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Mir juckt es bei solchen Themen ja wirklich immer in den Fingern, aber ich kann mich schriftlich einfach zu schlecht artikulieren als dass ich meinen Standpunkt wirklich präzise darlegen könnte. Was ich jetzt trotzdem mal fragen möchte ist, wieso die "Gegner" der Asylpolitik so oft Begriffe wie Gutmensch etc. benutzen. Macht ihr das als Provokation? Der Begriff ist doch mitlerweile wirklich ideologisch aufgeladen, ob zu recht oder unrecht ist ja erstmal egal. Ich find ja nichts schlimmer als dieses ständige "Boah du Nazi!" geflame, aber das Wort triggert sofort diese Assoziation. Das ist den meisten hier doch vermutlich klar, also wieso bestehen so viele darauf das Wort zu häufig zu benutzen?
 
Diese Wortkonstrukte sind wirklich an Dämlichkeit nicht zu übertreffen. Jeder ist immer gleich linksmedienindoktriniert, deutschenfeindlich und eben der altbewährte verblendete Gutmensch. Dadurch scheitern Diskussionen in der Regel schon bevor sie wirklich begonnen haben.
 
Ne Ermahnung hätte es auch getan. Dass es steinigende religioten waren, das kann sicherlich gut sein, aber ist doch lange nicht bewiesen. Als hätte medion direkt daneben gehockt und Mäuschen gespielt.
 
Dadurch scheitern Diskussionen in der Regel schon bevor sie wirklich begonnen haben.

So isses... bei dem Thema sind einfach zwei extreme Lager entstanden die keinen Millimeter abweichen... Meinungen die dazwischenstehen werden einfach den Lagern zugeordnet und ignoriert. Sagt man irgendwas kritisches hinsichtlich Flüchtlinge ist man sofort n Nazi. Sagt man was "Pro-"Flüchtlinge ist man ein Linker oder eben ein Gutmensch.

Dazu kommt dass beide Seiten extrem ihre völlig einseitig gefärbte Propaganda schüren... die man entweder "liked" oder ignoriert... dadurch werden weiter die Lager gefestigt. Konstruktiv setzt sich niemand mehr mit dem Thema auseinander.
 
@Gungrave @M4rius93 @Aldebaraner @Wintermute

Ihr rechten Spinner geht mir so dermaßen auf die Nerven. In dieser Flüchtlingsunterkunft sind 1800 Menschen untergebracht, ausgelegt ist sie für max. 1200!!! Wenn derart viele wildfremde Menschen unterschiedlichster Herkunft, Bildungsstand, Religion, sozialer Prägung auf so engem Raum zusammengepfercht werden in teils desolaten Räumlichkeiten, dann ist das wie eine tickende Zeitbombe, die eben irgendwann explodiert. Da sind Menschen, die teils seit über einem Jahr darauf warten, dass ihre Asylanträge edlich geprüft werden oder ihre Familien endlich wiederzusehen. Frust staut sich auf, die Situation eskaliert.

Sperrt zehn Bldungsbürger der Oberschicht für Monate in eine Abstellkammer und am Ende schlagen auch die sich gegenseitig die Köpfe ein. Seid ihr echt so dumm, das nicht zu verstehen? Hauptsache mal wieder gegen Asylbewerber gehetzt.

Ich kann Deine Argumente verstehen jedoch ist das für mich noch lange kein Grund irgendwelche Gewaltexzesse gegen Menschen und Einrichtungen die von unseren hart erarbeiteten Steuergeldern bezahlt wurden zu dulden! So schlimm es für die Menschen auch sein mag - soweit muss man sich einfach im Griff haben.

Ein guter Gast fällt nie zur Last, das gilt auch für unsere Asylbewerber.
 
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Mir juckt es bei solchen Themen ja wirklich immer in den Fingern, aber ich kann mich schriftlich einfach zu schlecht artikulieren als dass ich meinen Standpunkt wirklich präzise darlegen könnte. Was ich jetzt trotzdem mal fragen möchte ist, wieso die "Gegner" der Asylpolitik so oft Begriffe wie Gutmensch etc. benutzen. Macht ihr das als Provokation? Der Begriff ist doch mitlerweile wirklich ideologisch aufgeladen, ob zu recht oder unrecht ist ja erstmal egal. Ich find ja nichts schlimmer als dieses ständige "Boah du Nazi!" geflame, aber das Wort triggert sofort diese Assoziation. Das ist den meisten hier doch vermutlich klar, also wieso bestehen so viele darauf das Wort zu häufig zu benutzen?

Wenn ich an meine Kindheit denke wo Linke noch von Franz Josef Strauß öffentlich als "rote Ratten" bezeichnet wurden und linke Kommunisten öffentlich die Erschiessung oder Erhängung von Altnazis gefordert haben, die wiederum ihrerseits gefordert haben die KZ´s für Kommunisten wieder zu eröffnen (Straffrei wohlgemerkt) denke ich, dass wir heute einfach zu dünnheutig geworden sind, was das eigene Ego betrifft und sich jeder einzelne von uns einfach ein bisschen zu wichtig nimmt. Da muss der arme Flüchtling doch mal eben den verletzten Egos der streitenden Parteien weichen und wird ganz schnell mal dann doch zur Nebensache und zum Instrument, die Profilneurosen in unserer Gesellschaft zu therapieren.
 
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Haben die EU-Staatler ihren Regimechange nun doch noch bekommen...

Kann man nicht abschätzen. Im DLF haben sie eben prognostiziert, dass Tsipras zwar wieder gewählt wird, er aber noch mehr Druck von Links und von Rechts im eigenen Land bekommen wird. Das wäre sehr schlecht, denn jetzt im Moment hat sich mit ihm in Griechenland ja etwas bewegt.

Die 26 Milliarden, die die EU jetzt überwiesen hat, wurden übrigens dazu genutzt, um Schulden zu tilgen. Neue Schulden für alte Schulden. Dummerweise bleiben Schulden so Schulden. Wer hier auch nur 5 Sekunden glaubt, dass Griechenland mit dieser EU-Politik jemals wieder auf die Beine kommt, der irrt.
 
Die 26 Milliarden, die die EU jetzt überwiesen hat, wurden übrigens dazu genutzt, um Schulden zu tilgen. Neue Schulden für alte Schulden. Dummerweise bleiben Schulden so Schulden. Wer hier auch nur 5 Sekunden glaubt, dass Griechenland mit dieser EU-Politik jemals wieder auf die Beine kommt, der irrt.

Alles Geld was dahin geht ist weg!
Ich bin übrigens dafür, dass Griechenland sämtlichen Schulden gestrichen bekommt, zurück zahlen werden sie das sowieso nie können.
Und mit dieser Geiselung werden sie ihre Wirtschaft nie großartig steigern können.

Alles andere wird den Euro am Ende nur zusammenbrechen lassen, und das vielleicht sogar früher als gedacht.
Naja, ich schätze sowieso, dass es in den nächsten 10 - 15 Jahren noch interessant werden könnte im Euroraum.
 
Jup.

Radikaler Schuldenschnitt und dann ein europäisches Konjunkturprogramm unter Aufsicht der EU. Wenn Griechenland das dann ablehnen sollte, dürfen sie raus aus dem Euro.
 
wie es mir auf den sack geht, dass dauernd deutsche maßstäbe an flüchtlinge angelegt werden, die aus einer ganz anderen kultur kommen, teilweise schreckliches durchlebt haben, hier angefeindet werden und zusammengefercht ohne rücksicht auf herkunft, ethnie oder die probleme die sowas mit sich bringen kann, monate- oder jahrelang in ungewissheit leben, ob sie bleiben können oder nicht.
keiner von uns kann wirklich nachvollziehen, was das bedeutet, aber hauptsache man kann menschen verurteilen die obiges durchleben ohne sie auch nur zu kennen.
 
Dann schmeißen wir halt alle Werte und Anstandsregeln über Bord, hauen uns 24/7 aufs Mowl und gut is.

Kita und Pflege-Plätze sind so gut wie nicht mehr vorhanden und dann sollen wir binnen weniger Wochen reibungslos Unterkünfte + Personal für Millionen von Flüchtlingen aus dem Boden stampfen, wie soll das denn bitte gehen?

Es wird schon aber es dauert halt und so lange müssen sich alle eben mal am Riemen reissen!
 
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Wenn ich an meine Kindheit denke wo Linke noch von Franz Josef Strauß öffentlich als "rote Ratten" bezeichnet wurden und linke Kommunisten öffentlich die Erschiessung oder Erhängung von Altnazis gefordert haben, die wiederum ihrerseits gefordert haben die KZ´s für Kommunisten wieder zu eröffnen (Straffrei wohlgemerkt) denke ich, dass wir heute einfach zu dünnheutig geworden sind, was das eigene Ego betrifft und sich jeder einzelne von uns einfach ein bisschen zu wichtig nimmt. Da muss der arme Flüchtling doch mal eben den verletzten Egos der streitenden Parteien weichen und wird ganz schnell mal dann doch zur Nebensache und zum Instrument, die Profilneurosen in unserer Gesellschaft zu therapieren.

Verdammt guter Punkt. Allerdings habe ich mir da in den letzten Monaten auch aus beruflichen Gründen sehr viele Gedanken dazu gemacht, und ich sehe einen Unterschied zwischen Früher und Heute:

Heute kann JEDER Depp seine Meinung extrem umfangreich und extrem schnell verbreiten. Das ging früher nicht. Da hatte man eine Gruppe, die mal irgendwo den Dicken gemacht hat, und damit - VIELLEICHT - mal irgendwo eine Schlagzeile in irgendeiner Zeitung hatte. Früher hatte man einen Politiker, der mal irgendwo eine Verfehlung begangen hat, die dann etwas Kreise gezogen hat, aber irgendwann vergessen war. An Stammtischen im Dorf wurde politisiert, irgendwelche kleinen Kreise haben Bullshit geredet und sind mal über die Stränge geschlagen, usw...
Heute sieht das anders aus, denn jeder kann seine Meinung ohne großen Aufwand extrem weitreichend verbreiten und somit extrem schnell und umfangreich Hetze betreiben. Der Rezipient kann auch immer schwerer filtern, welche Kompetenzen dahinter stecken und so wird recht schnell geteilt, geliked und mitgehetzt. Die Möglichkeiten für Hetze und auch der vielbeschworenen Volksverketzung sind Heute so umfangreich wie noch nie zuvor.
Ich denke deshalb sind wir nicht Dünnhäutig geworden, sondern viele von uns sehen das Problem und haben den Kanal voll (im wahrsten Sinne des Wortes). Bei mir vergeht z.B. kein Tag an dem ich nicht mit Hetze, Lügen und Bullshit zugespammt werde - Teilweise in Ausmaßen, welche den von dir oben genannten Einzelbeispielen in nichts nachstehen, oder sie sogar Übertreffen...

Irgendwann ist dann halt auch mal gut...
 
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Jup.

Radikaler Schuldenschnitt und dann ein europäisches Konjunkturprogramm unter Aufsicht der EU. Wenn Griechenland das dann ablehnen sollte, dürfen sie raus aus dem Euro.

Und wie würdest du das dann anderen EU Ländern erklären wollen, die nicht in den Genuss dieser Annehmlichkeiten gekommen sind, sondern Jahre harter Reformen durchleben mussten? Ich sehe die aktuelle Strategie auch als gescheitert an und eine Art Schuldenschnitt müsste kommen, aber niemals zu 100%... Und ein Aufbauprogramm dürfte sich ebenfalls nicht auf Griechenland beschränken.

wie es mir auf den sack geht, dass dauernd deutsche maßstäbe an flüchtlinge angelegt werden, die aus einer ganz anderen kultur kommen, teilweise schreckliches durchlebt haben, hier angefeindet werden und zusammengefercht ohne rücksicht auf herkunft, ethnie oder die probleme die sowas mit sich bringen kann, monate- oder jahrelang in ungewissheit leben, ob sie bleiben können oder nicht.
keiner von uns kann wirklich nachvollziehen, was das bedeutet, aber hauptsache man kann menschen verurteilen die obiges durchleben ohne sie auch nur zu kennen.

Selbst wenn man es teilweise nachvollziehen kann, muss man es noch lange nicht tolerieren oder Verständnis dafür aufbringen. Mit solchen Aktionen tun sie sich natürlich auch keinen Gefallen, das ist ein Paradebeispiel für alle, die sich das zu Nutze machen wollen. Und welche Ironie, dass der Grund, warum sie überhaupt hierher geflohen sind, nämlich religiös gerechtfertigte und motivierte Gewalt, hier auf einmal wieder zum Streitgrund und Lynchmob führt...
 
und zusammengefercht ohne rücksicht auf herkunft, ethnie oder die probleme die sowas mit sich bringen kann, monate- oder jahrelang in ungewissheit leben, ob sie bleiben können oder nicht.

Ich tue mich schwer mit diesen Ethnie-Camps, wie jetzt einige Vorschläge kamen. Muslime nicht mehr mit Christen zusammenzubringen, Serben nicht mehr mit Albanern etc.

Mag sein, dass das etwas Ruhe in die großen Lager bringen würde, aber beginnt nicht da schon die vielerorts fortgeschritte Kultur der Parallelgesellschaft?
 
Verdammt guter Punkt. Allerdings habe ich mir da in den letzten Monaten auch aus beruflichen Gründen sehr viele Gedanken dazu gemacht, und ich sehe einen Unterschied zwischen Früher und Heute:

Heute kann JEDER Depp seine Meinung extrem umfangreich und extrem schnell verbreiten. Das ging früher nicht. Da hatte man eine Gruppe, die mal irgendwo den Dicken gemacht hat, und damit - VIELLEICHT - mal irgendwo eine Schlagzeile in irgendeiner Zeitung hatte. Früher hatte man einen Politiker, der mal irgendwo eine Verfehlung begangen hat, die dann etwas Kreise gezogen hat, aber irgendwann vergessen war. An Stammtischen im Dorf wurde politisiert, irgendwelche kleinen Kreise haben Bullshit geredet und sind mal über die Stränge geschlagen, usw...
Heute sieht das anders aus, denn jeder kann seine Meinung ohne großen Aufwand extrem weitreichend verbreiten und somit extrem schnell und umfangreich Hetze betreiben. Der Rezipient kann auch immer schwerer filtern, welche Kompetenzen dahinter stecken und so wird recht schnell geteilt, geliked und mitgehetzt. Die Möglichkeiten für Hetze und auch der vielbeschworenen Volksverketzung sind Heute so umfangreich wie noch nie zuvor.
Ich denke deshalb sind wir nicht Dünnhäutig geworden, sondern viele von uns sehen das Problem und haben den Kanal voll (im wahrsten Sinne des Wortes). Bei mir vergeht z.B. kein Tag an dem ich nicht mit Hetze, Lügen und Bullshit zugespammt werde - Teilweise in Ausmaßen, welche den von dir oben genannten Einzelbeispielen in nichts nachstehen, oder sie sogar Übertreffen...

Irgendwann ist dann halt auch mal gut...

Mich nervt das auch vor allem das nicht mehr differenziert wird: für viele Rechte sind Flüchtlinge kriminelle Sozialschmarotzer die uns ausbluten wollen und für viele Asylbefürworter sind alle Flüchtlinge ausnahmslos verfolgte Unschuldslämmer, denen man aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen alles durchgehen lassen muss. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte aber das geht wohl weder in die linken noch in die rechten Betonköpfe rein!
 
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