ex-Machina KI (Alicia Vikander) unter der Regie von Guy Ritchie in Deutschland und Italien der 60er Jahre einer atomaren Bedrohung hinterherjagen, gibt es beste Agenten-Unterhaltung.
Wer Guy Ritchis Arbeiten kennt, wird wahrscheinlich sofort erahnen, was einen hier erwartet. Nämlich: Tolle Darsteller, spritzige Dialoge, eine tadellose Regie und schwarz-humorige Action vor authentischer Kulisse. Und dabei ist
Codename U.N.C.L.E. gefühlt auch noch mehr 007 als jeder Craig-Bond.
Eine sehr runde und amüsante Angelegenheit. Die klassische, schwarz-weiß gefärbte Agenten-Polit-Story treibt gut voran, die Charaktere harmonieren fantastisch miteinander, was nicht zuletzt am Cast liegt, und audiovisuell gibt es stimmiges Zeitkolorit, eine mitreißende Kameraarbeit und einige clever umgesetzte Actionmomente. Davon insgesamt zwar nur wenige, aber gute und sinnvolle. Erinnert von seinen Grundzutaten her ein wenig an Ritchies
Sherlock Holmes (ungleiches Protagonistenpaar, Humor, bisschen Action, detailverliebte Zeitreise).
Sehr unterhaltsam und bereits durch das Setting unverbrauchter als die meisten anderen Genrevertreter. Alicia Vikander ist übrigens unendlich hinreißend. 2015 ist echt das Jahr der Nachwuchsschauspielerinnen in Hollywood. Maika Monroe (
It Follows), Daisy Ridley (
Star Wars), Rebecca Ferguson (
Mission Impossible) und eben Alicia Vikander (
Ex-Machina) - alles absolut grandiose und talentierte Neuentdeckungen. Freue mich schon auf Alicias Einsatz im nächsten
Bourne.
8/10 Wackelkontakte