Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Fahrradhelme, notwendig?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So wie @Urgs, der selbst darauf hingewiesen hat, dass seine Kinder noch nie hinterfragt hätten, warum sie einen Fahrradhelm tragen müssen.
Also scheint es offensichtlich möglich zu sein. Dass er (implizit) dennoch immer noch dem Vorwurf ausgesetzt ist, seine Erziehung sei zweifelhaft, finde ich schon sehr unschön.

Ja, ist es sicher. Die Herangehensweise finde ich aber nichts für mich.

Es gibt noch einen anderen Aspekt bei der Sache. Ich als Vater übernehme Verantwortung. Für meine Kinder, aber somit gleichzeitig auch noch mehr für mich selbst und meine Familie. Was passiert, wenn mich meine Kinder irgendwann sabbernd im Rollstuhl sitzen sehen, weil ich auf die Murmel gefallen bin?

Es gibt auch genügend Erwachsene, die sich nicht anschnallen, obwohl das sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Den Meisten passiert auch nie etwas. Aber das wäre nichts, was ich meinen Kindern auch noch aktiv vermitteln würde.
 
Wo ist eigentlich das Problem?
Meine Kinder tragen Helme, obwohl ich keinen trage. Und ich werde dafür sorgen, dass sie ihn so lange wie nötig tragen werden. Meine Frau trägt übrigens auch einen. Aber was ich nicht mache, ist ihnen etwas vorspielen, wovon ich nicht überzeugt bin. Genauso wie ich sie nicht dazu verdammme, für immer einen Helm tragen zu müssen.
Wenn meine Kinder einmal erwachsen sind, werden die sich vermutlich nicht daran erinnern können, irgendwann nicht Fahrrad gefahren zu sein. Ob sie dann einen Helm tragen wollen, bleibt ihnen überlassen. Ich hätte volles Verständnis dafür, wenn die ihn ablehnen.
 
Ich denk die Vorbildfunktion is eh gegessen wenn du sagst, dass sie ohne zu murren einen Helm aufsetzen. Bleibt halt noch der Punkt mit der Verantwortung. Ich glaub es will dich hier auch niemand bekehren bzw. solltest du zumindest meine Posts nicht als kritik an dir verstehen. Ich finde nur die Diskussion ansich spannend. Und wie gesagt, ich fahr ja in der Stadt auch ohne.

Du fährst mitm MTB durch Wald?

Ich fahre mit Gepäck und nem Tourenrad über Fernradwege. Ich bezeichne das auch gerne als Radwandern. Natürlich könnte ich mir dabei auch nen Helm aufsetzen. Nachdem ich das aber schon einige Male gemacht habe, sehe ich dafür schlichtweg keinen Grund. Das ist nicht mal ansatzweise gefährlicher als das Fahren in der Stadt. Eher im Gegenteil. Ich würde sogar behaupten, es ist ungefährlicher.

Das es ungefährlicher ist, seh ich sicherlich genauso. Fernradweg = Radweg only oder kommen dir da Autos entgegen?
Ich versteh halt die Motivation dahinter nicht. Bis jetzt konnte ich nur rauslesen "Studien sagen der hilft nix" und "Habs probiert, hat nix geändert".
Wenns so etwas handfestes wie "Ich schwitz dadurch viel mehr" "Ich bekomm Kopfweh davon" (was mir relativ oft passiert, vor allem in Verbindung mit der Sonnenbrille und kühleren Temperaturen im Herbst/Winter". Ich denk mir halt: Sobald ich etwas der Sache wegen tu und es nicht nur Mittel zum Zweck ist, nutze ich auch die gesamte Bandbreite des Equipements. Beim Rad hast du ja auch drauf geachtet das richtige zu kaufen obwohl ein billigeres es genauso getan hat.

Vor kurzem ist in Österreich einer deutscher Familienvater bei ner Radtour mit seiner 13 jährigen Tocher gestorben. Bei nem leichten Anstieg ist er in den Wiegtritt und hat in die Pedalgetreten. Die Gabel ist gebrochen und er dürfte senkrecht auf den Boden geknallt sein. Laut Presse hätte ein Helm sein Leben gerettet. Es wurde aber auch gesagt, dass ein Gabelbruch schon sehr, sehr unwahrscheinlich ist.

Ich weiß, es ist etwas scheinheilig von mir hier Pro Helm zu plädieren wenn ich oft selbst keinen trage. Aber ich mach das auch bei meinen Eltern so, wenn die ohne fahren scheiss ich sie auch regelmäßig zusammen.
 
Was ungefährlich ist oder nicht, weiss man im Zweifelsfall immer erst, wenn es zu spät ist.

Wie @el_barto es schon schrieb, ich bin in meinem Leben auch schon einige hunderttausend Kilometer Auto gefahren, bisher ohne Unfall oder Verletzung. Trotzdem schnalle ich mich an und bin froh, dass die Autos alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen haben.

Auf'm Radweg kann man auch einen Kollaps bekommen und fällt einfach um (meinem Opa passiert). Er hatte Glück. Aber auch nicht mehr.
 
Ist nem Kumpel, allerdings am Rennrad mitten in der Abfahrt passiert. Blackout, auf die Fresse (im wahrsten Sinne des Wortes) geflogen und n ordentlicher Kiefer und Nasenbeinbruch. Der feiert seit dem tag auch seinen zweiten Geburtstag.
Und er meinte er hat sich absolut nicht ausgepowered, konnte es sich einfach nicht erklären.
 
Du kannst auch beim laufen einen kollaps bekommen, oder einfach nur stolpern und auf den kopf aufschlagen, also tragt ihr als fußgänger nun einen helm oder nicht?
Natürlich nicht weil ihr davon nicht ausgeht dass es euch passiert, aber es passiert in wirklichkeit oft genug.

Radfahren ist nicht gefährlich und die tücken von unfällen können minimiert werden, es ist viel wichtiger wenn man aufpasst beim fahren als dass man einen helm aufhat. Und aufpasst beim laufen, im haushalt, beim duschen und auch beim saufen, es sind schon welche in einer pfütze ertrunken. Wollt ihr euer leben lang in jeder lebenslage einen helm und knieschützer tragen? Oder es anderen vorwerfen wenn sie ohne helm duschen?
Die diskussion ist einfach falsch, verlogen und kein experte gibt euch recht, eine helmpflicht wäre kontraproduktiv und die mehrzahl der todesunfälle können mit keinem helm verhindert werden, aber mit anderer verkehrspolitik geht es, verkehrserziehung gehört ebenfalls dazu. Andere länder machen das vor und ich kann auch nur von berlin sprechen, hier gibt es nahezu überall radwege, radfahren halte ich hier ebenso für ungefährlich, die meiste gefahr lauert durch schlechte autofahrer die sich nicht an verkehrsregeln halten, kann man jeden tag beobachten wie hier vorfahrten missachtet werden, nicht geblinkt wird, über rot gefahren und bei gelb auf das gas gedrückt wird.
 
Die Vergleiche sind doch völliger Schwachsinn, pil. Sag das mal nem F1 Piloten und lach ihn aus warum er Helm und Neckbrace trägt. Passieren kann immer was aber mit steigender Geschwindigkeit steigt eben auch das Risiko. Beim Radfahren kommt noch der höhere Schwerpunkt und allgemein die Komponente Rad hinzu. Was glaubst warum man beim Mountainbiken erstmal lernst nach hinten abzusteigen und das Rad so weit wie möglich von einem fern zu halten.
Aufpassen schön und gut, damit red ich mir auch ein dass mir schon nix passieren wird. Aber technisches Gebrechen, andere Verkehrsteilnehmer, Tiere (mir is schon mal ne Katze direkt vors Rad gelaufen... war mim MTB unterwegs auf dem ich dank andere Geo viel sicherer unterwegs bin und konnte grad noch verhindern das Vieh mitzunehmen und mich hinzupacken) und Kinder kannst du einfach nicht vorhersagen. Und so sehr Autofahrer oft wirklich scheisse mit Fahrradfahrer umspringen... ich hab mindestens genauso viele Beispiele in denen es umgekehrt ist. Allein bei der Kreuzung die ich bei meinen Wohnzimmerfenster beobachten kann.

Ich sprech mich übrigens auch nicht für eine Helmpflicht aus. Ich finds nur sehr befremdlich wie hier das Thema verharmlost wird. Zu sagen "Radfahren birgt das gleiche Risiko wie zu Fuß gehen" ist einfach dämlich, sorry.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich versteh halt die Motivation dahinter nicht. Bis jetzt konnte ich nur rauslesen "Studien sagen der hilft nix" und "Habs probiert, hat nix geändert"

Also für mich gibts eigentlich nichts Stichhaltrigeres als meine persönliche Erfahrung. Und davon habe ich ne ganze Menge, was das Radfahren angeht. Letztlich ist ja auch ein "ich bekomm Kopfweh davon" nichts anderes.
Ich hab einmal im nem Geschäft nen Helm probiert, mich im Spiegel angeguckt und ich wusste in dem Moment, dass wenn ich jetzt die 50 Euro für das Ding ausgebe, das Teil trotzdem nach wenigen Wochen bei uns in der Garderobe hängenbleibt. Ich werde das Ding einfach nicht benutzen.
Es ist vielleicht auch etwas anderes, wenn man sportlich (MTB) mit nem Rad unterwegs ist und das Teil einfach zu Ausrüstung gehört. Ich fahre mit dem Rad im Alltag ALLE Wege und es würde mich schlichtweg nerven, so ein Teil ständig an der Tasche zu hängen haben. Ein Teil, von dem ich eigentlich überzeugt bin, dass ich es nicht wirklich brauche.

Im übrigen, auch das habe ich schon mehrfahch erwähnt: Ich bin nicht über 20 Jahre lang unfallfrei Rad gefahren. Ich hab auch meine Erfahrungen mit Unfällen gemacht.
 
@Urgs Probier doch mal den Metronaut von Abus und schau dann nochmal in den Spiegel!

a00ffc0674e93962086bed506c0d7b93.jpg


http://www.abus.com/ger/Sicherheit-Unterwegs/Fahrraeder/Fahrradhelme/Urban/Metronaut

ist doch genau Dein Style :D
 
Irgendwie versteh ich die Diskussion nicht. Er kann doch anscheinend mehr schützen, muss nicht. Also ist es im Vorteil einen zu tragen, als keinen. Mehr muss man doch nicht sagen? ^^
 
Irgendwie versteh ich die Diskussion nicht. Er kann doch anscheinend mehr schützen, muss nicht. Also ist es im Vorteil einen zu tragen, als keinen. Mehr muss man doch nicht sagen? ^^
Ja und bei allem, nicht nur beim Radfahren. Das ist eher der Punkt, also wieso nur beim Radfahren tragen? wenn es einem echt um die Gesundheit anderer und sich selbst geht sollte man so erhlich sein und den Helm nicht nur beim Radeln tragen. Aber in Wirklichkeit geht es ja gar nicht darum, die Diskussion kam auf weil eine Versicherung versucht hat einem Radfahrer die Kosten eines Unfalles aufzubrummen weil dieser kein Helm trug, obwohl er keine Schuld des Unfalles trug, aber dadurch dass einer meinte "mit einem Helm wäre kein Schaden entstanden" kam es zu diesem medialen Fall, der Radfahrer wurde natürlich freigesprochen, die volle Schuld trägt der, der den Unfall verursacht hat. Wäre ja auch noch schöner wenn es anders wäre angemerkt. Eine ganz verlogene Diskussion hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja und bei allem, nicht nur beim Radfahren. Das ist eher der Punkt, also wieso nur beim Radfahren tragen? wenn es einem echt um die Gesundheit anderer und sich selbst geht sollte man so erhlich sein und den Helm nicht nur beim Radeln tragen. Aber in Wirklichkeit geht es ja gar nicht darum, die Diskussion kam auf weil eine Versicherung versucht hat einem Radfahrer die Kosten eines Unfalles aufzubrummen weil dieser kein Helm trug, obwohl er keine Schuld des Unfalles trug, aber dadurch dass einer meinte "mit einem Helm wäre kein Schaden entstanden" kam es zu diesem medialen Fall, der Radfahrer wurde natürlich freigesprochen, die volle Schuld trägt der, der den Unfall verursacht hat. Wäre ja auch noch schöner wenn es anders wäre angemerkt. Eine ganz verlogene Diskussion hier.
Nach dieser Argumentation sollte man am besten gar nicht das bett verlassen, ich versteh ja was du meinst.

Letztes habe ich auch schon mal gehört. Aber auch wenn er unschuldig ist? Kurios
 
Nach dieser Argumentation sollte man am besten gar nicht das bett verlassen, ich versteh ja was du meinst.

Letztes habe ich auch schon mal gehört. Aber auch wenn er unschuldig ist? Kurios
Das ist tatsächlich der Punkt, wenn du wirklich deinem Kind ein anscheinendes Vorbild bzgl. Gesundheit sein willst dann wird es niemals Sport kennen lernen, niemals Freunde haben, sondern stubenhocker werden, das Kind wird vor dem TV gesetzt und gut ist, keine Verletzungsgefahr. Was für ein spannendes Leben. Dafür passiert dem Kind nichts.

Bin ich froh Eltern gehabt zu haben die sich zwar Sorgen um mich gehabt haben aber mich lassen haben was ich für richtig fand. Ich hab mich beim Fußball verletzt, ich hab mich beim Tennis spielen verletzt, ich habe mich beim Basketballspielen verletzt, ich hab mich generell beim Sport verletzt, ich habe mich aber nie beim Radfahren verletzt. Es ist deswegen eine verlogene Diskussion weil einem scheinheilig suggeriert wird dass es um die eigene Gesundheit geht, aber dann alles wirklich gefährliche seinen Lauf lässt, verlogener gehts gar nicht mehr.

Und keine Frage dass ein Helm einen Schützt, aber das gilt eben für jede Lebenslage, mit einem Rad zu stürzten ist unrealistischer als sonst zu stürzten, wird jeder selbst bezeugen können. Die Priorität sollte darauf liegen dass man in keiner Lebenslage stürzt, da braucht man dann auch keinen Helm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Lustige ist ja, dass diese Diskussion im wahren Leben so nicht stattfindet. Schon gar nicht in dieser Intentsität. Im virtuellen Raum ist es aber eine von vielen Möglichkeiten, an denen man sich moralisch wunderbar abarbeiten kann.
 
Wenn meine Kinder einmal erwachsen sind, werden die sich vermutlich nicht daran erinnern können, irgendwann nicht Fahrrad gefahren zu sein. Ob sie dann einen Helm tragen wollen, bleibt ihnen überlassen. Ich hätte volles Verständnis dafür, wenn die ihn ablehnen.


Bin mir sicher das sie den Helm auch als Erwachsene auf dem Fahrrad tragen werden. Du und Ich sind halt anders aufgewachsen und werden nie einen Helm auf dem Fahrrad nutzen. Auch wenn wir wissen das es richtig wäre. Bei Frauen ist es halt anders, die sind aber auch anders. :D
 
Zurück
Oben