Auf türkischsprachigen Twitteraccounts und Webseiten, die als Sprachrohre des IS oder der Nusra-Front gelten, gibt es noch keine Stellungnahmen zu den Terroranschlägen in Paris. Das hielt manche Anhänger des IS jedoch nicht davon ab, die Anschläge bereits zu feiern. „Gepriesen sei Allah, der in die Herzen der Ungläubigen Angst gesät hat – Allahu akbar“, twitterte jemand zum Foto der Menschen, die im Stade de France aufs Spielfeld gelaufen waren. „Gepriesen sei Allah, der die Ungläubigen an den 11. September erinnert hat“, schrieb ein anderer.
Unterdessen trat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kurz vor zwei Uhr Ortszeit in Antalya für eine Stellungnahme vor die Kameras. Er sprach seinem französischen Amtskollegen François Hollande und dem französischen Volk sein Beileid aus, verknüpfte dies aber gleich mit einem innenpolitischen Thema: Die Türkei kämpfe seit dreißig Jahren sagte Erdogan in Anspielung auf den Konflikt mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). „Wir müssen von dem Verständnis ‚Mein Terrorist ist gut, dein Terrorist ist böse“ wegkommen. Jeder Terrorismus ist böse.“ In Antalya findet am Sonntag und Montag der G20-Gipfel statt.
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